Knoblauch mit Pilzen (oder umgekehrt) (aktualisiert)

Update (04.11.2017): Wie ich gerade feststellte, ist der Kommentar mittlerweile Online. Hing wohl etwas in der Freischaltung. 😉

Ab und an kommt es vor, dass ich bei anderen Blogs kommentiere, diese Kommentare dort aber nicht erscheinen. Da ich mir den Schreibkram aber nicht umsonst aus den Fingern gezogen haben will, veröffentliche ich den Kommentar hier.

Diesmal gehts im Original-Artikel um eine wirklich leckere Soße zu Pasta. Schwerpunkt sind Champignons und ein Hauch Knoblauch. 😉 Mit den Zutaten hatte ich auch schon mein Schlüsselerlebnis, wenn auch ohne Soße und Pasta:

Bei der Verarbeitung von Knoblauch und Pilzen hatte ich mein Schlüsselerlebnis auch schon. Bei mir war es aber eher eine Pilzpfanne. Die u.a. Knoblauch gewürzten Champignons brutzelten ihrer Vollendung entgegen, als mich ein kleines Versäumnis einholte. Ich drehte die Hitze unter der Pfanne aus, deckte alles luftig ab und verließ meine damalige Wohnung sowie das Haus, in dem sie sich befand. Als ich nach 15/20 Minuten wieder zurück kam und durch die Haustür eintrat, dachte ich mir noch: Oh, hier kocht aber einer mit Knoblauch. Die Treppen in die 4. Etage hinauf verstärkte sich der Duft noch weiter, und als ich dann den Flur entlang ging, um meine Wohnung zu erreichen, stellte ich mit wohligem Erschrecken fest, dass meine Küche offensichtlich die Quelle des Geruchs war. Aber der Pfanneninhalt war lecker, gut durchgezogen und schmeckte wunderbar zum begleitenden Butterbrot. 😉

Die Original-Geschichte ist eigentlich etwas länger, aber man will ja auch keinen Kommentar veröffentlichen, der länger ist als der Original-Artikel. 😉

Warum der Kommentar bei dem Blog nicht veröffentlicht wurde, weiß ich auch nicht. Vermutlich ist er in einem Spam-Ordner hängen geblieben … 😉

Frühstücken oder nicht Frühstücken

Blogsoftware ist schon ein wenig komplex. Und wenn man dann noch die Kommentarspammer dazu nimmt und die Plugins, die diese abwehren sollen, wird es genauso komplex wie bei der Spam-E-Mail_Filterung. Und wer damit zu tun hat, der weiß, dass da auch mal Sachen im Papierkorb landen, die eigentlich kein Spam sind. Aber für sowas gibt es ja das Backup.

Im Foodblog Schlaraffenwelt philosophiert der Autor über das Thema Frühstück und wie wichtig es ist. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Da dort mein Kommentar bis heute nicht erschienen/freigeschaltet ist, hier das Backup:

Ganz ehrlich: Solange die Ernährungswissenschaft nur eine statistische und keine biologisch/medizinische Wissenschaft ist, bleibe ich bei den beiden einzig belegten grundsätzlichen Erkenntnissen: a) Wasser, in Maßen genossen, ist unschädlich. b) Jeder Organismus reagiert anders, allgemeine Empfehlungen mögen für viele mehr oder weniger richtig sein, aber sie geben nur Klischees oder gepflegtes Halbwissen wieder.
Für mich ist und bleibt das Frühstück die am meisten überschätzte Mahlzeit. Schon als Schüler nahm ich eher irgendwann ein – heute würde man es so nennen – Brunch ein, also eine Mahlzeit irgendwo zwischen Frühstück und Mittag. Und es gibt auch ganze Nationen, Frankreich zum Beispiel, die doch dem Klischee nach morgens nur einen Caffé au lait und eine Zigarette zu sich nehmen und nicht unbedingt durch Fettleibigkeit auffallen. 😉 Aber die Franzosen machen, was die Ernährung betrifft, sowieso alles falsch. Viel Weißmehl, viel Fett, größte Mahlzeit am Abend, der Rotwein … und sie werden älter als wir. 😉
Zurück zum Frühstück: Als Spätschichtler und damit auch Spätschläfer (gegenüber dem Standard-Tagesablauf bin ich ca. 2,5 Stunden hinterher) fällt das Frühstück sowieso und aus mehreren Gründen aus: Ersten bekomme ich nach dem Aufstehen sowieso nichts mit Genuss runter, andererseits gibt es knapp 3 Stunden nach dem Weckerrasseln Mittag auf Arbeit. In der Zeit schafft es mein Körper nicht, irgendwelche Hungergefühle auszubilden. Würde es den firmeninternen „Zwang“ nicht geben, wäre meine Mittagspause (an der Magenfülle gemessen), irgendwann bei 14 oder 15 Uhr. Dann bekomme ich langsam Hunger und das Leistungsniveau sinkt.
Letztendlich muss jeder selber entscheiden, wie er sich mit oder ohne Frühstück fühlt. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen: Wenn ich klassisch Frühstück essen würde, ginge es mir schlechter, als wenn ich es lasse. Ich merke es immer an den einzelnen Tagen, wo wg. Dienstreisen o.a. Ereignissen das Mittag ausfällt und ich mir „vernünftigerweise“ doch morgens etwas einverleibe. Es bekommt mir nicht und ich trage das Unwohlsein meist gute 2 oder 3 Stunden mit mir rum, was auch nicht im Sinn des Erfinders sein kann.

Soweit der verschwundene Kommentar. Nicht der erste, der vermutlich im Spamordner eines Blogs gelandet ist. Vermutlich muss ich mal eine andere E-Mail-Adresse zulegen, mein jetziger Mailprovider scheint auf einer Blacklist zu stehen. 😉

Ironie im Internet funktioniert nicht (immer)

Wobei ich die Aussage in der Überschrift gleich wieder korrigieren muss. Schriftliche Ironie im Internet funktioniert nicht. Meine These in dem Zusammenhang ist, dass in der Schriftsprache noch nichts gefunden wurde, was der Mimik/Gestik in allen Nuancen entspricht. Sicher gibt es Smileys, aber die sind in dem Zusammenhang eher Holzhammer als wirklicher Ersatz für diesen Blick, dieses leichte Zucken im Augenwinkel, das Ironie dem direkten Gegenüber zumindest zu erkennen hilft. Natürlich kann man auch mangelnde Intelligenz unterstellen, wenn jemand Ironie – gemeinhin die feine – nicht erkennt. Aber der Fehler könnte dann auch auf Seiten des Autors liegen. Es ist also mitnichten ein gutes Argument.

So ist es doch als bedauerlich festzustellen, dass der eine oder andere ironische Text nicht als solcher erkannt, sondern wortwörtlich ernst genommen wird. Die eine oder andere Erfahrung durfte ich in dem Zusammenhang auch schon machen, was mich einerseits auch amüsierte, anderseits aber auch eine (möglicherweise) interessante Diskussion im Ansatz ersterben ließ. Aber wenn man nach einem ironischen Kommentar geblockt wird, misslingt selbst eine Klarstellung schon im Ansatz. Das aber nur so nebenbei.

Satire in einem Text zu erkennen, ist meist einfacher, Ironie hat eher die Tendenz unterzugehen. Sicher mag es eine Hilfe sein, wenn man als Autor dafür bekannt ist, ironisch zu kommentieren. Da ist der Leser dann schon etwas geeicht und erwartungsfroh und unterstellt manchmal mehr Ironie als eigentlich da ist. Aber was machen da nur Schreiber, die mal ironisch und mal nicht ironisch ihrer Tätigkeit nachgehen? Schwierig. Ein Beispiel? Gern.

Neulich las ich einen Text, der sich über die wetterbedingte Männermode etwas ausließ. Unter der Überschrift „Almost Fourty – Wenn das Outfit zu heiß wird“ wird mit allen Klischees gespielt, die es in dem Zusammenhang nur gibt. Im Stil einer Stilikone fordert der Autor die Vernichtung aller Kurzarm-Hemden, greift das Socken-und-Sandalen-geht-gar-nicht-Diktat auf und verbannt auch kurze Hosen in den Bereich des modisch Unmöglichen. Dabei wird auf’s beste fabuliert:

Socken und Sandalen – weltweit als absolutes Tabu erkannt – erfreuen sich überraschenderweise nach wie vor großer Beliebtheit, aber das ist nicht die einzige Möglichkeit anderen Leuten die Netzhaut zu verätzen.

Ist das nicht herrlich!? Ironie pur, die schon gefährlich dicht an eine Satire heranreicht. Aber genau hier zeigt sich die ironische Qualität des Autors, eben nicht den Schritt zu gehen, das Fehlen von Socken in den Sandalen auch gleich auf die Unterwäsche unter den Hosen auszudehnen. Nur dann wäre das „weltweite Tabu“ wirklich konsequent weiter gedacht.

Ähnlich übrigens wird auch beim Begründen abzulehnender Kurzärmligkeit ironisch überhöht. Das ist echt feine Kunst:

Denn … wirklich niemand (darf) kurzärmelige Hemden in der Öffentlichkeit tragen. Wenn einem wirklich so warm ist … kann man die Ärmel eines Hemdes einfach nach oben rollen.

Da wird der Autor doch fast wieder satirisch, weiß man doch, dass dieses aufgerollte in den meisten Fällen einfach nur ungeschickt und peinlich aussieht und gern als Bizepssimulanz missbraucht wird. Aber in der heutigen, auf Oberflächlichkeiten geeichten Zeit wird jeder Trick genutzt, um da ein paar Pluspünktchen einzufangen.

Alles in allem finden wir in „Almost Fourty – Wenn das Outfit zu heiß wird“ auf heldth.com ein schönes Beispiel für einen ironischen Text, der mit den gängigen Meinungsklischees spielt und durch eine entsprechende Überhöhung ad absurdum führt. Er ist ein guter Beleg dafür, dass man auch ohne die Holzhammer á la Smileys oder Hashtags auskommt, und trotzdem einen schönen, amüsant zu lesenden Text hinbekommt, der herrlich ironisch ist, aber so, wie er da steht, durchaus auch ernst genommen werden könnte. Meine Gratulation!

Facebook, du bist doof (oder blöd)

Eigentlich sollten die Facebookler doch froh sein. Da drängt man als Organisation in das soziale Netzwerk und dann stellen die sich quer. So plötzlich. Nach Jahren …

Seit einiger Zeit ist betreue ich beruflich eine Facebookseite. Da man (zumindest seinerzeit bei der Einrichtung) dafür auch einen Nutzeraccount benötigt, legte ich den für die gleiche Organisation an. Nutzen wollten wir ihn eigentlich nicht. Nur eben als Zugang zur Seite. Die Praxis ergab, dass wir ihn doch nutzen, aber den Schwerpunkt nach wie vor auf die Seite legten. Es war einfach praktischer, auch den Account (=Profil im Facebook-Deutsch) zu nutzen.

Und dann nun das: facebook

Ihr seid so schlau, ihr blöden Facebookler. Wie soll die vorhandene Facebook-Seite der Organisation gepflegt werden, wenn ihr den Zugang dazu sperrt? Oder kann man sich mittlerweile mit dem Facebook-Seiten-Namen auch anmelden? Vermutlich nicht. Natürlich könnte man die Seite auch von einem privaten Facebook-Profil aus pflegen. Aber das ist so nicht vorgesehen.

Es stellt sich also die Frage, wie da jetzt der offizielle Weg ist. Wie kann man eine Facebook-Seite pflegen, ohne über private Nutzer-Profile darauf Zugriff zu erlangen? Ihr von Facebook seid doch so schlau, sagt mal was dazu!

Im Fonduefond ersoffen

Warum Kommentare in Blogs nicht veröffentlicht werden, kann unterschiedlichste Ursachen haben. Der Kommentator hat beim Captcha einen Fehler gemacht, hat die Pflichtfelder nicht richtig ausgefüllt, sein Kommentar kann aus diversen Gründen im Spam-Filter gelandet sein oder er hat im schlimmsten Fall dem Blog-Autoren einfach nicht gepasst. Einen verschütt gegangenen Kommentar hatte ich vor einiger Zeit schon mal, das klärte sich dann aber als technisches Problem. Wo der aktuelle Grund liegt, weiß ich nicht, deswegen sei er hier nachgetragen.

Unter dem Titel „Fünf Gründe, warum Fleischfondue mit Brühe einfach KEINEN SINN macht“ wird im Blog Schlaraffenwelt über Fondues philosophiert. Das geschah durchaus pointiert und leidenschaftlich, aber gerade solche Beiträge fordern ja Kommentare auch heraus. Zumal ich auch schon Fondues aus Brühe gemacht habe und so der vertretenen Meinung nicht so ganz zustimmen konnte.

Hier also mein im Original verlustig gegangener Kommentar:

Wenn man keine Ahnung h… ähm ..
Ach, naja, wollen wir mal nicht so hart sein. Die grundsätzlichen Aussagen, die oben gemacht wurden, sind ja nicht falsch. Vor allem die mit dem Röstaroma im Wasser. 😉 Wer natürlich bei einem Brühe-Fondue Röstaromen erwartet, gehört mit dem Baguette verprügelt.
Als Teilnehmer und Initiator von Brüh-Fondues ist einem natürlich klar, dass in der Brühe schon mal ordentlich Geschmack drin sein muss, um eine gute Basis zu bilden (nebenher wird die Brühe den Abend über immer besser und dient zusammen mit den reingefallenen und nicht wieder rausgeangelten Fleischstücken als Mitternachtssuppe). Die oben angesprochene Osmose funktioniert ja auch in die andere Richtung. Kommt nur immer drauf an, wo sich die konzentriertere Lösung befindet (und das sollte eben die Brühe sein und nicht das Fleisch).
Und solche Brüh-Fondues als „Gesundheits-“ oder „Diätessen“ abzuwerten, geht ja nun völlig am Thema vorbei. Ich schütte doch schließlich kein Wasser in den Fondue-Topf, sondern Fond, aber richtigen. So könnte ich mal unterstellen, dass die Öl- oder Käsefondue-Macher diese Sorten bevorzugen, weil sie billiger sind und trivialer.

Zugegeben, ich bin auf den leicht provokativen Ton im Artikel eingestiegen und habe es in vergleichbar ironisch probiert. Aber der Spam-Filter sah das wohl anders und beweist damit mal wieder, das Ironie im Internet nicht funktioniert. 😉

Backup eines Kommentars

Nichts ist ernüchternder  als Nichtachtung. Als Blogger schreibe ich natürlich nicht nur in meine eigenen Blogs, sondern kommentiere auch gern andere Beiträge. So weit, so normal. Und dabei gehöre ich auch zu den Schreiberlingen, die auch in diese Kommentare etwas Geist einfließen lassen. In etwa so, wie auch in den eigenen Blogbeiträgen.

Etwas enttäuschend ist nur, wenn der Kommentar dann nicht veröffentlicht wird und auch Nachfragen offensichtlich versanden. Wobei ich da dem Blogautor selbst nicht allein in die Verantwortung für nehme. Zum einen ist es sein gutes Recht, Kommentare auch aus beliebigen Gründen nicht zu veröffentlichen, schließlich ist es sein Blog. Nur könnte das den Kommentator als Leser verscheuchen, was schade wäre. Zum anderen gibt es in der Blogsoftware auch Spamfilter, die Spamkommentare rausfiltern (ein Problem, dass ich auch kenne). Und wenn da mein Kommentar als Spam herausflog, könnte das der Blogautor übersehen haben und mein Kommentar ging so verschutt, genau wie meine Nachfrage. Warum auch immer.

Da ich aber doch ein wenig Esprit in meinen Kommentar gab und der nicht verschwendet sein soll, möchte ich ihn hier veröffentlichen. Und hinter diesem Link verbirgt sich der auslösende Artikel, der meinen Kommentar verschluckte. Den sollte man zum Verständnis vorher lesen. 😉

Darauf kommentierte ich:

Enttäuscht bin ich. Regelrecht enttäuscht. Da lese ich den ersten Absatz und erwarte etwas über Burger. Aber was werde ich? Geführt in die Irrungen und Wirrungen des „Journalismus“. Der erste Absatz ist genauso irreführend wie manche B***-Überschriften, die mit dem darunter stehenden Artikel meist nicht viel gemein haben, die Aussagen zwischen Überschrift und Artikel sollen sogar schon diametral auseinander gestanden haben.
Aber hier! Da erwarte ich, dass die Burger auseinander genommen werden. Sie scheinen ja durchaus Mode zu sein. In urbanen Zentren schießen die Burger-Läden wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden und die Kochblogs quellen förmlich über mit Rezepten: Hamburger, Cheeseburger, Pulled-Pork-Burger, Hähnchenburger, Tofuburger, Bioburger, Pastramiburger, Pilzburger, Wildburger, Fischburger, Salamiburger (ach nee, das war nur eine Klappstulle mit Wurst und Salat), Hirschburger, Kasslerburger, Fleischbrätburger (ach nee, das war die Leberkässemmel), Kürbisburger, Spargelburger usw. usf.
Und was kommt? Nichts! Nur eine Kritik am Online-Journalismus. Wobei: Bei der angesprochenen Contentkrönung verkommt der Journalismus zur Datenverarbeitung bzw. -erfassung. Reinkommende Infos werden ans eigene System angepasst und wieder raus geschossen. Das hat mit Journalismus genauso viel zu tun wie Durchfall mit einer geregelten Verdauung.
Auf meinem Kaffeebecher stand neulich „Caution – Contents Hot!“ Das sei den (angehenden) Profischreiberlingen ins Stammbuch geschrieben: Content ist nix weiter als heißer Kaffee, der schnell abkühlt. Um richtigen Eindruck bei den Lesern zu hinterlassen braucht es schon etwas mehr.

Vielleicht bin ich ja auch in die Ironie-Falle des Internets gefallen. Eine alte (relativ alt im Vergleich zum Internet) Lehrmeinung besagt: „Ironie im Internet funktioniert nicht.“

Zu früh abgeschossen

Mist, da war ich wohl etwas voreilig. Ich schreibe ja nicht nur im eigenen Blog, sondern kommentiere auch gelegentlich anderswo. Und wenn der Begriff nicht schon anderweitig und negativ besetzt wäre, würde ich sagen, ich trolle dabei auch gern ein bisschen.

Wenn Blogs Türen hätten, habe ich neulich eine mit großem Tamtam zugeschlagen. Und gerade jetzt findet dort eine Diskussion statt, an der ich mich gern beteiligt hätte, weil mir da bei einigen Äußerungen die Hutschnur geplatzt ist.

Aber wenn da eine junge(?) Frau schreibt, sie hätte so viel zu tun, dass sie sich Schlaf eigentlich nicht erlauben dürfte, gehört da eigentlich mit Karacho zwischen geschlagen.

Video gucken im Internet

Wenn man sich den aktuellen Erfolg von Videobloggern so ansieht, stelle ich mir die Frage, ob die wirklich so erfolgreich sind, wie immer gesagt wird. Gezählt werden da meist die Abonnenten oder die Abrufzahlen der Seiten.

Die Frage, die mir dabei durch den Kopf geht: Können die Videoplattformen wirklich messen, ob die, die die Seite des Videos aufrufen, sich wirklich auch das Video ansehen?

Den Abruf der Datei kann man zählen, aber wenn man das Video nach 5 Sekunden abbricht, zählt der Abruf trotzdem. Selbst der vollständige Download der Videodatei in den temporären Speicher ist kein Indiz (unter der Voraussetzung, dass das Downloadende messbar ist). Der Download geht schneller als das Ansehen.

Haben die Videoblogger mit ihren Inhalten wirklich die Reichweite, die die Abrufzahlen unterstellen? Wer von den Abrufern dieses Artikels hat ihn wirklich bis an diese Stelle gelesen?

Periscope zeigt nicht die Wahrheit

Der neue heiße Scheiß aus dem Hause Twitter scheint zur Zeit ein Dienst namens „Periscope“ zu sein. Twitterer mit Kamera am Smartphone können bei Live-Videostream das abbilden, was sich ihnen bietet. Wobei, die neu ist das auch nicht mehr, angeblich gibt es das ja schon seit März.

In einem Stern-Online-Interview mit dem Periscope-Chef fallen ein paar Sätze, die man eigentlich nicht unkommentiert stehen lassen kann.

„Persicope ist ein Werkzeug für die Wahrheit.“

Aber wir versuchen, jedem Nutzer eine Supermacht zu geben, nämlich die Supermacht, sehen zu können, was in diesem Moment in der Welt geschieht – durch den Blick von anderen Menschen.

Periscope-Chef Kayvon Beykpour bei Stern-Online

Eben. „Durch den Blick von anderen Menschen.“ Manchmal muss man eben genau lesen. Was heißt das nämlich? Ganz einfach: Auch bei Periscope sieht man nicht die Wahrheit, sondern den subjektiven Blick eines anderen Menschen, den man sogar noch beeinflussen kann.

Man kann auch mit Periscope nie die Wahrheit sehen, man sieht immer nur einen Ausschnitt! Als Werkzeug der Wahrheit wird der Dienst damit von seinen Machern maßlos überschätzt. Aber das liegt wohl in der Natur der Sache.

Bloggertreffen Neubrandenburg

Für alle, die etwas spontaner sind als ich, noch schnell ein kleiner Hinweis: Der hiesige Hackerspace will es auch mit einer Fachgruppe Blogging probieren. Am Dienstag, den 21.04.15, um 19 Uhr, ist ein erstes Treffen angesetzt.

Und da Blogging ein weites Feld ist, soll das erste Treffen auch dazu genutzt werden, Interessen auszuloten und zu gucken, wo die meisten Bedarfe bestehen. Schreiben, gegenseitige Kritik, Fotografie, Planung, WordPress-Anpassungen, Selbsthosting oder irgendwo unterschlüpfen, Grafik, Logo, Joomla, blog.de, blogger.com, wordpress.com, … Das Feld ist weit.

Und wer interesse hat, und entweder den Termin verpasst hat oder grundsätzlich dienstags 19 Uhr nicht kann, kann gern in den Kommentaren alternative Vorschläge machen.