DirkNB

alles querbeet, was bei den anderen nicht passt

Plaste und Elaste aus Schkopau

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Achja, wer erinnert sich nicht an den Slogan aus DDR-Zeiten, als die Buna-Werke in Schkopau das Land mit Plastik überzogen. Immer, wenn ich das Wort “Plastik” höre, muss ich an ihn denken. Leider führt das ggf. zu Synapsenverklebung. Es gibt manchmal Überschriften in den Medien, da fragt man sich ernsthaft, wieviel Plaste und Elaste sie hier aufhäufen wollen, damit es, nach Konzertkirche und HKB, zu einem zentralen Symbol werden soll.

Unsere Heimatzeitung titelte heute:

Plastik soll zu zentralem Symbol (in) der Stadt werden

Hoffentlich nehmen sie frisches Plaste, gebrauchtes sieht doch irgendwie immer nach Müll aus. ;-)

Lieber selber hin hören, als die Taube im Fernsehen

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Langsam enttäuscht mich deutscher Alltagsjournalismus. Die Fähigkeit zur schnellen Kurzanalyse scheint ihm auch verloren gegangen zu sein. So wurde gestern Bundeskanzlerin Merkel u. a. dafür gefeiert, verspricht sie doch 100 Millionen Euro Hilfe zur Behebung der Hochwasserschäden.

Soweit, so gut. Aber dann sagt Merkel noch was, was dann in Moderationen und Kommentaren weg geschwiegen wird. Die 100 Millionen gibt es nicht einfach so, sie sind nur eine Kofinanzierung. Merkel sagt nämlich noch, dass zu jedem Euro, den das betroffene Land zahlt, ein Euro vom Bund dazu kommt.

Solche Versprechungen kann ich auch machen: 100 Millionen Euro, aber die nur dann, wenn die klammen Länder selber auch soviel zahlen. Das Prinzip sollte sich mal in der Versicherungswirtschaft durchsetzen. Die zahlen dann auch nur soviel Geld aus der Lebensversicherung, wie auch der Kunde selber nachweisen kann.

Chef brabbelt vor, Journalisten nach – falsch ist beides

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Großes Unglück ereilte vor 10 Jahren eine Region, Vertreter der hauptbeteiligten Firma treffen auf Opfer und Hinterbliebende. Das sei aber nicht das Thema. Aber der grammatikalische Faux pas sei herausgegriffen.

Der heutige Chef der Firma entschuldigt sich bei den Betroffenen. Das ist, vom Ansatz her, löblich, aber kann er das überhaupt? Kann er sich entschuldigen – im Wortsinne? Die einfach Antwort: Kann er nicht. Es wäre sogar sehr vermessen und anmaßend, wenn er das machen würde.

Er meint natürlich etwas anderes, aber dann sollte er es auch sagen: Er bittet die Hinterbliebenden um Entschuldigung. Nur die können ihn entschuldigen, er selber kann es nicht. Da sollte man dran denken, auch in solch ergreifenden Momenten.

Schlimm nur, dass die Journaille das nachplappert, obwohl sie es, die sie sich doch täglich mit der deutschen Sprache auseinandersetzen, eigentlich besser wissen sollten.

Die Reste vom Norden

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Oben gemachte Überschrift ist übrigens ein Zitat. Der Slogan zog sich mal durch die legendären Shows aus dem Schmidt-Theater, die der NDR dankenswerterweise übertrug, als sie noch uptodate waren. ;-) Wobei wir aber auch irgendwo schon beim Thema sind: Der NDR. Immer knallhart am recherchieren, investigativ, kritisch, nordisch korrekt. Wobei man eigentlich “korrrrrrekt” schreiben müsste.

Aber dann passieren immer wieder diese “Kleinigkeiten”, die das Bild erschüttern. Immerhin ist die Anstalt nicht eine der kleinen, mit vielen Aktivitäten in einem Sendegebiet, das von den Niederlanden bis nach Polen reicht, von Dänemark bis an den Harz. Damit dürfte ihr der Titel “flächengrößte deutsche Anstalt” sicher sein. Aber dann kann man sich ja auch nicht in jeder Ecke auskennen, vor allem, wenn man ein paar Webseiten eher nach dem Kopieren-Einfügen-Prinzip erstellt.

Auf der Gesamtansicht wird man dank Kleinheit der Schrift die Fehler nicht entdecken:

Seite NDR

Auf der Originalseite mit Stand vom 23.05.2013 (auf dem Bild verlinkt) ist es besser zu sehen.
Aber man kann ja auch mal die beiden interessanten Details herausklauben:

NB in S-H?

Nach der Postleitzahl würde ich mal sagen, liegt Neubrandenburg in Ostfriesland, genauer auf der Nordseeinsel Juist. Außerdem hat der große Tierbeobachter Brehm bei der Erstellung von Brehms Tierleben auch in Neubrandenburg in die Fauna geschaut, mit einem eigenen Aussichtsturm:

B(r)ehmshöhe

Der Blick über See und Stadt ist sicher überwältigend, aber mit Tiervater Brehm hat der Turm nix zu tun.

Natürlich kann man sich (siehe Überschrift der Webseite) noch darüber streiten, ob Neubrandenburg wirklich nur einen See hat, aber da wollen wir mal nicht so sein. Die “Recherche” bei Wikipedia ist ja so ein bisschen verpönt, aber spätestens als Link-Quelle zu offizielleren Quellen sollte das Nachschlagewerk taugen.

Kommunikationspanne beim Kommunikationsriesen

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Es gibt da ein altes Weistum, dass man der einen oder anderen PR-Abteilung doch mal in die Köpfe eintrichtern sollte. Ursprünglich kam es mal von den Programmierern und Computerschraubern, aber es gilt auch im normalen Leben.

It’s not a bug, it’s a feature.

In einem großen deutschen, aber auch international aufgestellten Telekommunikationsunternehmen scheint diese Botschaft noch nicht in ihrer allgemeinen Gültigkeit angekommen zu sein. Sowohl Presse- als auch PR-Abteilung haben geschlafen, so dass der Chef unbeschützt der Firma ein riesengroßes Kuckkucksei ins Netz Nest gelegt hat. Stichwort: Drosselkom.

Das große Deutsche Telekommunikationsunternehmen verkündete in persona ihres Vorstandsvorsitzenden, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durch einen Drosselparagrafen ergänzt werden sollen (mittlerweile wurde das auch schon getan), der letztendlich unterschiedliche Dienste des Netzes unterschiedlich behandelt. Der Verlust der Netzneutralität wurde beklagt, Zeter und Mordio geschrien usw. usw. In einschlägigen Internetangeboten gibt es die Informationen zuhauf.

Dabei hat noch keiner wirklich ganz hinter die Angelegenheit geschaut, wobei sich einige Blogger ja dessen rühmen, sehen sie doch schon die Einschränkung der Netzneutralität als den Hintergedanken. Das ist er aber mitnichten. Der weitaus größere Skandal ist das Scheitern einer nicht funktionierenden PR- und Presseabteilung des Unternehmens. Es könnte natürlich auch “nur” die Ignoranz des scheidenden Chefs gegenüber dieser und das Nichtbeachten entsprechender Kommunikationspläne sein. Aber davon wäre sicher schon was nach draußen gedrungen bzw. man hätte bei der nachfolgenden Korrektur irgendwas davon bemerkt.

Wo liegt also der Fehler? Grundsätzlicher Gedanke: Wie bei jedem anderen Produkt auch so ist hier zwischen zwei Aspekten unterscheiden. Auf der einen Seite steht das, was man machen möchte, auf der anderen Seite das, was man den Leuten verkauft. Ein einfaches Beispiel soll das Prinzip anschaulich machen: Als Wursthersteller möchte ich, dass die von mir hergestellte Wurst möglichst lange haltbar ist und im Laden liegen kann, damit der Kunde sie kauft. Damit das gelingt, versetze ich sie mit Antioxidations- und Konservierungsmitteln. Das ist zwar völlig normal, verkauft sich aber nicht. Da ich aber für diesen Zweck Ascorbinsäure genommen habe, verkaufe ich den Kunden den Mehrwert im Produkt, dass sie damit auch gleich noch Vitamin C mit aufnehmen können. Und schon ist die negative Aussage durch eine positive ersetzt worden.

Zurück zur Eingangsgeschichte. Ziel der Firma ist es, von seinen Kunden höhere Erlöse zu erzielen. Punkt. Dazu möchte man sich eines Mittels bedienen, dass die Kunden schon von ihren Mobilfunkverträgen kennen: Ab einer bestimmten Datenmenge pro Zeiteinheit – meist Monat – wird der Zugang gedrosselt. Wer mehr will, soll mehr zahlen. Jetzt kommen aber die Verantwortlich der verschiedenen Dienste, die Firma auch anbietet, an und bemängeln, dass das Nutzen ihrer Dienste, was vorteilhaft für die Gesamtfirma ist, auch Datenübertragungen in immensem Ausmaß verursacht. Also wird die einfach Lösung genommen, dass diese nicht auf die Datenmenge, die der Kunde ungedrosselt bekommt, anzurechnen sind. Und für alle, die was anderes datenintensives machen wollen, gibts gegen Aufpreis die Komplettflat. Fertig ist der Lack, ab an die Presse.

Hier hätte jetzt die PR- oder die Presseabteilung (oder auch beide) “Halt! Stopp!” rufen müssen und ihren Chef an die Kandarre nehmen. “Das gibt aber ein Desaster!”. Lasst uns das nochmal durchdenken, wie wir das richtig verkaufen. Dabei ist die Lösung doch so einfach! Wie wäre es mit einer allgemeinen Umstellung der Tarifstruktur?

Per 01.01.2016 kosten alle Internetzugänge je nach zur Verfügung gestellter Bandbreite 10 bis 20 Euro mehr. Sonst braucht man nicht wirklich viel zu ändern. Zusätzlich gibt es eine Art Sozialtarif, benennen könnte man ihn irgendwie chic als “Call&Surf DSL6000 SNplus”, wobei das SN für “social network” steht. Hier gibt es zu einem Preis, der in der Höhe aktueller DSL-Anschlüsse liegt, einen Anschluss, der eine gewisse Datenmenge enthält und bei dem die Dienste der Firma zusätzlich mit oben drauf sind. Diese beiden Vertragsarten (also mit SNplus oder ohne) gibt es dann ab sofort für alle Neukunden und  jeder kann sich das aussuchen, was er möchte. Voilà.

Manche Sachen können so einfach sein, wenn man sie nur richtig macht. Und das schöne ist, dass in den nächsten Jahren beinahe alle Kunden sowieso zu Neukunden werden. Oder sagen wir so: Zu Neukunden gemacht werden. Das kann man so machen, muss es aber nicht. Wie die Telekommunikationsfirma in der jüngsten Vergangenheit auch schon ankündigte, will sie ihr  klassisches Telefonnetz mit den analogen und den ISDN-Anschlüssen abschalten und auf IP-Telefonie umstellen. So wird dann jeder wieder zum Neukunden.

3D-Foto

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Fotografien haben schon ihre Eigenheiten, vor allem, wenn man sie mit dem realen Leben vergleicht. Sie sind zum einen nur eine “Stichprobe” oder auch Momentaufnahme, zum anderen fehlt ihnen die Dimension der Tiefe. Große Fotokünstler bekommen zwar, wenn sie es wünschen, eine scheinbare dritte Achse mit ins Bild, als Amateurknipser hat man es dort aber bedeutend schwerer. Echte Tiefe ist es aber bei beiden nicht.

Aber so geht neben der 3. Dimension auch Information verloren. Nehmen wir zum Beispiel mal folgendes Bild:

Weg

Ein Weg führt zwischen ein paar Bäumen bzw. zwischen Gewächsen, die mal sowas werden wollen, hindurch zu einer kleinen, wenn auch recht stabilen Sitzgruppe. Im Hintergrund sind noch mehr Zäune zu sehen und auch noch mehr Bäume. Das wichtigste ist aber an diesem Bild der Weg mit dem Tisch und den Bänken am Ende.

Hätte das Bild die schon angesprochene dritte Dimension, würde der Betrachter erkennen, dass der Weg vom Standpunkt des Fotografen aus leicht abschüssig ist. Ginge man ihn in Blickrichtung entlang, ginge man abwärts, nicht viel, aber doch etwas. Gefühlt steht die Sitzgruppe am tiefsten begehbaren Punkt ihrer näheren und weiteren Umgebung. Man sitzt da ganz gemütlich und hat Einblick in ein paar um sie herum befindliche Gehege.

Schade, dass man den abfallenden Weg auf dem Foto nicht so gut erkennt. Vermutlich hätte der Fotograf dazu eine völlig andere Position haben müssen, so eher seitlich des Weges. Aber da waren überall Gehege mit Bären, also schlecht zum Fotografieren. Drehen wir den Blickwinkel aber mal 90° nach rechts, dann kommt das doch etwas komische dieses Ortes doch noch zum Vorschein. Er hat nämlich einen Namen:

Aussichtspunkt

Sehr tiefsinniger und komplexer Humor bei “Zimmer frei”

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“Zimmer frei” – DIE Sonntagabend-Sendung des WDR – kann man sich doch immer mal wieder ansehen. Es hängt natürlich auch so ein bisschen vom Gast ab, aber Christine und Götz unterhalten ihr Publikum mittlerweile ja recht unabhängig vom Zimmerbewerber. Da echte Promies nicht unendlich viel in der Zahl vorhanden sind, kommt es mittlerweile zu Zweitbesuchen. Heute war Thomas Herrmanns dran.

Weitere Nebenrollen in der Sendung sind außer den genialen Puppen von Martin Reinl auch gern mal “Nachbarn” der WG, so auch in dieser Sendung. Ein jugendlicher Typ, der zwischendurch klingelnd Einlass begehrte, und dann die im Kühlschrank befindliche Nudelsalatschüssel okkupierte, stellte sich als angehender Comedien vor, der gern mal im Quatsch Comedy Club auftreten wolle, natürlich sofort in der Fernsehausgabe. Überfahren von den prollig platten Gags dieser Szenerie ging der wirkliche Witz des Sendungsteils nur dem kundigen Zuschauer auf. Ob vom WDR gewollt oder nicht, ich ziehe trotzdem meinen Hut.

Zur Erläuterung: Thomas Herrmanns ist Moderator und Inhaber der Quatsch Comedy Clubs. Im Fernsehen sind sie zur Zeit meines Wissens eher weniger zu sehen, die Sendung zeichnete sich aber dadurch aus, Comediens eine Plattform zu bieten, auch eher unbekannten, da neuen Humorhandwerkern. Einige der großen haben mal im “Quatsch” angefangen. ProSieben strahlte sie zuletzt aus. Es gibt aber noch eine zweite Sendung im deutschen Fernsehen, die auch neuen unbekannten wie etablierten Spaßverbreitern eine Plattform bietet: Nightwash. Sie läuft zur Zeit, unter anderem vom WDR produziert, auf EinsFestival und wird moderiert von Knacki Deuser.

Nun ging aber vor einigen Tagen durch die Schlagzeilen, dass genau dieser den Waschsalon-Schlüssel an den Nagel hängen will. Ein Nachfolger ist auch schon gefunden: Luke Mockridge. Der stand auch schon bei Nightwash auf der Bühne und wird dort vom Gast zum Gastgeber. Und genau dieser Luke Mockridge war derjenige, der bei “Zimmer frei” den schlechten Möchtegern-Comedien mimte. Ich finde, das hat durchaus mit tiefsinnigem Humor zu tun.

Gartentipp

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Liebe Gartenfreunde,

viele Tiere hinterlassen ihre Spuren in der Parzelle und lassen sich selbst durch Hecken und Zäune kaum von dieser abhalten. Da gilt es, entsprechende Schäden entweder hinzunehmen oder Maßnahmen zu ergreifen, die Tiere zu vertreiben bzw. gar nicht erst aufs Grundstück zu lassen. Ganz wichtig ist es dafür, den heimlichen Umgestalter zu identifizieren.

Zu diesem Zweck schauen Sie bitte auf folgende beiden Fotos:

Große Löcher im Boden

Große Löcher im Boden

Sollten sich derartige Löcher im Boden Ihres Gartens befinden, so haben sie keine Mäuse, auch Maulwürfe, Hasen oder Kaninchen sind es nicht. Auch für Ratten oder Füchse sind die Öffnungen zu groß. Wenn Sie solche Löcher im Boden haben, dann sind Bären Ihr Problem.

Ein Gartenfreund

Eine Richtung unendlich oft

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Die Bundestagswahl 2013 wirft ihre Schatten voraus, Kanzlerkandiaten/-innen stolpern durch Talkshows, Vorder- und Hinterbänkler bringen sich in Stellung, um irgendwie aufzufallen – es gilt schließlich, im September wiedergewählt zu werden. Selbst neue Parteien gründen sich, um auf die eine oder andere Art irgendwie mitzumischen.

Eine der immer mal wieder auftauchenden Forderungen – ein Viertel der Bevölkerung steht dieser durchaus wohlwollend gegenüber – ist eine, die genauso populistisch wie schwachsinnig ist, auch und vor allem rein formal betrachtet. Dabei ist sie so schön griffig, dass sie gleich auch noch von jedem moderierenden Journalisten nachgeplappert wird, ohne über die Unmöglichkeit aufzuklären.

Zurück zur D-Mark!

Achja, die gute alte D-Mark. Wie ging es uns doch allen gut, als wir sie noch hatten. Sogar die Inflation war in den letzten Jahren der D-Mark höher als heutzutage beim Euro. Aber das nur nebenbei. Gerade die Inflation ist es aber, die die nach wie vor beliebten Preisvergleiche Euro-DM mit jedem Jahr sinnloser macht. Irgendwo habe ich das schon mal ausführlicher dargestellt.

Wieviel ist Unendlich minus 1? Der Mathematiker sagt: wieder unendlich. Wie komme ich drauf? Ganz einfach, wenn auch etwas philosophisch. Von jedem Punkt hat der Mensch, die Gesellschaft, der Staat usw. theoretisch unendlich viele Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln. Einige Prozesse laufen planbar oder vorhersehbar ab, aber spätestens das Wetter zeigt uns, dass es doch immer wieder anders kommen kann. Es gibt unendlich viele Entwicklungsrichtungen, die wir einschlagen können. Nur eine, die gibt es nicht: zurück. Das heißt, in der Entwicklung zurück zu gehen, ist quasi ein Widerspruch in sich. Entwicklung geht immer nur vorwärts. Zurück zur D-Mark ist also intellektueller Schwachsinn. Und nicht nur das.

Sicher, es wäre möglich, in Deutschland wieder eine Währung einzuführen, die D-Mark, Deutsche Mark oder wie auch immer heißt und die nur in Deutschland gilt. Es sollte aber allen, die das wollen, klar sein, dass diese Währung dann mit der D-Mark aus den 1990er Jahren einzig und allein den Namen gemeinsam hat. Wert, Stabilität, internationales Renommee, Wechselkurse … das alles ist  muss sich dann erst wieder einspielen, was ein Prozess ist, deren Zahl der Unbekannten genauso vage ist wie die Stabilität eines Soufflees in einem Backofen mit Durchzug.

Und glaubt auch ja nicht, liebe D-Mark-Befürworter, dass mit der Neueinführung der Währung die Preise nach unten gehen! Bei dem Gedanken bekomme ich ob Eurer Verblendetheit einen Lachflash. Auch bei diesem Währungswechsel wird es wieder Preiserhöhungen geben, das nennt sich Marktwirtschaft und Kapitalismus. Genau wie 2001. Jede Chance für Preiserhöhungen wird genutzt, das liegt nicht an den beteiligten Währungen, sondern nur am Wechsel als solchen.

Parallele Welten

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Kennt ihr auch das Gefühl, dass es parallele Universen gibt, wenn ihr bei einem Ereignis dabei ward und später darüber in der Zeitung lest? Nungut, die Einschätzung einer Situation oder die Kritik an derselben kann von Betrachter zu Betrachter unterschiedlich sein, das ändert aber nicht die Situation selber. Ein aktuelles Beispiel.

Montag, 11. März 2013, nach der 20:15-Uhr-Tagesschau. Beim Durchzappen bleibe ich bei “Wer wird Millionär?” hängen. Der Kandidat kommt irgendwie unsympathisch rüber, ich war auf die Reaktion und das Verhalten von Günther Jauch gespannt und blieb dran. Die Show hatte ich lange nicht mehr gesehen, und irgendwie fesselte sie mich dann doch etwas. Der Aufbau der Spannungsbögen war typisch WWM, aber doch immer wieder faszinierend. Jauch ist wirklich der optimale Moderator dieser Show. Am Ende gewinnt der Kandidat die 1 Millionen €. Das Zuschauen machte Spaß.

Das Thema geht natürlich durch die Medien, immerhin ist es schon eine ganze Weile her, dass einer bis zum Ende durchgehalten hat. Die anschließenden Jubelfeiern müssen aber doch ein paar Opfer gefordert haben, so dass am nächsten Tag das Erinnerungsvermögen gelitten hat. So schreibt WeltOnline über das Ereignis:

Sebastian Langrock (36) hat seine detaillierten Kenntnisse über das richtige Verhalten im Restaurant während seiner Zeit als Aushilfs-Ober gelernt. Am Montagabend haben sie ihn in der Quiz-Show “Wer wird Millionär?” zum richtig reichen Mann gemacht, als er auf Günther Jauchs Millionen-Frage: “Wer sollte sich mit der ’20 nach 4′-Stellung auskennen?” ebenso spontan wie korrekt mit “Kellner” antwortete.

Die Autorin scheint die Sendung nicht gesehen zu haben. Sebastian Langrock erzählte in der Sendung, dass er dieses Wissen gerade NICHT seiner Tätigkeit in der Gastronomie verdankt, sondern einem Buch “nutzlosen Wissens”, dass er ca. eine Woche vor der Aufzeichnung der Show von einem Freund, der ihn auch in die Sendung begleitete, geschenkt bekommen hätte und es darin gelesen hat. Das Buch läge noch im Auto, mit dem die beiden angereist waren, “keine 50 Meter” vom Ratepult entfernt.

Schlampig recherchiert, würde ich mal sagen.