DirkNB

alles querbeet, was bei den anderen nicht passt

Es ist vollbracht

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Und das nicht erst eben, sondern bereits letzte Woche Dienstag. Datieren wir es irgendwo am 17.12.2013, so zwischen 9 und 10 Uhr. Einige E-Mail-Wechsel, Telefonate in verschiedensten Richtungen und zwischenzeitliche Enttäuschungen lagen zwischen dem Tag der Auslösung, dem 25. September 2013, und der Herstellung eines sinnvollen Status letzten Dienstag. Und man lernt immer wieder dazu.

Angefangen hat alles mit der Erkenntnis, dass die Realität die Tendenz hat, die Satire einzuholen. Volker Pispers sagte einmal: Die Deutschen sind das einzige Volk, dass etwas in der Hand halten kann, es ansehen und dann sagen: “Das gibt es nicht.” (jedenfalls so ähnlich). So in etwa las sich dann auch die Antwort auf meine erste Eingabe: Das. was Sie da gerade hören, gibt es nicht.

Eine weitere Erkenntnis, die sich im Laufe der Zeit Bahn brach, war diejenige, dass in Anlehnung an das Klischee “drei Juristen, vier Meinungen” selbst halbwegs für den Laien eindeutige Gesetzestexte nicht wirklich eindeutig sind. Wir lernen: Wenn in einem Gesetz steht:

Der Betreiber einer analogen Kabelanlage ist verpflichtet, zeitgleich, vollständig und unverändert weiterzuverbreiten:
1. die für das Land Mecklenburg-Vorpommern gesetzlich bestimmten sowie die auf Grund einer Zulassung nach § 8 veranstalteten landesweiten Programme …

heißt das noch lange nicht, welche Regionalversionen eingespeist werden. Zu den gesetzlich bestimmten Programmen gehören eben auch die fünf Radioprogramme des NDR, Regionalisierungen werden aber nicht berücksichtigt. Komische Regelungen. Und wo liegt – mal wieder – die Grenze, ob man einen Kabelnetzbetreiber zwingen kann, die mit normalem Verstand einzig sinnvolle Lösung durchzusetzen: die wirtschaftlich sinnvolle Umsetzung. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn es wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, wird geltendes Recht weitestmöglich ausgelegt. Vornehm formuliert.

Bleibt das Ergebnis zu benennen: Seit 17.12. wird endlich die richtige Regionalversion von NDR2 ins Neubrandenburger Kabelnetz eingespeist.

Das Resümee: Ist schlecht zu ziehen. War es Unkenntnis oder Ignoranz, die dazu führte, das falsche Programm ins Kabelnetz einzuspeisen. Ein gutes Licht werfen beide Alternativen nicht.

Der Geschichte fünfter Teil und alle Wege offen

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Natürlich ist das Problem nicht zum 01.12.2013 gelöst worden.

Aber warum “Natürlich …”?

Ich will doch nicht in Klischees baden.

Nur: Was kann ich dafür, wenn es immer wieder bedient wird?

Der 01.12. war immerhin ein Sonntag. Es stand aber auch ein “spätestens bis zum” davor.

Aber früher? Nein …. (Klischeealarm!!!).

Die kurze Zusammenfassung: Seit dem Umzug der Neubrandenburger Kabelkopfstation am 25.09.2013 wird im analogen Radiobereich nicht mehr das vom Landesrundfunkgesetz vorgeschriebene Programm NDR 2 für Mecklenburg-Vorpommern, sondern, der Einfachheit des Empfangs für den Netzbetreiber wegen, das NDR2-Programm für Niedersachsen eingespeist.

Seither bin ich in E-Mail-Kontakt mit dem Kundenservicecenter. Nachdem die selbst gesetzte Frist (01.12.) und ein weiterer Tag verstrichen war, ohne das irgendetwas hörbares passierte, habe ich heute früh nochmals nachgefragt. Eine Antwort ist bisher nicht eingetroffen.

Was kann man nun noch tun? Ich fühle mich verarscht.

Der Geschichte vierter Teil und angekündigter Schluss – Irgendwas ist ja immer

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Sind wir optimistisch, dann hat dieser Beitrag nur noch dokumentarischen Wert und dient der Beendigung der Geschichte. Wobei – “Irgendwas ist ja immer” – so ganz 100%ig ist die Lösung nicht. Es sei an den Auslöser und die bisherige Kommunikation erinnert. Auf entsprechende Nachfrage habe ich die Informationen vom Netzbetreiber bekommen, dass es ein Ende hat mit der Beschallung aus Niedersachsen. Spätestens der 01.12.2013 soll dann im Neubrandenburger Kabelnetz auch das NDR2-Programm für Mecklenburg-Vorpommern bringen.

Das Ursache des Problems liegt darin, dass aktuell der Sender Helpterberg die Radiosender sendet, welche wir im Kabelnetz verbreiten. Durch die Entfernung und die örtlichen Gegebenheiten, kommt der Sender nicht sauber genug für unser Netz an. Aus diesem Grund nehmen wir die NDR Programme vom Satelliten. Derzeit werden aber per Satellit keine Regionalfenster mit gesendet, sondern nur die entsprechenden Hauptsender.

In dieser E-Mail sind zwar mehrere sachliche Fehler, aber manchmal ist ja schon schön, wenn trotz dieser das Ziel erreicht wird.

  • Natürlich kommen nicht alle Sender im Kabelnetz vom Sender Helpterberg. Dann müssten wir auch alle Kabelsender zum Beispiel mit dem Autoradio empfangen können. Allein die Belegungszahlen (Helpterberg 10 Radiosender, Kabelnetz 26 Radiosender) spricht dagegen.
  • Vom Helpterberg werden mindestens einer, vermutlich aber drei Sender übernommen. Warum gerade NDR2 nicht dabei ist, steht als Frage im Raum. Diese Sender unterscheiden sich logischerweise programminhaltlich und von der Frequenz, aber, wie die Fachliteratur ausweist, nicht von der Sendeleistung, sollten also in gleicher oder ähnlicher technischen Qualität ankommen. Bleibt also die Frage, warum NDR 1 Radio MV vom Helpterberg übernommen wird (oder vom Sender Röbel), nicht aber NDR2 (gibt’s ggf. auch auf dem Sender in/bei Röbel).
  • NDR 1 Radio MV mit den Regionalsendungen aus dem Haff-Müritz-Studio in Neubrandenburg gibt es weder auf Satellit noch als öffentlichen Livestream. Und selbst wenn: Eine Synchronität (s.u.) zwischen Kabel-Programm und Antennen-Programm wäre nicht herzustellen, es muss also das terrestrisch empfangbare Programm sein, was im Kabelnetz enthalten ist. Was wiederum heißt, dass ein entsprechender Empfang vom Helpterberg bzw. vom Sender Röbel möglich und realisiert ist, anderswo gibt es das Regionalprogramm mit der dynamischen RDS-Kennung NDR 1 NB (nur während der Regionalteile) nicht. Dass NDRkultur, NDRinfo und N-Joy über Satellit einfliegen, wäre schon eher denkbar.
  • In den NDR-Programmen via Satellit werden Regionalprogramme gesendet, aber eben nicht alle, sondern immer nur eins. Bei NDR2 ist es das Regionalprogramm von Niedersachsen, bei NDR 1 Radio MV ist (vermutlich) das Programm aus dem Mecklenburg-Studio Schwerin zu hören, analog übrigens zu den vom NDR angebotenen Livestreams im Internet.

Aber egal! Wichtig ist, dass in Kürze das Problem gelöst wird. Es ist schließlich nicht das erste Mal (mal ganz allgemein philosophiert), dass mit falschen Voraussetzungen und falschen Begründungen doch das richtige gemacht wird.

Zur Lösung des Problems steht neu.sw im engen Kontakt mit dem NDR. Spätestens zum 01.12. wird uns der NDR die Regionalfenster per Internetstream liefern, so dass auch wieder wie bisher gewohnt die Regionalversion empfangbar ist.

Ach nee … Perfektes Glück ist auch was anderes. Aber, irgendwas ist ja immer. Ok, ich gehe mal davon aus, dass der Netzbetreiber nicht auf die für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellten Streams zurückgreift. Geht ja auch nicht, da hier NDR 2 MV nicht verfügbar ist. Außerdem ist fraglich, ob mit dieser Lösung ein Nebenproblem, dass im Moment auftritt, auch mit gelöst wird. Das falsche Regionalprogramm ist ja nicht das einzige, was im Moment stört.

Wie hört ihr zu Hause Radio, wenn es als Nebenbeibeschallung läuft? Meist läuft doch die HiFi-Anlage im Wohnzimmer, die meist am Kabelnetz angeschlossen ist und ggf. in Küche und anderen Räumen kleinere Radios für die entsprechende Tonversorgung in den Bereichen, wo die Anlage aus dem Wohnzimmer nicht hin schallt. Bei NDR 1 Radio MV funktioniert das wunderbar, da das Programm, was wir im Küchenradio empfangen, auch für das Kabelnetz empfangen und eingespeist wird. Bei NDR2 war es bis 25.09.2013 auch so. Seither wird das Programm über Satellit empfangen, was physikalisch bedingt eine gewisse hörbare Verzögerung verursacht, die einen komischen Hall- oder Einmal-Echo-Effekt verursacht, wenn das Küchenradio vorspielt und die Anlage etwas hinter hinkt.

Der Livestream (allgemeinöffentlich) ist dem Antennenprogramm ebenso technisch bedingt etwas hinterher. Es gibt zwar mittlerweile Möglichkeiten, über das Internet Audioübertragungen zu realisieren, die beinahe verzögerungsfrei ist, die aber durchaus mit entsprechenden Investitionen verbunden sind. Es bleibt aber zu hoffen, dass darauf zurückgegriffen und das “beinahe” aus dem Satz eben ein “unhörbar wenig” wird. Ansonsten bleibt der Rummelplatzeffekt erhalten, was auch nicht schön ist. Spätestens der 1.12.2013 wird es zeigen.

Der Geschichte dritter Teil – Niedersächsische Betrachtungen

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Das ist die Fortsetzung zu Teil 1 und Teil 2. Mit Stand vom morgendlichen Vormittag des heutigen Tages hat sich noch nichts getan. Nach wie vor wird das kabelgebundene Neubrandenburg (wie auch das ebenfalls mit angebundene Burg Stargard) mit der niedersächsischen Version des zweiten Radioprogramms des Norddeutschen Rundfunks beschallt. Es ist sicher nicht uninteressant, wie das Wetter in Hannover und Osnabrück ist, Ludwigslust oder Pasewalk wären für mich aber durchaus interessanter.

So griff ich zur Feder* und zum handgeschöpften Büttenpapier**, um meiner Unwirschheit ob der Beständigkeit des bemängelten Zustandes Ausdruck zu verleihen. (Sorry für den altdeutschen Schreibstil, aber das Thema ist ja auch schon so alt, das hätte längst erledigt werden können.) Immerhin sei bemerkt, nachdem meine erste Nachhfrage gar nicht und meine zweite per E-Mail nach sinnvoller Zeit beantwortet wurden, kam die dritte Antwort beinahe unverzüglich und per Telefon (Frage: In der Korrespondenz hatte ich keine Telefonnummer angegeben, wo hatten sie die her?).

Eine beflissentliche und nette Frauenstimme teilte mir mit, dass die Informationen jetzt(?) an die Techniker weitergegeben wurde und ich mich bzgl. einer Behebung der Fehlversorgung noch ein wenig gedulden müsse. Verständlich, ggf. muss noch Technik erworben werden, was u.U. durchaus ein wenig dauert. Vielleicht kann ich ja auch mal beim NDR oder der für Kabelnetzbetreiber zuständigen aufsichtsführenden Stelle konkret nachfragen. Es mag sein, dass dadurch der Vorgang beschleunigt wird. Gut informierte Quellen im Dunstkreis meinten, dass (laut Landesrundfunkgesetz § 50 (2) Pkt. 1 und (3) Pkt. 2) Kabelnetzbetreiber verpflichtet sind, die landestypischen Programme der öffentlich-rechtlichen Anbieter einzuspeisen.

 

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* Tastatur
** Computer

 

Das kann nur der Mensch

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Welcher Kabarettist das mal irgendwann feststellte, weiß ich leider nicht mehr, aber der Mensch ist augenscheinlich das einzige Wesen, das etwas in der Hand halten kann und dazu sagt: “Das gibt es nicht.” Die entschärfte Variante kennen wir aus zahlreichen Diskussionen, wenn einer etwas sagt und ein anderer erwidert: “Das kann man so nicht sagen.”, wo man es aber gerade so gesagt hat …

Unlängst schrieb ich über meine Kommunikation mit einer hiesigen Firma. Auszüge seien hier protokolliert. In meiner Ausgangs-Nachricht, aufgegeben über das Kontaktformular auf der Webseite der Firma und deswegen leider nicht dokumentiert, wies ich darauf hin, dass im hiesigen Kabelfernsehnetz nach einer Umbauarbeit beim Programm von NDR 2 die niedersächsische Version eingespeist wurde und nicht mehr die mecklenburg-vorpommersche, hatte ich doch die regionalisierten Veranstaltungshinweise und Wetterberichte für das norddeutsche Nachbarland mehrfach gehört.

Wie lautete die entsprechende Antwort des angeschriebenen Netzbetreibers nach den üblichen Höflichkeitsfloskeln dementsprechend?

Auf der Frequenz 99,65 befindet sich NDR2. Bei diesem Sender gibt es keine unterschiedlichen Programminhalte (MV o. ä.) Auf 90,8 ist NDR 1 Radio MV. Beide Frequenzen wurden getestet und werden korrekt belegt.

Soll heißen: Die niedersächsische Version, die ich gehört habe, gibt es also nicht … Halluzinationen? Einbildung? Man weiß es nicht.

Da ich ein wenig Zeit hatte, dachte ich mir, probiere ich es mal mit Fakten und antwortete ausführlich, natürlich auch mit den Höflichkeitsfloskeln vorneweg:

Ihrer Aussage, es gäbe keine Regionalversionen der beiden Radioprogramme, muss ich leider widersprechen. Es sind jeweils vier verschiedene Versionen. Bei NDR 2 unterscheiden sich diese im wesentlichen durch regionalisierte Wetterberichte im Frühprogramm, regionalisierte Veranstaltungstipps und die ebenfalls regionalisierten Hinweise auf das Ländermagazin im NDR Fernsehen (“Nordmagazin” in M-V). Die vier Regionen sind in diesem Fall die vier Bundesländer, für die das Programm produziert wird. NDR 1 Radio MV regionalisiert mehrfach über den Tag verteilt und bringt dann Informationen aus den vier Landesstudios in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg, die jeweils nur über die entsprechend zugeordneten Sender zu hören sind und nicht landesweit.
Eben, mitten in der Niederschrift dieser E-Mail, höre ich auf NDR 2 ein “Was ist los in Niedersachsen?”, das bis vor den Umzug der Kabelkopfstation noch “Was ist los in Mecklenburg-Vorpommern?” hieß. Ich würde mal sagen, da haben die Fachleute der neu-medianet noch ein wenig Handlungsbedarf. Welche Regionalversion derzeit bei NDR 1 Radio MV eingespeist wird, kann ich Ihnen leider nicht sagen, da ich das Programm zu selten höre. Da würde ich ggf. um die entsprechende Überprüfung bitten, ich vermute, es ist die Schweriner Regionalversion.

Da mir bei ein wenig Überlegung noch ein Test einfiel, wie ich bei NDR 1 Radio MV feststellen konnte, ob die richtige Regionalversion eingespeist wird, ohne auf eine Regionalisierung warten zu müssen, prüfte ich das und konnte anschließend bzgl. dieses Programms Entwarnung geben.

Wahre Größe zeigt man, wenn man zu seinen Fehlern steht. Vermutlich findet man diesen Gedanken auch mit prominenter Quelle. Es kam eine E-Mail als Antwort.

Wir haben den Sachverhalt erneut geprüft und bedauern sehr, dass wir Ihre Anfrage nicht gleich korrekt beantwortet haben. Bedauerlicherweise mussten wir feststellen, dass das entsprechende Signal satellitenseitig nicht korrekt eingespeist wurde. Wir werden den Fehler schnellstmöglich beheben und bitten Sie diesbezüglich um etwas Geduld.

Natürlich. Der böse, böse Satellit. Hat er doch einfach einen Fehler gemacht. Wie kann er nur?!

Nur zur Sicherheit – man will sich ja auch selber absichern und bestätigen, dass man nicht Fehler in der eigenen Denkspirale hat – hatte ich die Technikabteilung des NDR ebenfalls angeschrieben und um Aufklärung bezüglich der Regionalisierung gebeten. Die Antwort liegt dankenswerterweise auch schon vor.

Für NDR 2 werden die vier Varianten NDR 2 NDS, NDR 2 SH, NDR 2 HH und NDR 2 MV ausgestrahlt. Die Variante NDR 2 NDS wird über Satellit verbreitet.

Heißt: Sich einfach das Signal von Satellit holen, ist auch nicht immer die beste Variante. Sie mag klangqualitativ vielleicht zu bevorzugen sein, aber ich unterstelle mal, dass man sowohl NDR 1 Radio MV als auch NDR 2 nicht wegen ihres perfekten Klanges hört, sondern wegen der enthaltenden Musik, Unterhaltung und der Informationen. So wird man das Signal doch wieder via normaler Antenne empfangen, wandeln und dann einspeisen müssen. Dass das geht, zeigt NDR 1 Radio MV. Dort wird es offensichtlich nach wie vor gemacht, so dass wir die Regionalisierung aus dem Haff-Müritz-Studio auch empfangen können.

Collateralschäden beim Umzug

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Kollege Volksmund hat für fast alles einen Spruch parat, ob er passt oder nicht. “Dreimal umziehen ist wie einmal abbrennen” heißt es unter anderem. Nun ist zwar nichts abgebrannt, aber manchmal fühlt man sich doch etwas verkohlt.

Wie den Medien und auch der Webseite des betroffenen Unternehmens zu entnehmen war, ist die Kabelkopfstation meines Kabelnetzbetreibers umgezogen. Das war vor mittlerweile etwa einer Woche. Zweimal schrieb ich die Firma mittlerweile über das Kontaktformular auf der Webseite an, ohne auch nur einer Eingangsbestätigung gewürdigt zu werden.

So ganz fehlerfrei scheint der Umzug nicht vonstatten gegangen zu sein, vor allem auch, wenn man auf die nach wie vor analog zu empfangenden Radioprogramme schaut. Meine Hifi-Anlage hängt daran, und so nutze ich das Angebot auch. Morgens läuft meist NDR 2, ein Programm, dass wider Erwarten eben nicht “für den ganzen Norden” das gleiche Programm ausstrahlt. Jedes versorgte Bundesland hat seine eigene Regionalversion, die sich u.a. teilweise im Wetterbericht, in Veranstaltungshinweisen und in den Programmhinweisen auf das Nordmagazin unterscheiden.

400 km ist Oldenburg von Neubrandenburg entfernt, aber wie das Wetter dort ist und sein wird, dass darf ich mir nun Morgen für Morgen anhören, abends höre ich dann die Ankündigung der Themen bei “Hallo Niedersachsen” statt die des Nordmagazins. Da muss sich doch dran drehen lassen!? Es wäre schon praktisch, wieder das hiesige Regionalprogramm von NDR 2 zu hören.

Zumal NDR 2 nicht das einzige Programm ist, dass sich regionalisiert. Auch NDR 1 Radio MV schaltet sich zeitweise in die Landesregionen auseinander. Ist da gerade das Haff-Müritz-Studio aus Neubrandenburg zu hören oder doch das Mecklenburg-Studio Schwerin? Weiß da jemand genaueres?

Aktualisierungsankündigung: Heute gab es Antwort vom Netzbetreiber (“Es gibt keine Regionalisierung.”) Mehr dazu heute am späteren Abend. Vielleicht ist dann auch die Antwort des NDR schon da.

Aktualisierung als eigener Artikel: hier

Loch an Loch, und hält doch?

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Aktuelle Löcher ohne Boden:

  • Jahnsportforum
  • Konzertkirche
  • HKB
  • Flughafen Trollenhagen/Neubrandenburg
  • Stadthalle (?)

Eigentlich müsste man die Anteile am Flughafen der städtischen VZN GmbH überschreiben. Dann sind die größten Verlustbringer gebündelt.

Die Reste vom Norden

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Oben gemachte Überschrift ist übrigens ein Zitat. Der Slogan zog sich mal durch die legendären Shows aus dem Schmidt-Theater, die der NDR dankenswerterweise übertrug, als sie noch uptodate waren. ;-) Wobei wir aber auch irgendwo schon beim Thema sind: Der NDR. Immer knallhart am recherchieren, investigativ, kritisch, nordisch korrekt. Wobei man eigentlich “korrrrrrekt” schreiben müsste.

Aber dann passieren immer wieder diese “Kleinigkeiten”, die das Bild erschüttern. Immerhin ist die Anstalt nicht eine der kleinen, mit vielen Aktivitäten in einem Sendegebiet, das von den Niederlanden bis nach Polen reicht, von Dänemark bis an den Harz. Damit dürfte ihr der Titel “flächengrößte deutsche Anstalt” sicher sein. Aber dann kann man sich ja auch nicht in jeder Ecke auskennen, vor allem, wenn man ein paar Webseiten eher nach dem Kopieren-Einfügen-Prinzip erstellt.

Auf der Gesamtansicht wird man dank Kleinheit der Schrift die Fehler nicht entdecken:

Seite NDR

Auf der Originalseite mit Stand vom 23.05.2013 (auf dem Bild verlinkt) ist es besser zu sehen.
Aber man kann ja auch mal die beiden interessanten Details herausklauben:

NB in S-H?

Nach der Postleitzahl würde ich mal sagen, liegt Neubrandenburg in Ostfriesland, genauer auf der Nordseeinsel Juist. Außerdem hat der große Tierbeobachter Brehm bei der Erstellung von Brehms Tierleben auch in Neubrandenburg in die Fauna geschaut, mit einem eigenen Aussichtsturm:

B(r)ehmshöhe

Der Blick über See und Stadt ist sicher überwältigend, aber mit Tiervater Brehm hat der Turm nix zu tun.

Natürlich kann man sich (siehe Überschrift der Webseite) noch darüber streiten, ob Neubrandenburg wirklich nur einen See hat, aber da wollen wir mal nicht so sein. Die “Recherche” bei Wikipedia ist ja so ein bisschen verpönt, aber spätestens als Link-Quelle zu offizielleren Quellen sollte das Nachschlagewerk taugen.

Tagesrückblick Sonntag, 03.03.2013

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Heute war es mal wieder soweit. Neubrandenburg erlebte einen kulturellen Höhepunkt, der mehr Menschen auf die Beine brachte, als so manches politischere und vor allem auch wichtigere Thema in der Vergangenheit. Selbst Rettungswagen mit Blaulicht waren dabei, um Teilnehmer, die nicht bis zum Ende durchgehalten haben, zu verarzten.

Beobachter der Szenerie würden behaupten, was waren mehr Menschen unterwegs als beim durch die Naziaufmärsche initiierten Fest der Demokratie, beim Tag der Familiengesundheit auf dem Marktplatz oder beim letzten Flohmarkt. Allein das Vier-Tore-Fest hat wohl mehr Menschen in die Neubrandenburger City gezogen. Der Vergleich hinkt dann aber, weil letzteres ein eher lokales Ereignis ist, das heutige aber landesweit in diversen Innenstädten stattfand: Rostock, Greifswald, Schwerin und eben auch Neubrandenburg.

Vielleicht hat das erste sonnige Wochenende diesen Jahres den Veranstaltern in die Hände gespielt, dass so viele kamen. Der Marktplatz war fast überlaufen zu nennen, in der Fußgängerzone der Treptower Straße war mehr los als zu manchen Haupteinkaufszeiten. Und dabei war noch nicht mal Grünmarkt. Auf den ersten Blick war gar nicht zu sehen, wo der Auslöser des Ereignisses stattfand. Der mediennutzende und damit informierte Bürger wusste aber, was ihn besser als jedes gesellschaftlich notwendige Thema in die Innenstädte zog: Der heilige Konsum. Es war verkaufsoffener Sonntag.

Der Spurt ins Nichts

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Der Service einer Firma ist dann am besten, wenn er durch seine Wirkung, nicht aber unbedingt durch seine Sichtbarkeit glänzt. Und wenn es darum geht, an einem Ort für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen, dann sollte es da ordentlich und sauber sein, ohne dass man viel davon mitbekommt, wie dieser Zustand hergestellt wird.

Positiv hervorzuheben – völlig ironiefrei – sind hier die Mitarbeiter der img – Immobilien Management Gruppe, einer Tochter der städtischen NEUWOGES, die den Unterbau des hiesigen Marktplatzes, eine wunderbare Tiefgarage, immer ansprechend pflegen. Das braucht natürlich seine Zeit, die mutmaßlich außerhalb der normalen Öffnungszeiten liegt.

Geschlossen wird meist um 21 Uhr. Aber auch nur meist. Es gibt zwei wesentliche Ausnahmen: Irgendwo in der Stadt ist etwas los, dann wird auch schon mal bis 22 oder gar 23 Uhr das Tor offen gehalten. Oder, ich habe es wirklich eilig und will zwei Minuten vor Toresschluss noch schnell zu meinem Auto, ohne einmal über den gesamten Marktplatz gehen zu müssen (und in der Garage fast den gleichen Weg wieder zurück). Dann wird natürlich früher geschlossen, als mittels Aufsteller im Einfahrtsbereich informiert wurde.

So stand ich also heute um 20:58 Uhr etwas abgehetzt vor dem Eingang Treptower Straße, der dank seiner geschlossenen Gittertür keiner mehr war, und blickte auf eine aufgeräumte, saubere Parkfläche und mit einem einzelnen Auto, dass unerreichbar schien. Der Raum war zwar noch hell erleuchtet, aber kein Schlüsselgewaltiger in Sicht.

Natürlich kenne ich des Problems Lösung, die in einem Aufstieg und einer Diagonalquerung des Marktplatzes mit anschließendem Abstieg liegt (die Tür unter dem Kulturfinger öffnete sich übrigens noch von allein und ohne Verwendung der Parkkarte). Dieser Weg hatte aber in der augenblicklichen Stimmung des Servicenehmers, also mir, einen Nachteil, führt er doch am Aufsichtsbüro vorbei, durch dessen Fenster ich den Servicekräften bei einer scheinbar amüsanten Tätigkeit kurz zuschauen durfte. Vielleicht sahen sie gerade das Video, wie ich vor ein paar Minuten an der gegenüberliegenden Tür vergeblich rüttelte. Schadenfreude ist die reinste Freude. Dafür durfte ich mir bei der Diagonalisierung des Marktplatzes bei feinstem Nieselregen das schöne 21-Uhr-Turmläuten unserer Marienkirche anhören. Das erdet doch ein wenig.