Der Geschichte vierter Teil und angekündigter Schluss – Irgendwas ist ja immer

Sind wir optimistisch, dann hat dieser Beitrag nur noch dokumentarischen Wert und dient der Beendigung der Geschichte. Wobei – „Irgendwas ist ja immer“ – so ganz 100%ig ist die Lösung nicht. Es sei an den Auslöser und die bisherige Kommunikation erinnert. Auf entsprechende Nachfrage habe ich die Informationen vom Netzbetreiber bekommen, dass es ein Ende hat mit der Beschallung aus Niedersachsen. Spätestens der 01.12.2013 soll dann im Neubrandenburger Kabelnetz auch das NDR2-Programm für Mecklenburg-Vorpommern bringen.

Das Ursache des Problems liegt darin, dass aktuell der Sender Helpterberg die Radiosender sendet, welche wir im Kabelnetz verbreiten. Durch die Entfernung und die örtlichen Gegebenheiten, kommt der Sender nicht sauber genug für unser Netz an. Aus diesem Grund nehmen wir die NDR Programme vom Satelliten. Derzeit werden aber per Satellit keine Regionalfenster mit gesendet, sondern nur die entsprechenden Hauptsender.

In dieser E-Mail sind zwar mehrere sachliche Fehler, aber manchmal ist ja schon schön, wenn trotz dieser das Ziel erreicht wird.

  • Natürlich kommen nicht alle Sender im Kabelnetz vom Sender Helpterberg. Dann müssten wir auch alle Kabelsender zum Beispiel mit dem Autoradio empfangen können. Allein die Belegungszahlen (Helpterberg 10 Radiosender, Kabelnetz 26 Radiosender) spricht dagegen.
  • Vom Helpterberg werden mindestens einer, vermutlich aber drei Sender übernommen. Warum gerade NDR2 nicht dabei ist, steht als Frage im Raum. Diese Sender unterscheiden sich logischerweise programminhaltlich und von der Frequenz, aber, wie die Fachliteratur ausweist, nicht von der Sendeleistung, sollten also in gleicher oder ähnlicher technischen Qualität ankommen. Bleibt also die Frage, warum NDR 1 Radio MV vom Helpterberg übernommen wird (oder vom Sender Röbel), nicht aber NDR2 (gibt’s ggf. auch auf dem Sender in/bei Röbel).
  • NDR 1 Radio MV mit den Regionalsendungen aus dem Haff-Müritz-Studio in Neubrandenburg gibt es weder auf Satellit noch als öffentlichen Livestream. Und selbst wenn: Eine Synchronität (s.u.) zwischen Kabel-Programm und Antennen-Programm wäre nicht herzustellen, es muss also das terrestrisch empfangbare Programm sein, was im Kabelnetz enthalten ist. Was wiederum heißt, dass ein entsprechender Empfang vom Helpterberg bzw. vom Sender Röbel möglich und realisiert ist, anderswo gibt es das Regionalprogramm mit der dynamischen RDS-Kennung NDR 1 NB (nur während der Regionalteile) nicht. Dass NDRkultur, NDRinfo und N-Joy über Satellit einfliegen, wäre schon eher denkbar.
  • In den NDR-Programmen via Satellit werden Regionalprogramme gesendet, aber eben nicht alle, sondern immer nur eins. Bei NDR2 ist es das Regionalprogramm von Niedersachsen, bei NDR 1 Radio MV ist (vermutlich) das Programm aus dem Mecklenburg-Studio Schwerin zu hören, analog übrigens zu den vom NDR angebotenen Livestreams im Internet.

Aber egal! Wichtig ist, dass in Kürze das Problem gelöst wird. Es ist schließlich nicht das erste Mal (mal ganz allgemein philosophiert), dass mit falschen Voraussetzungen und falschen Begründungen doch das richtige gemacht wird.

Zur Lösung des Problems steht neu.sw im engen Kontakt mit dem NDR. Spätestens zum 01.12. wird uns der NDR die Regionalfenster per Internetstream liefern, so dass auch wieder wie bisher gewohnt die Regionalversion empfangbar ist.

Ach nee … Perfektes Glück ist auch was anderes. Aber, irgendwas ist ja immer. Ok, ich gehe mal davon aus, dass der Netzbetreiber nicht auf die für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellten Streams zurückgreift. Geht ja auch nicht, da hier NDR 2 MV nicht verfügbar ist. Außerdem ist fraglich, ob mit dieser Lösung ein Nebenproblem, dass im Moment auftritt, auch mit gelöst wird. Das falsche Regionalprogramm ist ja nicht das einzige, was im Moment stört.

Wie hört ihr zu Hause Radio, wenn es als Nebenbeibeschallung läuft? Meist läuft doch die HiFi-Anlage im Wohnzimmer, die meist am Kabelnetz angeschlossen ist und ggf. in Küche und anderen Räumen kleinere Radios für die entsprechende Tonversorgung in den Bereichen, wo die Anlage aus dem Wohnzimmer nicht hin schallt. Bei NDR 1 Radio MV funktioniert das wunderbar, da das Programm, was wir im Küchenradio empfangen, auch für das Kabelnetz empfangen und eingespeist wird. Bei NDR2 war es bis 25.09.2013 auch so. Seither wird das Programm über Satellit empfangen, was physikalisch bedingt eine gewisse hörbare Verzögerung verursacht, die einen komischen Hall- oder Einmal-Echo-Effekt verursacht, wenn das Küchenradio vorspielt und die Anlage etwas hinter hinkt.

Der Livestream (allgemeinöffentlich) ist dem Antennenprogramm ebenso technisch bedingt etwas hinterher. Es gibt zwar mittlerweile Möglichkeiten, über das Internet Audioübertragungen zu realisieren, die beinahe verzögerungsfrei ist, die aber durchaus mit entsprechenden Investitionen verbunden sind. Es bleibt aber zu hoffen, dass darauf zurückgegriffen und das „beinahe“ aus dem Satz eben ein „unhörbar wenig“ wird. Ansonsten bleibt der Rummelplatzeffekt erhalten, was auch nicht schön ist. Spätestens der 1.12.2013 wird es zeigen.

Ein Gedanke zu „Der Geschichte vierter Teil und angekündigter Schluss – Irgendwas ist ja immer

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