Häuserarbeit

Mit dem Begriff “Haus” wird im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch immer wieder auch “Immobilie” verknüpft, was diese zu in Faulheit rumstehenden Gebilden verunglimpft. Die tägliche Praxis zeigt aber, dass vielen Gebäuden auch Funktionalität innewohnt, die sich in den vorgesetzten Bestandteilen der damit formulierten zusammengesetzten Substantive manifestiert.

Klassisch zu nennende Beispielen sind Wohnhäuser, wo irdendwas oder -wer drin wohnt. Gepflegte Parkanlagen sucht man zwar in Parkhäusern vergeblich, aber immerhin kann man seine Mobilie darin abstellen. In Ärztehäuser praktizieren Ärzte, in Rathäusern wird geraten, wo das Geld aus dem Stadtsäckel hin ist. Der – sicher empirischen – Beispiele gibt es viele.

Breit macht sich in der Stadt eine neue Art von Funktionshaus. Allerdings hat es noch keinen eingängigen Namen wie die anderen. Es gleicht gewissen It-Girls oder Supermodels, ohne an deren Qualitäten heran zu kommen. Aber außen bunt angezogen die eigene Haut zu Markte tragen, innen aber hohl und leer zu sein und ansonsten sinnlos in der Gegend rum zu stehen, das verbindet sie dann doch.

Eine eingängige Begrifflichkeit wäre also gesucht. Vielleicht in Anlehnung ans It-Girl das WeT-Haus? Aber es ist zu sachlich und wenig originell, aus WerbeTräger einfach nur das Kurzwort zu bilden.

2 Gedanken zu „Häuserarbeit“

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