Was Werbung über ein Produkt sagt

Das Werbung nicht immer so ganz die Wahrheit sagt, ist eine gesicherte Erkenntnis. Wobei es da mittlerweile Regeln gibt, die falsche Versprechungen ausschließen. Normalerweise darf nur noch mit Eigenschaften geworben werden, die auch nachweisbar sind.

Also wirbt man überhöht mit den (vermeintlich) positiven Eigenschaften eines Produktes und verschweigt die negativen. Ein schönes Beispiel sind da die LCD- und Plasmafernseher. Die Bilder sind wirklich gut, und die Flachheit der Geräte schafft Platz im heimischen Wohnzimmer. Sie können immer mehr und werden dabei auch immer preiswerter. Nur: Hat schon mal jemand den Hinweis in einer Werbung gesehen, dass diese neuen Geräte bei gleicher Größe im Betrieb z. T. mehr Strom verbrauchen als Röhrenfernseher, die es ja auch 16:9 gibt gab und die, richtig eingestellt, in der Bildqualität mithalten können, wenn nicht besser sind.

Aber zurück zur Werbung. Hat man ein Produkt, dass man am Markt durchsetzen will, so geht das nicht ohne Werbung. Und wer den größten Werbeetat hat, der setzt sich auch durch. Als Videorekorder aktuell wurden, gab es 2 konkurrierende Formate: VHS und Video2000. Letzteres war technisch besser, ersteres hat sich aber dank Werbung und entsprechender Partner durchgesetzt. Nachdem beim DVD-Nachfolger entscheidene Partner auf Blu-Ray umgeschwenkt sind, ist HD-DVD auch tot. Welches von beiden das bessere wäre, entzieht sich meiner Kenntnis.

Schön zu sehen ist ja, dass das mit der Werbung und dem Durchsetzen eines Produktes nicht immer klappt. Ich bin ja bei allen Sachen skeptisch, die zu stark beworben werden. Je mehr die Werbetrommel gerührt wird, desto mehr Fehler vermute ich im Produkt. Oder: Wenn die Marge auf ein Produkt (BWLer mögen mich bitte nicht lynchen, wenn ich erkläre, dass die Marge die Differenz zwischen allen Kosten eines Produktes und dem Verkaufspreis ist) so groß ist, dass massiv Werbung dafür gemacht werden kann, es aber zu einem halbwegs vernünftigen Preis verkauft wird, kann es selber nur sehr billig sein. Und wenn sich das Produkt dann nicht durchsetzt, wird viel Geld in der Werbung verbrannt.

Warum ich diesen Beitrag im Bereich Politk schreibe? Weil ich viel verbranntes Geld im OB-Wahlkampf gesehen habe.

Wahlkampf ohne Kämpfe?

Ich glaube, mit dem heutigen Tag fängt Herr Schröder an, in seinem stark amerikanisierten Wahlkampf Fehler zu machen.
Warum geht er wirklich(!) direkten Diskussionen mit dem aktuellen Amtsinhaber aus dem Weg. Auf seiner Webseite gibt es ja eine Pressemitteilung zum Thema, der Grund dadrin ist m. E. gut gefunden und vorgeschoben.
Weiß er, dass er allein, ohne seine Crew im Hintergrund, gegen den OB keine Chance hat?
Hat es im gesamten bisherigen Wahlkampf überhaupt schon mal eine direkte Diskussion, die den Namen auch verdient, zwischen den Kandidaten gegeben? Und wenn nein, warum nicht?

Diskussionen sind ja einige geplant gewesen:

  • Nordkurier (22.05.2008)
  • NDRkultur, Mecklenburgische Literaturgesellschaft e. V. (22.05.2008)
  • neu’eins
  • Zebra (26.05.2008)
  • NB-Radiotreff 88,0 (28.06.2008)

Da bleibt abzuwarten, welche von den Veranstaltungen wirklich in der Form stattfindet, wie sie geplant ist.

Vorbei die Wahl – Warum alle verloren haben

Die Wahl zum Oberbürgermeister ist vorbei, die Stichwahl steht vor der Tür. Für manche Wählerinnen und Wähler wir diese eine Auswahl zwischen Pest und Cholera sein. Nicht nur deswegen vermute ich eine Wahlbeteiligung am 1. Juni 2008 von unter 30%, würde mich aber freuen, wenn ich mich irre.

Aber verloren haben sie ja eigentlich alle. Die Frage ist, warum?

Klaus Schier hat wohl nicht bedacht, dass der, der allgemein unzufrieden ist, gar nicht erst zur Wahl geht. Sein Ergebnis zeigt es deutlich.

Anco Beisler würde ich gern mal fragen, was der Scherz mit der OB-Bewerbung gekostet hat. Was anderes als ein Scherz kann es ja eigentlich nicht gewesen sein.

Claudia Dietrich säbelte sich wohl mit ihrer Parteinähe selber die Beine weg, und wäre mit einem Degen vielleicht eleganter rüber gekommen.

Gisela Ohlemacher, da fällt mir nix ein, weil ich nichts von ihr wahrgenommen habe.

Michael Nötzel ist wohl der einzige mit einem Achtungserfolg: Von Null auf über 10%. Gratulation.

Irina Parlow verlor wohl wegen ihrer negativen Ausstrahlung. Wahlkampf (und auch die Zeit zwischen den Wahlen) ist nicht die Zeit, über Probleme zu reden, sondern Lösungen anzubieten.

Hans-Joachim Schröder hat verloren, weil Neubrandenburg nicht Amerika ist. Ihm hilft nur, wenn er sich aus dem persönlichen Wahlkampf raushält. Je weniger öffentliche Auftritte, umso besser.

Und nicht zuletzt hat auch Dr. Paul Krüger verloren. 7 Jahre Amtszeit gehen nicht spurlos an einem vorbei.

Wie wird die Stichwahl ausgehen? Eine gute Frage. Rein rechnerisch (die Stimmen der anderen Kandidaten auf die Kontrahenten aufgeteilt) sieht es wie ein 40%-zu-44%-Sieg für Karl-Heinz Schröder aus (die Summe sind keine 100%, da sich nicht alle Stimmen zuordnen ließen). Die geringe Wahlbeteiligung dürfte wohl auch noch einen Einfluss nehmen, die Frage ist nur, in welche Richtung. Am 01. Juni ab ca. 19 Uhr sind wir schlauer.

Noch 21 Tage

Jetzt sind es nur noch geschlagene 3 Wochen, bis in Neubrandenburg der erste Wahlgang zur Wahl des/der neuen Oberbürgermeister/in stattfindet. Mittlerweile hängen ja auch schon fast alle Kandidatinnen und Kanditaten an den Laternen aufgehangen. Bei zweien steht bemerkenswerterweise sogar eine Botschaft drauf. Sie ist zwar klein, aber es gibt sie. Und zumindest Fußgänger können sie lesen.

Keine Botschaft, aber zumindest vielfältig wechselnde Hintergrundfarben, hat ja auch ein Kandidat auf seinem ansonsten recht puristischen Wahlplakat. Kopf, Name, „Neubrandenburg wählt“, mehr ist ansonsten nicht drauf. Nur: Was sollen die wechselnden Farben bedeuten? Ändert er auch so oft seine Meinung? Oder wird da alles in allem ein Regenbogen draus? Oder will er damit nur eine möglichst breite Masse ansprechen?

Interessant sind ja auch die Vorabumfragen zum Thema. Neben anderen hat ja auch NB-Radiotreff 88,0 eine auf seiner Webseite, mit interessanten Zwischenständen.

Ich bin wirklich gespannt, was bei der Wahl herauskommt. Ich gehe auch hin. Aber ich weiß nach wie vor noch nicht, wen ich wählen soll …

Kandidaten im Check – Und ich weiß immer noch nicht, wen ich wählen soll.

Seit heute gibt es ein interessantes Internetprojekt bzgl. der OB-Wahl am 18.05./01.06.2008: www.checkmichab.de

Nun bin ich zwar schon ein paar Tage älter als 16, das hindert mich aber nicht, mich vor der Wahl, zu der ich ja nach wie vor gehen will, zu informieren. Allerdings hilft mir das Angebot bei meiner Wahlentscheidung auch nicht weiter und zeigt auf Grund der Antworten, der Nichtanworten oder der Nichtteilnahme der Kandidaten immer noch nur an, wen ich NICHT wählen kann.

Ich suche also immer noch beratende Hilfe.

… und da waren’s plötzlich acht.

Also alle mal acht geben, es gibt jetzt 8 Bewerberinnen und Bewerber für den Oberbürgermeisterposten in Neubrandenburg.

Zu besseren Übersicht die Frauen:
– Claudia Dietrich
– Giesela Ohlemacher
– Irina Parlow

Und die Männer:
– Michael Nötzel
– Hans-Joachim Schröder
– Anco Beisler
– Klaus Schier
– Amtsinhaber Paul Krüger

Gewählt wird ja am 18. Mai, die Chance, dass einer gleich die absolute Mehrheit erringt halte ich für unwahrscheinlich, so dass wir am 1. Juni nochmal wählen dürfen.

Apropos 1. Juni: Für den Tag wage ich den Versuch einer Vorhersage der Wahlbeteiligung. Unter 30 Prozent.

18. Mai / 01. Juni 2008

Die beiden Tage, jeweils Sonntage, stehen für die nächste anstehende Wahl: Die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg. Und ich bin mir noch nicht im klaren, wen ich wähle. Aber es ist ja auch noch ein bißchen hin.

Seit meinem 18. Lebensjahr bin ich zu jeder Wahl gegangen und habe meine Stimme abgeben. Ich habe mich vorher ein wenig über das informiert, was da zur Wahl stand, wobei ich aber nicht so weit gegangen bin, dass ich Wahlprogramme oder -reden angehört habe, aber ich habe auch Wahlwerbung ignoriert. So kam es dann, dass ich nicht immer das gewählt habe, hinter dem ich voll und ganz gestanden habe, sondern manchmal (bzw. meist) das kleinere Übel.

Bei der anstehenden Wahl weiß ich (noch) nicht, wen ich wählen soll. Selbst der gedankliche Ansatz mit dem kleineren Übel hilft das erste mal nicht weiter, da ich noch kein Übel gesehen habe, dass klein genug ist, damit ich es akzeptieren kann …

Aber noch ist etwas Zeit. Und gewählt wird erst am 18. Mai. Über wählbare Hinweise wäre ich mehr als dankbar.