Der Schuster, die Leisten und die Schauspieler

Und wieder wagt sich ein Schauspieler auf ein Gebiet vor, auf dem er scheitert. Aber davon gibt es ja eine ganze Reihe. Ich möchte mal drei herausgreifen. Fangen wir mit Stefan Jürgens an. Seine große Bekanntheit erreichte er bei „RTL Samstag Nacht“, wo er in den verschiedensten Rollen und Sketchen hervorragendes leistete. Nicht zuletzt in der finalen Rolle als toter Karl Ranseier habe ich ihn immer gern gesehen. Mittlerweile im ernsten Fach (Tatort u.a.) angekommen, zeigt er auch hier seine Qualitäten. Aber ob er sich mit seinen Auftritten beim „Quatsch Comedy Club“ einen Gefallen getan hat? Immerhin war er so blickig, es nicht öfter probiert zu haben (hoffentlich).

Ein ähnlich gelagerter Fall ist Anke Engelke. Sie hat es zwar bisher noch nie als Stand-up-Comedien probiert, aber auch schon ihre Moderationsqualitäten (Anke Late Night, Moderationen bei Ladykracher u.a.) legen nahe, dass sie doch lieber das machen soll, was sie kann. Und was sie wirklich gut kann: in Rollen schlüpfen, Film- und Sketchcomedy, auch Schauspiel.

Beinahe legendär und positiv herausragend sind die schauspielerischen Leistungen des Dritten in dieser Runde. Seine Rollen in „(T)Rraumschiff Surprise“, „Der Schuh des Manitu“, „Bullyparade“, „Bully und Rick“ zeigen seine Qualitäten im Bereich des komischen Schauspiels, aber das heißt ja noch lange nicht, dass er ein guter Stand-up-Comedien ist. Und genau das hat er bewiesen. In „Kosmopilot“ versucht sich Rick Kavanian auf einem Gebiet, das offensichtlich nicht seins ist. Die Einschaltquote spätestens zeigte es.

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