Politik? Versteh‘ ich nicht.

Wobei: Eigentlich verstehe ich sie schon, aber ich bin mir nicht sicher, welcher der beiden Zustände der bessere ist.

Aktueller Aufhänger: Es soll an der Parteienfinanzierung geschraubt werden. Der Tipp kam schließlich vom obersten deutschen Gericht, nachdem ein Partei-Verbot mal wieder gescheitert war. Nun soll also mittels einer Grundgesetzänderung der Geldhahn für unliebsame Parteien(?) zugedreht werden.

Es wird also wieder an den Symptomen rumgedoktert, anstatt die Ursachen zu bekämpfen. Und das Quasi-Unisono von Politik und Presse versucht die Idee als den großen Bringer zu verkaufen. Ok, mit Geld kann man in dieser Gesellschaft alles „regeln“. Vielleicht klappt’s ja, und die Partei verschwindet. Aber die Menschen sind ja noch da und haben ihre Anhänger.

Die Sportfreunde Stiller haben in ihrem Titel „Applaus, Applaus“ eine schöne Textstelle: „Will ich mal wieder mit dem Kopf durch die Wand, legst Du mir Helm und Hammer in die Hand.“ Wenn jemandem der Kopf weh tut, dann man es mit einer schönen Nackenmassage versuchen, es gibt auch ätherische Öle, die helfen. Die Pharmaindustrie hält eine riesiges Portfolie von Schmerzmitteln bereit, mit denen man sich auch noch vergnügen kann. Augenscheinlich kommen die Schmerzen aber daher, dass derjenige einfach nur mit dem Kopf durch die Wand will. Also nimmt man den Helm. Die Kopfschmerzen werden weniger, weg gehen sie aber damit trotzdem nicht.

Dabei ist die Lösung so einfach wie schwer zugleich. Und damit spiele ich nicht auf den Hammer aus dem Liedtext an, für den ich bei diesen Bildern leider nichts adäquates gefunden habe. Man kann sich aber ein wenig zur Seite bewegen, etwas an der Wand entlang tasten und dann die Tür nehmen, um ohne Kopfschmerzen den Raum zu verlassen.

Aber das Bild zeigt auch, wo das Problem liegt: Die Politik müsste die eingetretenen Pfade verlassen (wobei das Verweilen auf diesen das Problem erst befördert), sich bewegen, neue Lösungen suchen. Aber da ist beim präsenten Teil leider wenig zu sehen. Außer heißer Luft (manchmal auch nur ein laues Lüftchen) ist leider wenig zu sehen. Vielleicht sollten wir es auch mal mit einem neuen Politikertypus probieren, jemand, der zu seinem Wort steht; bei dem das Wort aber auch eine konkrete Aussage beinhaltet und von allein steht. 😉

Vielleicht sollte man es auch mal mit einer verallgemeinerten Regel versuchen, die momentan wohl nur für Bundespräsidenten gilt: Für die aktive Politik muss man mindestens 40 Jahre als sein und darf zusätzlich vorher nix mit Politik zu tun gehabt haben. Der Bundestag wird als echtes Abbild der Bevölkerung des ganzen Landes besetzt. Und man darf nicht mittels Politik seinen Lebensunterhalt bestreiten (oder: jeder Bundestagsabgeordnete spiegelt z.Zt. ca. 130’000 Bürgerinnen und Bürger wieder. Von jedem pro Jahr ein Euro … reicht. 😉

Zurück zum Ernst: Ursachen bekämpfen und nicht an den Symptomen herumdoktern, auch, wenn’s weh tut und sich die Politik nicht nur hinterfragen sondern auch ändern muss!

 

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