Analphabetismus im Fernsehen

Crossmedial ist das Wort der Stunde. Oder auch trimedial. Die Bedeutung sei dahin gestellt, aber manchmal äußert es sich darin, dass ein Medienmensch nicht nur in einem Medium arbeiten sondern für mehrere. Nehmen wir als bedauernswertes Beispiel Bettina Tietjen. Das bedauernswerte ist natürlich nicht, dass sie in mehreren Medien arbeitet, aber dazu später.

Neben den auf der verlinkten Seite angegebenen Sendungen im Fernsehen macht sie auch noch Radio. „Tietjen talkt“ jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr bei NDR 2. Und wen sie da nicht schon alles als Gäste hatte. Man wundert sich manchmal, wer sich da so alles am Sonntagvormittag, der ja gern auch mal zum Ausschlafen genutzt wird, hinter ein Mikrofon klemmt.

Dem kundigen Hörer, der auch auf Kleinigkeiten achtet, wird aber bei dieser Sendung ein Geheimnis offenbar, das bisher vor der Öffentlichkeit verborgen wurde. Selbst beim Fernsehen kann man es übersehen, hilft vielleicht die üppige Frisur von Bettina Tietjen, den „kleinen Mann im Ohr“ erfolgreich zu verdecken. Da sie hier meist moderierend, also frei formulierend, auftritt, reichen immer nur Stichworte. Den Rest plaudert sie charmant zur Not auch gegen die Wand.

Das große Geheimnis: Sie kann nicht lesen. Das fällt bei Moderationen auf Stichwort nicht weiter auf, zumal sie vermutlich mit einem Coach entsprechende Sendungen sehr gut vorbereitet. Bei der Sendung „Tietjen talkt“ gibt es aber einen kleinen Bestandteil, da scheitert das System BT: Die Verkehrsmeldungen. Wer genau hinhört, wird schnell feststellen, dass diese in der Sendung durch einen anderen Moderator/-in gelesen werden.

Der Tipp: Alfa-Telefon!

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