Erste Auswirkungen DSGVO spürbar

Das Ende der Übergangsfrist zur Einführung der DSGVO zeigt erste Opfer. Blogs, die bei Blogger.com, blogspot.de/-.com gehostet sind, stehen plötzlich in einer Art „Privat-Modus“, so dass normale Lesewillige sie nicht mehr erreichen. Das zeigt übrigens auch mal wieder die Macht derartiger Anbieter und die Nachteile für nicht selbst gehöstete Blogs. Im konkreten Fall die Abhängigkeit von Google, die erwähnten Hoster gehören in das Googleversum.

Aber auch andere Plattformen ändern was, so dass sie nicht mehr in gewohntem Maße nutzbar sind, ohne Lösungen anzubieten, wie man eine Nutzung wieder ermöglichen könnte, die den alten Gewonhnheiten nahe kommen. Tumblr.com ist ein Beispiel. Die dortigen Blogs sind zwar noch einfach erreichbar, aber aus bisher noch nicht ersichtlichem Grund sind die RSS-Feeds nicht mehr durch Reader nutzbar, obwohl auch vorhanden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich das eine oder andere in den nächsten Tagen wieder normalisiert bzw. Lösungen angeboten werden. Oder es bestätigt sich doch die bereits ventilierte Meinung einiger Fachleute, dass die DSVGO die Freiheit im Internet einschränkt und Geist früherer Zeiten hinausjagt. Für sicherere Daten. Also für stimmigere, saubere Datensätze, aus denen unser Leben und unser Wesen abgeleitet werden kann, genauer, als wir es selber tun.

DSGVO (Kommentar und Datenschutzerklärungsergänzung)

Liebe gläserne Leserinnen und Leser dieses Blogs,

ihr nutzt ein Smartphone oder einen Rechner mit Internetzugang? Ihr seid bei einem sozialen Netzwerk oder habt schon mal was im Internet gekauft? Ihr habt Euch irgendwann mal irgendwo eingeloggt (E-Mail, Shop, …)? Egal. Euren digitalen Fingerabdruck habt ihr bereits hinterlassen, ihr seid bereits gläsern, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gibt es eine Firma/Einrichtung/Institution, die schon viel über Euch weiß, dank KI (Künstlicher Intelligenz) vielleicht schon mehr als ihr selber. Oder habt ihr so einen kleinen elektronischen Spion im Haus? Oder gar ein smartes Haus, wo ihr alles mit dem Handy steuern könnt? Spätestens dann ist die Datensammlung dieses Blogs euer kleinstes Problem.

Eins dürft ihr gewiss sein: Ich missbrauche Eure Daten, die ihr hier bewusst oder unbewusst hinterlasst, nicht. Zumindest nicht bewusst. Aber was weiß ich schon?

Bewusstes Datensammeln:
Wenn ihr hier einen Kommentar eingebt, dann speichert irgendwas das, was ihr eingegeben habt. Sonst könnte ich es nicht veröffentlichen. Klaro. Da ich ein bisschen neugierig bin, habe ich im Hintergrund Matomo (ehemals Piwik) laufen (auf dem gleichen Server wie diese Webseite), damit ich sehen kann, wie viele Leser ich habe (sehr viel mehr interessiert mich eigentlich nicht, aber Matomo sammelt etwas mehr Daten). Und der Anbieter meines Webhostingpakets (kein eigener Server, sondern ein sogenanntes „Webpack“) loggt auch noch einiges statisches mit. Nach bestem Wissen und Gewissen (für mich weiß ich es, für meinen Webhoster unterstelle ich es auch mal) tun wir alles, dass die Daten da liegen bleiben, wo sie sind und nicht unbefugt raus gehen. Die Server stehen übrigens in Deutschland. Sagt der Webhoster.

Unbewusstes Datensammeln:
Kundige Leser werden erkennen, dass der Blog WordPress benutzt. Ganz unten auf der Seite steht es wohl auch. Die WordPress-Installation liegt auch bei meinem Webhoster, was da im Code alles passiert oder was die installierten Plugins alles an Daten erfassen und ggf. verschicken, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich die Plugin-Zahl so gering wie möglich halte und übliche Verdächtige wie Akismet oder Jetpack nicht installiert habe. Ob andere unerwünschte Sachen passieren, wird sukzessive geprüft und nach Möglichkeit werden Schritte dagegen unternommen. Nach bestem Wissen und Gewissen.

Näheres zur DSGVO findet ihr in den Medien. Ich verlinke mal nix konkretes. Suchen gehört ja heute zu den Grundtechniken des Lebens wie Lesen, Schreiben und Atmen. Und den DSGVO-Missbrauchern sei gesagt: Zu holen ist nix, es würde nur die Existenz dieses Blogs beenden.

Lost in Space* – ÖPNV in MV

Die Wege des ÖPNV sind untergründlich.
(Ein Freund, dem ich vorab von diesem Blogartikel erzählte)

Beruflich bin ich ab und zu mal in Greifswald. Von Neubrandenburg aus sind das etwa 60 km. Oder auch etwas mehr, kommt immer drauf an, wo man langfährt. Bzw. langfahren lässt. Mein Arbeitgeber orientiert stark darauf, bei Dienstreisen den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Also habe ich zwei Varianten. Grundsätzlich.

Immerhin haben sowohl Neubrandenburg als auch Greifswald einen Bahnhof, der von der Deutschen Bahn AG bedient wird. Der Nachteil ist, dass es kein direktes Gleis zwischen den Orten gibt. Mit etwas gutem Willen könnte man eine Stichstrecke in die richtige Richtung erkennen, allerdings fehlt seit den 1940/1950er Jahren die Verbindung zwischen Friedland und Anklam, aber selbst die Stichstrecke wird für Personenvekehr nicht mehr genutzt. Also bleiben nur die beiden Umwege entweder über Stralsund oder über Pasewalk, was die Reisezeit unwesentlich verlängert (mindestens verdoppelt).

Erinnerlich meiner eigenen Studienzeit in Greifswald fallen mir die damals doch recht guten Busverbindungen zwischen den Städten ein. Dazu gibt es weiter unten ausführlichere Informationen, die Mischformen möchte ich deswegen mal erwähnend vorziehen. Wenn man beispielsweise auf der Webseite der Deutschen Bahn nach einer Verbindung sucht, findet man auch welche, die der Ideallinie näher kommen. So kann man mit dem Zug bis nach Grimmen fahren und von dort mit dem Bus weiter. Bei tieferer Recherche findet sich sicher auch noch eine Variante über Demmin nach dem gleichen Prinzip. Zwei Stunden Reisezeit muss man dann aber einplanen. Wenn alles klappt. Das gilt übrigens auch für die reinen Zugverbindungen.

Schön ist, dass man auf der Bahn-Seite auch die direkten Busverbindungen der regionalen Anbieter findet. Nicht alle, aber sinnvolle. Wenn man bei den regionalen Busanbietern sucht … *schreiendhysterischerLachanfall*
Sorry, ich fang den Satz nochmal neu an: Wenn man den regionalen Busanbieter sucht, stellt man fest, dass eine MVVG unter anderem für Neubrandenburg zuständig ist. Entgegen ihres Names „Mecklenburg-Vorpommersche-Verkehrsgesellschaft mbH“ ist sie NICHT für das ganze Land zuständig, sondern nur für die Bereiche rund um Waren/Röbel/Malchow, Neubrandenburg/Demmin/Malchin und Neubrandenburg/Neustrelitz/Friedland. Kein Greifswald. Auch nicht auf den per PDF-Dateien verbreiteten Fahrplänen. Aber einen interessanten Link gab es doch … Dazu später.

Wenn man das Problem von der anderen Seite her aufzäumt, wird es übrigens auch nicht besser. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald fand ich erst im Rahmen der Nachrecherche zu diesem Artikel. Als ich erstmalig nach einer Busverbindung suchte, kam ich zu dem Schluss, Greifswald hat keinen Regionalbusanbieter. Zumindest nicht so direkt. Auf der Webseite der Anklamer Verkehrsgesellschaft, zuständig auch für Greifswald, findet man dann endlich einen Fahrplan, wo auch Greifswald vorkommt. Nur kein Neubrandenburg in den Fahrplänen. Aber einen interessanten Link gibts hier auch.

Folgen wir doch mal dem Link und finden die VMV mbH, die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH. Die ist immerhin für’s ganze Land zuständig. Zwar findet sich auf deren Webseite unter dem Stichwort Fahrplan 2018 kein Fahrplan, aber es gibt auch eine Fahrplanauskunft. Wenn man in die dortige Suchmaske Start- und Endhaltestelle eingibt, beginnt die Lotterie der Verbindungen. Grundsätzliches Plus: Es werden nicht nur Busverbindungen angezeigt. Grundsätzliches Minus: Bei manchen vorgeschlagenen Routen bin ich mir nicht sicher, ob man eher das harrypottersche DurchdieWandaneinenanderenOrtkommen bräuchte oder das startreksche Beamen zum gleichen Zwecke.

Aber fangen wir positiv an. Auf bahn.de gibt es einen Bus um 7:40 Uhr von NB nach HGW. Den gibt es auch bei der VMV.

Ab und zu muss ich auch mal nach Malchin. Da wäre vielleicht folgende Linienführung interessant (ich habe übrigen keine gewünschten Zwischenstationen eingegeben):

Die nachfolgende Linie führt auch über Demmin, aber dafür braucht man offensichtlich oben genannte besondere Fähigkeiten.

Um das mal zu übersetzen: Man fährt zuerst Richtung Burg Stargard, um in dessen Ortsteil Lindenhof auszusteigen. Hoffentlich steht dort dann auch ein Haltestellenhäuschen. Die Frage ist nur, gegen welche der Wände man springen muss, um in einem ähnlichen Häuschen in dem Örtchen Lindenhof bei Demmin (ca. 41 km Luftlinie entfernt) herauszukommen. Oder gibt es eine Beamzelle?

Geht es noch abstruser? Wenn ich schon so frage: JAAAA!

Hier ist etwas Fahrplan- und Kartenkunde nötig, vor allem für den ersten Abschnitt. Der erste Bus fährt wirklich Richtung Strasburg, allerdings gibt es dort kein zweites Mirow an der Strecke. Wäre ja auch blöd, weil es dann das gleiche Prinzip wie bei Lindenhof wäre (das wir übrigens bei den beiden, ca. 84 km auseinander liegenden Drosedows anwenden). Aber in Woldegk, an der beschriebenen Strecke gelegen, gibt es einen Edeka-Markt … Offensichtlich sind sich diese Supermärkte nicht nur einander ähnlich sondern auch noch via Raumkrümmung o.ä. miteinander verbunden. Wie sonst sollte man in 7 Minuten vom Woldegker in den Mirower Edeka-Markt kommen? Nun liegen sowohl Mirow als auch Woldgk, wenn man von Neubrandenburg nach Greifswald möchte, nicht unbedingt auf dem Weg. Was man allerdings südlich der Müritz soll (schöne Gegend übrigens), wenn man eigentlich an den Greifswalder Bodden möchte, werden nur die Programmierer des Webtools bzw. der App wissen.

Apropos App. Die hat einen „Mailen-Sie-uns-Ihre-Fragen-und-Anregungen“-Button (der anders heißt, aber den gleichen Sinn hat). Ich habe versucht, die VMV mbH auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Die E-Mail kam wegen Unzustellbarkeit zurück.

Hintergründe über den Zustand des Öffentlichen Personennahverkehrs, Schwerpunkt Bus, im Land Mecklenburg-Vorpommern kenne ich nicht. Sicherlich spielt das Zusammenspiel der Dreiheiligkeit Nutzungszahlen, Kostenersparnissen und Angebotsumfang eine wesentliche Rolle. Die aktuellen Momentaufnahmen, vor allem, was die Informationspolitik über Fahrpläne und Verbindungen betrifft, sind unterhalb jedes vernünftigen Niveaus. Ich habe für meine Fahrt nach Greifswald übrigens trotzdem die Straße genutzt. Etwas über eine Stunde habe ich braucht. Allerdings nicht von Busbahnhof zu Busbahnhof, sondern von Haustür zu zielnahem Parkplatz. Mit dem Auto.

P.S.: Weitere Alternativen: Wenn ich unbedingt Bus fahren möchte, könnte ich natürlich auch einen Fernbus nehmen. Was die Dauer der Fahrt betrifft, sind diese Busse übrigens unschlagbar. Mit ihren Fahrzeiten katapultieren sie sich aber sogar ins Aus des Nachbarstadions.

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*) Verloren in Mecklenburg-Vorpommern

Ich verstehe ES nicht

Viele kennen ES als Buch oder Film, nicht ganz so viele haben es wirklich gelesen oder gesehen. Mir ist es auch zu gruselig, aber darum soll es hier nicht gehen. Dieser Blogartikel ist dafür da, dass ich ES verstehe, oder es zumindest versuche, weil ich mich für’s Schreiben intensiver mit ES befassen muss. Außerdem: Ich meine nicht ES von Stephen King oder den Film, ich meine Eurosport, den Sender.

Wobei es da schon mal gleich anfängt. Einen Sender namens Eurosport gibt es schon einige Zeit nicht mehr. Seit 2015 heißt er Eurosport 1. Das ist ein paneuropäisches (59 Länder, 20 Sprachen) Sportprogramm mit Sitz in Paris und einem US-amerikanischem Ableger, was bei dem aktuellen Besitzer Discovery Communications aus Silver Spring (Maryland, USA) nicht wirklich verwundert. Auch in Asien ist man präsent. Und wenn es ein Eurosport 1 gibt, gibt es auch ein Eurosport 2. Und ein Eurosport 2 Xtra, und beides auch in HD-Versionen und Bonuskanäle und Eurosport 360 und und und. Und hier gehts mit meiner Verwirrung auch schon los.

DAS Programm Eurosport 1 gibt es nämlich auch nicht. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 7 Regionalversionen (Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, Polen, Italien, Deutschland, Asien). Damit ist es aber auch noch nicht zu Ende. Selbst Eurosport 1 Deutschland strahlt zeitweise zwei unterschiedliche Programme aus, was ich inhaltlich meine und nicht die SD- und die HD-Version. Das nennt man dann wohl im großen und ganzen TV-Network, um den Zuschauer mit dem zu bedienen, was er sehen will. Oder auch nicht.

Eigentlich interessiere ich mich gar nicht für Sport. Wenn ich die Wahl habe zwischen Sportgucken oder was anderes, dann wähle ich das andere. Warum befasse ich mich also mit Eurosport. Es gibt anderthalb Sportarten, die mich dann doch interessieren bzw. faszinieren; die eine Sportart nimmt bei dem Sender doch relativ breiten Raum ein und wird gut präsentiert. Immerhin hat es mich soweit gebracht, sogar Geld in den Eurosportplayer zu investieren, was vermutlich meine aktuelle Verwirrung ein wenig begünstigt hat. Wäre ich ohne geblieben, wäre mein Frust über den Sender allerdings größer als meine Verwirrung jetzt.

Für die Planung meines Fernsehabends nutze ich zwei wichtige Tools. Längerfristig im Voraus habe ich eine elektronische Programmzeitschrift auf meinem Rechner, tagesaktuell nehme ich auch gern den EPG meines Fernsehers. Da ist die Freude immer groß, wenn ich meine Lieblingssportart bei Eurosport finde. Ist die Sendezeit herangekommen, meldet das mein Fernseher, ich drücke OK auf der Fernbedienung und habe ein schönes Erlebnis. Soweit die Theorie. Seit der Sender auch Rechte am Fußball hat, erscheint auf meinem Bildschirm eine Studiodeko, in der ein paar „coole“ Hanseln über Fussball, das Web und andere Banalitäten reden(!). Gezeigt wird kein Fussball. Spätere Kontrollblicke bringen dann irgendwelche Aufzeichnungen anderer Sportarten, aber nicht die LIVE-Übertragung von dem mich interessierenden Wettkampf. Obwohl der genau noch so im EPG drin steht.

Dies passiert so auf dem Kanal Eurosport 1 Deutschland, wie es mein Kabelnetzbetreiber als frei empfangbares Programm anbietet. Und sicher nicht nur meiner. Nun habe ich mir vor einiger Zeit den Eurosport Player geleistet. In der App/auf der Webseite findet man mehrere Streams mit sportlichen Ereignissen. Die Zahl schwankt, aber zwei sollten es mindestens sein und zu den Olympischen Spielen werden es – wie ich gerade las – bis zu 18. Eine Stream heißt übrigens Eurosport 1 Deutschland. Und das Schöne an dem Stream? Die Hanseln sind nicht zu sehen sondern „meine“ Sportart. Was soll das? Auf meinem Fernseher läuft Eurosport 1 Deutschland mit irgendeinem sinnbefreiten Fussballsmalltalk, auf meinem Smartphone Eurosport 1 Deutschland mit dem, was ich sehen will, was aber auf meinem Fernseher im EPG steht.

Die Antwort ist vermutlich genauso einfach wie nachvollziehbar. Letztendlich gebe ich sie selber: Eurosport 1 & Co. ist Pay-TV, also Bezahlfernsehen. Deutschland ist das einzige Sendegebiet, in dem es einen frei empfangbaren Kanal gibt, in allen anderen Zielgebieten sind alle Programme aus dem Hause verschlüsselt und bringen über den Player oder andere Wege Geld ein. Somit ist das Ziel der Verwirrung erreicht, ich habe mir auch den Player geholt und zahle. Und dass Eurosport die möglichkeiten der digitalen Sendetechnik und des Networkgedanken ausreizt, merkt man nicht nur an den beschriebenen Eigenheiten, sondern beispielsweise an den kleinen Füllerjingles in den Werbeblöcken, die die Wartezeiten überspielen sollen, weil der Werbeblock in einer anderen Landesversion länger ist. Oder am Abbruch einer Übertragung, ohne, dass sich der deutsche Kommentator noch von den Zuschauern verabschieden konnte. Oder, dass die letzten 20 Sekunden einer Partie doch noch auf dem Kabel-Eurosport-1-Kanal gezeigt werden, während auf dem Stream das ganze Match zu sehen war. Usw. usw. usw.

Heute lese ich eine Schlagzeile, die sich auf Eurosport bezieht: Chefin schwört: Aus Problemen mit dem Eurosport-Player gelernt. Ich hoffe, dass sie nicht nur gelernt sondern die Probleme auch behoben haben. Fussballfans, die sich bei Eurosport ein passendes Player-Abo geholt haben, wissen, was ich meine. Die Erfahrung zeigt, dass sie ihren Player noch nicht im Griff haben. Technisch wird es zwar immer besser, aber das organisatorische, planerische wirkt oft noch etwas chaotisch. Und meine letzte E-Mail an den Support des Eurosport-Players wegen eines Anzeigeproblems ist auch noch nicht beantwortet …

Google nervt

Liebes Google,

es ist durchaus erfreulich, wenn ihr euren Nutzern zeigt, dass ihr um deren Sicherheit bedacht seid. Sicher macht ihr das auch aus Eigennutz: Immerhin wollt ihr unsere Daten ganz allein für euch haben. 😉

Heute wollte ich mich bei Google Plus anmelden. (Dies einfach mal als Faktum nehmen und nicht hinterfragen.) Und dann das:

Und weil ich es gerade nicht bei mir hatte, habe ich nicht auf JA geklickt, sondern auf weitere Optionen, und dort habe ich dann „Kein Smartphone verfügbar“ angeklickt. Es folgte:

Liebes Google,

irgendwo ist es ja erfreulich, dass ihr das Gerät nicht kennt, mit dem ich mich versucht habe anzumelden. Ich mag es nur nicht glauben. MIT DEM GERÄT HABE ICH MICH SCHON UNGEZÄHLTE MALE BEI EUCH ANGEMELDET!!! Es kann sein, dass ihr mit dem Rechner noch nicht per du seid, aber kennen tut ihr euch …

Also, liebes Google, merkt euch endlich die Mac-Adresse und dann ist Ruhe. Ich mag nicht immer mein Smartphone suchen, wenn ich mich mal vom Rechner aus bei Euch einlogge.

Zumal dieses Ereignis auch nicht das erste Mal passiert. ABER IRGENDWANN NERVT ES EBEN!!!

Grüße

Dirk

P.S.: Egal, welche Optionen ich angeklickt habe, ich kam immer wieder zur Aufforderung, auf dem Smartphone etwas zu tun. Blödes Google.

Gesundheit!

Nein, dies wird kein Beitrag über eine Erkältungswelle, wobei: einen entfernten Zusammenhang gibt es doch. Die Neubrandenburger Stadtwerke GmbH neu.sw speisen seit 15.11.2017 in ihr digitales Kabelfernsehnetz den Sender health.tv ein.

Das kann man machen. Nur manchmal darf man auch darüber nachdenken, welche Kriterien bei der Auswahl von einzuspeisenden Fernsehsendern angelegt werden. Und wenn man schon Hand an die Belegung legt, ob man das nicht gleich etwas effektiver machen kann, und mehrere neue Sender einspeist.

Zumal es noch einige deutsche Programme (oder Programme, die Deutschland als Zielgebiet haben) gibt, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht eingespeist werden. Sicher, es sind meist eher „special interest“-Angebote, die großen Generalisten haben wir ja drin.

Euronews (deutsch!)*, Zee.One, Welt der Wunder TV, H2D, … alles deutschsprachig, frei empfangbar und nicht im Kabelnetz der neu.sw enthalten. Dafür gibt es ein Krankenhausfernsehen. health.tv wird von einem großen Krankenhausbetreiber (Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH) verantwortet.

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*) Zur Zeit wird die französische Version eingespeist; warum, kann ich mir denken. Aber das kann korrigiert und Euronews wieder auf deutsch eingespeist werden.

Nein, Du kommst hier nicht rein!

Facebook nervt schon wieder. Ich weiß nicht, ob es bei Euch auch auftritt, aber jedes Mal (was selten genug passiert), wenn ich da online gehe, nervt es mit dem Fenster:

Facebook-Benachrichtigungen aktivieren

Lass dir deine Benachrichtigungen in der Ecke deines Computer-Bildschirms anzeigen, selbst wenn Facebook geschlossen ist.

Nicht jetzt vs. Aktivieren

Liebes Facebook,

natürlich weiß ich, dass Dein heiliges Ziel die Totalüberwachung der Menschen ist. Du bekommst schon genug Daten von mir, da müssen es die von meinem Rechner nicht auch noch sein. Nerv also nicht weiter, oder willst Du mich noch weiter von Dir weg treiben?

Dein Dirk

Hilfe! Mailserver!

Dieser Beitrag ist ein kleiner Hilfeschrei, aber es ist nichts ernstes. Aber mich beschäftigt seit einiger Zeit ein kleines Problem und ich werde seiner nicht Herr. Salopp gesagt:

Gesucht wird ein sicherer SMTP-Server, der ohne Passworteingabe funktioniert.

Natürlich weiß ich, dass das ein Widerspruch in sich ist. Aber es gibt da noch ein paar Rahmenbedingungen, die das ganze (hoffentlich) realisierbar machen.

Der SMTP-Server befindet sich in einem Intranet und nimmt nur E-Mails von einem einzigen Rechner mit fester (interner) IP an. Die verschickt er dann aber ins Internet. Die Absender-E-Mail-Adresse ist jedes mal die gleiche und es werden auch immer nur die gleichen 3 E-Mail-Adressen angeschrieben. Der Mailserver, der diese 3 E-Mail-Adressen verwaltet, sollte natürlich die E-Mails nicht als Spam einordnen. Im Idealfall wird übrigens keinerlei E-Mail verschickt. Nur, wenn etwas bestimmtes passiert, verschickt der auslösende Rechner einzelne E-Mails. Im realen Betrieb liegt die Versanddichte statistisch bei unter einer E-Mail pro Tag. Der SMTP-Server muss übrigens unter Windows laufen. Es stehen verschiedene Versionen zur Verfügung – von WinXP, Windows Server 2003 bis Windows Server 2012(?) oder Windows 7 Pro.

Selber probiert habe ich es schon mit dem Virtuell-SMTP-Server von WinXP (lief eine Weile sehr gut, blockiert jetzt aber), JanaServer und hMailServer. Bei letzteren beiden scheiterte ich wohl, weil ich das Prinzip SMTP-Server nicht wirklich verstanden habe (und beim hMailServer an der englischen Bedienoberfläche).

Was ist eigentlich die Grundaufgabe? Ich habe auf einem Rechner eine Software mit technischen Überwachungsaufgaben laufen. Wenn bestimmte Kennwerte bestimmte Grenzen unter- oder überschreiten, kann diese Software eine E-Mail versenden. Bei der Konfiguration, über welchen SMTP-Server diese E-Mail verschickt werden soll, kann ich aber nur eine E-Mail-Adresse (Absender) und eine (IP-)Adresse für den Server eingeben. Ein Port ist wohl auch noch definiert. Es fehlt die doch sehr sinnvolle Passwort-Eingabe für den SMTP-Server. So komme ich zur oben genannten Aufgabe.

Vielleicht gibt es ja auch noch die Möglichkeit, das Passwort irgendwie in eins der Eingabefelder hineinzukodieren. Ich erinnere mich dunkel an FTP-Server, wo man das Passwort auch direkt in den Link auf den Server einbauen konnte, irgendwas mit @ und : oder so. Vielleicht gibt es sowas beim SMTP-Server ja auch.

Für Ideen wäre ich sehr dankbar, ggf. auch für die eine oder andere Hilfestellung oder eine gute Beschreibung der Problemlösung. Danke.

Das ist mir zu fix

Fix hat – wem es noch nicht aufgefallen ist – (mindestens) zwei Bedeutungen. Fixpreis, Fixstern, Fixangebot, … deuten darauf hin, dass es etwas festes, feststehendes bezeichnet. Wobei die Forschung sich ja auch weiter entwickelt. Fixsterne beispielsweise sind gar nicht so fix, wie sie ursprünglich mal angesehen wurden, sondern teilweise recht fix unterwegs. Hier haben wir dann die zweite Bedeutung: schnell.

Die Zeit brachte es, dass ich mir einen neuen PC zulegen musste. Neben seinen alten Macken entwickelte mein Rechner immer neue Eigenheiten, und als er seine Kommunikationsfähigkeit spontan einbüßte, wurde der Schlussstrich gezogen. Ein neues Gerät wurde bestellt, eingebaut und ist mittlerweile einige Wochen in Betrieb. Seither langweile ich meine Umgebung mit der Begeisterung über den neuen Mitbewohner.

Ein Blick zurück: Kam ich früher abends nach Hause, ging mein erster Gang meist direkt an den Rechner (alt). Erstmal anschalten. Danach gab es dann ein leckeres Abendbrot und nebenher infomierte ich mich televisionär über das Weltgeschehen. Kam ich dann zum Rechner zurück, war der hochgefahren und zur Arbeit bereit. Diesen Algorithmus musste ich nach dem Neuerwerb umarbeiten. Jetzt schalte ich ihn erst an, wenn ich auch wirklich mit der Beschäftigung anfange. Die Zeit des bequemen Hinsetzens reicht aus, um die Zeit zwischen dem Anschalten und der anmeldenden Passwortabfrage zu überbrücken. Und dann gehts auch gleich los.

Dabei sei eine kleine Zwischenbemerkung erlaubt: Ich weiß nicht, was die vielen kritschen Stimmen, die mit der Oberfläche von Windows 10 ein Problem haben, eigentlich haben. So groß fand ich die Umstellung nicht (ich komme von Windows 7) und finde sehr viele Ähnlichkeiten. Bei den Einstellungsmöglichkeiten muss man manchmal etwa suchen, aber dafür gibt es eine Suchfunktion und bisher habe ich spätestens darüber alles gefunden. Zugegeben, auch das Startmenü ist etwas lang und damit unübersichtlich. Aber wenn man ein wenig mitdenkt und die Möglichkeiten des Systems nutzt, braucht man das Startmenü eigentlich recht selten.

Aber nicht nur das Starten des PCs geht fix, auch das Runterfahren ist gewöhnungsbedüftig zügig. Da mein Rechner am Schreibtisch und der Schreibtisch im Schlafzimmer steht, war es mit dem alten immer ganz praktisch, wenn man das Ausschalten mit dem Zubettgehen verband. Die Zeit, bis die Monitore wirklich deaktiviert wurden, reichte meist aus, um das Fenster zu schließen, den Wecker zu kontrollieren, das Rollo herabzulassen und die tönende Einschlafhilfe in Betrieb zu nehmen. Dann wurde noch die Bettdecke aufs Bett gelegt und ich mich zwischen diese und das Laken geschoben. Danach wurde es dunkel.

Jetzt reicht das „Restlicht“ der Monitore, nachdem ich auf Herunterfahren geklickt habe, gerade noch dazu, um den Schreibtischstuhl zu verlassen. Danach tapse ich dann durch die Finsternis, wenn nicht noch von irgendwo her ein Lichtschein die Gütigkeit hat, mich an den harten Bettkanten vorbeizuleiten. So hat der technische Fortschritt nicht nur Vorteile und greift doch immer wieder in den Lebensalgorithmus ein.

Gut so. Sonst wäre es ja auch langweilig.

Was Werbung nicht erzählt

Zitieren wir mal eine aktuelle Autowerbung. Überlegt selbst, wo das originale Zitat aufhört:

Hey, digitale Welt! Verbinde mich! Und überrasch‘ mich! Mach mir eine Freude und zieh‘ mit mir um die Häuser! Verschleudere meine Daten! Ist doch egal, wer was von mir weiß.

Smarte Technologien bieten sicher auch viele Vorteile, aber wir bezahlen es mit unserer Vergläserung. Denkt immer daran: Nur Daten, die nicht erhoben wurden, können auch nie missbraucht werden.

Nochmal die Werbung zitiert: „… mit der Connectivity von morgen.“ Das kann man auch als Drohung verstehen.