Nachdem bei der letzten Veranstaltung der Ernährungsberatung, an der ich teilnehmen darf, das Hauptthema „Fett“ war und wie man es vermeidet, ging es heute um Kohlenhydrate.  Ganz stark pauschalisierend kannman sagen, dass man sie vermeiden sollte. Natürlich gibt es, wie auch beim Fett, gute und schlechte Kohlenhydrate. Einfache Regel: Je schneller ein Kohlenhydrat verdaut wird, desto schlechter ist es.

Bei den Kohlenhydraten unterscheiden wird grundsätzlich drei Arten: Zucker, Stärke, Zellulose. In der Reihenfolge werden sie für den abnehmwilligen Menschen auch immer wertvoller. Zucker und seine diversen Arten (Traubenzucker, FruchtzuckerKristallzucker, Milchzucker, MalzzuckerRaffinose etc. und deren Synonyme Dextrose, Maltose, Glukose, Fruktose etc. sowie technischen Abwandlungen, die dann meist auch -sirup enden) sind ganz böse und sind strikt zu vermeiden. Weitgehend verzichten sollte man auch auf Stärke und stärkehaltige Lebensmittel: Mehle, Kartoffel-/Maisstärke, (geschälter) Reis, Weißmehlprodukte, Kartoffeln, (Eier-)Nudeln (vor allem die weich gekochten), etc. Letztendlich alles, was unter die Überschrift „Sättigungsbeilagen“ und „Soße“ läuft.

Satt werden darf man natürlich trotzdem, und in gewissem Sinn kann man richtig schlemmen. Gemüse geht zum Beispiel immer und auch so viel, bis man nichts mehr in sich hinein bekommt. Dabei ist natürlich auf Vielfalt besonderer Wert zu legen, zum einen in der Art des Gemüses wie auch in seiner Zubereitung. Grillen, dünsten, kochen oder nur schnippeln und dann zu Salat verarbeiten geht. Alles raffiniert gewürzt, aber (wir haben es gelernt) fettarm/-frei zubereitet. Joghurtdressing (aus 0,2%-igem Joghurt natürlich), Buttermilchdressung oder auch Frischkäse als Basis sind erlaubt (mit letzterem lässt sich auch in Verbindung mit püriertem Gemüse eine leckere Soße herstellen). Solange man das viele Gemüse nicht gewohnt ist, sollte man es speziell auch abends garen.

Obst geht auch bis zum Abwinken, aber nicht abends. Ansonsten gilt das gleiche wie bei Gemüse. Bei Nudeln sind Vollkorn- und Hartweizengriesprodukte zu bevorzugen, natürlich al dente gekocht, was nicht nur eine Modeerscheinung ist. In diesem Zustand gehen die Kohlenhydrate besonders langsam in den Stoffwechsel übrig, was hilft, sie nicht gleich auch die Hüften zu bekommen. Auch eine Kartoffel oder eine kleine Portion ungeschälter Naturreis sind erlaubt. Für die „Brotzeit“ empfiehlt der Ernährungsberater alles, was zu mindestens 60% aus Vollkornmehl besteht. Wer mehr isst, muss sich mehr bewegen, sagt Frank. Und dazu natürlich immer viel Wasser trinken.

Der Schwerpunkt beim Essen, meint Frank (und da würde ich ihm sogar zustimmen) liegt im Umdenken, was das wirklich wesentliche auf dem Teller ist, was also schwerpunktmäßig gegessen werden sollte: Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, dazu das Gemüse. Mehlige, fettige Soßen und die „Sättigungsbeilagen“ sind Hüftgold. Das Hauptgericht, natürlich so fettarm wie möglich, steht im Mittelpunkt.

Aber zwischendurch hat sich der gute Frank auch mal selber widersprochen. Zum einen präferierte er das zweifelhafte Ernährungsmodell „Frühstück wie ein Kaiser, Mittag wie ein König, abends wie ein Bettler“, zum anderen beantwortete er eine Nachfrage nach dem abendlichen Obst- oder Schokoladengenuss mit em Tipp, dass man sich das dann am nächsten Morgen wieder runter bewegen muss, weil man sich ja abends nach dem Genuss nicht mehr so viel bewegt.

Nächste Woche geht es um Eiweiß/Proteine. Ich vermute, dass man hier die Zufuhr nicht auch noch reduzieren muss. Wenn doch, wären wir bei FDH („Friss die Hälfte“) bzw. noch radikaleren Methoden. Aus den bisherigen Andeutungen scheint es aber dann doch darauf hinaus zu laufen, dass Proteine durch etwas erlaubter sind. Wir werden sehen. 😉

P.S.: Beinahe hätte ich die leckere Überraschung vergessen, die ich in der Überschrift andeutete. Das war ein Frischkäse mit Kakao-Geschmack, der erstaunlich wenig nach Frischkäse und erstaunlich gut nach Schokolade schmeckte. Wenn ich ansonsten eine Nuss-Nougat- oder Schoko-Creme essen würde, wäre das in interessanter Ersatz. Eine nicht leckere Überraschung war eine Leberwurst mit 3% Fett. Sie hinterließ beim Essen ein leicht sandiges Gefühl auf der Zunge.

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