Google Calendar Sync stellt Funktion ein

Na toll. Meinen (langfristigen) Plan, mich von Google zu lösen, kann ich wohl über den Haufen werfen. Das macht Google jetzt auch schon allein. Nach Google Reader u.a. eingestellten Diensten bekam ich heute eine E-Mail, dass das kleine Progrämmchen Google Calendar Sync ab 01. August seinen Dienst quittieren wird.

Dankenswerterweise werde ich in der gleichen E-Mail auch noch darauf hingewiesen, dass ich auf meinen Google-Kalender über die Kalender-Webseite und mein Mobilgerät weiterhin zugreifen kann. Das würde ich mal für eine Selbstverständlichkeit halten, außerdem ist es IRRELEVANT!!!

Die Frage ist nur, wie ich meine dienstlichen, in Outlook organisierten Termine, in meinen umfassenden Google-Kalender bekomme??? Möglichst automatisch und aufwandsfrei (außer ggf. einer Einrichtung). Google will einen wirklich vertreiben …

Wichtige Ankündigung zu Google Calendar Sync

Vor beinahe zwei Jahren haben wir die Beendigung des Supports für Google Calendar Sync bekannt gegeben. Ab 1.­ August 2014 wird diese App nicht länger Ereignisse zwischen Ihrem Google Kalender und dem Microsoft Outlook-Kalender synchronisieren.

Sie können weiterhin über calendar.google.com oder über Ihr Mobilgerät auf Ihre Google Kalender-Termine zugreifen. So deinstallieren Sie Google Calendar Sync von Ihrem Computer.

– Ihr Google Kalender-Team

Gar lustig ist das Online-Leben – oder: Wie Google mich hindert, mich an deren Regeln zu halten

Als das mit Google+ los ging, gab es in den dortigen Richtlinien/AGBs (oder wie man das nennt) einen offensichtlich wichtigen Gedanken, der mir im Gedächtnis haften geblieben ist: Jeder Nutzer solle nur ein Google+-Konto für sich einrichten. Und weil ich ein vorbildlicher Onliner sein möchte, tue ich alles, um mich daran zu halten. Wobei ich gerade nicht weiß, ob es den Satz überhaupt noch gibt.

Es wird aber zunehmend schwerer, um nicht zu sagen: unmöglich. Google zwingt mich förmlich, gegen diese von ihnen selbst aufgestellte Regel zu verstoßen, obwohl ich das gar nicht möchte. Wahrscheinlich muss ich daran hängende von mir genutzte “Dienste” mal auf ihre Sinnvolligkeit abklopfen, und bei entsprechender Verzichtbarkeitserkenntnis meinen Abstand zu Google doch auch wieder vergrößern, was sicher nicht im Sinne des Anbieters ist, was mich nicht verstehen lässt, dass er mich förmlich rausdrängt.

Angefangen hat alles wohl damit, als GoogleMail noch ein kleiner E-Mail-Dienst war. Ich reservierte mir zwei E-Mail-Adressen, einerseits mit meinem Namen, andererseits mit Pseudo-Pseudonym (=hiesiger Blogname). Und dann kam Google+ und oben erwähnte Regel. Im Bestreben seiner Erfüllung legte ich nur unter der E-Mail-Adresse mit meinem Namen einen Google+-Account an und vermied eine ähnliche Handlung bei bei der Zweitadresse. Einmal hatte ich mich dann doch verklickt, aber das Google+-Prodil war (und ist) löschbar.

Youtube gehörte früher ja noch nicht zu Google, aber da hatte ich auch einen Account. Dort richtete ich mich auch häuslich ein, erstellte Playlisten und nutze Dienstbarkeiten, die es mir einfach ermöglichten, diese und auch einzelne Videos auf meinen Webseiten zu präsentieren. Spätestens seit EiTV ist das durchaus auch eine sinnvolle Sache. Aber dann kam Google und kaufte Youtube. Irgendwann folgte die Bitte, den Youtube-Account zum Google-Account zu machen bzw. beide miteinander zu verknüpfen.

Natürlich knüpfte ich, nahm dazu aber die Pseudonym-Adresse, weil mir das sinnvoller erschien. Das funktionierte auch sehr gut und ich war zufrieden. Nur irgendeinem Googleaner offensichtlich nicht. Dem fiel ein, dass Youtube natürlich nicht mit irgendeiner E-Mail-Adresse zu verknüpfen ist, sondern mit einem Google+-Account und so wurden früher oder später alle darauf umgestellt.

Genau hier fängt jetzt aber mein Problem an: Google+ nutze ich ja bereits mit demm anderen Account, nun kann ich doch nicht auch noch mit der Zweitadresse zu Google+ gehen, das darf ich ja nicht! Sicher: Ich könnte die Google+-Funktionalität wieder deaktivieren, aber dabei gehen meine gesamten Youtube-Funktionalität den Bach hinunter, Abos werden gelöscht, Playlisten usw. usw.  Warum machen die das?

Viereckig, praktisch, vielseitig, gut(?)

Smartphones sind schon eine feine Sache. Die kleinen Alleskönner (außer Kaffee kochen) zeigen Wetter- und Kontostände an, informieren über Neuig- und Nichtigkeiten, bestellen Pizza und MP3s, rufen den ADAC oder auch himmlischen Beistand, übersetzen, navigieren, kommunizieren und vibrieren, was das Zeug hergibt. Auch außerhalb des telefonischen Kontakts bleibt man mit Freunden verbunden, soziale Netzwerke und Messengerdienste machen es möglich.

Mein Smartphone ist schon etwas älter, irgendwo verrät eine vermutlich schon leicht angegilbte Rechnung sein Alter. Aber es stört mich nicht. Es tut seinen Dienst, der Akku schwächelt auch noch nicht, obwohl (oder auch weil) ich es ständig in Betrieb halte. Twitter, Facebook, Google+, E-Mail, Solitär, Adressbuch, Kochrezepte, Paketüberwachung, Navigation – das und mehr nutze ich regelmäßig.

Die neuste Version des Betriebssystems habe ich nicht drauf. Aber für das Gerät gibt es wohl auch keine neuere. Aber vielleicht will ich auch keine neue Version. Weil: Ein Manko hat das Gerät dann doch: Der Speicherplatz. Und wenn die neuen Betriebssysteme mehr Platz als das alte brauchen, was ja meist der Fall ist, wird mein Unwillen auch nicht besser.

Die Apps, mit denen ich o. g. Dienste nutze, zeigen die Tendenz auch schon. Länger. Ich verstehe ja, wenn die Anbieter immer wieder mehr Funktionen einbauen, aber das frisst dann auch jedes Mal Speicherplatz. Und ohne ein Mindestmaß an freiem Speicher arbeitet kein Smartphone. Außerdem gibt es nicht nur Apps, sondern auch “Systemprogramme”. Das sind zwar irgendwie auch nur Apps, im Gegensatz zu diesen lassen sie sich aber nicht wieder vollständig deinstallieren. Nur die Updates gehen weg, dann verlangt sie das Smartphone aber beständig zurück.

Sicher: Die Apps können immer mehr, aber sie verbrauchen auch immer mehr Platz. So ist es an mir, nach jedem Update eines Speicherfressers, der ihn noch größer gemacht hat, unwichtige Programme so weit es geht zu deinstallieren. Kleinere, aber auch schon ein paar Dickschiffe sind diesem Zwang schon zum Opfer gefallen: BarcodeScanner, Goggle, Angry Bird, Bahn, … Die Liste ist lang. Aber auch die sozialen Netzwerke sind jetzt dran: Xing ist schon länger auf Minimum geschrumpft (SystemApp), Waze flog auch raus, danach Google+. Ich weiß nicht mehr, wie groß die erste Facebook-App war, als sie das erste Mal fehlerfrei lief. Beim letzten Update dieser Tage warnte das Smartphone mal wieder zu geringen Speicher an, was jetzt auch dieses Netzwerk von ihm entfernte (nicht ganz, da SystemApp). Einzig Twitter ist noch geblieben.

Vermutlich sollte ich mir langsam ernsthaft Gedanken darüber machen, ein neues Smartphone zu erwerben. Da sehe ich aber auf Grund der ansonsten fehlerfreien Funktionabilität nicht ein. Was blasen die App-Anbieter ihre Programme auch immer so weit auf? Und gerade die großen können nicht auf SD-Karte teilweise ausgelagert werden. So bin ich sozial nur noch vom Rechner aus vernetzt. Geht auch. Man soll ja sowieso besser unter Leute gehen als nur mit ihnen zu chatten.