DirkNB

alles querbeet, was bei den anderen nicht passt

Komische Promotion

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Früher … Tja, Sätze, die so anfangen, klingen immer wie von vorm Krieg. Früher war alles besser. ;-) Zum Teil scheint es aber auch zu stimmen, bei dem Blödsinn, den manche heute so ausscheiden. Aber mit der geeigneten Betriebsblindheit passieren eben immer mal wieder Sachen, die für außen Stehende eher amüsant anmuten. Kommt dann noch Stress dazu, wird auch nicht mehr kontrolliert und drüber nachgedacht.

Musik-Promotions-Firmen sind dafür da, die von den Plattenpressern produzierten Scheiben unters Volk zu bringen. Dazu werden geeignete Medien entsprechend unterstützt. Die entsprechenden E-Mails sind manchmal von bestechendem Inhalt. So las ich heute nachmittag:

Mit “Ja” wird im Herbst der wohl intensivste und emotionalste Song des im März 2012 erschienenen Silbermond-Albums “Himmel auf” veröffentlicht.

Oh technische Wunderwelt! Da kauft man also im Frühjahr ein Album, kann sich aber ohrenscheinlich nicht alles darauf anhören, da einzelne Titel erst im Herbst veröffentlich werden. Wie wird sowas eigentlich ermöglicht? Geht das nur auf speziellen CD-Playern oder ist das System umfassend kompatibel? Muss ich meinen CD-Player dazu ans Internet anschließen, und wenn ja, wie? Fragen über Fragen.

Oder wird da versucht, das gleiche Musikstück mehrfach zu verkaufen?

Mächtig gewaltig

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In Anlehnung an eine bekannte Goetheanekdote würde ich mal sagen: Hier irrte Forbes. Das Magazin titelte mit der Info, dass unsere Bundeskanzlerin die mächtigste Frau der Welt ist. Da stellt sich mir die Frage, wie man dann zwei andere Frauen bezeichnet, die nur mit dem Finger schnippen brauchen, und dann ist Angela Merkel weg vom Fenster.

Bei allem Respekt und nicht genau bekannten Wertungskriterien: Wenn das US-Magazin gesagt/geschrieben hätte, sie wäre die mächtigste Politikerin der Welt, dann mag das eher seine Berechtigung haben. Aber die mächtigste Frau? Das ist Augenwischerei.

Verwirrung

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Nach dem heißen Wochenende und den Gewittern des heutigen Tages scheint es doch etwas Verwirrung zu geben. Habe ich nicht dunkel in Erinnerung, wenn man sein Fahrrad bei Regengefahr irgendwo abstellt, dass man dann den Sattel durch einen Beutel, eine Tüte oder etwas ähnliches schützt?

Die Welt oder meine Klischees sind durcheinander. ;-)

Drogen im Fernsehen

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Manche Sachen sind einfach historisch verwachsen. Aber dann sollte man auch mal dran drehen, wenn es einem auffällt. Höre ich die werbenden Hinweise im Radio über Lotto-Jackpots, dann schließen die mit dem Satz: “Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe und Informationen unter bzga.de“.

Bleibt die Frage, warum die Nachrichtensendungen im Fernsehen, namentlich Tagesthemen und heute-journal, mit schöner Regelmäßigkeit mittwochs und samstags diese Droge ohne jede Warnhinweis weiter verticken, immerhin die in ihrem Selbstverständnis seriösesten Sendungen überhaupt.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – die BZgA – schweigt sich auch aus. Sicher: Lotto tut auch etwas für die Gesellschaft, definierte Teile der Einnahmen werden für verschiedene Projekte verwendet. Aber ist es nicht eigentümlich, dass potenzielle Suchtauslöser für gute oder gut gemeinte Zwecke genutzt werden: Lotto für Umwelt- oder Sportförderung, Tabak für Terrorismusbekämpfung usw.

Der Zweck heiligt nicht alle Mittel. Ich habe ja nichts dagegen, dass das so gemacht wird. Aber in Nachrichtensendungen hat das nichts zu suchen. Wobei es die Redaktion des heute-journals noch gut platziert: meist bei der  Börsenberichterstattung – auch so ein Glücksspiel.

Weisheit

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Im aktuellen Duden-Newsletter steht ein interessanter Satz zur Kommasetzung. Irgendwie hatte ich die letzte Zeit auch öfter damit zu tun, vielleicht traf er deswegen mein Komikzentrum besonders.

Die Kommasetzung ist im Grunde das Einfachste der gesamten Rechtschreibung. Das kann fast jeder. Die Schwierigkeiten beginnen ja erst mit der tiefer gehenden Frage „Wohin?“.

Damit ist alles gesagt.

Bloggen wirkt

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Da sage nochmal einer, Bloggen wirkt nicht! Das Gegenteil ist der Fall. Vor einiger Zeit schrieb ich über ein fehlendes “h” im Straßennamen auf einem Haltestellenschild. Und siehe da, seit ein paar Tagen ist es wieder da:

Da kannste mal sehen …

Rechnungen

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Freitags (19:00 Uhr, Torcafé Neubrandenburg) findet ein Bloggerstammtisch statt, der zwar größtenteils von Piraten gekapert wurde, aber trotzdem immer noch existiert, da auch Piraten bloggen. Gestern hatten wir mal ein schönes und vor allem auch praxisnahes Thema: Wie hoch könnte man Neubrandenburg heben, wenn man 100 kg verlustfrei in Energie umsetzen könnte. Da ich bei solchen Themen ohne Zettel und Stift etwas hilflos (alte Schule) bin, trage ich hier mal mein Ergebnis nach, das sich vom gestrigen doch etwas unterscheidet.

Der Ansatz: 100 kg in Energie umsetzen läuft natürlich auf die berühmte Einsteingleichung hinaus, also steht zum Anheben von Neubrandenburg E = m * c² zur Verfügung, wobei c die Lichtgeschwindigkeit und m die 100 kg sind.
Mit der Anhebung von Neubrandenburg führen wir der Stadt potenzielle Energie zu. Epot = mNB * g * h. Die Fallbeschleunigung g nehmen wir mal mit 9,81 m/s² an, die Höhe h ist ja gesucht. Fehlt nur noch die Masse von Neubrandenburg. Die Masse eines Körpers berechnet sich aus m = ρ * VNB, mit ρ als Dichte und VNB als Volumen. Das Volumen wiederum ist das Produkt aus der Grundfläche A und die Dicke d.

Bauen wir mal alles zusammen.

E = Epot

m * c² = mNB * g * h

m * c² = ρ * VNB * g * h

m * c² = ρ * ANB  * d * g * h

Wir suchen die Höhe h, also wird die Formel umgestellt.

h = (m * c²)/(ρ * ANB * d * g)

m = 100 kg
c = 300’000’000 m/s
ρ = 5,5 g/cm³ = 5500 kg/m³ (mittlere Erddichte)
ANB = 85,7 km² = 85’700’000 m²
g = 9,81 m/s²
d = 5 m (Arbeitsthese)

Überprüfung: Alles Größen in SI-Einheiten: check.

h = (100 * 300’000’000²) / (5500 * 85’700’000 * 5 * 9,81)

h = 389278 m

h ≈ 390 km

Das heißt: Die physikalische Energie jedes leicht übergewichtigen Neubrandenburgers reicht aus, um die Stadt 390 km anzuheben. 1000 Neubrandenburger würde man benötigen, um die Stadt hinter den Mond zu befördern. Die sollten wir mal finden. Wieviele Leute arbeiten eigentlich in der Verwaltung?

Endlich

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Hurra, auch dieser kleine Blog ist von der Fachwelt entdeckt worden. Da macht es doch gleich wieder viel mehr Spaß, sich hier auszulassen.

Eben habe ich den ersten Spam-Kommentar hier erhalten.