Lachen, harter Stuhl und Bullrichsalz

Manchmal weiß man gar nicht, was man über eine Veranstaltung schreiben soll; vor allem dann nicht, wenn diese Veranstaltung mit soviel Engagement, Mühe, Fleiß und persönlichem Einsatz organisiert war und trotzdem zumindest für einen Teil der Zuschauer voll in die Hose ging. Für andere war es vermutlich richtig schön, mal hautnah an den Künstler ran zu kommen. Wenn man Karten für eine Veranstaltung vorbestellt, dabei auch noch fast zu den ersten gehört, die das getan haben, und dann auf den schlechtesten Plätzen sitzt und mangels Beschallungsanlage sehr angestrengt dem Wortkünstler auf der Bühne zuhören muss, um nicht zu verpassen, überlegt man es sich, ob man nochmal zu einer Veranstaltung am gleichen Ort geht, zumal Besucher, die augenscheinlich spontan vorbeischauten, praktisch und wörtlich auf der Bühne plaziert wurden.

Aber der Reihe nach. Am vorpfingstlichen Freitag gab sich der westberliner (er betont es selber immer wieder gern) Kabarettist Martin Buchholz im Kulturstall Userin die Ehre. Der Verbalakrobal bester Güte, ein politkabarettistisches Urgestein, gab sein bestes und ein Besuch seines Programms ist jedem zu empfehlen (zum Beispiel am 01.06.2009, 19:30 Uhr, Alte Kachelofenfabrik, Neustrelitz).

Das kulinarische Rahmenprogramm war ansprechend, wenn man auf Gegrilltes, Schmalzstullen, selbstgemachtem Apfelsaft und Rotwein steht.

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