Spätestens seit Sherlock Holmes wissen wir, dass zur Einschätzung der Lage auch und gerade die Kleinigkeiten, die winzigen Details wichtig sind. Sir Arthur Conan Doyles Leser können das an zahlreichen Fallbeispielen sicher belegen. Natürlich ist der Meisterdetektiv nur eine fiktive Figur, aber die Erkenntnis wird ja außerdem auch belegt durch die diversen CSI & Co. Serien. 😉

Ab jetzt begebe ich mich auf dünnes Eis. denn die weiteren Gedanken haben mit christlicher Religion zu tun, ein Thema, dass eigentlich nicht meins ist, dem ich aber auch nicht uninteressiert gegenüber stehe. Da die Religion selber aber nicht in Betrachtung steht, sondern eher das Verhalten von Menschen in ihr, wage ich es doch. Greifen wir uns also mal ein Detail heraus und deuteln dran rum. Das Ergebnis ist natürlich offen.

Zwei Männer, weit mehr der Religion verbunden als ich, stehen hier im Fokus. Nennen wir sie Manfred Schmidt und Lutz Schulz. Die Namen sind frei erfunden, es gibt aber reale Vorbilder. Beide sind regelmäßig mit eigenem Kfz unterwegs und haben augenscheinlich Wunschkennzeichen. Die sind hier zwar auch frei erfunden, das Prinzip, worum es hier geht, bleibt aber gewahrt.

Manfred Schmidt fährt mit dem Kennzeichen

durch unsere Landschaft, während Lutz Schulz sein Auto mit folgendem Kennzeichen versehen ließ:

Nun die offene Detailfrage: Wer steht bei diesen beiden Jüngern Jesu Christi im Mittelpunkt des Denkens und Handelns? Wie sagt der eine doch immer so schön: „Darüber solltest Du mal nachdenken!“

Es gibt so Tage, da geht einem einiges wirres durch den Kopf. Und wenn man dann noch durch einige Foren hier im Internet geistert, verstärkt sich dieser Effekt noch. Lässt man den Gedanken dann freien Fluss und freie Assoziationen, gibt es irgendwann einen Extrakt, der sich durch irgendeine Aussage, im konkreten Fall durch eine Frage manifestiert. Ein bißchen hat es was vom Erfinden/Entdecken im Schlaf/Traum. Die Chemiker können ein Lied davon singen; das Modell des Benzolringes soll auf diese Art entstanden sein.

Wie komme ich aber jetzt auf meine Frage: Machen tiefreligiöse Menschen Diät? Damit will ich nicht auf die in vielen Religionen enthaltene Fastenzeit zu unterschiedlichen Anlässen hinaus. Auch nicht, dass bestimmte Religionen bestimmte Nahrungsmittel reglementieren. Mein Einstiegsgedanke ist ein ganz anderer.

Seit einiger Zeit lese ich bei einem Forum mit, dass sich ganz einem bestimmten Ernährungsmodell widmet. Welches das ist, ist zweitrangig. Aber wenn ich die Fragen der Teilnehmer so lese, kommen mir so Gedanken. Einige Beispiele:

  • habe heute TK Obst gekauft. Dann sah ich eben mit erschrecken, dass sie mit einem Süßstoff und wenig Fruktose gesüßt sind. Kann ich das nun gar nicht essen und muss es weg schmeißen oder ist es mit viel Eiweiß (Quark) und ungesüßtem Obst gemischt nicht schlimm?
  • ist es ok Tee mit Honig zu süßen?
  • Wir gehen sehr gerne zum Chinesen, allerdings kann ich irgendwie nichts passendes finden. Wäre die alternative die Nudeln und Reis auf dem Teller zu lassen? Das Fleisch ist entweder paniert oder in Soße mit Stärke. Was ist euer Ratschlag ?
  • Ich muss dazu sagen, dass ich was das Thema kochen angeht stinkefaul bin. Und deshalb weiß ich jetzt auch nicht genau wo oder wie ich anfangen soll. Wäre sehr dankbar für alle guten Tips und Ratschläge. Immer her damit.
  • was darf ich und was nicht, und wenn ja wieviel und was geht gar nicht. Ich bedanke mich jetzt schon für Antworten

So stellt sich mir die Frage, ob die Menschen Diäten (oder auch anderes) als Religionsersatz nehmen. Es gibt auch diätische Eiferer, „Götter“, und anderes. Leute, die in ihrer Religion fest verankert sind, brauchen sowas ja nicht. Deswegen die Frage im Titel.