Google nervt

Liebes Google,

es ist durchaus erfreulich, wenn ihr euren Nutzern zeigt, dass ihr um deren Sicherheit bedacht seid. Sicher macht ihr das auch aus Eigennutz: Immerhin wollt ihr unsere Daten ganz allein für euch haben. 😉

Heute wollte ich mich bei Google Plus anmelden. (Dies einfach mal als Faktum nehmen und nicht hinterfragen.) Und dann das:

Und weil ich es gerade nicht bei mir hatte, habe ich nicht auf JA geklickt, sondern auf weitere Optionen, und dort habe ich dann „Kein Smartphone verfügbar“ angeklickt. Es folgte:

Liebes Google,

irgendwo ist es ja erfreulich, dass ihr das Gerät nicht kennt, mit dem ich mich versucht habe anzumelden. Ich mag es nur nicht glauben. MIT DEM GERÄT HABE ICH MICH SCHON UNGEZÄHLTE MALE BEI EUCH ANGEMELDET!!! Es kann sein, dass ihr mit dem Rechner noch nicht per du seid, aber kennen tut ihr euch …

Also, liebes Google, merkt euch endlich die Mac-Adresse und dann ist Ruhe. Ich mag nicht immer mein Smartphone suchen, wenn ich mich mal vom Rechner aus bei Euch einlogge.

Zumal dieses Ereignis auch nicht das erste Mal passiert. ABER IRGENDWANN NERVT ES EBEN!!!

Grüße

Dirk

P.S.: Egal, welche Optionen ich angeklickt habe, ich kam immer wieder zur Aufforderung, auf dem Smartphone etwas zu tun. Blödes Google.

Nein, Du kommst hier nicht rein!

Facebook nervt schon wieder. Ich weiß nicht, ob es bei Euch auch auftritt, aber jedes Mal (was selten genug passiert), wenn ich da online gehe, nervt es mit dem Fenster:

Facebook-Benachrichtigungen aktivieren

Lass dir deine Benachrichtigungen in der Ecke deines Computer-Bildschirms anzeigen, selbst wenn Facebook geschlossen ist.

Nicht jetzt vs. Aktivieren

Liebes Facebook,

natürlich weiß ich, dass Dein heiliges Ziel die Totalüberwachung der Menschen ist. Du bekommst schon genug Daten von mir, da müssen es die von meinem Rechner nicht auch noch sein. Nerv also nicht weiter, oder willst Du mich noch weiter von Dir weg treiben?

Dein Dirk

Gerade nochmal Schwein gehabt

SCHE… – Beinahe hätte ich einen Fehler gemacht und wäre auf Phishing-E-Mail reingefallen. Ich hatte mein Passwort schon eingegeben…

Da bekomme ich eine E-Mail von meinem Internetkaufhaus mit dem Betreff „Kundenkonto“ und dem Text:

Wir benötigen Ihre Hilfe
Guten Tag,

Aufgrund jüngster Betrugsversuche haben wir einige Kundenkonten zum Schutz unserer Kunden vorsorglich gesperrt.

Dies ist ein automatischer Prozess und dient dazu Ihre Daten vor Missbrauch zu schützen.

Um Ihr Kundenkonto wieder wie gewohnt nutzen zu können müssen Sie einen Abgleich Ihrer Daten durchführen.

Nach Abschluss des Abgleichs können Sie Ihr Kundenkonto wieder uneingeschränkt nutzen. Um Die Sicherheit Ihres Kundenkontos zu erhöhen beachten Sie bitte folgende Sicherheitshinweise:

  • Nutzen Sie, falls möglich, immer die selben Geräte für den Zugriff auf Ihr Kundenkonto.
  • Geben Sie ihre Daten niemals an Dritte.
  • Nutzen Sie ein sicheres Passwort (Groß- und Kleinbuchstaben + Sonderzeichen).

Um den Abgleich jetzt durchzuführen besuchen Sie bitte folgenden Link: …

Die E-Mail kam auch über die Adresse rein, mit der ich mit dem Kaufhaus kommuniziere (und die sonst wenig öffentlich ist).

Den Link sah man nicht, was mich nur ein wenig wunderte, dass die Linkfläche einen Hauch unprofessionell aussah. Und ich wurde auf der nachfolgenden Seite, nachdem ich meine Kundendaten eingegeben hätte, nach meiner Bankverbindung gefragt, die ich bei dem Internetkaufhaus aber nicht hinterlegt habe und demzufolge nicht nutze. Deswegen guckte ich mir die aufgerufene Webadresse nochmal genau an.

Und dann bekam ich doch Panik. Was mit kaufhaus.de/… oder kaufhaus.com/… anfangen sollte, fing mit kaufhaus.com-sighup-kundenservice-userid.93478574923875.jweje4854z3ujh58tzh6.ru/… an.

Merke: Wenn nach der Länderkennung bzw. der TLD (also .de oder .com oder .net usw.) kein Schrägstrich kommt, ist es nichts dergleichen. Dann ist die Adresse noch nicht zu Ende, egal, wie es danach aussieht. Erst ein Schrägstrich / beendet die Adresse. Und davor steht .ru, was nicht auf mein Internetkaufhaus, sondern in diesem Zusammenhang auf böse Betrügerlein hinweist.

Als erstes habe ich beim Kaufhaus mein Passwort geändert (sollte man ja sowieso regelmäßig machen). Ich hoffe, ich war schneller als die anderen. Überlege noch, auch die E-Mail-Adresse zu ändern …

Apropos: Eigentlich hätte mich die E-Mail selber schon stutzig machen müssen. Aber ich war wohl nicht mehr ganz wach. Die kam Absendertechnisch nicht vom Kaufhaus, obwohl da „Kaufhaus.de“ stand, aber dahinter stand meine E-Mail-Adresse und keine von kaufhaus.de

Leute,  passt bloß auf.

Periscope zeigt nicht die Wahrheit

Der neue heiße Scheiß aus dem Hause Twitter scheint zur Zeit ein Dienst namens „Periscope“ zu sein. Twitterer mit Kamera am Smartphone können bei Live-Videostream das abbilden, was sich ihnen bietet. Wobei, die neu ist das auch nicht mehr, angeblich gibt es das ja schon seit März.

In einem Stern-Online-Interview mit dem Periscope-Chef fallen ein paar Sätze, die man eigentlich nicht unkommentiert stehen lassen kann.

„Persicope ist ein Werkzeug für die Wahrheit.“

Aber wir versuchen, jedem Nutzer eine Supermacht zu geben, nämlich die Supermacht, sehen zu können, was in diesem Moment in der Welt geschieht – durch den Blick von anderen Menschen.

Periscope-Chef Kayvon Beykpour bei Stern-Online

Eben. „Durch den Blick von anderen Menschen.“ Manchmal muss man eben genau lesen. Was heißt das nämlich? Ganz einfach: Auch bei Periscope sieht man nicht die Wahrheit, sondern den subjektiven Blick eines anderen Menschen, den man sogar noch beeinflussen kann.

Man kann auch mit Periscope nie die Wahrheit sehen, man sieht immer nur einen Ausschnitt! Als Werkzeug der Wahrheit wird der Dienst damit von seinen Machern maßlos überschätzt. Aber das liegt wohl in der Natur der Sache.

Langsam reicht’s – für was neues

Laut einem Artikel auf ZDNet wertet die „Internetbotschafterin der Bundesregierung“ Gesche Joost das Ergebnis einer Studie (ICILS) so aus, dass Schüler schon im Grundschulalter anfangen müssen, Programmieren zu lernen. Das ist sicher ein interessanter Gedanke, wird aber die Klassen wieder in zwei Teile differenzieren: den eher rational, algorythmisch und den ganzheitlich, emotional denken könnenden Schülern. Den Effekt kann man bereits jetzt wunderbar beobachten bei den Lernenden, die beispielsweise eher Mathematik oder eher Sozialkunde oder eher Sprachen begreifen.

Das ist aber noch nicht mal das bemerkenswerte, was aber den Gedanken durchaus induzieren könnte, spätestens nach der Orientierungsstufe das Programmieren in den Wahlpflichtbereich zu übernehmen. Dort können dann diejenigen, denen sowas liegt, besonders an die Art und Weise des Denkens bei der Programmierung herangeführt werden.

Verwerflich finde ich Joost’s Gedanken, das Programmieren lernen in die vorhandenen Fächer zu integrieren. Das ist ja eine Strategie, die auch schon bei anderen wichtigen Themen, wie zum Beispiel der Medienbildung, wunderbar geklappt hat. Nicht. Aber vielleicht findet sich genau hier ein interessanter Ansatz für die Problemlösung. Wenn man die Themen der Medienbildung und die der aktuellen Forderungen von Gesche Joost (Wie funktionieren die Medien, wie geht man mit ihnen um, wie wertet man deren Produkte, wie gestaltet man sie selber, wie programmiert man Webseiten, Apps, sonstiges? usw.) vereint, reichen die zur Vermittlung anstehenden Kenntnisse und Fertigkeiten locker aus, um damit ein Unterrichtsfach neu zu begründen und ins gesamte Schulsystem aufzunehmen.

Gar lustig ist das Online-Leben – oder: Wie Google mich hindert, mich an deren Regeln zu halten

Als das mit Google+ los ging, gab es in den dortigen Richtlinien/AGBs (oder wie man das nennt) einen offensichtlich wichtigen Gedanken, der mir im Gedächtnis haften geblieben ist: Jeder Nutzer solle nur ein Google+-Konto für sich einrichten. Und weil ich ein vorbildlicher Onliner sein möchte, tue ich alles, um mich daran zu halten. Wobei ich gerade nicht weiß, ob es den Satz überhaupt noch gibt.

Es wird aber zunehmend schwerer, um nicht zu sagen: unmöglich. Google zwingt mich förmlich, gegen diese von ihnen selbst aufgestellte Regel zu verstoßen, obwohl ich das gar nicht möchte. Wahrscheinlich muss ich daran hängende von mir genutzte „Dienste“ mal auf ihre Sinnvolligkeit abklopfen, und bei entsprechender Verzichtbarkeitserkenntnis meinen Abstand zu Google doch auch wieder vergrößern, was sicher nicht im Sinne des Anbieters ist, was mich nicht verstehen lässt, dass er mich förmlich rausdrängt.

Angefangen hat alles wohl damit, als GoogleMail noch ein kleiner E-Mail-Dienst war. Ich reservierte mir zwei E-Mail-Adressen, einerseits mit meinem Namen, andererseits mit Pseudo-Pseudonym (=hiesiger Blogname). Und dann kam Google+ und oben erwähnte Regel. Im Bestreben seiner Erfüllung legte ich nur unter der E-Mail-Adresse mit meinem Namen einen Google+-Account an und vermied eine ähnliche Handlung bei bei der Zweitadresse. Einmal hatte ich mich dann doch verklickt, aber das Google+-Prodil war (und ist) löschbar.

Youtube gehörte früher ja noch nicht zu Google, aber da hatte ich auch einen Account. Dort richtete ich mich auch häuslich ein, erstellte Playlisten und nutze Dienstbarkeiten, die es mir einfach ermöglichten, diese und auch einzelne Videos auf meinen Webseiten zu präsentieren. Spätestens seit EiTV ist das durchaus auch eine sinnvolle Sache. Aber dann kam Google und kaufte Youtube. Irgendwann folgte die Bitte, den Youtube-Account zum Google-Account zu machen bzw. beide miteinander zu verknüpfen.

Natürlich knüpfte ich, nahm dazu aber die Pseudonym-Adresse, weil mir das sinnvoller erschien. Das funktionierte auch sehr gut und ich war zufrieden. Nur irgendeinem Googleaner offensichtlich nicht. Dem fiel ein, dass Youtube natürlich nicht mit irgendeiner E-Mail-Adresse zu verknüpfen ist, sondern mit einem Google+-Account und so wurden früher oder später alle darauf umgestellt.

Genau hier fängt jetzt aber mein Problem an: Google+ nutze ich ja bereits mit demm anderen Account, nun kann ich doch nicht auch noch mit der Zweitadresse zu Google+ gehen, das darf ich ja nicht! Sicher: Ich könnte die Google+-Funktionalität wieder deaktivieren, aber dabei gehen meine gesamten Youtube-Funktionalität den Bach hinunter, Abos werden gelöscht, Playlisten usw. usw.  Warum machen die das?

Der Befriedigung beraubt

Da muss man sich doch seiner Lust beraubt fühlen! Gelegentlich (=täglich mehrfach) bekomme ich von einem meiner E-Mail-Provider eine nette E-Mail, dass ich doch bitte eines seiner Angebote annehmen möchte. Diesmal war es De-Mail, was zum Angebot stand, genauer: Ein „Kulanzfall 20130907“! Nur aus Kulanz wollten sie die für mich reservierte De-Mail-Adresse noch ein bisschen weiter für mich bereit halten, aber ich möge mich doch schnell entschließen.

Mittlerweile weiß ich, dass sich das Produkt „De-Mail“ durch eine große Augenwischerei auszeichnet und nur den unglücklichen Versuch darstellt, E-Mails frankieren zu lassen. Soll heißen: Ich habe kein Interesse daran. Das wollte ich in wohlgesetzten pointierten Worten jetzt auch meinem Provider mitteilen. Dieser Möglichkeit wurde ich beraubt!!! Lautet doch die Absender-Adresse der Informations-E-Mail (=Spam) noreply@…

Angesäuert.

Das Schönste an Neubrandenburg …

… sind das Neustrelitzer Theater und der Warener Hafen.

Natürlich ist das eine böse Aussage. Und stimmt natürlich auch nicht. Aber manchmal hat man den Eindruck, dass da doch etwas dran sein könnte.

Aus einem Anlass heraus schaute ich mich bei einem benachbarten Webangebot um und stieß dabei auf diese Seite.

Da sieht man mal wieder ein Grundproblem eigener Webseitengestaltung: Man kann sich nur auf eigenen Content wirklich verlassen. Fremde Zulieferer, wenn man dann kein Auge darauf wirft, sind im besten Fall nur unzuverlässig und bringen im schlimmsten Fall falsche oder gesetzeswidrige Inhalte auf die eigene Seite.

Schade, die Idee, einen Veranstaltungskalender für die Stadt und die Region zu schaffen, in dem alle Veranstaltungen drin sind, wird wohl auf immer eine Idee bleiben.