Mein Leben mit G.P. und L. (ein Fortsetzungsroman), 1. Episode

Es war einmal in alter Zeit … naja, so lange war’s auch nicht her. Irgendwann Mitte 2025, um genau zu sein. Wobei, der eigentliche Stichtag war der 14. Oktober 2025. Sozusagen der Auslöser, der dann aber schon mit ein wenig Vorlauf wirkte. Große Ereignisse müssen gut vorbereitet sein. Und so ein Blogbeitrag auch. Mir schwirren gerade eine Menge Gedankenfetzen durch den Kopf, die ich hier in diese kleine Reihe gießen möchte, aber so halbwegs strukturiert und nachvollziehbar sollte es sein. Fangen wir also am Anfang an, irgendwann vor dem Stichtag.

Früher™

Aufgewachsen bin ich mit Windows, wobei, angefangen hat es – um es genau zu machen – eigentlich mit DOS. Ja, ich bin alt. Meine Diplomarbeit (um mal beim Urschleim anzufangen) mit dem Titel „Analog-Digital- und Digital-Analog-Wandler für den KC85/1“ (sinngemäß) schrieb ich 1989 auf einem 286er PC in Word 5.5. Die Konstellation lässt vermuten, dass es eine Arbeit für die Schublade geworden ist. Angefangen hatte ich aber schon 1988 und mit der Grenzöffnung kam eben auch so ein PC mit MS-DOS und Word 5.5 an den Ort, wo ich gerade mein erstes und einziges Mal eine doppelseitige Platine für diesen Wandler geätzt hatte. Leiterbahnen handgemalt! Ein wenig schade, dass es davon keine Fotos gab und das Gerät natürlich an der Uni blieb. In der Erinnerung ein Kunstwerk. 😉

Nach Abschluss, Praktikum und Referendariat wurde ich nach kurzer Arbeitslosigkeit Dozent in einer Umschulungsfirma und gab da einen Kurs, der die Teilnehmenden an den PC heranführte. Der Schnupperkurs lehrte u.a. DOS, ein Office-Paket namens Framework und eine Finanzbuchhaltungssoftware, deren Namen mit entfiel. Drei Monate. Von Windows war nur wenig zu sehen, eher so als Programm für eine grafische Oberfläche von DOS, die Programme brauchten es allesamt nicht. Anekdote am Rande: Als ich mich arbeitslos meldete, schickte mich das Arbeitsamt zu einem Bildungsträger, wo ich einen Computergrundkurs belegen sollte. Da kam dann aber der Dozentenjob dazwischen. Jahre später ging mir auf, dass ich dort eigentlich den kurz bekommen sollte, den ich dann selbst gab. Passiert. Da „meine“ Umschulungsfirma auch mit Rechentechnik handelte, kam bei mir privat auch der erste PC ins Haus. Das war dann wohl ein 386er mit Windows 3.11 und einem Faxmodem. 9600 Baud. Von Internet war noch nicht wirklich die Rede, das Kommunikationsmedium seinerzeit hieß „Mailbox“, die dann u.a. über das FIDONET (?) miteinander verbunden waren. Am 11.11.1994 verband sich mein Rechner das erste mal mit einer Mailbox, was nachfolgend die größte Telefonrechnung meines Lebens auslöste. 😉 Die Modems wurden schneller, irgendwann kamen ISDN und DSL, Pentium und Windows 95, 98SE, 7, XP und 10. Die nachfolgenden Jobs verbanden mich auch immer fester mit der Rechentechnik – heute geht nix mehr ohne. Unter den Kollegen bin ich Nerd vom Dienst, unter meinen Nerdfreunden  eigentlich der unnerdigste. Was man denn auch immer unter „Nerd“ versteht …

Heute

Mein (bisher) letzter PC ist zwar auch schon ein wenig in die Tage gekommen, läuft aber noch super. Er hat eigentlich nur einen Makel: Er ist nicht Windows-11-tauglich. Nun hab ich auf Arbeit unzählige (>12) Win10 auf Win11 geupdatet, upgedatet oder wie es auch immer heißt. Mein eigener wollte nicht. Da er aber noch so gut läuft, kam für mir ein Neukauf nicht in Frage, zumal ich einen Laptop mit Win11 parallel mein eigen nenne. So kam ich – auch für den privaten Bereich – mit Linux in Kontakt. Ein wenig experimentiert hatte ich früher schon, aber die Hardware, die ich dafür nutzte, weigerte sich – vermutlich teilweise durch falsche Bedienung oder Sperren, die erst überwunden werden mussten.

Da es jetzt aber ernst werden sollte, musste ein Plan oder sowas ähnliches her. Ein technisches Konzept. Eine Idee, wie man seinen Datenkram zu Hause zukunfts- und datensicher organisiert. Und das möglichst umfassend, ggf. mit Einbeziehung von Handys, Tablets und was sonst noch so alles rumschwirrte. Der 14.10.2025 kam näher, das Supportende von Windows 10. Der Stichtag drohte am Horizont. Die Geschichte zeigte, dass Microsoft ein Herz für Windows 10-Anhänger hatte (mal sehr wohlwollend formuliert), es gab irgendwann eine Gnadenfrist, eine Supportverlängerung, bei der ich gerade nicht weiß, wann die ausläuft. Der 14.10.2026 – ursprünglich angedacht – ist es wohl auch schon nicht mehr. Als die Info aber kam, war ich mit meinen Vorbereitungen für den Systemwechsel schon so weit, dass ein Zurück oder Verharren nicht mehr sinnvoll waren. Ich wechselte zu Linux und bin bis heute glücklich damit.

Womit dann das „L.“ in der Überschrift grundsätzlich aufgelöst ist. Details dazu und wer G.P. ist, erfahrt ihr in der nächsten Folge dieser losen Reihe.

Monats-Anthologie Oktober 2022

Wenn am Tag der deutschen ein Zocker-Spezial von „Wer wird Millionär“ ausstrahlt, entbehrt das nicht einer gewissen, sicher ungewollten .

Diese für Kaffee&Co. sind ja ganz praktisch für #Heißgetränke. Man verbrüht sich länger die , dafür kann man sich nicht die dran wärmen.

Die hat also die falschen Lottozahlen eingeblendet. So so. Stellt sich eher die Frage, warum die Lottozahlen überhaupt in der Tagesschau verlesen werden. zählt nicht als Grund.

Hmm, Kakao und Stolle. Wenn ich jetzt noch eine Kerze anzünde, ist das Jahr aber fast zu Ende.

Die nächste Wahl kommt bestimmt

Es wird wohl noch September werden, bis ich mal wieder aufgerufen bin, mich an einer Wahl zubeteiligen. Aus heutiger Sicht bin ich unschlüssig. Nicht ob, sondern was ich wählen werde. Dem liegt eine historische Entwicklung zu grunde. Im Laufe des Lebens entwickelt man sich ja weiter. Zugegeben, auf das konkrete Wahlverhalten hat das wenig Einfluss gehabt, aber ein paar kleine Schwenker gab es schon, vor allem, wenn eher Menschen als Parteien gewählt wurden.

Die erste Wahl erfolgte eher „naiv“, geprägt durch Unkenntnis. Ich könnte mich aber damit herausreden, dass im allgemeinen Konsens zur Zeit die Wahl nicht unbedingt als demokratisch bezeichnet wird und ich sie also ignorieren kann. Auch die zweite war „naiv“, geprägt durch Unkenntnis, aber es war eine neue Unkenntnis; die Zeiten hatten sich gewandelt bzw. waren im Wandel begriffen.

Ab der nächsten oder übernächsten Wahl war ich dann aktiv am Geschehen beteiligt, wenn auch eher im Berichterstatten als am eigentlichen Wahlvorgang. Der aktive Part hier war nur der, hingegangen zu sein. Im Laufe der Jahre sah ich so eine Grundschule, eine berufliche Schule und eine Turnhalle teils mehrfach von innen. Aus dem naiven Wähler wurde einer, der das, was er da tat, bewusst und (beinahe) mit Überzeugung machte.

Aber die schmolz im Laufe der Zeit dahin. Aus der Überzeugungs-Wahl wurde eine Richtungswahl, eine Grundsatzwahl und irgendwann die Wahl des kleineren Übels. Und dabei blieb es nicht. Wie bei vielen auftauchenden kleinen Dingen des Lebens wuchs das Übel, so dass das kleinere Übel irgendwann gar nicht mehr so klein war. Aber wer so ein Übel mit Wissen und Erfahrung, also Informationen füttert, der braucht sich nicht zu wundern. Es wurde immer schwerer, wenigstens grundsätzliches als Wahlargument heranzuziehen, um mit seiner Wahlentscheidung im Reinen zu sein.

Der Wahl-O-Mat – bei allen bekannten Vor- und Nachteilen – half dabei und ein paar Wahlen sind so zu Wahl-O-Mat-Wahlen geworden. Ich bin mir durchaus bewusst, wie die Ergebnisse bei diesem Internetangebot entstehen, aber wenn Wahl-O-Mat sich mit grundsätzlichem ein wenig in Übereinstimmung bringen lässt, dann soll es wohl so sein.

Einmal, es war nicht die letzte Wahl, aber eine kurz davor, habe ich sogar geschwänzt. Es hat mir auch nicht gefallen. Wer nicht wählen geht, darf sich hinterher auch nicht beschweren. 😉 Aber so stellt sich die Frage mit Blick auf den 26. September: Was wähle ich? Die aktuelle Politik auf Bundes- und Landesebene macht einem da die Entscheidung nicht leichter. Leicht ist nur die Feststellung, welche Parteien man nicht wählen möchte. Das ist einfach.

Aber bleibt auch etwas vernünftiges übrig?

Richtig oder erfolgreich

Da habe ich was aufgeschnappt in den Medien des heutigen Tages. Das informatorische Umfeld ist die aktuelle Situation in der Türkei in Verbindung mit der Annäherung an die EU und das aktuelle Verhalten der deutschen Politik dazu. Die hiesige Opposition äußert sich natürlich auch dazu.

So zum Beispiel Johannes Kahrs aus der Fraktion der SPD im Bundestag. In seiner Reaktion kommt folgender Satz vor: „Und am Ende werden wir ein Problem haben mit der Türkei, weil die sich nicht weiter in die richtige Richtung entwickeln…“

Unabhängig vom Umfeld dieser Äußerung soll es mal ums Prinzip gehen: Wer definiert hier die „richtige Richtung“? Mit welcher Arroganz muss man eigentlich ausgestattet sein, den eigenen Weg als den richtigen zu bezeichnen? Ob Europa, Deutschland oder wer auch immer sich heute auf dem richtigen Weg befindet, wird erst weit weit in der Zukunft eingeschätzt werden können.

Dass in dem Zusammenhang die EU bei aller Kritik im Moment durchaus als erfolgreicher bezeichnet werden könnte, mag durchaus angehen, das Ergebnis dieses Vorganges wird es nachweisen. Aber dass sich die EU in eine „richtige Richtung“ entwickelt, diese Einschätzung wollen wir doch bitte Historikern nachfolgender Äonen überlassen einzuschätzen.

Jüngste Stadt des Landes

Da ist man auf einer geführten Tour quer durch die heimlische Hauptstadt des Landes Rostock, erfährt viel über die Backsteinbauten dortselbst, sieht die „ältesten“ Häuser der Stadt und darf sich anschließend doch wundern. Stimmt das alles, was einem da erzählt wurde? Ist Rostock wirklich elf- oder zwölfhundertsowieso gegründet bzw. erstmals urkundlich erwähnt worden? Oder werden die ganzen alten Bauten nur für die Touristen hingestellt und sind im schlimmsten Fall aus Pappmaché?

Konkretisieren wir die Frage: Wurde Rostock 1218 oder 1952 gegründet? Die Stadtführerin auf der eine Seite oder diese Info, auf der gleichen Tour fotografiert, auf der anderen Seite:

Knapp 800 Jahre oder 60? Gesprochenes Wort vs. geschriebenes.