Es lebe der (kleine) Unterschied

Frauen und Männer – manchmal hat man den Eindruck, sie gehören nicht nur unterschiedlichen Geschlechtern sondern auch verschiedenen Arten an. Solche Gedanken kommen einem manchmal, wenn man Ereignissen beiwohnen darf, die die entsprechenden trennenden Klischees manifestieren. Frauen können mehrere Sachen gleichzeitig machen, Männer nicht. Männer können besser Handwerken, Frauen besser kochen. Oder Frauen können besser (auswendig) lernen, Männer aber das Wissen besser anwenden.

Als ich neulich in einer Tiefgarage meinen Obolus entrichtete, wurde ich durch eine junge Frau angesprochen, ob ich ihr beim Starten ihres Autos etwas Starthilfe geben könne. Auf meinen Einwand, dass ich sowas noch nie gemacht hätte und auch kein Starthilfekabel dabei habe, gab sie sich kompetent und ausgerüstet. Ich holte also mein Auto, platzierte es sinnvoll neben das liegen gebliebene und öffnete die Motorhaube. Mir wurde bedeutet, dass ich auch erstmal noch mein Auto ausschalten solle. Dann wurden die Batterien miteinander verbunden, ich startete mein Auto und dann versuchte eine Freundin der jungen Frau, das andere Auto zu starten. Es sprang nicht an.

Im Gespräch ergab sich, dass das Auto wohl kürzlich auch nicht in Gang zu bekommen war, dies aber durch eine Starthilfe dann doch gelang. Als wir dann einen Startversuch ohne elektrische Verbindungen zwischen den Autos vornahmen, lief zwar der Anlasser, aber der Motor kam nicht in die Gänge. So war also die leere Batterie nicht die Ursache für das nicht fahrende Auto. Dass ein drehender Anlasser ein sicheres Zeichen für Strom im Auto ist, ist den beiden nicht eingefallen. Nicht immer lässt sich das Nichtstarten des Autos mit einem Starthilfekabel beheben.

8 Gedanken zu „Es lebe der (kleine) Unterschied“

  1. Im Prinzip hast Du Recht! Allerdings darf man nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt durchaus auch Männer, die überhaupt keine Ahnung von Technik haben. Genau so wie es Frauen gibt, die vom Kochen keine Ahnung haben. Uns Beide möchte ich da ausnehmen. 😉
    Manchmal ist einfach nur der Tank leer, manchmal nur eine Sicherung durchgebrannt und dann kommt es auch vor, dass ein Teil tatsächlich defekt ist. Vor gar nicht allzu langer Zeit sprang mein Wagen auch nicht an und ich tippte auf die Batterie. Durch Überbrücken sprang der Wagen dann auch an. Eine neue Batterie mußte her aber sogar ein Kfz. Mechaniker meinte, die Batterie ist in Ordnung und lud sie mir auf. Das hielt einen Tag und dann hatte ich das gleiche Problem. So kaufte ich mir eine neue Batterie, was bei meinem Wagen recht teuer ist. Seitdem habe ich keine Probleme mehr. Schließlich halten die Dinger ja nicht ewig. Leider!

    1. Sicher habe ich groß fahrlässig pauschalisiert. Aber auch Klischees wollen regelmäßig gefüttert werden. 😉

      Batterien haben es preislich in sich, vor allem, wenn man dann doch eine Markenbatterie kauft. Aber im großen und ganzen habe ich damit bisher meist gute Erfahrungen gemacht und behalte es bei (auch wegen schlechter Erfahrungen mit Noname-Batterien).
      Aber entgegen des oben dargestellten Rollenverständnisses bin ich auch nicht so technisch bewandert wie ich sein müsste. Die Einschätzung beruht zumindest auf der mangelnden praktischen Erfahrung. Wenn ich müsste und mich dann damit beschäftigen würde, gehts vielleicht auch irgendwann besser.

  2. Stimmt, man darf die Klischees nicht vernachlässigen. 😉
    Leider muß ich eine Markenbatterie kaufen, da ich ein Cabrio fahre und für das öffnen meines Verdecks eine größere Kapazität benötige. Da gibt es keine no name Produkte, zumindest habe ich keine gefunden. Das ist jetzt Vergangenheit und ich hoffe, sie hält ein paar Jahre.
    Du gehörst also zu den Männern, die besser kochen und dafür weniger technisches Verständnis haben. Ist ja nicht unbedingt das Schlechteste!

    1. Etwas anders würde ich es schon formulieren: Das technische Grundverständnis ist schon da, aber meist theoretischer Natur. Ich könnte also genau erklären, wie eine Bohrmaschine funktioniert, bekäme aber keine Schraube gerade in die Wand. 😉

      Cabrio also. So, so. In gewissem Sinn bin ich ja seit einiger Zeit auch auf Cabrio umgestiegen, weniger aber beim Auto, mehr bei der Frisur. 😉

  3. Ach … Du bist Theoretiker? Wenn Du doch genau weißt wie es geht, dann solltest Du auch eine Schraube gerade in die Wand bekommen. Natürlich macht auch hier die Übung den Meister! Wenn man es einmal probiert hat, klappt das schon! Aber bitte die Dübel nicht vergessen. 😉
    Über Deine Frisur habe ich jetzt eine Weile nachgedacht und bin zu verschiedenen Varianten gekommen, die ich hier aber nicht weiter erörten möchte. 😉

    1. Das mit der Frisur ist doch ganz einfach: Caprio = oben offen. 😉

      Ansonsten hast Du recht: In den meisten Fällen fehlt einfach nur die Praxis/Übung bzw. die Lust, sowas zu erlangen.

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