Jetzt gehts um die Wurst

Manchmal habe ich ja den Verdacht, dass ich einen etwas ungewöhnlichen Geschmack habe, auch und vor allem auf kulinarischem Gebiet. Freunde bestätigen das sicherlich, zumindest teilweise. Zumindest scheint mein Geschmack am Mainstream vorbei zu gehen. Mir fällt das immer mal wieder auf, gelegentlich fließt sowas dann auch hier ins Blog ein, wie meine Suche nach dem Bezug von frisch zubereitetem Gyros.

So möchte ich hier eine weitere kulinarische Suchanfrage stellen. Bei meinem Streifzügen durch die hiesigen Supermärkte und Discounter vermisse ich eine leckere Wurstsorte auf das schmerzlichste: Krakauer. Möglichst im Stück. Ich meine nicht die kleinen Würste, die man ähnliche wie Bockwürste im heißen Wasser erwärmt und dann ins Brötchen klemmt (wobei mich die durchaus auch interessieren würden). Ich meine die dickere Wurst, die als Aufschnitt genutzt wird.

Wobei: Nicht jede ist gleich gut. Ich habe schon Krakauer erworben und gegessen, da war aber irgendein Gewürz dran, dass den Geschmack dominierte, dass ich aber nicht mag. Es geht aber auch ohne dieses, und diese Wurstspezialität meine ich.

Wer kann also helfen?

Liegen Kenia, Brasilien, Guatemala oder Indien in unserem Norden?

Regionale Produkte in unseren Supermärkten: Eine tolle Idee, wie ich finde. Aber manchmal ist es schon komisch, wie das passiert. Da werden hier in der Region, auch mit regional erzeugten Zutaten, Produkte produziert und sogar deutschlandweit (wenn nicht weiter) vertrieben, aber kein Hinweis auf die regionale Herstellung (auch nicht hier in der Region). Auf der anderen Seite gibt es auf regional getrimmte Produkte, die es beim genauen Hinsehen gar nicht sind. Ich möchte nicht wissen, wie viele Kunden einer großen Handeskette Fleisch und Wurstwaren der Metzgerei „W. Brandenburg“ aus Frankfurt am Main(!) gekauft haben, weil sie dachten, die Produkte kommen aus dem ähnlich benamsten Nachbarland. Übrigens stellt diese Metzgerei auch Rügenwalder Teewurst her … Kein weiterer Kommentar.

Doch zurück zu den positiven Beispielen: Regionale Produkte von regionalen Erzeugern und Produzenten. Eine Handelskette hat dafür sogar eine eigene Handelsmarke eingeführt und verkauft unter „Unser Norden“ regional hergestellte Produkte: Fischkonserven, Kartoffelprodukte, Marmeladen, Gebäck und vieles andere mehr. Da kann ich mir den regionalen Bezug auch vorstellen: Von der Erzeugung, der Ernte oder dem Fang bis zur Verarbeitung alles hier im Norden passiert. Da freut sich das Lokal- bzw. Regionalpatriotenherz, auch, wenn es feststellt, dass das eine oder andere aus Schleswig-Holstein kommt und nicht aus Mecklenburg-Vorpommern.

Allerdings scheint man bei der Handelskette etwas zuviel in die Marke packen zu wollen: Zumindest wusste ich noch nicht, dass man in den beiden nordischen Bundesländern auch Cashew-Nusse, Bananen oder Kaffee anbaut und erntet. Das verwässert die Marke wieder sehr stark und man macht sich Gedanken, ob die anderen Produkte wirklich komplett aus unserem Norden kommen.

Was ist gefährlicher für einen PC: Ein Virus oder eine Anti-Viren-Software?

Anti-Viren- und Security-Programm für den Rechner sind heutzutage wohl die wichtigsten Softwareprodukte, die man auf seinem Rechner installiert. Allerdings sind sie auch sehr „systemnah“, graben sich also tief ins Betriebssystem ein und verursachen dort gern einmal Probleme, sei es bei der Installatione, bei der Deinstallation oder beim beides verbindenen großen Update. Wobei ich da nicht die kleinen Virendefinitions- oder so ähnliche Updates meine, die die Software im HIntergrund von allein erledigt. Ich meine die wirklich großen Updates, wo man von seinem Software-Anbieter eine CD oder einen Download-LInk zugeschickt bekommt und man die Sicherheitssoftware neu installiert. 

Bei mir war es heute so weit. Der Anti-Viren-Dealer meines Vertrauens offerierte mir die neue Softwareversion zum Download. Die 85 MB zu downloaden erwies sich als einfach. Die Zeit reichte nicht mal zum Zubereiten eines Tees oder eines anderen beruhigenden Getränks. Der Sonnenschein vor dem Fenster beflügelte meinen Jugendlichen Leichtsinn und ich startete, mir nichts böses denkend, das Setup-Programm. Aber dann kamen sie, die bösen Gedanken, wie die Koyoten fielen sie über mich her … Mein Rechner ist ja auch nicht mehr der neueste, die Betriebssysteminstallation (WinXP) manchmal schon etwas wacklig und auch schon Jahre her. Und dann entreiße ich ihm mitten im laufenden Betrieb den Schädlingsfilter und setze einen neuen ein. Mein einziger Gedanke: ‚Hoffentlich geht das gut!‘ Ich lauschte auf jedes Laufwerksgeräusch, auf jedes „Pling“ und sah auf jede Anzeige. 

Aber es ging alles gut. Nach dem planmäßigen Neustart lief alles nach wie vor gut, wenn nicht besser. Es gibt eben doch noch gut programmierte Software. 😉

Es ist nicht alles Chrome, was glänzt

Google hat es mal wieder getan: Die Leute überrascht. Zumindest ein wenig. Herausgekommen ist diesmal ein Browser namens Chrome. Aufgeräumt wirkt er auf jeden Fall (dieser Artikel ist übrigens in einem Chrome-Fenster erstellt worden), große Neuartigkeiten sind nicht zu finden, wohl aber eine zügige Arbeitsweise.

Abzuwarten bleibt, ab Chrome ein Nischenprodukt bleibt, Mozilla Firefox angreift oder es irgendwann gar mit dem Internet Explorer aufnimmt.

UPDATE 1: neubrandenblog.blog.de ist mit Chrome nicht darstellbar, wie alle Blogs unter www.blog.de Da hat Google wohl noch was zum Nachbessern. Da bin ich ja froh, das dieses Blog auf eigenem Server läuft. 😉

UPDATE II: Nach einem Update klappt auch die Darstellung von blog.de u.ä. Sicherheitslücken sind wohl auch behoben und Chrome hat auch schon einen messbaren Marktanteil. Gratulation.

Ab in den Pott

Liebe Deutsche Telekom,

Ihr habt Euch wirklich einen der bewegendsten Momente im englischen Fernsehen für Eure aktuelle Werbekampagne ausgesucht: Paul Potts Auftritt in einer Castingshow. Bewegende Musik, hinreißende Stimme, große Emotionen. Nicht nur, wer die originale Geschichte kennt, ist gerührt. Nicht nur im Fernsehen ist er zu sehen, auch im Internet schmettert Mr. Potts einem sein Lied entgegen.

Eine kleine Bitte hätte ich: Zieht den Spot bitte schnellstmöglich zurück. Er nervt mittlerweile höllisch, das ist schon kurz vor Imageschädigung. Besonders störend ist er, wenn man einen Livestream startet und dann das Radio- bzw. Musikprogramm und den Spot gleichzeitig hört. Im Fernsehen ist er für mich zur Zeit der Nr.-1-Spot zum Umschalten. Und das hat noch nicht mal Waschmittelwerbung geschafft.

Also bitte, bitte, bitte, liebe Deutsche Telekom. Befreit Mr. Potts und macht mal wieder was neues. Danke!

Das Restaurant ohne Bier – oder: Wann NB-Radiotreff 88,0 seinen Livestream wieder bekommt

Zum Anfang zwei Fragen: Müssen Fabeln eigentlich immer von Tieren handeln und fangen sie eigentlich mit „Es war einmal … “ an? Egal. Meine moderne Fabel spielt in der Gastronomie.

Es war einmal ein kleines Restaurant mit lokalen und regionalen Spezialitäten in der Neubrandenburger Innenstadt. Das Besondere an ihm war, dass die Gäste an den Speisen mitwirken konnten. So kam vielleicht nicht immer eine Sterneküche dabei heraus; das Restaurant hatte bei seinen Gästen aber einen guten Ruf, und die kamen nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus der Region und von weiter her.

Zu trinken gab es natürlich auch etwas in unserem Restaurant. Das Bier kam zum Beispiel von einer kleinen lokalen Brauerei und wurde gern genommen. Die Brauerei war zuverlässig und wenn doch mal etwas nicht ganz so wie geplant lief, reichte ein Anruf und alles war wieder bestens. Über Jahre schon bezog das Restaurant sein Bier dort. Aber im Jahre 2008 lief dann alles etwas anderes. In Neubrandenburg gibt es nämlich auch noch einen großen Getränkehersteller. Bier bot man dort nicht an. Aber die kleine Brauerei bezog das Wasser für sein Bier vom großen Hersteller.

Eines schönen Tages beschloss der große Getränkehersteller, dass er auch in die Bierproduktion einsteigen will und kreiert seine eigene Marke. Daraufhin kühlte sich das Verhältnis zwischen ihm und dem kleinen Bierhersteller merklich ab, man konnte sich auf keinen Wasserpreis mehr einigen und irgendwann im Juni dreht der große Getränkehersteller dem kleinen Bierbrauer das Wasser ab.

Im Restaurant beobachtet man das mit Sorge. „Was tun ohne Bier?“ Und ein regionales, besser lokales Bier sollte es schon sein. Schneller, als erwartet, floss das Bier nicht mehr und die Gäste mussten seit Anfang Juni vertröstet werden. Vor allem zwei andere Restaurants, eins in Greifswald und eins in Rostock, die ein Gericht aus dem Neubrandenburger Restaurant auf Basis dieses Biers anboten, kamen in Schwierigkeiten, da dieses Gericht die Hauptspeise dort war.

Natürlich suchte man im Restaurant schnellst möglich nach Alternativen. In Neubrandenburg gab es aber neben dem großen Getränkehersteller nur diese eine kleine Brauerei, die es nun nicht mehr gab. Also trat ein Mitarbeiter des Restaurants an den großen Getränkehersteller, brachte sein Rezept mit und versuchte, ein Angebot zu bekommen, das Bier für das Restaurant von ihm zu beziehen. Über Wochen passierte trotz Nachfragen nichts. Widerwillig überlegte man im Restaurant, ob man die Biermischung im eigenen Haus herstellt und dann eine externe Firma mit der Endfertigung und dem Vertrieb beauftragte. Aber das Splitten der Aufgaben gefiel im Restaurant keinem. Und man musste die Gäste weiterhin vertrösten.

Da klingelte im Restaurant eines schönen Tages, wir befinden und mittlerweile Mitte Juli, das Telefon und ein Vertreter einer promovierten Weinkelterei aus der Stadt war dran. Der meinte, dass sie vom großen Getränkehersteller den Tipp bekommen hätten, dass ein Bierbrauer gesucht wird. Bisher hätten sie zwar das noch nicht getan, aber sie haben die Möglichkeiten und wollten das erledigen. Schnell wurde das Bierrezept vom Restaurant an die Kelterei übermittelt, dort wurden die Braukessel und alles technische drumherum besorgt. Ein Einfüllstutzen kam wohl etwas später, aber nach einer guten Woche war alles komplett. Erste Brauproben standen schnell zur Verfügung und es kam zur Verkostung. Aber die erste Abfüllung hatte, wie es im Schwäbischen so schön heißt, ein Geschmäckle. Die Fehlersuche ergab schnell, dass die Zutaten nicht in der richtigen Form ankamen. Aber auch das wurde schnell gelöst. In Rücksprache mit dem großen Getränkehersteller kam man überein, die Braukessel für das Restaurant-Bier bei ihm zu installieren und die Zutaten auch gleich von ihm liefern zu lassen. Die Lösung gefiel, gab es doch für die Zutaten keine Leitung zum Kelterer.

Das Umstellen des Braukessel verzögerte sich dann aber, ein Mitarbeiter des Getränkeherstellers war in Urlaub. Warum dessen Aufgabe dabei, den Einbau zu beaufsichtigen, kein andere übernehmen konnte, wird ewiges Geheimnis des Getränkeherstellers bleiben. Aber jeder Urlaub geht mal vorbei. Der Mitarbeiter kam aus dem Urlaub zurück. Zeitlich liegen wir mittlerweile Anfang August. Es dauerte aber eine weitere Woche, bis der Installationstermin feststand: 20. August 2008, 10:00 Uhr.

Mit gespannter Erwartung beobachteten die Restaurantmitarbeiter das Abfüllergebnis, allein es kam nicht. Dafür kam eine Information: Beim Getränkehersteller ist wohl ein anderer Mitarbeiter aus dem Urlaub zurück gekommen, dem dann eingefallen ist, dass man den Kelterer doch direkt mit den Zutaten versorgen kann. Schnell wurden die Anschlüsse dafür gelegt. Aber wohin? 4 Räume vom Braukessel entfernt kamen die Zutaten aus der Wand. So sprang ein Mitarbeiter des Kelteres ins Auto, fuhr zum nächsten Baumarkt und besorgte ein paar Verlängerungsrohre, so dass die Zutaten auch in den Braukessel kamen.

Noch gibt es im Restaurant immer noch kein Bier. Aber am 21. August soll es wieder los gehen. Hoffentlich.

Achja, eins noch: Freuen werden sich dann auch wieder die beiden externen Anbieter der Biergerichte in Greifswald und Rostock. Endlich werden sie wieder mit dem Original guten Biergericht versorgt. In der zwischenzeit gab es da nämlich anfangs eine Weile nichts, später eine bierähnliche Plörre, die im Restaurant in einem Behelfskessel ohne ausreichende Wasserversorgung selber zusammengerührt wurde. Das hat dann ja auch ein Ende.

Update 21.08.2008: Die Rohre scheinen noch nicht verlegt zu sein, das Bier hat immer noch Geschmäckle. Die Hoffnung ruht auf Freitag.

Update 22.08.2008: Es liegt nicht an den Rohren und den Rohstoffen, es scheint der Einfüllstutzen zu sein, der das Geschmäckle verursacht. Nächster Abfüllversuch am Montag.

Update 25.08.2008:Endlich! Das Bier fließt wieder. Es war übrigens nicht der Einfüllstutzen, es war doch die Zuleitung. Ein Riss war drin. 😉


NB-Radiotreff 88.0

Zweischneidige Werbung

Werbung kann ja manchmal ganz schön zweischneidig sein. Einfach ist es, wenn man mit positiven Eigenschaften wirbt. Aber auch das kann schief gehen.

Beispiel: Eine Partnervermittlung im Internet wirbt im Fernsehen mit den über eine Millionen Singles, die bei ihr registriert sind. Eine große Auswahl, könnte man vermuten.

Aber will ich wirklich zu einer Partneragentur, die es nicht hinbekommen hat, über eine Million Singles zu vermitteln?

Alles neu macht der … August

Gestatten, mein Name ist 93. Zumindest mein Rufname. Offiziell heiße ich natürlich anders: 93 5O2 286 253*. Also doppelter Vornamen und genauso doppelter Nachnamen. Und der Name bleibt mir bis 20 Jahre nach meinem Tode. Und ist einmalig.

Warum bin ich gerade an eine Personenkennzahl erinnert?

Interessanterweise gibt es nähere Informationen unter einer Internetadresse namens identifikationsmerkmal.de. Das erinnert mich an einen alten Witz: Eine Frau meldet ihren Mann als vermisst. Der Polizist, der die Anzeige aufnimmt, fragt nach besonderen Kennzeichen. Darauf die Frau: „Die bekommt er, wenn er wieder zu Hause ist.“ 😀

*) Die Nummer ist frei erfunden, ich hoffe, ich habe nicht die Nummer von einem anderen erwischt.

150 Tkm und kein bißchen leise …

Heute war mal wieder so ein Tag, ein wenig sentimental zu werden. Auf dem Weg zur Arbeit, immer mit einem Auge auf der Straße, aber auch mit einem Auge auf dem Kilometerzähler, erreichte letzterer eine Zahl mit vielen Nullen drin: 150’000 km.

Hoch lebe mein Twingo: knapp 14 Jahre alt und wohl noch gut in Schuss, wenn auch schon mit ein wenig eigener Persönlichkeit. Immerhin: Es ist der erste, in Neubrandenburg zugelassene Twingo. Da darf er Persönlichkeit zeigen.

Aber er wird mein bleiben, bis dass der TÜV uns scheidet.

Wir benutzen Cookies. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.