Wenn das Telefon 3x klingelt

…, dann geht noch nicht der Anrufbeantworter ran. Das macht er erst nach dem 4. Mal. Deswegen sei das auch nicht das Thema. Wenn man aber als Telefonteilnehmer halbwegs fix ist, dann hat man bis zum 3. Klingeln das Mobilteil ergriffen und die Telefonnummer zumindest grob identifiziert, die dort aufleuchtet. Im aktuellen Fall fing die angezeigte Zahlenfolge mit 0800330… an. Kurz dachte ich nach, was denn die Deutsche Telekom von mir wolle, dann ging ich ran und meldete mich formvollendet.

„Hallo und willkommen an meinem Telefonanschluss. Was können Sie für mich tun?“ Der Callcenteragent stutzte erst ein wenig, um dann zu erwidern: „Guten Tag, mein Name ist Björn Immtun (Name geändert, hatte ihn aber sowieso nicht behalten – D. P.) von der Deutschen Telekom. Sind Sie Herr Dirk P. (Name nur verkürzt, da bekannt – D. P.)?“ Nach meiner bestätigenden Antwort erfuhr ich, dass sich Herr Immtun sehr um meinen DSL-Anschluss sorgt und er ihm mit mir zusammen etwas auf die Sprünge helfen möchte.

Zur Erläuterung. Ich habe DSL2000 zu hause. Für mein Internetverhalten (Bloggen, Chatten, E-Mail, ein wenig Surfen, etwas Internetradio hören, ab und an mal ein Youtube-Video …) reicht das allemal. Als ich seinerzeit zu DSL2000 wechselte, hatte man mir für 10 oder 15 Euro mehr auch DSL6000 inkl. Telefonflatrate ins Festnetz angeboten, aber gleich bemerkt, dass ich an meinem Anschluss höchsten eine Bandbreite von 3500 bekommen würde.  Im Hinblick auf mein Telefonierverhalten habe ich mich für DSL2000 (ohne Telefonflatrate) entschieden.

Herr Immtun hatte ein in seinen Augen unschlagbares Angebot für mich: Für 5 Euro/Monat (brutto) mehr sollte ich jetzt auf DSL6000 (oder für noch mehr Geld auf DSL16000) plus Telefonierflatrate ins Festnetz umgeschaltet werden können. Der Netzausbau wäre jetzt soweit, bestätigte er mir auf eine entsprechende Nachfrage. Ich war ein wenig skeptisch: Normalerweise kosten allein die Telefonierflatrates etwa 10 Euro/Monat. Da sich mein Telefonierverhalten seit der Beauftragung des DSL2000-Anschlusses nicht verändert hat, bräuchte ich so was eigentlich nicht. Aber für 5 Euro/Monat mehr dreimal mehr DSL: Es war verlockend. Ich spielte bemerkbar mir dem Gedanken.

Endgültig weich wurde ich, als Björn persönliches anfing zu erzählen. Er wäre wohl (mit dem Blick auf die Vorwahl meiner Rufnummer) auch schon mal in Neubrandenburg gewesen und im „Zebra“ aufgetreten. … Wir kamen zu den Vertragsbedingungen, die mir natürlich auch alle noch per Post zugeschickt werden würden, und dann kann ich es mir ja auch nochmal überlegen. Also: DSL6000 plus Telefonierflatrate, 2 Jahre Laufzeit (nicht sehr verbraucherfreundlich, aber üblich), Lastschriftverfahren … MOMENT MAL! STOPP! … Bisher zahle ich meine Rechnung per Überweisung. Aus grundsätzlichen Erwägungen heraus sollte das auch so bleiben, aber die Option gab es nicht.

Plopp, plopp, plopp, plopp machte es, die Ballons aus verdreifachtem DSL, Neubrandenburgbesuch, Telefonierflatrate und Zebra-Auftritt, die mich bisher in einer wohligen Schwebe gehalten hatten, platzen und ich landete wieder mit einem kleinen Knall, bedingt durch das virtuelle Auflegen zweier Telefonhörer, die vorher nur kurz Zeit für ein „Tschau“ ließen, wieder auf dem Boden der Realität. Bleibt die Frage, was nun wirklich der primäre Grund für den Anruf war: Mich mit DSL6000 zu beglücken oder mich zum Lastschriftverfahren zu locken?

Kuckuck, wo bin ich?

Google hat mit seinem Dienst „Latitude“ mal wieder einen Volltreffer gelandet.

„Latitude“? Noch nie gehört? Macht nix. Registrierte Nutzer mit GPS-fähigem Smartphone/-Handy zeigen damit Google, wo sie sich gerade befinden. Und nicht nur das: Ebenfalls registrierte und technisch ausgestattete „Freunde“ können dann auch sehen, wo man sich befindet. Und weil dass alles in alle Richtungen funktioniert, weiß jede, wo jeder ist und wenn man sich einander auf bis zu 2 km genähert hat, gibt es auch eine SMS/E-Mail und kann sich dann besser aus dem Weg gehen. Wer will schließlich seine virutellen Freunde im wahren Leben begegnen, das wäre ja oft mit großen Enttäuschungen verbunden. 😉

Als besonderen Service zeichnet Latitude auch die Standortentwicklung auf und bietet im Nachhinein an, dass man sich auch selber verfolgt. So kann man schön nachvollziehen, wo man sich so die letzte Zeit rumgetrieben hat. Das ist nützlich, wenn man irgendwo seinen Schirm vergessen oder sein Portmonee verloren hat. Man braucht nur zu schauen, wo man überall war und kann dort nachfragen.

Der Service kann aber noch mehr, wie ich jetzt beim Blick auf meinen Standortverlauf erfahren durfte. Die Datenkrake Google verfolgt uns jetzt auch schon bis hinein in unsere Träume. Hier der Beweis:

Singapur und Südafrika in den letzten 2 Tagen. Da ich mich selten an meine Träume erinnere, bin ich auch auf Spekulationen angewiesen. Ich hoffe mal, dass für den Inhalt der Träume gängige Klischees der entsprechenden Regionen hinhalten müssen.

Übrigens: An den anderen, in der Liste angegebenen Orten in Neubrandenburg und Trollenhagen war ich auch nicht, aber das könnte man noch als Messungenauigkeit abtun, da ich mich in der Stadt aufhielt. Aber Toleranzen über den halben Erdball? Oder werden jetzt auch schon unsere Träume gecrawlt?

Auch eine Null ist eine Größe

Wo ist der Fotoapparat, wenn man ihn mal braucht? Naja, ich weiß es, aber der Akku ist leer … Deswegen gibt es keinen Bildnachweis, aber eine Beschreibung.

Mein neues Handy zeigt auch mit einer entsprechenden App (nein, es ist kein iFone) das Wetter an. Nun redet man zwar nur über das Wetter, wenn einem nix einfällt, aber dieses Wetterapp erklärt eine mathematisch-philosophisches Problem: Wie groß ist Null.

Bei der Temperaturangabe 0°C steht die Angabe 1,401298464324817E-45°C, was bedeutet: 1,401298464324817 * 10 -45 oder 0,000000000000000000000000000000000000000000001401298464324817. Ist das der kleinste Temperaturquant?

Idee für Web 2.0²-Applikation

Als ich neulich mal so schön in der Sonne saß, der liebe Gott ein guter Mann war und mich nichts weiter beschäftigte, da hatte ich auf dem Heimweg eine (wie ich finde) geniale Idee für ein Internetangebot. Leider fehlen mir für die Verwirklichung nicht nur Zeit und Muße, sondern auch ein paar technische Fähigkeiten. Neben dem Großen und Ganzen habe ich auch schon für ein paar Details interessante Ideen.

Die Seite wäre eine schöne Web 2.0-Anwendung, die sich aber auch mit dem Web 2.0 selber befasst. Genaueres möchte ich hier nicht ausplaudern, ich will ja nicht, dass einer die Idee klaut. 😉 Mein Aufruf geht also an Webdesigner/-entwickler/-programmierer, die noch ein neues Betätigungsfeld suchen. Die Idee kann man nicht nur deutschlandweit, sondern auch weiter aufziehen. Eine Schnellrecherche im Internet hat ergeben, dass es sowas noch nicht gibt. Die passende deutsche Domain ist auch noch frei.

Wer Interesse hat, melde sich bitte bei mir.

PC + Linux = ?

An dieser Stelle mal eine Frage an alle Technik- und Linux-Freunde: Ich habe einen Rechner älteren Jahrgangs, den würde ich gern mit Linux bespielen. Leider habe ich davon relativ wenig Ahnung (denke aber, dass ich lernfähig bin). Bisher befindet sich Win98SE auf diesem Rechner; wenn es sich einrichten lässt, wäre ich sehr glücklich, wenn es auch drauf bleibt und ggf. weiter nutzbar ist (Betriebssystemauswahl beim Rechnerstart). Es gibt mehrere Festplatten in dem PC, die auch noch partitioniert sind, also denke ich, dass das hinzukriegen sein dürfte.

Die Schwierigkeiten liegen vermutlich anderswo, genauer: in der Hardware. Hier der Schnellüberblick:

  • AMD Athlon
  • 256 MB RAM
    u.a.:
  • Optiarc DVD RW AD-7200A
  • LiteOn CD-ROM LTN483L
  • NVIDIA RIVA TNT2 Model 64/Model 64 Pro
  • HDD (2×30 GB)
  • Soundkarte TerraTec EWS64S (ISA!)

Das DVD-Laufwerk ist relativ neu und sollte natürlich auch unter Linux voll nutzbar sein. Das größte Problem ist sicherlich die Soundkarte, die allerdings eine Qualität hat, die ich gern weiter nützen möchte, es aber nur noch in diesem Rechner kann.

Wer kann helfen? Welche Linux-Distribution lässt sich mit wenig Aufwand und als Parallelsystem zum Windows installieren und hält die Hardware lauffähig? Gibt es überhaupt eine Chance? Über Hinweise wäre ich sehr dankbar.

Abschaltung betthupferl.net (II)

Manchmal bin ich ja richtig gut. Da schreibe ich einen Blogeintrag zum Thema Abschalten der alten Domain, schalte dann auch eine Zwischenseite auf der alten Domain und lenke dann alles – alt wie neu – auf diese Abschaltseite. 🙁 Aber manchmal fällt mir das dann auch noch auf, wenn auch erst Stunden später.

Man sollte sowas filigranes und alle Aufmerksamkeit forderndes eben doch nicht an einem Sonntagabend machen.

Abschaltung betthupferl.net

An dieser Stelle mal eine technische Ansage. Für alle Newsfeeds-Abonnenten und Lesezeichensammler. Dieser Blog, seine Artikel und Kommentare sind ab sofort nur noch über die Adresse rundumgenuss.de zu erreichen.

Der Artikelfeed heißt damit exklusiv nur noch http://blog.rundumgenuss.de/?feed=rss2, der Kommentarfeed http://blog.rundumgenuss.de/?feed=comments-rss2, demnächst gibt es auch noch den Podcast-Feed http://blog.rundumgenuss.de/?feed=podcast. Bitte in den Readern und Browsern ändern.

Danke und frohes Weiterlesen.

Bloggende Bäume

Sie sind noch recht jung. Aber das durchschnittliche Alter der Blogger in Deutschland liegt sowieso unterhalb des gesamtheitlichen Altersdurchschnitts. So ist es auch bei den bloggenden Bäumen. Natürlich bloggen die Bäume nicht selber. Das wäre doch etwas zuviel verlangt von der Natur. Aber sie sind aktiv dabei, geben sie doch Anlass für das lockende Thema dieses Beitrages.

Warum nur sind sie so jung? Die ganze Umgebung sieht jung aus. Nur sehr weit entfernt sind auch ältere Bäume zu sehen. Aber dort gibt es auch junge Technik: Windkraftanlagen. Es ist auch etwas windig, die großen Propeller bewegen sich träge im Wind. Auch ein paar junge Autos sind zu sehen, betagtere Modelle generieren sich als Lieferwagen oder Lkw – für die gab es ja auch keine Abwrackprämie.

Die frische Gegend, die jungen Bäume, die jungen Autos – alles zusammen ergibt den Autobahnparkplatz „Demminer Land“ an der A20 zwischen den Abzweigen Jarmen und Anklam, am Sonnabend nachmittag gegen 16 Uhr, dem Zeitpunkt der Niederschrift dieser Kolumne. Aber warum erzähle ich das alles? Ich will einfach mal ausprobieren, wie es ist, unter freiem Himmel mit Datenstick am Netbook einen Artikel zu schreibe. Es geht und macht Spaß, auch wenn die Sonne manchmal etwas blendet. 😉 Gern hätte ich auch noch ein paar Fotos mit eingebunden (Natur ist ja immer wieder schön), aber mein Funknetz ist recht schwach, nur GPRS, so dass ein Bildveröffentlichen zu lange dauern würde.

Von nächtlichen Stadtreisen und nichtsendenden Sendern

Es gibt technische Geräte, die man nach dem Prinzip einsetzen kann: „Einbauen – Einstecken – Vergessen“. Das ist besonders dann wichtig, wenn sie zuverlässig ihre Arbeit tun sollen, vor allem an schlecht zugänglichen Orten. Da das auslösende konkrete Gerät etwas komplizierter ist, nehmen wir mal eine Steckdosenverteiler als Beispiel.

Der Verteiler leistete an der Stelle, wo er eingesetzt war, schon seit 6 oder 7 Jahren seinen Dienst. Und den machte er gut. Genauer: Das Vorgängermodell. Das wurde im Rahmen einer Erneuerung vor einigen Monaten gegen ein aktuelleres Modell ausgetauscht, aber dann nicht entsorgt sondern anderswo eingesetzt.

Eines schönen Sonntagabends geht dann, völlig überraschend, das Licht aus. Per Fernwartung kann ich von zu Hause erkennen: Am Leuchtmittel liegt es nicht. Wo liegt also die Ursache? Muss ich in die Firma, oder ist jemand anderes zuständig? Eine benachbarte, andere Lampe brennt aber noch, also scheint es keine äußere Ursache zu geben. Ich werfe mich in Hut und Mantel und mache mich auf den Weg.

Vor Ort angekommen erkenne ich folgendes: Die Lampe ist in Ordnung, müsste eigentlich leuchten. Die Kabel zur Lampe sind auch heil, die Kontakte haben keinen Defekt und die Trafostation vor dem Haus brummt wie immer. Es erscheint alles so, wie es muss. Ich habe sogar die Leuchte gegen eine andere funktionierende ausgetauscht, aber die gab auch kein Licht. War also doch der Stromversorger schuld? Eindeutig prüfen konnte ich das nicht; die zweite Lampe am gleichen Mast brannte aber nach wie vor, was den Fall unwahrscheinlich machte.

Nachdem ich zum wiederholten Mal einen Blick in den Technikraum geworfen habe, fiel mir die ansonsten auch schon dunkle, aber jetzt nicht mehr leuchtende Kontrolllampe am Verteiler auf. Sollte der defekt sein? Sein Image (s. o.) sprach dagegen. Der hat doch nicht mal einen Netzschalter. Dachte ich. Sein Vorgänger hatte jedenfalls keinen. Jetzt fand sich aber einer, und der stand auf „0“; das wurde schnell geändert und siehe da: Die Lampe brannte wieder. Das Problem war gelöst.

Wieso der aber auf „o“ stand, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Menschliche Einflussnahme würde ich ausschließen. Das Schaltgefühl beim Einschalten deutet aber darauf hin, dass der Schalter eine Art Sicherheitsschalter ist. Nur: Was hatte ihn ausgelöst? Und warum passiert sowas immer dann, wenn der für die Technik zuständigen Kollege im Urlaub ist?