Morgenstund‘ hat Nebel im Baum

Es gibt so Anlässe, die bringen das Leben so ein bisschen durcheinander. Für die einen ist es nur der Tagesablauf, für andere kann es auch mehr sein. Im aktuellen Fall kam aus meiner Sicht nur der Tagesablauf etwas durcheinander, aber man kann es positiv nehmen.

Ein Interessierter betrachtet ein Bild eines Malers, auf dem unter anderem eine rote Sonne über einem Horizont zu sehen ist. Neugierig fragte er den Fachmann, ob das wohl ein Sonnenauf- oder -untergang wäre. Der Experte weiß: „Das muss ein Sonnenuntergang sein. Der Maler steht nie vor dem Mittag auf.“

Nun bin ich kein Maler. Aber es kommt doch eher selten vor, dass ich Sonnenaufgänge erlebe. Einzige Chance ist eigentlich, wenn ich rund um Sommeranfang Urlaub habe, dann könnte ich, bevor ich zu Bett gehe, noch einen Sonnenaufgang erleben. 😉 Das wahre Leben zwingt einem aber doch einen Rhythmus auf, der das zu anderen Zeiten doch unmöglich macht.

Aber ab und an heißt es, mal früh aufzustehen und doch ein wenig Muße zu haben, um sein Umfeld zu erkennen und ggf. aufzunehmen. Und es gibt dann Situationen, wo man doch bedauert, nicht den Fotoapparat eingepackt zu haben.

Schloss Bredenfelde am Morgen

Diese Zufahrt führt zum abgebildeten Gebäude. Alle drei Bilder dieses Triptychon sind quasi vom selben Standort entstanden, inkludieren aber eine Drehung um ca. 90°, genauer von zwei Mal 45°.  Es handelt sich um das Schloss Bredenfelde (bei Stavenhagen, das muss man aus gegebenen Anlass dazu sagen).

Was da zwischen den Koniferen hindurch schimmert, ist eine liebliche Wiese mit genauso lieblichem Brunnen, natürlich zur frühen Stunde noch nicht in Betrieb.

Schloss Bredenfelde - Garten

Stellt sich ggf. noch die Frage, was mich dazu brachte, an einem Sonnabend soooo früh aufzustehen. Der Grund wird Leute, die mich kennen durchaus verwundern: es war ein Frühstück. Allen anderen sei erklärt, dass ich nicht so der Frühstücker bin. Aber wer später schläft und aufsteht, kann ja auch gleich mit dem Mittag anfangen. 😉 Die Bilder entstanden aber noch vor(!) dem Frühstück. Ich hatte meine feinen Sachen ins Auto gebracht. Der müßige Rückweg brachte die Ernüchterung des fehlenden Fotografierapparates und die Herausforderung fürs Handy. Das ist übrigens nicht gescheitert. Es war wirklich etwas neblig …

Nach dem Frühstück fuhr ich nach Hause und der Rest des Tages wurde ein klassischer entspannter Samstag; die angenehme Pflicht wurde am Vortag geleistet, die mich letztendlich dazu verleitete, diesen Morgen in der erfrischenden Luft unserer schönen Landschaft zu verbringen. Trauzeuge ist man ja nicht jeden Tag. Und es war eine schöne Hochzeit und ein rauschendes Fest. Mein Dank geht an alle Beteiligten.

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