Sonntags nutzt man gern mal die Ruhe, um seine persönlichen Angelegenheiten zu erledigen, vor allem die unangenehmeren. Rechnungen bezahlen gehört beispielsweise dazu, und manchmal sind das welche, die man eigentlich nicht bestellt hat.

In den letzten Wochen war ich kein vorbildlicher Autofahrer. Wenn das ausnahmsweise passiert, dann knirscht man innerlich mit den Zähnen und bezahlt. Wenn sich aber zwei „Rechnungen“ angesammelt haben, wird man schon etwas reumütiger. Und man kann vergleichen.

Und Schlüsse ziehen. Aber manchmal widersprechen diese Schlüsse dem gesunden Menschenverstand. Frage: Welches Auto ist gefährlicher: ein stehendes oder ein fahrendes? Ohne viel darüber nachzudenken, wäre die Antwort: das fahrende.

Bei der Sanktionierung des Falschverhaltens wäre es also eigentlich logisch, falsches Fahren härter zu bestrafen als falsches Stehen. Der konkrete Fall zeigt – wer hätte es gedacht – genau das entgegengesetzte Bild. Mein stehendes Auto verursachte höhere Kosten als das fahrende. Hat dafür jemand ’ne Erklärung? Mir fällt zumindest keine logische ein.

Die genaue Kenntnis der Fälle vereinfacht die Auflösung übrigens auch nicht. Es sind beides Überschreitungen. Die billigere war eine Geschwindigkeitsüberschreitung, die teuere eine Parkzeitüberschreitung. Oder sind das die explodierenden Mieten, die sich bei letzterem ausgewirkt haben?

Im NeubrandenBlog fand sich unlängst ein interessanter Artikel über geplante Hundefreilaufflächen, also angeordnete Plätze, auf denen sich der vierbeinige Freund des Menschen frei entfalten kann.

„Hunde-Freilauf-Flächen“ bringt das Rathaus jetzt ins Gespräch. … In ganz Neubrandenburg gibt es keine einzige Stelle, wo Hunde über eine Schulterhöhe über 40 Zentimeter frei herum laufen könnten. … Nun will die Stadt Erfahrungen mit Freilaufflächen sammeln und probeweise den Leinenzwang an drei Plätzen aufheben. Es geht um eine Fläche am Landschaftsgarten Brodaer Teiche, um den alten Sportplatz oberhalb der Kopernikusstraße und um eine Fläche auf dem Datzeberg beim Feldmesserweg hinter der Druckerei.

(zitiert aus NeubrandenBlog, 27.05.2011, Links von mir und nur Schätzungen)

Kennt ihr diese ausziehbaren Hundeleinen? So eine ausziehbare Hundeleine ist ja ein schönes Ding und gibt dem Hund ein wenig Freilauf, wie ich kürzlich erleben durfte. Im Biergarten war der Forscherdran dann aber doch so groß, dass der Hund erst dann Ruhe gegeben hätte, wenn er mit der Leine alle Stühle und Tische miteinander vernetzt hätte.
Aber so richtig Stimmung kam beim Tier dann auf, als es sich völlig frei bewegen und Bällchen holen durfte. Das ging natürlich nicht an der Leine, sondern freilaufend. Die eigene Kleingartenparzelle brachte hier die entsprechenden Möglichkeit. Also nicht meine Parzelle, auch nicht die vom Hund.

Die Einrichtung von Freilaufflächen in Neubrandenburg ist insofern eine sinnvolle Sache. Passende und ähnlich gut wie die oben genannten liegende Flächen gibt es sicher doch auch am Langefurtsweg, an der Lutizen– oder an der Carl-Scheele-Straße.

Nicht vergessen werden dürfen dann aber auch die Parkmöglichkeiten an den Plätzen und ggf. gastronomische Versorgung für Herrchen, Frauchen und Hund, ergänzt durch die Ausleihmöglichkeit von spannenden Spielgeräten. Das schafft ggf. sogar noch Arbeitsplätze.

Ganz wichtig sind auch die Platznutzungsregularien. Das Gefahrenpotenzial bei der gleichzeitigen Nutzung der Freilauffläche durch zwei oder mehr, sich ggf. noch nicht kennende Hunde ist doch sicher riesig. Die gegenseitige Versicherung vor Schäden an Mensch und Hund ist in der Bedeutung immens. Wir neigen ja zur exakten Regelung, die dann auch erfolgen sollte.