Früher war mehr … geregelt

Es ist doch erstaunlich, was es mittlerweile so alles gibt. Schuld daran ist wohl auch eine zurückgehende Regulierungsflut staatlicherseits, was das dann auch immer konkret heißen soll. Als gelernte Bundes- und Europabürger sind wir da einiges gewohnt. Gurken- und Bananenverordnungen, Bäderregelung, Ladenöffnungszeiten, DIN und TGL – alles das gab es und gibt es in der einen oder anderen Form nach wie vor.

Apropos Shopping. Neben Weihnachten und Ostern feierte lange Jahre der Einzelhandel noch zwei andere wichtige Feiertage: Sommerschluss- und Winterschlussverkauf. Der Kunde wusste, wann es also rabattierte Waren gab, alles war geregelt. Offiziell gibt es diese Schlussverkaufstermine nicht mehr, es steht dem Handel frei, wann er dergleichen durchführt und unter welchem Namen. Immer häufiger wird darauf mittlerweile auch mit dem urdeutschen Begriff „Sale“ hingewiesen, von dem man aber auch erstmal wissen muss, dass er sowas ähnliches wie SSV und WSV heißt.

Während die Schlussverkäufe die entsprechend jahreszeitlich geprägte Saison abschlossen, gibt es mittlerweile diesen terminlichen Anlass nicht mehr. Oder man gibt dem Kind einfach einen neuen Namen, Hauptsache, man kann mit Rabattaktionen Leute in den Laden bzw. auf die Webseite locken.  So etwas müssen sich die Wortdesigner eines Internethandelshauses auch gedacht haben, als sie sich den „Midseasonsale“ ausgedacht haben – auch nur eine Rabattwerbung.

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