Im (Süd)Westen nichts Neues

Die ARD hat wieder ihr Skandälchen. Ausgelöst hat es (natürlich) die Sendung „Schmidt&Pocher“, herausgefunden hat es (wieder mal) der Rundfunkrat des SWR. Erstaunlich die Parallelität zu früheren Ereignissen: Satire auf unsere Vergangenheit (damals das Nazimeter, jetzt die Stauffenberg-Parodie), der SWR-RR, der es als skandalös deklamiert.

Mal ganz davon abgesehen, dass Pochers sogenannte Stauffenberg-Parodie einfach nur schlecht war, aber wieso kommt die Kritik an solchen Auftritten immer aus dem Südwesten? Gibt es da Befindlichkeiten einzelner Rundfunkratsmitglieder oder ist der SWR einfach nur neidisch, dass der von seinem Rechtsvorgänger SDR groß gemachte Moderator Harald Schmidt jetzt eher beim WDR ist?

Apropos schlechte Parodie: Allein die Idee einer „Stauffenberg-Parodie“ ist doch schon verwerflich und spricht von schlechtem Handwerk. Wie kann man etwas parodieren, was keiner kennt? Da kann das nicht funktionieren. Das erinnert an eine alte Wochenshow-Ausgabe, in der Bastian Pastewkas alter Ego Ottmar Zittlau seinen Nachbarn nachgemacht hat. Mit dem Unterschied, dass das dann der Gag war, dass die Parodie nicht funktionierte.

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