DirkNB

alles querbeet, was bei den anderen nicht passt

Jüngste Stadt des Landes

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Da ist man auf einer geführten Tour quer durch die heimlische Hauptstadt des Landes Rostock, erfährt viel über die Backsteinbauten dortselbst, sieht die “ältesten” Häuser der Stadt und darf sich anschließend doch wundern. Stimmt das alles, was einem da erzählt wurde? Ist Rostock wirklich elf- oder zwölfhundertsowieso gegründet bzw. erstmals urkundlich erwähnt worden? Oder werden die ganzen alten Bauten nur für die Touristen hingestellt und sind im schlimmsten Fall aus Pappmaché?

Konkretisieren wir die Frage: Wurde Rostock 1218 oder 1952 gegründet? Die Stadtführerin auf der eine Seite oder diese Info, auf der gleichen Tour fotografiert, auf der anderen Seite:

Knapp 800 Jahre oder 60? Gesprochenes Wort vs. geschriebenes.

Schilder und ihre Bedeutung

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Gefunden in einer Neubrandenburger Tiefgarage:

Aber, wenn ich dann bei der Kasse und beim Auto war, darf ich dann den Hahn aufdrehen?

Befürchtungen

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Gleich bin ich unterwegs, da zum Essen eingeladen. Mal sehen, wie viele diesmal über die Größe der Portionen stöhnen …

Nachts um drei sind Energiesparlampen lauter

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Über die Energiesparlampe ist schon viel geschrieben und gesprochen worden. Umweltfreundlichkeit, Energiespareffekt, Kostenspareffekt, Leuchtkraft, Wohnatmosphäre  und andere Aspekte dieser Lampenherstellerförderung stehen in Diskussion, das soll hier aber kein Thema sein.

Was mich an den von mir verwendeten Kleinstleuchtstofflampen stört – speziell nachts um drei – ist der Lärm, den sie machen. Er ist jetzt sicher nicht so ohrenbetäubend wie ein Presslufthammer, ein Düsenflugzeug beim Start oder Rasenmäher Samstag morgens vor dem Aufstehen. Aber nachts um drei …

In der Stille der Nacht gibt meine Klolampe, seitdem ich sie mit einer Sparlampe ausrüsten musste, netzbrummige Geräusche von sich, die jetzt nicht sonderlich laut sind aber hörbar! Mit Glühlampe dank Trafofreiheit ist das nie passiert. Leider fürchte ich, dass sich das bei den LED-Lampen auch nicht wirklich besser wird, oder kann man die dann direkt an 230 Volt anschließen ohne Spannungswandler?

 

Mit Fachchinesisch auf Du und Du

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Von einer bekannten regionalen Familienzeitschrift fiel mir die aktuelle Ausgabe in die Hände. Gleich auf dem Titel entdeckte ich einen zusätzlich angebrachten Aufkleber, der so ein bisschen die kleinen grauen Zellen anregte. Darauf stand ein vermutlich in Zeitschriftenkreisen gängiger Fachbegriff, der Lust auf mehr machte.

Was unterscheidet ein Leseexemplar von den anderen Exemplaren der Zeitschrift? Und: Was für andere Arten gibt es? Da ist Phantasie gefragt.

Das Ansichtsexemplar hat nur Bilder drin, der Text ist nicht mitgedruckt. Das Ausmalexemplar zeigt nur Umrandungen für die eigene Farbgebung. Das Leihexemplar darf man zwar Leihen bzw. Verleihen, aber Lesen geht nur mit der o. g. Variante. Und vielleicht gibt es doch ein Wischexemplar, das auf saugfähigem Papier gedruckt ist.

Das Fliegenklatschenexemplar erklärt sich dann auch wieder von allein.

Längste Linienführung der Stadt

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Das wird mal eine lustige Busfahrt. Stadtrundfahren könnten auch nicht länger sein.  Selbst die Linie 80 fährt weniger lange Strecken. Aber, worum gehts?

Sozialamt, Jugendamt und Ausländerbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, immerhin für diese Region zuständig, sind – vermutlich durch den Landrat Heiko Kärger persönlich – in ein Gebäude eingelagert worden, das mit dem Öffentlichen Personennahverkehr nur bedingt gut zu erreichen ist. Die hiesige Lokalpresse berichtete darüber. Ein Lösungsansatz: Lassen wir doch einfach die Busse der Linie 5 da auch noch hinfahren.

Früher, als alles besser war, fuhr die Linie 5 noch nach Monckeshof. Das tut sie heute zwar auch noch, aber statt der früher mal  üblichen 10-15 Minuten dauert es heute auch schon merklich länger. Und dann noch der kleine Schlenker über die Hochstraße… Wenn man einen bekannten Maps-Dienst im Internet bemüht und versucht, die mögliche neue Route einzuzeichnen, kommt man auf knapp 13 km. Die Ursprungslinienführung ZOB – Monckeshof war mal 7 km lang.

Wir erinnern uns. Der Bus fuhr vom ZOB um den Fr.-Engels-Ring, ihn auf der Demminer Straße verlassend. Die Ravensburgstraße war das nächste Ziel, zeitweise über die Torgelower und Ihlenfelder Straße erreicht. Nach der Sponholzer und der Ihlenfelder Straße war das Ziel nicht mehr weit. Nach Abbestellung der Linie 7 stellte sich das Problem der Erreichbarkeit des Ärztehauses in der Ihlenfelder Straße, was dank neuer Straße jetzt mit einem ca. 2 km langen Umweg über die Usedomer gelöst wird. Der Nachteil: Die Gegend um die beiden Terrabaltic-Häuser, auch kleine Ärztehochburgen, wird nicht mehr bedient, wenn der Bus tagsüber über die Usedomer Straße fährt.

Mit der Erweiterung in Richtung Hochstraße wird es richtig komisch. 4 km Fahrweg kommen hinzu. Aber die Strecke hat auch ihre Vorteile: Der Neue Friedhof bekommt eine zweite, nähere Busanbindung, und auch die Nachtschwärmer aus der Discothek Collosseum können mit den ersten Bussen nach Hause fahren, hielten die doch fast vor der Tür. Nur das eigentliche Ziel der Linie, das Wohngebiet Monckeshof, wird immer unwichtiger, sinken doch die Einwohnerzahlen auch dort vermutlich langsam, aber stetig.

Schein und Sein

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An einer Volkshochschule kann man viel lernen, nützliches und auch weniger sinnvolles, wobei das Bewerten in diesen Kategorien im Auge des Betrachters liegt. Die hiesige bietet unter anderem einen Kurs unter dem Titel “Farbberatung inkl. Schminktipps vom Profi” an. Man sucht wohl Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Leider finden das Ganze an zwei Freitagen ab 14 Uhr statt, da ich aber bis 14 Uhr “Freitag nach eins” moderiere, werde ich leider nicht teilnehmen können. ;-)

In einer Pressemitteilung heißt es:

Für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist heute wichtiger denn je und oft „Eintrittskarte“ für bestimmte Kreise.

Ganz ehrlich: Ich möchte keinen “Kreisen” angehören, wo das so ist.

Weiter heißt es:

… gutes Aussehen wird häufig mit Intelligenz, Fleiß und Kreativität verbunden. Es stärkt das Selbstwertgefühl und ist wichtig für sicheres Auftreten.

Dass das in “gewissen Kreisen” so ist, mag ja sein. Aber dazu muss man diesen hanebüchenen Unsinn nicht auch noch ernst nehmen und verbreiten. Nachher denken noch alle, das wäre überall so. Ein sicheres Auftreten und ein starkes Selbstwertgefühl sollte man aus seinen echten Qualitäten ziehen, der Auftritt und die Außenwirkung gehen dann von ganz allein in die positive Richtung und sind nicht von Äußerlichkeiten abhängig.

Wie heißt es doch so schön: Für das, wie sich manche morgens zurecht machen, würde ein Gebrauchtwagenhändler in den Knast kommen.