Eine alte Anekdote aus aktuellem Anlass

Zur Dokumentation eine Anekdote nacherzählt. Alle Namen sind frei gewürftelt, sollte es jemanden gleichen Namens geben, so ist er/sie NICHT(!) gemeint. Die Quelle ist eine nicht mehr erinnerliche Anekdotensammlung in Buchform, mindestens 30 Jahre alt. Sollte ich es noch wiederfinden, wird’s nachgetragen.

Irgendwo im US-amerikanischen Mittelwesten. Eine Zeitung sucht einen neuen Chefreporter. Ein Bewerber steht vor dem Besitzer und der gibt ihm die Aufgabe auf, eine Schlagzeile zu entwerfen, die die fünf Themen enthält, aus denen ein Amerikaner eine Zeitung kauft: Drogen, Rassenfrage, Mord, Sex, Kirche.
Wie aus der Pistole geschossen kommt die Antwort: „Heroinsüchtiger Schwarzer erdrosselt Mätresse eines Erzbischofs“.
Nicht schlecht, meint der Chef. Nun gilt es aber, zur Schlagzeile auch noch die passende Story zu finden. Der Bewerber zuckt mit den Schultern und geht los. Nach ein paar Stunden kommt er wieder und präsentiert einen minutiösen Bericht des Ereignisses.
Der Zeitungsbesitzer ist begeistert: „Und das stimmt alles?“
„Ja,“ meint der Bewerber, „mit dem kleinen Manko, dass sich ‚Schwarzer‘ nicht auf die Hautfarbe sondern auf die Farbe der Kleidung bezieht.“
„Und wo ist das alles passiert?“
„Im neusten Roman von Leslie Williams Scott.“
Und bevor der Besitzer aufbrausen kann, sagt der Bewerber: „Ok, ok, Sir. Der Leser hat seine Gruselstory, die Zeitung den Massenabsatz und das Pressegesetz unterlaufen wir mit einer Dreizeilenberichtigung auf der letzten Seite.“
Chef: „Eingestellt! Sie wissen, wie man eine Zeitung macht.“

Lost in Space* – ÖPNV in MV

Die Wege des ÖPNV sind untergründlich.
(Ein Freund, dem ich vorab von diesem Blogartikel erzählte)

Beruflich bin ich ab und zu mal in Greifswald. Von Neubrandenburg aus sind das etwa 60 km. Oder auch etwas mehr, kommt immer drauf an, wo man langfährt. Bzw. langfahren lässt. Mein Arbeitgeber orientiert stark darauf, bei Dienstreisen den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Also habe ich zwei Varianten. Grundsätzlich.

Immerhin haben sowohl Neubrandenburg als auch Greifswald einen Bahnhof, der von der Deutschen Bahn AG bedient wird. Der Nachteil ist, dass es kein direktes Gleis zwischen den Orten gibt. Mit etwas gutem Willen könnte man eine Stichstrecke in die richtige Richtung erkennen, allerdings fehlt seit den 1940/1950er Jahren die Verbindung zwischen Friedland und Anklam, aber selbst die Stichstrecke wird für Personenvekehr nicht mehr genutzt. Also bleiben nur die beiden Umwege entweder über Stralsund oder über Pasewalk, was die Reisezeit unwesentlich verlängert (mindestens verdoppelt).

Erinnerlich meiner eigenen Studienzeit in Greifswald fallen mir die damals doch recht guten Busverbindungen zwischen den Städten ein. Dazu gibt es weiter unten ausführlichere Informationen, die Mischformen möchte ich deswegen mal erwähnend vorziehen. Wenn man beispielsweise auf der Webseite der Deutschen Bahn nach einer Verbindung sucht, findet man auch welche, die der Ideallinie näher kommen. So kann man mit dem Zug bis nach Grimmen fahren und von dort mit dem Bus weiter. Bei tieferer Recherche findet sich sicher auch noch eine Variante über Demmin nach dem gleichen Prinzip. Zwei Stunden Reisezeit muss man dann aber einplanen. Wenn alles klappt. Das gilt übrigens auch für die reinen Zugverbindungen.

Schön ist, dass man auf der Bahn-Seite auch die direkten Busverbindungen der regionalen Anbieter findet. Nicht alle, aber sinnvolle. Wenn man bei den regionalen Busanbietern sucht … *schreiendhysterischerLachanfall*
Sorry, ich fang den Satz nochmal neu an: Wenn man den regionalen Busanbieter sucht, stellt man fest, dass eine MVVG unter anderem für Neubrandenburg zuständig ist. Entgegen ihres Names „Mecklenburg-Vorpommersche-Verkehrsgesellschaft mbH“ ist sie NICHT für das ganze Land zuständig, sondern nur für die Bereiche rund um Waren/Röbel/Malchow, Neubrandenburg/Demmin/Malchin und Neubrandenburg/Neustrelitz/Friedland. Kein Greifswald. Auch nicht auf den per PDF-Dateien verbreiteten Fahrplänen. Aber einen interessanten Link gab es doch … Dazu später.

Wenn man das Problem von der anderen Seite her aufzäumt, wird es übrigens auch nicht besser. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald fand ich erst im Rahmen der Nachrecherche zu diesem Artikel. Als ich erstmalig nach einer Busverbindung suchte, kam ich zu dem Schluss, Greifswald hat keinen Regionalbusanbieter. Zumindest nicht so direkt. Auf der Webseite der Anklamer Verkehrsgesellschaft, zuständig auch für Greifswald, findet man dann endlich einen Fahrplan, wo auch Greifswald vorkommt. Nur kein Neubrandenburg in den Fahrplänen. Aber einen interessanten Link gibts hier auch.

Folgen wir doch mal dem Link und finden die VMV mbH, die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH. Die ist immerhin für’s ganze Land zuständig. Zwar findet sich auf deren Webseite unter dem Stichwort Fahrplan 2018 kein Fahrplan, aber es gibt auch eine Fahrplanauskunft. Wenn man in die dortige Suchmaske Start- und Endhaltestelle eingibt, beginnt die Lotterie der Verbindungen. Grundsätzliches Plus: Es werden nicht nur Busverbindungen angezeigt. Grundsätzliches Minus: Bei manchen vorgeschlagenen Routen bin ich mir nicht sicher, ob man eher das harrypottersche DurchdieWandaneinenanderenOrtkommen bräuchte oder das startreksche Beamen zum gleichen Zwecke.

Aber fangen wir positiv an. Auf bahn.de gibt es einen Bus um 7:40 Uhr von NB nach HGW. Den gibt es auch bei der VMV.

Ab und zu muss ich auch mal nach Malchin. Da wäre vielleicht folgende Linienführung interessant (ich habe übrigen keine gewünschten Zwischenstationen eingegeben):

Die nachfolgende Linie führt auch über Demmin, aber dafür braucht man offensichtlich oben genannte besondere Fähigkeiten.

Um das mal zu übersetzen: Man fährt zuerst Richtung Burg Stargard, um in dessen Ortsteil Lindenhof auszusteigen. Hoffentlich steht dort dann auch ein Haltestellenhäuschen. Die Frage ist nur, gegen welche der Wände man springen muss, um in einem ähnlichen Häuschen in dem Örtchen Lindenhof bei Demmin (ca. 41 km Luftlinie entfernt) herauszukommen. Oder gibt es eine Beamzelle?

Geht es noch abstruser? Wenn ich schon so frage: JAAAA!

Hier ist etwas Fahrplan- und Kartenkunde nötig, vor allem für den ersten Abschnitt. Der erste Bus fährt wirklich Richtung Strasburg, allerdings gibt es dort kein zweites Mirow an der Strecke. Wäre ja auch blöd, weil es dann das gleiche Prinzip wie bei Lindenhof wäre (das wir übrigens bei den beiden, ca. 84 km auseinander liegenden Drosedows anwenden). Aber in Woldegk, an der beschriebenen Strecke gelegen, gibt es einen Edeka-Markt … Offensichtlich sind sich diese Supermärkte nicht nur einander ähnlich sondern auch noch via Raumkrümmung o.ä. miteinander verbunden. Wie sonst sollte man in 7 Minuten vom Woldegker in den Mirower Edeka-Markt kommen? Nun liegen sowohl Mirow als auch Woldgk, wenn man von Neubrandenburg nach Greifswald möchte, nicht unbedingt auf dem Weg. Was man allerdings südlich der Müritz soll (schöne Gegend übrigens), wenn man eigentlich an den Greifswalder Bodden möchte, werden nur die Programmierer des Webtools bzw. der App wissen.

Apropos App. Die hat einen „Mailen-Sie-uns-Ihre-Fragen-und-Anregungen“-Button (der anders heißt, aber den gleichen Sinn hat). Ich habe versucht, die VMV mbH auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Die E-Mail kam wegen Unzustellbarkeit zurück.

Hintergründe über den Zustand des Öffentlichen Personennahverkehrs, Schwerpunkt Bus, im Land Mecklenburg-Vorpommern kenne ich nicht. Sicherlich spielt das Zusammenspiel der Dreiheiligkeit Nutzungszahlen, Kostenersparnissen und Angebotsumfang eine wesentliche Rolle. Die aktuellen Momentaufnahmen, vor allem, was die Informationspolitik über Fahrpläne und Verbindungen betrifft, sind unterhalb jedes vernünftigen Niveaus. Ich habe für meine Fahrt nach Greifswald übrigens trotzdem die Straße genutzt. Etwas über eine Stunde habe ich braucht. Allerdings nicht von Busbahnhof zu Busbahnhof, sondern von Haustür zu zielnahem Parkplatz. Mit dem Auto.

P.S.: Weitere Alternativen: Wenn ich unbedingt Bus fahren möchte, könnte ich natürlich auch einen Fernbus nehmen. Was die Dauer der Fahrt betrifft, sind diese Busse übrigens unschlagbar. Mit ihren Fahrzeiten katapultieren sie sich aber sogar ins Aus des Nachbarstadions.

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*) Verloren in Mecklenburg-Vorpommern

Ich verstehe ES nicht

Viele kennen ES als Buch oder Film, nicht ganz so viele haben es wirklich gelesen oder gesehen. Mir ist es auch zu gruselig, aber darum soll es hier nicht gehen. Dieser Blogartikel ist dafür da, dass ich ES verstehe, oder es zumindest versuche, weil ich mich für’s Schreiben intensiver mit ES befassen muss. Außerdem: Ich meine nicht ES von Stephen King oder den Film, ich meine Eurosport, den Sender.

Wobei es da schon mal gleich anfängt. Einen Sender namens Eurosport gibt es schon einige Zeit nicht mehr. Seit 2015 heißt er Eurosport 1. Das ist ein paneuropäisches (59 Länder, 20 Sprachen) Sportprogramm mit Sitz in Paris und einem US-amerikanischem Ableger, was bei dem aktuellen Besitzer Discovery Communications aus Silver Spring (Maryland, USA) nicht wirklich verwundert. Auch in Asien ist man präsent. Und wenn es ein Eurosport 1 gibt, gibt es auch ein Eurosport 2. Und ein Eurosport 2 Xtra, und beides auch in HD-Versionen und Bonuskanäle und Eurosport 360 und und und. Und hier gehts mit meiner Verwirrung auch schon los.

DAS Programm Eurosport 1 gibt es nämlich auch nicht. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 7 Regionalversionen (Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, Polen, Italien, Deutschland, Asien). Damit ist es aber auch noch nicht zu Ende. Selbst Eurosport 1 Deutschland strahlt zeitweise zwei unterschiedliche Programme aus, was ich inhaltlich meine und nicht die SD- und die HD-Version. Das nennt man dann wohl im großen und ganzen TV-Network, um den Zuschauer mit dem zu bedienen, was er sehen will. Oder auch nicht.

Eigentlich interessiere ich mich gar nicht für Sport. Wenn ich die Wahl habe zwischen Sportgucken oder was anderes, dann wähle ich das andere. Warum befasse ich mich also mit Eurosport. Es gibt anderthalb Sportarten, die mich dann doch interessieren bzw. faszinieren; die eine Sportart nimmt bei dem Sender doch relativ breiten Raum ein und wird gut präsentiert. Immerhin hat es mich soweit gebracht, sogar Geld in den Eurosportplayer zu investieren, was vermutlich meine aktuelle Verwirrung ein wenig begünstigt hat. Wäre ich ohne geblieben, wäre mein Frust über den Sender allerdings größer als meine Verwirrung jetzt.

Für die Planung meines Fernsehabends nutze ich zwei wichtige Tools. Längerfristig im Voraus habe ich eine elektronische Programmzeitschrift auf meinem Rechner, tagesaktuell nehme ich auch gern den EPG meines Fernsehers. Da ist die Freude immer groß, wenn ich meine Lieblingssportart bei Eurosport finde. Ist die Sendezeit herangekommen, meldet das mein Fernseher, ich drücke OK auf der Fernbedienung und habe ein schönes Erlebnis. Soweit die Theorie. Seit der Sender auch Rechte am Fußball hat, erscheint auf meinem Bildschirm eine Studiodeko, in der ein paar „coole“ Hanseln über Fussball, das Web und andere Banalitäten reden(!). Gezeigt wird kein Fussball. Spätere Kontrollblicke bringen dann irgendwelche Aufzeichnungen anderer Sportarten, aber nicht die LIVE-Übertragung von dem mich interessierenden Wettkampf. Obwohl der genau noch so im EPG drin steht.

Dies passiert so auf dem Kanal Eurosport 1 Deutschland, wie es mein Kabelnetzbetreiber als frei empfangbares Programm anbietet. Und sicher nicht nur meiner. Nun habe ich mir vor einiger Zeit den Eurosport Player geleistet. In der App/auf der Webseite findet man mehrere Streams mit sportlichen Ereignissen. Die Zahl schwankt, aber zwei sollten es mindestens sein und zu den Olympischen Spielen werden es – wie ich gerade las – bis zu 18. Eine Stream heißt übrigens Eurosport 1 Deutschland. Und das Schöne an dem Stream? Die Hanseln sind nicht zu sehen sondern „meine“ Sportart. Was soll das? Auf meinem Fernseher läuft Eurosport 1 Deutschland mit irgendeinem sinnbefreiten Fussballsmalltalk, auf meinem Smartphone Eurosport 1 Deutschland mit dem, was ich sehen will, was aber auf meinem Fernseher im EPG steht.

Die Antwort ist vermutlich genauso einfach wie nachvollziehbar. Letztendlich gebe ich sie selber: Eurosport 1 & Co. ist Pay-TV, also Bezahlfernsehen. Deutschland ist das einzige Sendegebiet, in dem es einen frei empfangbaren Kanal gibt, in allen anderen Zielgebieten sind alle Programme aus dem Hause verschlüsselt und bringen über den Player oder andere Wege Geld ein. Somit ist das Ziel der Verwirrung erreicht, ich habe mir auch den Player geholt und zahle. Und dass Eurosport die möglichkeiten der digitalen Sendetechnik und des Networkgedanken ausreizt, merkt man nicht nur an den beschriebenen Eigenheiten, sondern beispielsweise an den kleinen Füllerjingles in den Werbeblöcken, die die Wartezeiten überspielen sollen, weil der Werbeblock in einer anderen Landesversion länger ist. Oder am Abbruch einer Übertragung, ohne, dass sich der deutsche Kommentator noch von den Zuschauern verabschieden konnte. Oder, dass die letzten 20 Sekunden einer Partie doch noch auf dem Kabel-Eurosport-1-Kanal gezeigt werden, während auf dem Stream das ganze Match zu sehen war. Usw. usw. usw.

Heute lese ich eine Schlagzeile, die sich auf Eurosport bezieht: Chefin schwört: Aus Problemen mit dem Eurosport-Player gelernt. Ich hoffe, dass sie nicht nur gelernt sondern die Probleme auch behoben haben. Fussballfans, die sich bei Eurosport ein passendes Player-Abo geholt haben, wissen, was ich meine. Die Erfahrung zeigt, dass sie ihren Player noch nicht im Griff haben. Technisch wird es zwar immer besser, aber das organisatorische, planerische wirkt oft noch etwas chaotisch. Und meine letzte E-Mail an den Support des Eurosport-Players wegen eines Anzeigeproblems ist auch noch nicht beantwortet …

Ab wann gilt ein Blog als tot?

Wenn ich etwas schreibe, so tue ich das im Allgemeinen mit beiden Händen; insofern ist gerade keine frei, um mir an die eigene Nase zu fassen. Aber trotzdem sei die Frage oben mal nicht auf mich bzw. diesen Blog bezogen. Was spätestens auch dieser Beitrag beweist.

Als langjähriger Nutzer des Google-Readers (†) und nachfolgend des AOL-Readers (†) bin ich jetzt auf Tiny Tiny RSS zwangsverpflanzt worden. Leider ein Reader, der auf meinem Webpack offensichtlich nicht ganz so läuft, wie er soll, aber im wesentlichen macht er, was er soll. Das schöne im Gegensatz zu den Vorgängern: Er zeigt mit Newsfeeds an, die offensichtlich nicht mehr existieren und diejenigen, die lange nicht mehr aktualisiert wurden, wo also auf den Blogs, aus denen sie entspringen, lange nichts mehr neues mehr kam.

Mittlerweile habe ich schon gut in meiner Feedsammlung aufgeräumt. Von über 630 abonnierten RSS-Feeds bin ich auf 583 runter. Entfernt habe ich vor allem diejenigen, wo auch die Blogs gar nicht mehr existierten, die Domains teilweise zum Verkauf standen und anderes. Nun stehe ich aber vor der Frage, was ich mit den inaktiven Feeds mache, die also von Blogs kommen, die zwar noch online sind, aber seit einiger Zeit nichts neues mehr brachten.

Mein theoretischer Ansatz wäre ja derjenige, dass Blogs, die bei Blogspot, Overblog & Co. liegen mit hoher Wahrscheinlich wirklich tot sind, wenn da eine bestimmte Zeit nichts neues mehr kam, während Blogs mit eigener Domain unter Umständen noch eher wiederbelebt werden, kosten solche Domains doch jährlich etwas Geld.

Der Feed, der schon am längsten nichts neues mehr bringt, wurde vor über 8 Jahren das letzte mal aktualisiert. Er ist aber auch ein kleiner Ausreißer nach unten. Aber knapp 6 Jahre ist so das untere Ende der Inaktivitätszeiten … Nun stellt sich die Frage, welche Frist man annehmen kann zwischen lebt noch, ruht nur oder tot. Man könnte natürlich die Blogbetreiber – so ersichtlich – anschreiben und nachfragen, aber das hieße doch, den Aufwand zu übertreiben und bei der erwarteten Antwortrate löst es das Problem auch nicht.

Wie sieht’s bei Euch aus? Macht ihr solche Inventur auch manchmal? Wie geht ihr mit schweigenden Blogs um?

P.S.: Falls jemand noch eine schöne Alternative zu TT-RSS kennt, ich wäre für Tipps empfänglich.

Google nervt

Liebes Google,

es ist durchaus erfreulich, wenn ihr euren Nutzern zeigt, dass ihr um deren Sicherheit bedacht seid. Sicher macht ihr das auch aus Eigennutz: Immerhin wollt ihr unsere Daten ganz allein für euch haben. 😉

Heute wollte ich mich bei Google Plus anmelden. (Dies einfach mal als Faktum nehmen und nicht hinterfragen.) Und dann das:

Und weil ich es gerade nicht bei mir hatte, habe ich nicht auf JA geklickt, sondern auf weitere Optionen, und dort habe ich dann „Kein Smartphone verfügbar“ angeklickt. Es folgte:

Liebes Google,

irgendwo ist es ja erfreulich, dass ihr das Gerät nicht kennt, mit dem ich mich versucht habe anzumelden. Ich mag es nur nicht glauben. MIT DEM GERÄT HABE ICH MICH SCHON UNGEZÄHLTE MALE BEI EUCH ANGEMELDET!!! Es kann sein, dass ihr mit dem Rechner noch nicht per du seid, aber kennen tut ihr euch …

Also, liebes Google, merkt euch endlich die Mac-Adresse und dann ist Ruhe. Ich mag nicht immer mein Smartphone suchen, wenn ich mich mal vom Rechner aus bei Euch einlogge.

Zumal dieses Ereignis auch nicht das erste Mal passiert. ABER IRGENDWANN NERVT ES EBEN!!!

Grüße

Dirk

P.S.: Egal, welche Optionen ich angeklickt habe, ich kam immer wieder zur Aufforderung, auf dem Smartphone etwas zu tun. Blödes Google.

Völlig humorbefreit

Manchmal fragt man sich schon, wie humorbefreit manche Leute sein können. Aber vermutlich ist es mit dem Humor auch wie mit dem Geschmack: Jeder hat einen anderen und man kann nicht über ihn streiten. Auslöser für diese (küchen-)philosophischen Betrachtungen ist ein Kommentar der hiesigen Regionalzeitung. Ihr stellvertretender Chefredakteur hatte sich offenbar die Ausgabe des „Neo Magazin Royal“ (ZDFneo/ZDF) mit Jan Böhmermann angesehen, in der der Wahlsieger eines der hiesigen Wahlkreise einer satirischen Auseinandersetzung unterzogen wurde. Diese gefiel wohl nicht. Auch ein paar Leser-Kommentare sind beifallspendet dem Artikel des NK-Autors beigefügt.

Mittlerweile gibt es sogar einen zweiten NK-Autoren, der sich dem Thema (auf Anweisung?) angenommen hat und schlägt in die selbe Kerbe. Immerhin waren beide so zurückhaltend, das Wort „Staatsfunk“ in dem Zusammenhang zu vermeiden, es wäre auch schwierig geworden, es in den Kontext einzubauen, wobei es an einigen Stellen durchaus etwas zwischen den Zeilen durchschimmert.

Mal grundsätzlich: Wer sich ins öffentliche Leben bewegt wie Herr Amthor, muss mit Reaktionen rechnen. Und wer dabei einen eigenen Weg geht und damit aus der breiten Masse des Konformismus herausragt, muss ebenso mit Satire rechnen. Das bezieht sich übrigens nicht nur auf den aktuellen Fall, das gab es schon immer. Jan Böhmermann steht da in einer langen Tradition einer Art von Polit-Comedy – selbst aus Zeiten, als es das Wort Comedy noch gar nicht gab, als sogenannte Parodisten in ihren Sketchen eher persönliche Eigenheiten aufgriffen als politische Inhalte.

Da waren die Darstellungen eines Willy Brandt durch Thomas Freitag noch witzig, die Kohl- und Strauß-Parodien zahlloser Künstler zwischen originell und schrecklich und selbst aktuelle Arbeiten beispielsweise eines Matthias Richling, der in seinen Parodien schon immer Eigenheiten der Parodierten einbaute, die diese nicht mal haben, verdienen eher einer sachlichen Kritik als das Aufmerksamkeit erheischende Mimimi der hiesigen NK-Autoren. Der unterstellte Grund für das Schweigen von Herrn Amthor im letzten Satz der Kommentarreaktionsauswertung bezieht sich vermutlich auch auf sie, nur, dass sie es dem Vorbild bietenden CDU-Politker nicht gleichtun.

Vielleicht sollte man sich mal Gedanken über die aktuelle Satire in ihrer Gesamtheit machen und vielleicht doch mal ein paar Schubladen mit Definitionen aufmachen (dem Klischee nach eine deutsche Grundtugend), um ein Bewertungsraster zu erhalten. Sicher sind die Grenzen zwischen Comedy, Satire, Kabarett, Cabaret, Kleinkunst, politischem Kabarett, Polit-Comedy, Witz u.a. Untergruppen fließend, und nicht jedes Mal lässt sich einem Protagonisten eine Kategorie fest zuordnen. Aber immerhin dürfte das bei den einzelnen Sketchen gelingen. Wenn man sich darüber tiefergehende Gedanken macht, stellt man schnell fest, dass das, was uns derzeit medial vorventiliert wird, irgendwas zwischen (Polit-)Comedy und Satire ist: leicht verdaulich und massentauglich. Echtes politisches Kabarett, zumindest mit tiefgreifender Analyse und ggf. mit Auswegweisung, aber trotzdem lustig, ist Mangelware.

Menschen, die durch ihre Eigenheiten unverwechselbar oder – vielleicht besser formuliert – erkennbarer sind, werden immer damit zu leben haben, wenn sie sich in die Öffentlichkeit begeben und engagieren, an genau diesen Eigenheiten festgemacht zu werden. Wer dabei Bedeutung erlangt, bei dem reicht meist wenig, um ihn zu identifizieren: „Birne“, „Raute„, „… in 10 Minuten … „, „Bin ich schon drin?“, und ich möchte wetten, dass jedem Leser sofort die dazugehörigen Namen einfallen. Herr Amthor ist in der satirisch medialen Öffentlichkeit angekommen. Schauen wir mal, was er draus macht …

P.S.: Einen schönen Kommentar gibt es mittlerweile auch schon zum Kommentar.

 

Gesundheit!

Nein, dies wird kein Beitrag über eine Erkältungswelle, wobei: einen entfernten Zusammenhang gibt es doch. Die Neubrandenburger Stadtwerke GmbH neu.sw speisen seit 15.11.2017 in ihr digitales Kabelfernsehnetz den Sender health.tv ein.

Das kann man machen. Nur manchmal darf man auch darüber nachdenken, welche Kriterien bei der Auswahl von einzuspeisenden Fernsehsendern angelegt werden. Und wenn man schon Hand an die Belegung legt, ob man das nicht gleich etwas effektiver machen kann, und mehrere neue Sender einspeist.

Zumal es noch einige deutsche Programme (oder Programme, die Deutschland als Zielgebiet haben) gibt, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht eingespeist werden. Sicher, es sind meist eher „special interest“-Angebote, die großen Generalisten haben wir ja drin.

Euronews (deutsch!)*, Zee.One, Welt der Wunder TV, H2D, … alles deutschsprachig, frei empfangbar und nicht im Kabelnetz der neu.sw enthalten. Dafür gibt es ein Krankenhausfernsehen. health.tv wird von einem großen Krankenhausbetreiber (Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH) verantwortet.

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*) Zur Zeit wird die französische Version eingespeist; warum, kann ich mir denken. Aber das kann korrigiert und Euronews wieder auf deutsch eingespeist werden.

Knoblauch mit Pilzen (oder umgekehrt) (aktualisiert)

Update (04.11.2017): Wie ich gerade feststellte, ist der Kommentar mittlerweile Online. Hing wohl etwas in der Freischaltung. 😉

Ab und an kommt es vor, dass ich bei anderen Blogs kommentiere, diese Kommentare dort aber nicht erscheinen. Da ich mir den Schreibkram aber nicht umsonst aus den Fingern gezogen haben will, veröffentliche ich den Kommentar hier.

Diesmal gehts im Original-Artikel um eine wirklich leckere Soße zu Pasta. Schwerpunkt sind Champignons und ein Hauch Knoblauch. 😉 Mit den Zutaten hatte ich auch schon mein Schlüsselerlebnis, wenn auch ohne Soße und Pasta:

Bei der Verarbeitung von Knoblauch und Pilzen hatte ich mein Schlüsselerlebnis auch schon. Bei mir war es aber eher eine Pilzpfanne. Die u.a. Knoblauch gewürzten Champignons brutzelten ihrer Vollendung entgegen, als mich ein kleines Versäumnis einholte. Ich drehte die Hitze unter der Pfanne aus, deckte alles luftig ab und verließ meine damalige Wohnung sowie das Haus, in dem sie sich befand. Als ich nach 15/20 Minuten wieder zurück kam und durch die Haustür eintrat, dachte ich mir noch: Oh, hier kocht aber einer mit Knoblauch. Die Treppen in die 4. Etage hinauf verstärkte sich der Duft noch weiter, und als ich dann den Flur entlang ging, um meine Wohnung zu erreichen, stellte ich mit wohligem Erschrecken fest, dass meine Küche offensichtlich die Quelle des Geruchs war. Aber der Pfanneninhalt war lecker, gut durchgezogen und schmeckte wunderbar zum begleitenden Butterbrot. 😉

Die Original-Geschichte ist eigentlich etwas länger, aber man will ja auch keinen Kommentar veröffentlichen, der länger ist als der Original-Artikel. 😉

Warum der Kommentar bei dem Blog nicht veröffentlicht wurde, weiß ich auch nicht. Vermutlich ist er in einem Spam-Ordner hängen geblieben … 😉

Nein, Du kommst hier nicht rein!

Facebook nervt schon wieder. Ich weiß nicht, ob es bei Euch auch auftritt, aber jedes Mal (was selten genug passiert), wenn ich da online gehe, nervt es mit dem Fenster:

Facebook-Benachrichtigungen aktivieren

Lass dir deine Benachrichtigungen in der Ecke deines Computer-Bildschirms anzeigen, selbst wenn Facebook geschlossen ist.

Nicht jetzt vs. Aktivieren

Liebes Facebook,

natürlich weiß ich, dass Dein heiliges Ziel die Totalüberwachung der Menschen ist. Du bekommst schon genug Daten von mir, da müssen es die von meinem Rechner nicht auch noch sein. Nerv also nicht weiter, oder willst Du mich noch weiter von Dir weg treiben?

Dein Dirk

Hilfe! Mailserver!

Dieser Beitrag ist ein kleiner Hilfeschrei, aber es ist nichts ernstes. Aber mich beschäftigt seit einiger Zeit ein kleines Problem und ich werde seiner nicht Herr. Salopp gesagt:

Gesucht wird ein sicherer SMTP-Server, der ohne Passworteingabe funktioniert.

Natürlich weiß ich, dass das ein Widerspruch in sich ist. Aber es gibt da noch ein paar Rahmenbedingungen, die das ganze (hoffentlich) realisierbar machen.

Der SMTP-Server befindet sich in einem Intranet und nimmt nur E-Mails von einem einzigen Rechner mit fester (interner) IP an. Die verschickt er dann aber ins Internet. Die Absender-E-Mail-Adresse ist jedes mal die gleiche und es werden auch immer nur die gleichen 3 E-Mail-Adressen angeschrieben. Der Mailserver, der diese 3 E-Mail-Adressen verwaltet, sollte natürlich die E-Mails nicht als Spam einordnen. Im Idealfall wird übrigens keinerlei E-Mail verschickt. Nur, wenn etwas bestimmtes passiert, verschickt der auslösende Rechner einzelne E-Mails. Im realen Betrieb liegt die Versanddichte statistisch bei unter einer E-Mail pro Tag. Der SMTP-Server muss übrigens unter Windows laufen. Es stehen verschiedene Versionen zur Verfügung – von WinXP, Windows Server 2003 bis Windows Server 2012(?) oder Windows 7 Pro.

Selber probiert habe ich es schon mit dem Virtuell-SMTP-Server von WinXP (lief eine Weile sehr gut, blockiert jetzt aber), JanaServer und hMailServer. Bei letzteren beiden scheiterte ich wohl, weil ich das Prinzip SMTP-Server nicht wirklich verstanden habe (und beim hMailServer an der englischen Bedienoberfläche).

Was ist eigentlich die Grundaufgabe? Ich habe auf einem Rechner eine Software mit technischen Überwachungsaufgaben laufen. Wenn bestimmte Kennwerte bestimmte Grenzen unter- oder überschreiten, kann diese Software eine E-Mail versenden. Bei der Konfiguration, über welchen SMTP-Server diese E-Mail verschickt werden soll, kann ich aber nur eine E-Mail-Adresse (Absender) und eine (IP-)Adresse für den Server eingeben. Ein Port ist wohl auch noch definiert. Es fehlt die doch sehr sinnvolle Passwort-Eingabe für den SMTP-Server. So komme ich zur oben genannten Aufgabe.

Vielleicht gibt es ja auch noch die Möglichkeit, das Passwort irgendwie in eins der Eingabefelder hineinzukodieren. Ich erinnere mich dunkel an FTP-Server, wo man das Passwort auch direkt in den Link auf den Server einbauen konnte, irgendwas mit @ und : oder so. Vielleicht gibt es sowas beim SMTP-Server ja auch.

Für Ideen wäre ich sehr dankbar, ggf. auch für die eine oder andere Hilfestellung oder eine gute Beschreibung der Problemlösung. Danke.