35, 30, 15, 10, 5, 5

Neubrandenburg wählt. Es ist zwar noch ein paar Tage hin, aber die ersten Auswirkungen des Wahlkampfes sind schon zu spüren. Zumal ja auch sooo viel Zeit nicht mehr ist. Am 01. März wählen wir einen neuen Oberbürgermeister. Und wenn es keiner auf Anhieb schafft, machen wir das am 15. März gleich nochmal, nur die Auswahl ist dann kleiner. So ist das bei einer Stichwahl: 2 aus 6.

Im ersten Wahlgang stehen 6 Kandidaten zur Auswahl. Die Presse hat ja schon mit einer gewissen Ausführlichkeit darüber  geschrieben (wertungsfrei alphabetisch sortiert):

  • Torsten Koplin (Die Linke)
  • Diana Kuhk (CDU)
  • Michael Nötzel (parteilos)
  • Manfred Pawlowski (FDP)
  • Michael Stieber (SPD)
  • Silvio Witt (parteilos)

Da gilt es wohl mal, den Zahlen aus der Überschrift den entsprechenden Bewerbern zuzuordnen. Alles bitte aus Sicht vom 18.01.2015 mit einer gefühlten Spanne von +/- 5%.

Manfred Pawlowski (FDP): 5%
Manfred wer? Sicherlich gibt es einen Reihe Wähler, die ihn kennen. Die seiner Partei nahestehenden werden ihn wohl wählen. Könnte also auch noch weniger werden.

Michael Nötzel (parteilos): 5%
Unkonventionelle Denkweisen sind noch kein abendfüllendes Programm (wobei so ein „Abend“ 7 Jahre dauert). Für einen politischen Gestaltungs-Job sicher besser geeignet, aber, bei allem Respekt: Ein Oberbürgermeister ist ein Verwaltungschef. Das schränkt kreative Gestaltung ein. Zumal die Stadtvertretung alle Ideen absegnen muss. Und, das, was Geld kostet, bedarf die Zustimmung von Herrn Caffier.

Michael Stieber (SPD): 10%
Es ist zu befürchten, dass hier die Partei das größte Verhinderungspotenzial hat. Es gilt zu hoffen, dass Michael Stieber wenigstens in seiner eigenen Partei genug Wahlgänger hat, die für ihn stimmen. Das ist auch nicht bei jedem Kandidaten so.

Diana Kuhk (CDU): 35%
Ihr erster Faux pas wird bis zur Wahl vergessen sein, wenn er nicht wieder aufgefrischt wird. Ansonsten würden wir mit ihr auf jeden Fall die bestaussehenste Wahl treffen. Auch resolute Durchsetzungskraft wird unterstellt. Es bleibt nur zu hoffen, dass nicht zu viele Sozialpädagogen zur Wahl gehen, von diesem Berufsstand sind wohl eher keine Stimmen zu erwarten.

Tosten Koplin (Die Linke): 30%
Rote Hochburg Neubrandenburg. Wobei es zu befürchten ist, dass selbst aus der Partei nicht alle Stimmen für ihn abgegeben werden. So lauten jedenfalls Gerüchte. Wobei, so ein Verwaltungsjob wäre schon was passendes.

Silvio Witt (parteilos): 15%
Neubrandenburg ist nicht Reykjavík. Silvio Witt ist nicht Jón Gnarr. Und er ist auch nicht Hans-Joachim Schröder. Wobei das durchaus positiv bewertet werden kann. Immerhin spielt Silvio Witt seine Rollen selbst und schreibt sich auch seine Texte.
Schade ist, dass zur Stichwahl nur zwei Kandidaten antreten. Bei dreien hätte Silvio Witt durchaus eine Chance, nur, dass er so schon in der Vorrunde rausfliegt. Die Frage ist auch, ob ihm als kreativen Kopf die Arbeit als Oberbürgermeister wirklich gefallen würde.

Am 1. März wird gewählt. Gegen 19 Uhr wird spätestens klar sein, wer in die Entscheidungsrunde geht. Mal sehen, was die Wochen davor noch für Erkenntnisse bringen. Der Wahlkampf möge beginnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.