Milchpreise im Keller

Die armen Bauern – sie bekommen nichts mehr für die Milch, die sie produzieren. Einzige richtige Konsequenz: Anderes Geschäftsfeld suchen.

Die Medien lamentieren mit, aber das Problem ist hausgemacht. Es ist sicher schade für die Bauern in der Region, aber wenn sie nicht findig sind und andere Vermarktungswege finden, ist ihnen vermutlich nicht zu helfen.

Milch ist nunmal ein leicht zu transportierender Stoff, da kommt es nicht so genau drauf an, wo er her kommt. Und produziert wird er schließlich in viel zu großen Mengen!

Und das haben wir doch mal gelernt: Das Angebot bestimmt den Preis. Und wenn es zu viel von etwas auf dem Markt gibt, fällt der eben.

Milch, Strom, Geld … Von allem zu viel da, deswegen fällen die Erlöse. Ganz einfach, für ein komplexes Problem.

Papier hat scharfe Kanten, ist manchmal aber auch zweischneidig

Manchmal sind Medien schon eigenartig. Einerseits schreien sie Zeter und Mordio, wenn – aus ihrer Sicht – ein kleines ländliches Amtsgericht die Meinungs- und Pressefreiheit einzuschränken versucht. Über stilistische Fragen soll hier nicht diskutiert werden.

Andererseits schreien sie auch gleich Zeter und Mordio, wenn jemand sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnimmt, zugegeben in etwas drastischen, unpassenden Worten. Aber, wie schon geschrieben, über stilistische Fragen soll hier nicht diskutiert werden.

Nicht an Symptomen rumdoktorn, besser an den Ursachen!

Politiker wollen Deutschland weniger attraktiv für Flüchtlinge machen, u.a. durch Sachleistungen statt Geld.

Wie wäre es damit, die Ursachen dafür anzugehen, warum so viele Menschen zu Flüchtlingen werden?

Wahrscheinlich zu komplex. Und nicht in den effektiv knapp 3 Jahren zwischen zwei Wahlen zu lösen.

Einfacher, als man denkt

Der eine oder andere Politiker vertritt schon mal Meinungen, von denen man denkt, dass sie am gesunden Menschenverstand einfach vorbei gehen. Oder auch am Willen einer Mehrheit. Wobei „Meinungen vertreten“ mal umfassend gemeint ist (inkl. Gesetzesinitiative u.ä.).

Die Frage ist: Wie kommen die zu sowas?

Die Antwort ist einfach: Gekauft.

Punkt.

P.S.: Nur manchmal stellt sich die Zweitfrage: Durch wen?

Horch, nur wen?

Die Mediaanalyse, die Währung für die Radiosender, was die „Einschaltquote“ betrifft, ist mal wieder heraus gekommen. Das tut sie im Schnitt alle halbe Jahre. Da ein direkter Vergleich mit der letzten Mediaanalyse aus div. Gründen nicht so einfach ist, gucken wir mal auf die prozentualen Tagesreichweiten, da dürfte ein Vergleich so halbwegs statthaft sein.

Die Top 1+ (also alles mehr als 1%) in Mecklenburg-Vorpommern:

  1. Ostseewelle Hitradio Mecklenburg-Vorpommern 33,7% (-)
  2. NDR 1 Radio MV 28,3% (-)
  3. Antenne MV 20,6% (+)
  4. NDR 2 11,9% (-)
  5. N-Joy 9,8% (-)
  6. NDR info 1,6% (-)
  7. Deutschlandradio Kultur 1,0% (-)
  8. NDR 1 Welle Nord (aus Schleswig-Ytong) 1,0% (-)
  9. Deutschlandfunk 1,0% (+)
  10. NDR kultur 1,0% (-)
  11. Radio Hamburg 1,0% (+)

Erstaunlich, dass nicht mal alle Sender, die in M-V senden, in dieser Liste sind. Klassik Radio wäre auf Platz 17 und Radio Teddy auf Platz 28. Die Offenen Kanäle tauchen in der Statistik nicht auf, werden also vermutlich nicht erfasst.

Aber da gibt es gibt andere Datenquellen, zum Beispiel die Funkanalyse Ostdeutschland. Die aktuellste Ausgabe ist die von 2013. Wenn man dort den weitesten Hörerkreis (= alle Personen, die angeben, diesen Sender innerhalb der letzten 2 Wochen vor dem Zeitpunkt der Befragung gehört zu haben) als Basis für eine Statistik nimmt und die Zahlen der aktuellen Mediaanalyse mit hinein mischt, kommt man auf folgende Liste (nur Sender, die in NB und Umgebung einfach über Antenne hörbar sind):

  1. NDR 1 Radio MV (62%)
  2. Ostseewelle Hitradio Mecklenburg-Vorpommern (61%)
  3. Antenne MV (58%)
  4. NB-Radiotreff 88,0 + radio 98eins + Studio Malchin (47%)
  5. NDR 2 (40%)
  6. N-Joy (28%)
  7. NDR info (12%)
  8. Deutschlandfunk (8%)
  9. NDR kultur (7%)
  10. Deutschlandradio Kultur (6%)

Nimmt man nach M-V einstrahlende Sender noch mit hinzu, ändert sind ein wenig was ab Platz 8 und tiefer. Ich gebe zu, die Einordnung der OKs ist statistisch gesehen nicht ganz sauber, da sie nicht im ganzen Land empfangbar sind. Wenn man die Zahlenbasis aber als „weitester Hörerkreis in den jeweiligen Sendegebieten in Mecklenburg-Vorpommern“ definiert, könnte man es fast als korrekt empfinden, dann würden aber sicher auch LOHRO, Radio TEDDY und Klassik Radio in der Statistik auftauchen.

(Quellen: Funkanalyse Ostdeutschland 2013, reichweiten.de, eigene Erinnerungen)

Windows 10

Nun ist er mir doch durchgerutscht: der Windows-10-Updater. Einmal bei den Windows-Updates nicht aufgepasst. 😉 So ganz grundsätzlich stehe ich Windows 10 ja nicht verschlossen gegenüber. Und mein Rechner – dank Update-Check weiß ich das – ist Windows-10-tauglich.

Aber: Es gibt da eine Software, deren Funktionieren auf Windows 10 alles andere als garantiert ist. Sie läuft wunderbar unter Windows 7 und XP. Aber solange mir Microsoft nicht garantiert, dass sie auch unter Windows 10 uneingeschränkt läuft, kommt das neue Betriebssystem nicht auf meinen Rechner. Punkt.

P.S.: Unter Win8.1 habe ich sie auch noch nicht laufen gesehen.

P.S.II: Die Garantie muss nicht unbedingt von Microsoft kommen. Ein „Go“ vom Vertreiber/Hersteller würde mir auch reichen. 😉

Lustiges von den Nachbarn

Unsere Burg Stargarder Nachbarn sind ja auch ein lustiges Völkchen. Da regen sich die einen (zusammen mit den möglichen Besuchern) darüber auf, dass die Tourist-Info des Burgenstädtchens gerade auch in der Hauptsaison geschlossen ist. Der Grund ist wohl: Es gibt nur eine Mitarbeiterin und die hat ja auch mal Urlaub oder ist krank. Die Frage ist, wie löst man solche Probleme?

In Burg Stargard so: Zum Jahresende wird der Laden dicht gemacht und komplett geschlossen. Das erinnert mich an ein Auto: Wenn die Warnleuchte blinkt, wird sie abgeklemmt, eine Reparatur wäre zu teuer. Die Folgen sind in beiden Fällen vermutlich vergleichbar.

Warum nimmt man sich nicht an den Großen ein Vorbild? Der Post zum Beispiel. Konkret den Postagenturen. Irgend ein Laden in Burg Stargard, der das ganze Jahr über geöffnet hat, übernimmt gegen ein gewisses Salär von der Stadt die Dienste.

Überall zu hause?

Stern-Online titelte unlängst: „Jetzt sind wir überall im Sonnensystem zuhause“ und meinte, dass mit dem Vorbeiflug von New Horizon begründen zu können.

Nur, weil wie bisher keinen Planeten jenseits der Pluto-Bahn kennen, der unsere Sonne umkreist, heißt das ja noch lange nicht, dass es da keinen mehr gibt.

Und bei den kleinen Freunden, den Planetoiden, waren wir auch noch nicht überall.

Warum Streamingdienste nie lineare Medien ersetzen (sollten)

Streamingdienste, und hier kann man eigentlich alle über einen Kamm scheren, egal, ob sie Bewegtbild und Ton oder nur Ton übertragen, sind irgendwie der neue heiße Scheiß, den wir uns gerade so reinpfeifen. Filme, Serien, Lieder, Hörbücher und vieles andere mehr auf Abruf und dann, wann ich das will. So ähnlich muss das Paradies sein.

Nicht alles, was man mit einem TV-Gerät empfangen kann, ist Fernsehen. Und nicht alles, was man in Kopfhörern und Boxen hört, ist Radio. Streamingdienste sind Streamingdienste und haben mit den klasssichen elektronischen Medien nur das Ausgabegerät gemeinsam. Immerhin bezeichne ich ein klassisches Röhrenradio auch nicht als Heizung, nur, weil es zur Raumtemperatur einen gewissen Anteil leistet.

Radio und Fernsehen sind schließlich auch nicht nur eine mehr oder weniger geplante Aneinanderreihung von Beiträgen, es steckt mehr dahinter als pure Algorithmen und Automatismen. Und sie zeigen nicht nur die Sachen, die einem gefallen. Was in dem Zusammenhang als großes Plus zu verstehen ist.

In einer Studie las ich mal einen interessanten Gedanken. Leider ist sie im Internet nicht verfügbar und an ein gedrucktes Exemplar komme ich vermutlich erst in Wochenfrist. Die Quelle war meiner Erinnerung nach recht etabliert, der Anlass zwar auch mit elektronischen Medien befasst, aber in einem anderen Kontext. Entsprechend umgedacht und popularisiert: Wenn man sich seine Medieninhalte selber zusammenstellen kann, verkapselt man sich zunehmend in seiner eigenen Filterblase und sieht nur noch Themen, die ins eigene Weltbild passen.

Ähnlich zu sehen sind auch Bestrebungen von Suchmaschinen, ihre Suchergebnisse mittels diverser erfasster persönlicher Daten des Suchenden immer besser auf die Bedürfnisse anzupassen. Was auf den ersten Blick sehr praktisch klinkt, heißt bei weiteren Blicken, dass man den Teil des Internets irgendwann nicht mehr sieht, der auch Informationen enthält, aber nicht ins persönliche Suchschema passt. Wer immer nur Katzenvideos guckt, ist irgendwann im wahren Leben doch überrascht, dass es Katzen gibt, die beim Pinkeln am Baum das Bein heben oder Nüsse irgendwo verstecken …

Streamingdienste fördern also die selektive Wahrnehmung, lineare bieten hier einen passenden Ausgleich und sind deswegen entsprechend wertvoll. Nur hier findet man auch Aspekte außerhalb der eigenen Filterblase, weil es einem „aufgezwungen“ wird. So lernt man immer mal wieder auch was neues kennen. 😉