Lehrermobbing im Internet

Zur Zeit geistern (wie schon vor einigen Wochen) Meldungen über das Lehrermobbing im Internet durch dasselbe (unter anderem hier, aber auch an vielen anderen Stellen).

Grundsätzlich finde ich an Lehrerbewertungsforen oder ähnlichem nichts auszusetzen. Auch Lehrer sind nicht unfehlbar und in der täglichen Routine bilden sich ja manchmal Eigenheiten heraus, die man selber nicht bemerkt und die auch nicht sonderlich gut sind. Da ist man für einen entsprechenden Hinweis doch manchmal dankbar.

Nach §5 des deutschen Grundgesetzes hat jeder das Recht, seine Meinung frei zu äußern. So soll es auch sein. Aber im Grundgesetz steht nicht drin, dass man unter dem Deckmantel der Anonymität des Internets z.T. unsachlich verleumdet, beleidigt und mobbt.

Also: Freie Meinungsäußerung ja! Aber bitte mit klarer Urheberangabe. Wie bei jeder anderen veröffentlichten Sache auch.

Wahlkampf ohne Kämpfe?

Ich glaube, mit dem heutigen Tag fängt Herr Schröder an, in seinem stark amerikanisierten Wahlkampf Fehler zu machen.
Warum geht er wirklich(!) direkten Diskussionen mit dem aktuellen Amtsinhaber aus dem Weg. Auf seiner Webseite gibt es ja eine Pressemitteilung zum Thema, der Grund dadrin ist m. E. gut gefunden und vorgeschoben.
Weiß er, dass er allein, ohne seine Crew im Hintergrund, gegen den OB keine Chance hat?
Hat es im gesamten bisherigen Wahlkampf überhaupt schon mal eine direkte Diskussion, die den Namen auch verdient, zwischen den Kandidaten gegeben? Und wenn nein, warum nicht?

Diskussionen sind ja einige geplant gewesen:

  • Nordkurier (22.05.2008)
  • NDRkultur, Mecklenburgische Literaturgesellschaft e. V. (22.05.2008)
  • neu’eins
  • Zebra (26.05.2008)
  • NB-Radiotreff 88,0 (28.06.2008)

Da bleibt abzuwarten, welche von den Veranstaltungen wirklich in der Form stattfindet, wie sie geplant ist.

Vorbei die Wahl – Warum alle verloren haben

Die Wahl zum Oberbürgermeister ist vorbei, die Stichwahl steht vor der Tür. Für manche Wählerinnen und Wähler wir diese eine Auswahl zwischen Pest und Cholera sein. Nicht nur deswegen vermute ich eine Wahlbeteiligung am 1. Juni 2008 von unter 30%, würde mich aber freuen, wenn ich mich irre.

Aber verloren haben sie ja eigentlich alle. Die Frage ist, warum?

Klaus Schier hat wohl nicht bedacht, dass der, der allgemein unzufrieden ist, gar nicht erst zur Wahl geht. Sein Ergebnis zeigt es deutlich.

Anco Beisler würde ich gern mal fragen, was der Scherz mit der OB-Bewerbung gekostet hat. Was anderes als ein Scherz kann es ja eigentlich nicht gewesen sein.

Claudia Dietrich säbelte sich wohl mit ihrer Parteinähe selber die Beine weg, und wäre mit einem Degen vielleicht eleganter rüber gekommen.

Gisela Ohlemacher, da fällt mir nix ein, weil ich nichts von ihr wahrgenommen habe.

Michael Nötzel ist wohl der einzige mit einem Achtungserfolg: Von Null auf über 10%. Gratulation.

Irina Parlow verlor wohl wegen ihrer negativen Ausstrahlung. Wahlkampf (und auch die Zeit zwischen den Wahlen) ist nicht die Zeit, über Probleme zu reden, sondern Lösungen anzubieten.

Hans-Joachim Schröder hat verloren, weil Neubrandenburg nicht Amerika ist. Ihm hilft nur, wenn er sich aus dem persönlichen Wahlkampf raushält. Je weniger öffentliche Auftritte, umso besser.

Und nicht zuletzt hat auch Dr. Paul Krüger verloren. 7 Jahre Amtszeit gehen nicht spurlos an einem vorbei.

Wie wird die Stichwahl ausgehen? Eine gute Frage. Rein rechnerisch (die Stimmen der anderen Kandidaten auf die Kontrahenten aufgeteilt) sieht es wie ein 40%-zu-44%-Sieg für Karl-Heinz Schröder aus (die Summe sind keine 100%, da sich nicht alle Stimmen zuordnen ließen). Die geringe Wahlbeteiligung dürfte wohl auch noch einen Einfluss nehmen, die Frage ist nur, in welche Richtung. Am 01. Juni ab ca. 19 Uhr sind wir schlauer.

Ausflugtipps für den 7. Juni 2008

Sonnabend, der 7. Juni 2008, wird mal wieder ein Tag werden, in dem man die wunderschöne Umgebung Neubrandenburgs erkunden sollte. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Auto bieten sich die verschiedensten Ziele an. Lasst uns also für alle, die noch ein paar Anregungen brauchen, hier die Ideen für Ausflugsziele sammeln.

Ausflugsbeginn ist nach einem kräftigen Frühstück um 9 Uhr. Für die Rückkehr sollte frühstens der Nachmittag eingeplant werden. Wer also Tipps für Ausflugsziele hat, sollte das berücksichtigen.

Noch 21 Tage

Jetzt sind es nur noch geschlagene 3 Wochen, bis in Neubrandenburg der erste Wahlgang zur Wahl des/der neuen Oberbürgermeister/in stattfindet. Mittlerweile hängen ja auch schon fast alle Kandidatinnen und Kanditaten an den Laternen aufgehangen. Bei zweien steht bemerkenswerterweise sogar eine Botschaft drauf. Sie ist zwar klein, aber es gibt sie. Und zumindest Fußgänger können sie lesen.

Keine Botschaft, aber zumindest vielfältig wechselnde Hintergrundfarben, hat ja auch ein Kandidat auf seinem ansonsten recht puristischen Wahlplakat. Kopf, Name, „Neubrandenburg wählt“, mehr ist ansonsten nicht drauf. Nur: Was sollen die wechselnden Farben bedeuten? Ändert er auch so oft seine Meinung? Oder wird da alles in allem ein Regenbogen draus? Oder will er damit nur eine möglichst breite Masse ansprechen?

Interessant sind ja auch die Vorabumfragen zum Thema. Neben anderen hat ja auch NB-Radiotreff 88,0 eine auf seiner Webseite, mit interessanten Zwischenständen.

Ich bin wirklich gespannt, was bei der Wahl herauskommt. Ich gehe auch hin. Aber ich weiß nach wie vor noch nicht, wen ich wählen soll …

Kandidaten im Check – Und ich weiß immer noch nicht, wen ich wählen soll.

Seit heute gibt es ein interessantes Internetprojekt bzgl. der OB-Wahl am 18.05./01.06.2008: www.checkmichab.de

Nun bin ich zwar schon ein paar Tage älter als 16, das hindert mich aber nicht, mich vor der Wahl, zu der ich ja nach wie vor gehen will, zu informieren. Allerdings hilft mir das Angebot bei meiner Wahlentscheidung auch nicht weiter und zeigt auf Grund der Antworten, der Nichtanworten oder der Nichtteilnahme der Kandidaten immer noch nur an, wen ich NICHT wählen kann.

Ich suche also immer noch beratende Hilfe.

Sommerzeit

Die Sommerzeit hat angefangen. Über Sinn und Unsinn wurde ja im Vorfeld viel in den Medien berichtet. Ich wäre für eine ständige Sommerzeit, aber ich bin Spätmensch, da kommt mir der längere Abend zugute.

Habt Ihr denn auch Eure Uhren alle richtig verstellt? Meine Wohnzimmeruhr steht jetzt in der Küche, die Küchenuhr im Bad, der Wecker auf dem Balkon und die Armbanduhr hängt am Fußgelenk …

Ist die Sangespause besser oder die Zeit danach?

Wie dem Internet zu entnehmen ist hat die Sängerin von Tokio Hotel Bill Kaulitz eine Zyste an den Stimmbändern und kann nicht singen. Haben sie also endlich den Grund gefunden. 😉

In Kürze wird er aber deswegen am Kehlkopf operiert, muss anschließend in die Reha und kann in der Zeit natürlich nicht auf Tournee gehen, die abgesagt wurde. In einigen Wochen wird sich dann zeigen müssen, ob die Zeit Bill’s Reha oder die Zeit danach besser für den Musikhörer ist.

P.S.: Sorry an alle Fans, aber bei der Steilvorlage musste ich das einfach schreiben.

… und da waren’s plötzlich acht.

Also alle mal acht geben, es gibt jetzt 8 Bewerberinnen und Bewerber für den Oberbürgermeisterposten in Neubrandenburg.

Zu besseren Übersicht die Frauen:
– Claudia Dietrich
– Giesela Ohlemacher
– Irina Parlow

Und die Männer:
– Michael Nötzel
– Hans-Joachim Schröder
– Anco Beisler
– Klaus Schier
– Amtsinhaber Paul Krüger

Gewählt wird ja am 18. Mai, die Chance, dass einer gleich die absolute Mehrheit erringt halte ich für unwahrscheinlich, so dass wir am 1. Juni nochmal wählen dürfen.

Apropos 1. Juni: Für den Tag wage ich den Versuch einer Vorhersage der Wahlbeteiligung. Unter 30 Prozent.

TV-Programm zu Ostern

Liebe katholische Kirche,

ihr regt Euch darüber auf, dass zu Ostern im Fernsehen zu viele Gewaltfilme laufen? Habt Ihr denn Eure Schäfchen nicht mehr unter Kontrolle, dass Ihr ihnen sagen könnt, dass sie sich sowas nicht ansehen sollen?

Oder ist es eher das Gegenteil: Ihr habt sie gut unter Kontrolle und Eure Schäfchen gucken zu Ostern gar kein Fernsehen, so dass die Sender die nicht zuschauernachgefragten Sendeplätze mit irgendwelcher Billigactionware füllen, frei nach dem Motto: Sieht ja eh niemand.

Oder ist es ganz was anderes? Volker Pispers setzte sich mal in einem seiner Kabarettprogramme mit der gern nach Weihnachten oder Ostern gestellen Frage auseinander: „Na, haben Sie denn die Feiertage gut überstanden?“ Dazu sagt er: „Jeder weiß, wieviel Glück, Geschick und Durchsetzungsvermögen dazu gehören, einen Heiligabend oder gar einen Ostermontag zu überstehen. Vollgestopft bis obenhin mit Kuchen, Schokoladeneiern, Lammbraten und Tropfen gegen Völlegefühl steckt man, entnervt vom Besuch bei den völlig verblödeten Verwandten, gemeinsam mit dem mürrischen Lebensgefährt in einem 60-Kilometer-Stau auf der Autobahn, auf dem Rücksitz die keifende Brut, und man fragt sich: ‚Wieso laufe ich nicht Amok?'“

Und genau hier setzen die Fernsehmacher ein und bieten mit ihren entsprechenden Feiertagsprogrammen die Möglichkeit für die Zuschauer, ihre aufgelaufenen Aggressionen abzubauen, indem sie sie auf die im Film handelnden Helden projizieren. Dabei löst sich der Wunsch, Amok zu laufen, langsam auf und nach den Feiertagen sind die Menschen wieder in einer seelischen Verfassung wie davor.

Und so stellen wir zusammenfassend fest, wie wichtig die gewaltverherrlichenden Filme gerade auch an den Feiertagen sind und welchen hohen Beitrag gerade auch die privaten Fernsehsender an der seelischen Volksgesundheit haben.

Mit österlichen Grüßen

Dirk

Wir benutzen Cookies. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.