Ein Neustrelitzer Schulleiter will die Eltern der Schüler der 10. Klasse zwingen, den Kindern ein iPad zu kaufen. Das entnahm ich der Tagespresse. Hat der einen an der Klatsche? (Bei allem Respekt!)

Da hoffe ich mal für ihn, dass er wenigstens Prozente für diese Forderung den Eltern gegenüber von Apple (oder einer entsprechenden Vertriebsfirma) bekommt, ansonsten ist er doch blöd.

Nichts gegen den Einsatz von Tablets im Unterricht. Aber muss es wirklich ein proprietäres System sein? Außerdem fehlt mir immer noch ein durchschlagender Nachweis, dass man mit einem Tablet gut produktiv arbeiten kann. Konsumieren, rezipieren, informieren – alles kein Problem. Aber produktiv arbeiten?

Unlängst war ich in eine Diskussion um den Sinn von Tablets verstrickt, die ich gern mal weiterreichen möchte. Unwidersprochen waren die vielfältigen Möglichkeiten, Zugriff auf diverse Medien zu erlangen, um sich zu informieren, um diese zu konsumieren u.ä., vor allem im Zusammenhang mit ihrem mobilen Einsatz.

Der Streitpunkt war der, ob man mit Tablets Medien (im weiteren Sinn) auch sinnvoll gestalten kann bzw. allgemeiner formuliert, ob man mit einem Tablet sinnvoll und effektiv produktiv arbeiten kann, oder ob hier nicht Laptops oder richtige Rechner sinnvoller wären.

Produktive Arbeit sei in diesem Falle mal alles, was über einen Dreizeiler als Text oder E-Mail, einfache, das ganze Bild umfassende Bearbeitungen (Gamma-Korrektur), oder das Aneinandereihen von vorhandenen Musikstücken hinaus geht.