Über A.I. / KI

Könnten wir uns darauf einigen, dass KI weder intelligent noch kreativ sind? Dieser Tage hörte ich einen Podcast, wo genau das unterstellt wurde, immerhin von eine(r/m) Professor/in aus einer nichttechnischen Wissenschaft (ich Versuche, weitgehend zu anonymisieren, sind mir ähnliche Gedanken gerade auch aus den Geistes- und Sozialwissenschaften schon öfters untergekommen, die das Klischee der KI als Wirklichkeit unterstellt haben).

Meine These von nicht vorhandener Intelligenz und Kreativität hängt natürlich stark von der Definition dieser Begriffe ab, gerade auch in der Abgrenzung zu dem, was KI macht – oder eben auch nicht. Um angreifbar zu bleiben, werde ich diese Definitionen hier nicht explizit vornehmen, denke aber, dass sich aus dem Kontext des folgenden einiges ergeben wird. Auch könnte man vermutlich den Begriff KI noch genauer differenzieren. Aber ich fürchte, es gilt doch für alle Modelle des Mainstreams.

Diese Gedanken sollen übrigens keine große Kritik an KI sein, im Rahmen ihrer Möglichkeiten machen die schon eine gute Arbeit. Und der Aspekt, dass viele Informationen, die KI so ausspucken, urheberrechtlich unsicher erworben wurden, sollen hier auch trotz ihrer Relevanz ignoriert werden. Es geht einzig und allein um Intelligenz und Kreativität, die ich den KIs abspreche – zwei Aspekte des menschlichen Geistes, die intensiv zusammen gehören. Leider wird dabei vermutlich auch rauskommen, dass nicht alles, was der Mensch bei sich so kreativ nennt, wirklich kreativ ist, sondern auch einer KI „einfallen“ könnte. Vieles läuft auch im kreativen Sektor nach dem Arche-Noah-Prinzip, nach dem seinerzeit auf der Arche immer nur 2 Exemplare Platz hatten, von denen heute alles abstammt.

Damit wird übrigens das Prinzip, auf dem KI basiert, schon recht gut beschrieben (wobei die 2 hier nur symbolischen Charakter hat). Die Crawler der KIs haben eine maximal mögliche Zahl von Informationen eingesaugt. Während klassische Suchmaschinen diese nur noch indiziert haben, um sie für ihre Nutzenden verfügbar zu machen, gehen KI weiter und bereiten die Informationen weiter auf und verknüpfen sie in größeren Mengen komplexer miteinander. Daraus synthetisieren sie dann die Ausgaben, die durch die Prompts der Nutzenden ausgelöst wurden.

Nun gehört die Fähigkeit der Synthese von Informationen durchaus zu den intelligenten Leistungen, aber es ist eben nur ein Aspekt von Intelligenz, die sehr viel komplexer ist. Und alle Ausgaben der KIs basieren letztendlich nur auf der Synthese der vorhandenen Informationen in Bezug auf die Eingaben im Prompt. Das gilt natürlich nicht nur für die Textausgabe, sondern auch für Grafiken und Videos. Und sollte wirklich mal was kreatives herauskommen, liegt es immer am Prompt bzw. am Eingebenden desselben. Alles andere wird aus den vorhandenen Informationen synthetisiert. Wie bei der Arche Noah, von dessen Inhalt alles nachfolgende abstammt.

 

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