Über’s Programmieren

Freeware, Open Source, CC, u.a. – das sind wunderbare Sachen. Man bekommt Software für seinen Rechner, ohne dafür bezahlen zu müssen. Manchmal sind Kuckuckseier dabei, manchmal nur wiederkehrende Spendenaufrufe. Und man findet Software für Aufgaben, für die es im kommerziellen Markt offensichtlich nicht genug Kunden und demzufolge auch keine Lösungen gibt.

Als Programmierer steht man ja vor allerlei Problemen. Wobei ich gleich vorweg sagen will, dass ich keiner bin. Ein wenig HTML und PHP, dann hört’s aber auch schon auf. Und weil ich es nicht ständig mache, fehlen mir bei den Sprachen immer die „Vokabeln“ und ich muss erst in Dokumentationen rumwühlen, um den passenden Befehl zu finden. Nur die Grammatik hab ich noch ein wenig drauf. 😉 Aber ich möchte mich trotzdem mal über Programmierer und ihre Software auslassen. Die regen mich ab und zu nämlich mal auf, weil sie zu wenig an die Nutzer ihrer Software danken. Was für einen Programmierer selbstverständlich sein kann, ist für Otto Normalnutzer alles andere als normal. Und umgekehrt. Und das wirkt sich frustrierend aus. Zumindest auf der Nutzerseite, wie ich es gerade erst wieder erlebt habe.

Wenn man für Desktop-Rechner etwas programmiert, steht man vor mindestens einer Aufgabe. Oder genauer: mindestens drei. Und die heißen Windows, macOS und Linux. Wer möchte, kann noch ein paar Exoten mit dazuzählen. Aber zur Illustration soll es reichen. Möchte man also möglichst viele Nutzer erreichen, darf man für drei Betriebssystemplattformen (zuzüglich aller ihrer Versionen) programmieren. Und dabei sind die Handy-Betriebssysteme noch gar nicht mit dabei. 😉 Mehrere zur Auswahl stehende Programmierplattformen machen die Sache nicht einfacher.

Informatiker überspringen bitte beim Lesen diesen Absatz, jetzt wirds populärwissenschaftlich. 😉 Eine Programmierplattform, die es auf allerlei Betriebssystemen gibt, ist Java. Grob vereinfacht: Einmal programmiert und für die großen Betriebssysteme gleichzeitig verfügbar. Dafür muss nur auf dem jeweiligen Rechner auch Java installiert sein, Als Mittler sozusagen zwischen dem Programm und dem Betriebssystem. Die Idee finde ich schon mal nicht schlecht. Sicher hat sie auch Nachteile, aber dazu bin ich zu wenig Programmierer, um das einzuschätzen. Betriebssystemnahe Programme wird man über den Weg vermutlich nicht schreiben können (Virenschutz oder so), die müssen zu tief ins System rein, um zu wirken, und da stört die Java-Ebene dazwischen sicherlich. Aber Anwendungsprogramme gehen. Es gibt derer in Vielzahl und man kann sie nutzen. Ein großes ist beispielsweise das Office-Paket LibreOffice, dass ohne die Java-Unterlage nicht funktioniert. Aber auch kleinere Sachen greifen auf Java zurück.

Neben LibreOffice habe ich (mindestens) drei weitere Programme auf dem Rechner, die mit Java als Plattform arbeiten. Das funktioniert seit Jahren wunderbar, selbst einen Rechnerumzug haben die Programme mitgemacht. Meine Hardware ist noch relativ aktuell, ich bin bzw. war also ob des wunderbar laufenden Systems sehr glücklich.

Aber dann kam der Tag eines Updates. Es war kein Windowsupdate! Auch installierte Software guckt regelmäßig nach, ob es neue Versionen gibt und meldet das. So passiert am letzten Wochenende mit einem meiner Java-„Programme“. Also lade ich wie gewöhnlich die neue Version herunter und lasse sie installieren. Danach läuft sie aber nicht mehr. Dafür gibt es eine Fehlermeldung mit dem Hinweis, dass diese Software jetzt mindestens Java 11 (ja, auch hier gibt es Versionsnummern) voraussetzt. Gleichzeitig wurde durch das Fehlermeldungsfenster die entsprechende Download-Webseite java.com/de/download im dafür startenden Browser aufgerufen. Nur: Da gibt es Java 8, aber kein 11 oder mehr. Blöd. Entsprechende Kommentare im Nutzerforum der Software von den Programieren, auf den Fehler hingewiesen: Soll sich der Nutzer doch selber kümmern (mal grob zusammengefasst). Auch die Kritik, dass die Java-11-Voraussetzung doch wenigsten vorher hätte kommuniziert werden sollen, wurde weggebügelt mit dem Hinweis, dass das wohl schon ein halbes Jahr vorher im Forum gestanden hätte. Aber mal ehrlich: Wer verfolgt Nutzerforen für eine von einem genutzte Software, wenn alles wunderbar funktioniert???

Einfach nur eine Software nutzen geht also nicht, ich musste mir etwas Zeit nehmen, um das Problem zu lösen. Suchmaschinen helfen da, wenn man weiß, wonach man eigentlich sucht. Letztendlich hatte ich die Software, die ich ja unbedingt weiter nutzen wollte, irgendwann wieder am laufen. Ich hatte eine Java-11-Installationsdatei gefunden, sie installiert und alles war gut. Nach einigem hin und her, auf das ich hier aber nicht eingehen will. Die Software lief jedenfalls wieder. Etwas später startete ich, weil ich dann mit ihm arbeiten wollte, ein anderes Programm, das auch auf Java basiert. Nur: Nichts passierte. Das war Mist. Irgendwie fand es „sein“ Java nicht. De- und wieder neu installieren brachte nichts. Java 8 und 11 sauber installieren (geht das überhaupt gleichzeitig?) brachte auch keinen Erfolg. Also machte ich mich auch hier wieder auf die Suche nach einer Lösung. Was das wieder alles an Zeit fraß?! Auf der Webseite zum Programm gab es keine hilfreichen Tipps, eine Suchmaschine bot lösungserhoffende Hinweise an. Die Software wurde vom ursprünglichen Entwickler offensichtlich nicht mehr weiter gepflegt (Updates gabs meiner Erinnerung nach auch schon ewig keine mehr). Aber andere Programmierer hatten einen „Seitenarm“ der Programmversionen geschaffen und so gab es eine sehr viel neuere Version zum Downloaden. Windows-Installationsdatei? Fehlanzeige! Zip-Datei zum einfach in den Ordner kopieren? Fehlanzeige! ISCH RASTE AUS! Wann denken die Programmierer mal an Otto Normalnutzer?!

Das Zauberwort hier hieß übrigens GitHub. Das positive: Davon hatte ich schon mal gehört. Das negative: Bisher hatte ich nur davon gehört. Aber es gab wenigstens eine Anleitung, die ich verstand, obwohl sie in einer mir fremden Sprache geschrieben war. Ich installierte also noch irgendein „Hilfsprogramm“, mit dem ich dann die gesuchte Software auf windowsuntypische Art, aber zuverlässig auf den Rechner bekam (und wohl auch Updates bekommen würde). Nutzerfreundlich ist aber anders. Für den Nerd an sich (ich meine das gar nicht abwertend) mag das eine Lösung sein, aber für den, der einfach nur seinen Rechner nutzen will, nicht!

Was das alles wieder für Zeit gefressen hat! Mit einem einfachen, schnellen Update fing es an. Dann Fehlersuche und -behebung (mit kleineren Rückschlägen), dann Auftritt des neuen Fehlers, wieder Fehlersuche und -behebung, Wiedereinrichtung der Software, Rekonstruktion der Daten. Und dann noch die Niederschrift dieses Blogartikels! Als ob ich nichts besseres zu tun hätte. Deshalb, liebe hervorragende, großes leistende und meine Anerkennung habende Programmierer freier Software: Danke für Eure Arbeit! Aber bitte auch ein wenig an die Nutzer denken und alles so ein bisschen idiotensicherer bauen. Das wäre schön. Danke!

Nein, nein und nochmals nein!

Die E-Mail-App von Google weist seit einiger Zeit auf ein neues Feature hin, vermutlich eine Anwendung von KI.

Grundsätzlich würde ich Google schon mal absprechen, meine Prioritäten zu (er)kennen, was unter anderem daran liegt, dass ich sie selbst auch nicht kenne und mich daran halten kann. Hier geht’s also darum, dass Google mir Prioritäten unterstellt bzw. meint, dass ich sie haben sollte. Dass sie dazu vorher meine Persönlichkeit analysiert haben müssen, ist klar. Meinen Psychoanalytiker haben sie mangels Existenz sicher nicht konsultiert. Die Basis ist also mein protokolliertes Netznutzungsverhalten und der Mailverkehr über Gmail.

Dass meine Prioritäten auch noch tagesabschnittsformabhängig sind, kann der Algorithmus nicht berücksichtigen mangels Nichtkenntnis. Was soll also die Funktion, die nicht funktionieren kann? Zumal ich auf der Adresse kaum E-Mail-Verkehr habe. Google muss auch nicht alles über mich wissen. 😉

Gleichmacherei zu Ungunsten der Sicherheit?

Manchmal kommt man echt ins Grübeln, wenn man so äußerungen von Politiker/inne/n hört oder liest. Manchmal wünscht man diesen doch etwas mehr Zeit – vor allem, um über Äußerungen, die sie tätigen, vorher(!) auch mal nachzudenken. Oder sich kundig zu machen. Aber mancher Wortschwall scheint ohne kognitive Beeinflussung zu entstehen.

Themen-Beispiel: Messenger. In einer Pressemitteilung einer Infoplattform mit Schwerpunkt Kommunikation wird unter anderem folgendes verbreitet:

Auf dem Messenger-Markt tummeln sich viele Anbieter, aber nicht alle Nutzer verwenden auch dieselbe App. Facebook würde WhatsApp, den Facebook Messenger und Instagram gerne zusammenlegen, der dafür notwendige Austausch von Benutzerdaten ist aber datenschutzrechtlich sehr umstritten. Trotzdem fordern Politiker vermehrt, die Geschlossenheit der Messenger-Dienste aufzubrechen, sodass die Nutzer unabhängig von der verwendeten App untereinander Nachrichten austauschen können. „Es wäre zwar toll, mit dem eigenen, präferierten Messenger die Nutzer aller anderen Messenger-Dienste kontaktieren zu können“, sagt Alexander Kuch vom Onlineportal teltarif.de. „Das müsste aber technisch absolut sicher gelöst sein, damit die Messenger-Nutzer vor Spam-Nachrichten, Datenmissbrauch und Hacker-Angriffen geschützt sind.“

Schade, dass Herr Kuch nicht mitventiliert, welche Politker das genau sind, oder macht er sich zum Sprachrohr und versteckt sich hinter nicht namentlich genannten Aktiven, um seine eigene ggf. irrige Meinung zu verblasen?

WhatsApp, Facebook-Messenger, Threema, Telegram, Signal, … und wen es da noch so alles gibt. Was allen Messengerdiensten gleichzeitig eigen ist, ist ihre Unterschiedlichkeit unter anderem in der Herangehensweise an Datenschutz und dem grad der Anonymheit seiner Nutzer. Einfaches Beispiel: Während WhatsApp doch etwas recht persönliches von einem möchte, nämlich die Handynummer, gibt sich Threema mit einem mehrstelligen Zahlen-Buchstaben-Kombination zufrieden, um seine Nutzer gegenseitig zu identifizieren. Auch die Art der Datenverschlüsselung und vieles andere mehr unterscheidet die Dienste.

Für einen gegenseitigen Nachrichtenaustausch müsste man sich auf diverse Schnittstellen einigen, um die Nachrichten, Bilder, Telefonate und Streams aus dem einem System ins andere zu bringen. Da fällt mir nur der Begriff „kleinster gemeinsamer Nenner“ ein, auf den es sich zu einigen gilt und der einen messengerübergreifenden Datenaustausch auch von Daten, die man nicht bewusst eintippt, ermöglicht. Datenschutz adé, Datensammelwut Tür und Tor geöffnet.

Ist es nicht gerade so, dass sich die Nutzenden bewusst für den einen oder anderen Messenger entscheiden, weil bestimmte Eigenschaften eines anderen – ob nun wirkliche oder unterstellte – für die eigenen Nutzungsgewohnheiten nicht in Frage kommen? Welchen Sinn soll also diese Zusammenschaltung der Dienste haben, als d/i/e/n Bürger/in noch gläserner zu machen?

Neue Angebote im Kabelfernsehnetz der neu.sw

Hurra, das Senderangebot wird erweitert. Die neu.sw haben über die Erweiterung ihres Kabelfernsehangebotes mit dem Hope Channel informiert (https://www.neu-sw.de/pressemeldungen/neuer-sender-im-neu-sw-kabelnetz-3).

Dagegen ist nichts zu sagen. Bleibt die offenen Frage, wann bei Euronews wieder die deutschsprachige Version eingespeist wird, oder wann Zee.One kommt, oder MTV (deutsch), alles frei empfangbar und vermutlich auch mit größerer Zielgruppe als die letzten Neueinspeisungen zusammen …

Erste Auswirkungen DSGVO spürbar

Das Ende der Übergangsfrist zur Einführung der DSGVO zeigt erste Opfer. Blogs, die bei Blogger.com, blogspot.de/-.com gehostet sind, stehen plötzlich in einer Art „Privat-Modus“, so dass normale Lesewillige sie nicht mehr erreichen. Das zeigt übrigens auch mal wieder die Macht derartiger Anbieter und die Nachteile für nicht selbst gehöstete Blogs. Im konkreten Fall die Abhängigkeit von Google, die erwähnten Hoster gehören in das Googleversum.

Aber auch andere Plattformen ändern was, so dass sie nicht mehr in gewohntem Maße nutzbar sind, ohne Lösungen anzubieten, wie man eine Nutzung wieder ermöglichen könnte, die den alten Gewonhnheiten nahe kommen. Tumblr.com ist ein Beispiel. Die dortigen Blogs sind zwar noch einfach erreichbar, aber aus bisher noch nicht ersichtlichem Grund sind die RSS-Feeds nicht mehr durch Reader nutzbar, obwohl auch vorhanden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich das eine oder andere in den nächsten Tagen wieder normalisiert bzw. Lösungen angeboten werden. Oder es bestätigt sich doch die bereits ventilierte Meinung einiger Fachleute, dass die DSVGO die Freiheit im Internet einschränkt und Geist früherer Zeiten hinausjagt. Für sicherere Daten. Also für stimmigere, saubere Datensätze, aus denen unser Leben und unser Wesen abgeleitet werden kann, genauer, als wir es selber tun.

DSGVO (Kommentar und Datenschutzerklärungsergänzung)

Liebe gläserne Leserinnen und Leser dieses Blogs,

ihr nutzt ein Smartphone oder einen Rechner mit Internetzugang? Ihr seid bei einem sozialen Netzwerk oder habt schon mal was im Internet gekauft? Ihr habt Euch irgendwann mal irgendwo eingeloggt (E-Mail, Shop, …)? Egal. Euren digitalen Fingerabdruck habt ihr bereits hinterlassen, ihr seid bereits gläsern, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gibt es eine Firma/Einrichtung/Institution, die schon viel über Euch weiß, dank KI (Künstlicher Intelligenz) vielleicht schon mehr als ihr selber. Oder habt ihr so einen kleinen elektronischen Spion im Haus? Oder gar ein smartes Haus, wo ihr alles mit dem Handy steuern könnt? Spätestens dann ist die Datensammlung dieses Blogs euer kleinstes Problem.

Eins dürft ihr gewiss sein: Ich missbrauche Eure Daten, die ihr hier bewusst oder unbewusst hinterlasst, nicht. Zumindest nicht bewusst. Aber was weiß ich schon?

Bewusstes Datensammeln:
Wenn ihr hier einen Kommentar eingebt, dann speichert irgendwas das, was ihr eingegeben habt. Sonst könnte ich es nicht veröffentlichen. Klaro. Da ich ein bisschen neugierig bin, habe ich im Hintergrund Matomo (ehemals Piwik) laufen (auf dem gleichen Server wie diese Webseite), damit ich sehen kann, wie viele Leser ich habe (sehr viel mehr interessiert mich eigentlich nicht, aber Matomo sammelt etwas mehr Daten). Und der Anbieter meines Webhostingpakets (kein eigener Server, sondern ein sogenanntes „Webpack“) loggt auch noch einiges statisches mit. Nach bestem Wissen und Gewissen (für mich weiß ich es, für meinen Webhoster unterstelle ich es auch mal) tun wir alles, dass die Daten da liegen bleiben, wo sie sind und nicht unbefugt raus gehen. Die Server stehen übrigens in Deutschland. Sagt der Webhoster.

Unbewusstes Datensammeln:
Kundige Leser werden erkennen, dass der Blog WordPress benutzt. Ganz unten auf der Seite steht es wohl auch. Die WordPress-Installation liegt auch bei meinem Webhoster, was da im Code alles passiert oder was die installierten Plugins alles an Daten erfassen und ggf. verschicken, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich die Plugin-Zahl so gering wie möglich halte und übliche Verdächtige wie Akismet oder Jetpack nicht installiert habe. Ob andere unerwünschte Sachen passieren, wird sukzessive geprüft und nach Möglichkeit werden Schritte dagegen unternommen. Nach bestem Wissen und Gewissen.

Näheres zur DSGVO findet ihr in den Medien. Ich verlinke mal nix konkretes. Suchen gehört ja heute zu den Grundtechniken des Lebens wie Lesen, Schreiben und Atmen. Und den DSGVO-Missbrauchern sei gesagt: Zu holen ist nix, es würde nur die Existenz dieses Blogs beenden.

Lost in Space* – ÖPNV in MV

Die Wege des ÖPNV sind untergründlich.
(Ein Freund, dem ich vorab von diesem Blogartikel erzählte)

Beruflich bin ich ab und zu mal in Greifswald. Von Neubrandenburg aus sind das etwa 60 km. Oder auch etwas mehr, kommt immer drauf an, wo man langfährt. Bzw. langfahren lässt. Mein Arbeitgeber orientiert stark darauf, bei Dienstreisen den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Also habe ich zwei Varianten. Grundsätzlich.

Immerhin haben sowohl Neubrandenburg als auch Greifswald einen Bahnhof, der von der Deutschen Bahn AG bedient wird. Der Nachteil ist, dass es kein direktes Gleis zwischen den Orten gibt. Mit etwas gutem Willen könnte man eine Stichstrecke in die richtige Richtung erkennen, allerdings fehlt seit den 1940/1950er Jahren die Verbindung zwischen Friedland und Anklam, aber selbst die Stichstrecke wird für Personenvekehr nicht mehr genutzt. Also bleiben nur die beiden Umwege entweder über Stralsund oder über Pasewalk, was die Reisezeit unwesentlich verlängert (mindestens verdoppelt).

Erinnerlich meiner eigenen Studienzeit in Greifswald fallen mir die damals doch recht guten Busverbindungen zwischen den Städten ein. Dazu gibt es weiter unten ausführlichere Informationen, die Mischformen möchte ich deswegen mal erwähnend vorziehen. Wenn man beispielsweise auf der Webseite der Deutschen Bahn nach einer Verbindung sucht, findet man auch welche, die der Ideallinie näher kommen. So kann man mit dem Zug bis nach Grimmen fahren und von dort mit dem Bus weiter. Bei tieferer Recherche findet sich sicher auch noch eine Variante über Demmin nach dem gleichen Prinzip. Zwei Stunden Reisezeit muss man dann aber einplanen. Wenn alles klappt. Das gilt übrigens auch für die reinen Zugverbindungen.

Schön ist, dass man auf der Bahn-Seite auch die direkten Busverbindungen der regionalen Anbieter findet. Nicht alle, aber sinnvolle. Wenn man bei den regionalen Busanbietern sucht … *schreiendhysterischerLachanfall*
Sorry, ich fang den Satz nochmal neu an: Wenn man den regionalen Busanbieter sucht, stellt man fest, dass eine MVVG unter anderem für Neubrandenburg zuständig ist. Entgegen ihres Names „Mecklenburg-Vorpommersche-Verkehrsgesellschaft mbH“ ist sie NICHT für das ganze Land zuständig, sondern nur für die Bereiche rund um Waren/Röbel/Malchow, Neubrandenburg/Demmin/Malchin und Neubrandenburg/Neustrelitz/Friedland. Kein Greifswald. Auch nicht auf den per PDF-Dateien verbreiteten Fahrplänen. Aber einen interessanten Link gab es doch … Dazu später.

Wenn man das Problem von der anderen Seite her aufzäumt, wird es übrigens auch nicht besser. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald fand ich erst im Rahmen der Nachrecherche zu diesem Artikel. Als ich erstmalig nach einer Busverbindung suchte, kam ich zu dem Schluss, Greifswald hat keinen Regionalbusanbieter. Zumindest nicht so direkt. Auf der Webseite der Anklamer Verkehrsgesellschaft, zuständig auch für Greifswald, findet man dann endlich einen Fahrplan, wo auch Greifswald vorkommt. Nur kein Neubrandenburg in den Fahrplänen. Aber einen interessanten Link gibts hier auch.

Folgen wir doch mal dem Link und finden die VMV mbH, die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH. Die ist immerhin für’s ganze Land zuständig. Zwar findet sich auf deren Webseite unter dem Stichwort Fahrplan 2018 kein Fahrplan, aber es gibt auch eine Fahrplanauskunft. Wenn man in die dortige Suchmaske Start- und Endhaltestelle eingibt, beginnt die Lotterie der Verbindungen. Grundsätzliches Plus: Es werden nicht nur Busverbindungen angezeigt. Grundsätzliches Minus: Bei manchen vorgeschlagenen Routen bin ich mir nicht sicher, ob man eher das harrypottersche DurchdieWandaneinenanderenOrtkommen bräuchte oder das startreksche Beamen zum gleichen Zwecke.

Aber fangen wir positiv an. Auf bahn.de gibt es einen Bus um 7:40 Uhr von NB nach HGW. Den gibt es auch bei der VMV.

Ab und zu muss ich auch mal nach Malchin. Da wäre vielleicht folgende Linienführung interessant (ich habe übrigen keine gewünschten Zwischenstationen eingegeben):

Die nachfolgende Linie führt auch über Demmin, aber dafür braucht man offensichtlich oben genannte besondere Fähigkeiten.

Um das mal zu übersetzen: Man fährt zuerst Richtung Burg Stargard, um in dessen Ortsteil Lindenhof auszusteigen. Hoffentlich steht dort dann auch ein Haltestellenhäuschen. Die Frage ist nur, gegen welche der Wände man springen muss, um in einem ähnlichen Häuschen in dem Örtchen Lindenhof bei Demmin (ca. 41 km Luftlinie entfernt) herauszukommen. Oder gibt es eine Beamzelle?

Geht es noch abstruser? Wenn ich schon so frage: JAAAA!

Hier ist etwas Fahrplan- und Kartenkunde nötig, vor allem für den ersten Abschnitt. Der erste Bus fährt wirklich Richtung Strasburg, allerdings gibt es dort kein zweites Mirow an der Strecke. Wäre ja auch blöd, weil es dann das gleiche Prinzip wie bei Lindenhof wäre (das wir übrigens bei den beiden, ca. 84 km auseinander liegenden Drosedows anwenden). Aber in Woldegk, an der beschriebenen Strecke gelegen, gibt es einen Edeka-Markt … Offensichtlich sind sich diese Supermärkte nicht nur einander ähnlich sondern auch noch via Raumkrümmung o.ä. miteinander verbunden. Wie sonst sollte man in 7 Minuten vom Woldegker in den Mirower Edeka-Markt kommen? Nun liegen sowohl Mirow als auch Woldgk, wenn man von Neubrandenburg nach Greifswald möchte, nicht unbedingt auf dem Weg. Was man allerdings südlich der Müritz soll (schöne Gegend übrigens), wenn man eigentlich an den Greifswalder Bodden möchte, werden nur die Programmierer des Webtools bzw. der App wissen.

Apropos App. Die hat einen „Mailen-Sie-uns-Ihre-Fragen-und-Anregungen“-Button (der anders heißt, aber den gleichen Sinn hat). Ich habe versucht, die VMV mbH auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Die E-Mail kam wegen Unzustellbarkeit zurück.

Hintergründe über den Zustand des Öffentlichen Personennahverkehrs, Schwerpunkt Bus, im Land Mecklenburg-Vorpommern kenne ich nicht. Sicherlich spielt das Zusammenspiel der Dreiheiligkeit Nutzungszahlen, Kostenersparnissen und Angebotsumfang eine wesentliche Rolle. Die aktuellen Momentaufnahmen, vor allem, was die Informationspolitik über Fahrpläne und Verbindungen betrifft, sind unterhalb jedes vernünftigen Niveaus. Ich habe für meine Fahrt nach Greifswald übrigens trotzdem die Straße genutzt. Etwas über eine Stunde habe ich braucht. Allerdings nicht von Busbahnhof zu Busbahnhof, sondern von Haustür zu zielnahem Parkplatz. Mit dem Auto.

P.S.: Weitere Alternativen: Wenn ich unbedingt Bus fahren möchte, könnte ich natürlich auch einen Fernbus nehmen. Was die Dauer der Fahrt betrifft, sind diese Busse übrigens unschlagbar. Mit ihren Fahrzeiten katapultieren sie sich aber sogar ins Aus des Nachbarstadions.

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*) Verloren in Mecklenburg-Vorpommern

Ich verstehe ES nicht

Viele kennen ES als Buch oder Film, nicht ganz so viele haben es wirklich gelesen oder gesehen. Mir ist es auch zu gruselig, aber darum soll es hier nicht gehen. Dieser Blogartikel ist dafür da, dass ich ES verstehe, oder es zumindest versuche, weil ich mich für’s Schreiben intensiver mit ES befassen muss. Außerdem: Ich meine nicht ES von Stephen King oder den Film, ich meine Eurosport, den Sender.

Wobei es da schon mal gleich anfängt. Einen Sender namens Eurosport gibt es schon einige Zeit nicht mehr. Seit 2015 heißt er Eurosport 1. Das ist ein paneuropäisches (59 Länder, 20 Sprachen) Sportprogramm mit Sitz in Paris und einem US-amerikanischem Ableger, was bei dem aktuellen Besitzer Discovery Communications aus Silver Spring (Maryland, USA) nicht wirklich verwundert. Auch in Asien ist man präsent. Und wenn es ein Eurosport 1 gibt, gibt es auch ein Eurosport 2. Und ein Eurosport 2 Xtra, und beides auch in HD-Versionen und Bonuskanäle und Eurosport 360 und und und. Und hier gehts mit meiner Verwirrung auch schon los.

DAS Programm Eurosport 1 gibt es nämlich auch nicht. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 7 Regionalversionen (Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, Polen, Italien, Deutschland, Asien). Damit ist es aber auch noch nicht zu Ende. Selbst Eurosport 1 Deutschland strahlt zeitweise zwei unterschiedliche Programme aus, was ich inhaltlich meine und nicht die SD- und die HD-Version. Das nennt man dann wohl im großen und ganzen TV-Network, um den Zuschauer mit dem zu bedienen, was er sehen will. Oder auch nicht.

Eigentlich interessiere ich mich gar nicht für Sport. Wenn ich die Wahl habe zwischen Sportgucken oder was anderes, dann wähle ich das andere. Warum befasse ich mich also mit Eurosport. Es gibt anderthalb Sportarten, die mich dann doch interessieren bzw. faszinieren; die eine Sportart nimmt bei dem Sender doch relativ breiten Raum ein und wird gut präsentiert. Immerhin hat es mich soweit gebracht, sogar Geld in den Eurosportplayer zu investieren, was vermutlich meine aktuelle Verwirrung ein wenig begünstigt hat. Wäre ich ohne geblieben, wäre mein Frust über den Sender allerdings größer als meine Verwirrung jetzt.

Für die Planung meines Fernsehabends nutze ich zwei wichtige Tools. Längerfristig im Voraus habe ich eine elektronische Programmzeitschrift auf meinem Rechner, tagesaktuell nehme ich auch gern den EPG meines Fernsehers. Da ist die Freude immer groß, wenn ich meine Lieblingssportart bei Eurosport finde. Ist die Sendezeit herangekommen, meldet das mein Fernseher, ich drücke OK auf der Fernbedienung und habe ein schönes Erlebnis. Soweit die Theorie. Seit der Sender auch Rechte am Fußball hat, erscheint auf meinem Bildschirm eine Studiodeko, in der ein paar „coole“ Hanseln über Fussball, das Web und andere Banalitäten reden(!). Gezeigt wird kein Fussball. Spätere Kontrollblicke bringen dann irgendwelche Aufzeichnungen anderer Sportarten, aber nicht die LIVE-Übertragung von dem mich interessierenden Wettkampf. Obwohl der genau noch so im EPG drin steht.

Dies passiert so auf dem Kanal Eurosport 1 Deutschland, wie es mein Kabelnetzbetreiber als frei empfangbares Programm anbietet. Und sicher nicht nur meiner. Nun habe ich mir vor einiger Zeit den Eurosport Player geleistet. In der App/auf der Webseite findet man mehrere Streams mit sportlichen Ereignissen. Die Zahl schwankt, aber zwei sollten es mindestens sein und zu den Olympischen Spielen werden es – wie ich gerade las – bis zu 18. Eine Stream heißt übrigens Eurosport 1 Deutschland. Und das Schöne an dem Stream? Die Hanseln sind nicht zu sehen sondern „meine“ Sportart. Was soll das? Auf meinem Fernseher läuft Eurosport 1 Deutschland mit irgendeinem sinnbefreiten Fussballsmalltalk, auf meinem Smartphone Eurosport 1 Deutschland mit dem, was ich sehen will, was aber auf meinem Fernseher im EPG steht.

Die Antwort ist vermutlich genauso einfach wie nachvollziehbar. Letztendlich gebe ich sie selber: Eurosport 1 & Co. ist Pay-TV, also Bezahlfernsehen. Deutschland ist das einzige Sendegebiet, in dem es einen frei empfangbaren Kanal gibt, in allen anderen Zielgebieten sind alle Programme aus dem Hause verschlüsselt und bringen über den Player oder andere Wege Geld ein. Somit ist das Ziel der Verwirrung erreicht, ich habe mir auch den Player geholt und zahle. Und dass Eurosport die möglichkeiten der digitalen Sendetechnik und des Networkgedanken ausreizt, merkt man nicht nur an den beschriebenen Eigenheiten, sondern beispielsweise an den kleinen Füllerjingles in den Werbeblöcken, die die Wartezeiten überspielen sollen, weil der Werbeblock in einer anderen Landesversion länger ist. Oder am Abbruch einer Übertragung, ohne, dass sich der deutsche Kommentator noch von den Zuschauern verabschieden konnte. Oder, dass die letzten 20 Sekunden einer Partie doch noch auf dem Kabel-Eurosport-1-Kanal gezeigt werden, während auf dem Stream das ganze Match zu sehen war. Usw. usw. usw.

Heute lese ich eine Schlagzeile, die sich auf Eurosport bezieht: Chefin schwört: Aus Problemen mit dem Eurosport-Player gelernt. Ich hoffe, dass sie nicht nur gelernt sondern die Probleme auch behoben haben. Fussballfans, die sich bei Eurosport ein passendes Player-Abo geholt haben, wissen, was ich meine. Die Erfahrung zeigt, dass sie ihren Player noch nicht im Griff haben. Technisch wird es zwar immer besser, aber das organisatorische, planerische wirkt oft noch etwas chaotisch. Und meine letzte E-Mail an den Support des Eurosport-Players wegen eines Anzeigeproblems ist auch noch nicht beantwortet …

Google nervt

Liebes Google,

es ist durchaus erfreulich, wenn ihr euren Nutzern zeigt, dass ihr um deren Sicherheit bedacht seid. Sicher macht ihr das auch aus Eigennutz: Immerhin wollt ihr unsere Daten ganz allein für euch haben. 😉

Heute wollte ich mich bei Google Plus anmelden. (Dies einfach mal als Faktum nehmen und nicht hinterfragen.) Und dann das:

Und weil ich es gerade nicht bei mir hatte, habe ich nicht auf JA geklickt, sondern auf weitere Optionen, und dort habe ich dann „Kein Smartphone verfügbar“ angeklickt. Es folgte:

Liebes Google,

irgendwo ist es ja erfreulich, dass ihr das Gerät nicht kennt, mit dem ich mich versucht habe anzumelden. Ich mag es nur nicht glauben. MIT DEM GERÄT HABE ICH MICH SCHON UNGEZÄHLTE MALE BEI EUCH ANGEMELDET!!! Es kann sein, dass ihr mit dem Rechner noch nicht per du seid, aber kennen tut ihr euch …

Also, liebes Google, merkt euch endlich die Mac-Adresse und dann ist Ruhe. Ich mag nicht immer mein Smartphone suchen, wenn ich mich mal vom Rechner aus bei Euch einlogge.

Zumal dieses Ereignis auch nicht das erste Mal passiert. ABER IRGENDWANN NERVT ES EBEN!!!

Grüße

Dirk

P.S.: Egal, welche Optionen ich angeklickt habe, ich kam immer wieder zur Aufforderung, auf dem Smartphone etwas zu tun. Blödes Google.

Gesundheit!

Nein, dies wird kein Beitrag über eine Erkältungswelle, wobei: einen entfernten Zusammenhang gibt es doch. Die Neubrandenburger Stadtwerke GmbH neu.sw speisen seit 15.11.2017 in ihr digitales Kabelfernsehnetz den Sender health.tv ein.

Das kann man machen. Nur manchmal darf man auch darüber nachdenken, welche Kriterien bei der Auswahl von einzuspeisenden Fernsehsendern angelegt werden. Und wenn man schon Hand an die Belegung legt, ob man das nicht gleich etwas effektiver machen kann, und mehrere neue Sender einspeist.

Zumal es noch einige deutsche Programme (oder Programme, die Deutschland als Zielgebiet haben) gibt, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht eingespeist werden. Sicher, es sind meist eher „special interest“-Angebote, die großen Generalisten haben wir ja drin.

Euronews (deutsch!)*, Zee.One, Welt der Wunder TV, H2D, … alles deutschsprachig, frei empfangbar und nicht im Kabelnetz der neu.sw enthalten. Dafür gibt es ein Krankenhausfernsehen. health.tv wird von einem großen Krankenhausbetreiber (Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH) verantwortet.

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*) Zur Zeit wird die französische Version eingespeist; warum, kann ich mir denken. Aber das kann korrigiert und Euronews wieder auf deutsch eingespeist werden.