Oktoberfest: 2:1 für Neubrandenburg

Was will uns der Autor dieser Zeilen mit der Überschrift sagen? Normalerweise schreibe ich bei meinen Blogeinträgen die Überschrift immer als letztes, dieses mal nicht. Wer mal zufällig genau zu dem Zeitpunkt auf meine Blogseiten gelangt ist, als ich einen Artikel publizierte, wird das vielleicht schon bemerkt haben. Manchmal geht so ein Beitrag ins Netz, ohne, dass ich die Überschrift eingegeben hatte …

Doch zurück zum Titelthema. Ich war heute auf dem Neubrandenburger Oktoberfest. So rund um 20 Uhr. Die Musik schallte mir schon vom Parkplatz aus entgegen, ich war glücklich, einen Stellplatz zu finden. Manchmal fällt es mir doch schwer, mich zwischen mehreren freien Plätzen zu entscheiden. 😉 Fressbuden, Saufbuden, Karussels, Fressbuden, Losbuden, Saufbuden, Fressbuden, … Aber immerhin standen sie diesmal in einer anderen Reihenfolge als noch letztes Jahr oder zum Pfingstfest.

Mittwochabend, 20 Uhr, auf dem Neubrandenburger Oktoberfest: Aber wir haben gewonnen! 2:1. Nur wodrin, wird sich der geneigte Leser fragen. Immerhin scheint es wichtig gewesen zu sein, die Übertragungswagen des NDR verließen gerade das Gelände. Fußball? Wettsaufen? Aber gegen wen? Das Ergebnis 2:1 bedingt einen Gegner? Oder doch nicht?

Lange Rede, kurzer Sinn: Zwischen den Besuchern und den Budenbesitzern gab es ein Verhältnis von 2:1. Also fast Individualbetreuung.

150 Tkm und kein bißchen leise …

Heute war mal wieder so ein Tag, ein wenig sentimental zu werden. Auf dem Weg zur Arbeit, immer mit einem Auge auf der Straße, aber auch mit einem Auge auf dem Kilometerzähler, erreichte letzterer eine Zahl mit vielen Nullen drin: 150’000 km.

Hoch lebe mein Twingo: knapp 14 Jahre alt und wohl noch gut in Schuss, wenn auch schon mit ein wenig eigener Persönlichkeit. Immerhin: Es ist der erste, in Neubrandenburg zugelassene Twingo. Da darf er Persönlichkeit zeigen.

Aber er wird mein bleiben, bis dass der TÜV uns scheidet.

Spitze Feder oder spitze Schaufel

Wichtig in der deutschen Sprache sind ja auch Füllwörter, „Gänsefüßchen“ und ähnliche Wortkonstruktionen, die andeuten, dass nicht immer alles, was geschrieben steht, auch wörtlich zu nehmen ist. So passiert in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Zitat:

Am 17. Juni 2008 um 14 Uhr nimmt Oberbürgermeister Dr. Paul Krüger den symbolischen ersten „Spatenstich“ zur Neugestaltung des Marktplatzes Neubrandenburg vor.

Zitat Ende.

Man stelle sich das mal wortwörtlich vor. Bei dem Betonboden würde unser OB aber eine ganz spitze Schaufel benötigen. 😉

Wahlkampf ohne Kämpfe?

Ich glaube, mit dem heutigen Tag fängt Herr Schröder an, in seinem stark amerikanisierten Wahlkampf Fehler zu machen.
Warum geht er wirklich(!) direkten Diskussionen mit dem aktuellen Amtsinhaber aus dem Weg. Auf seiner Webseite gibt es ja eine Pressemitteilung zum Thema, der Grund dadrin ist m. E. gut gefunden und vorgeschoben.
Weiß er, dass er allein, ohne seine Crew im Hintergrund, gegen den OB keine Chance hat?
Hat es im gesamten bisherigen Wahlkampf überhaupt schon mal eine direkte Diskussion, die den Namen auch verdient, zwischen den Kandidaten gegeben? Und wenn nein, warum nicht?

Diskussionen sind ja einige geplant gewesen:

  • Nordkurier (22.05.2008)
  • NDRkultur, Mecklenburgische Literaturgesellschaft e. V. (22.05.2008)
  • neu’eins
  • Zebra (26.05.2008)
  • NB-Radiotreff 88,0 (28.06.2008)

Da bleibt abzuwarten, welche von den Veranstaltungen wirklich in der Form stattfindet, wie sie geplant ist.

Vorbei die Wahl – Warum alle verloren haben

Die Wahl zum Oberbürgermeister ist vorbei, die Stichwahl steht vor der Tür. Für manche Wählerinnen und Wähler wir diese eine Auswahl zwischen Pest und Cholera sein. Nicht nur deswegen vermute ich eine Wahlbeteiligung am 1. Juni 2008 von unter 30%, würde mich aber freuen, wenn ich mich irre.

Aber verloren haben sie ja eigentlich alle. Die Frage ist, warum?

Klaus Schier hat wohl nicht bedacht, dass der, der allgemein unzufrieden ist, gar nicht erst zur Wahl geht. Sein Ergebnis zeigt es deutlich.

Anco Beisler würde ich gern mal fragen, was der Scherz mit der OB-Bewerbung gekostet hat. Was anderes als ein Scherz kann es ja eigentlich nicht gewesen sein.

Claudia Dietrich säbelte sich wohl mit ihrer Parteinähe selber die Beine weg, und wäre mit einem Degen vielleicht eleganter rüber gekommen.

Gisela Ohlemacher, da fällt mir nix ein, weil ich nichts von ihr wahrgenommen habe.

Michael Nötzel ist wohl der einzige mit einem Achtungserfolg: Von Null auf über 10%. Gratulation.

Irina Parlow verlor wohl wegen ihrer negativen Ausstrahlung. Wahlkampf (und auch die Zeit zwischen den Wahlen) ist nicht die Zeit, über Probleme zu reden, sondern Lösungen anzubieten.

Hans-Joachim Schröder hat verloren, weil Neubrandenburg nicht Amerika ist. Ihm hilft nur, wenn er sich aus dem persönlichen Wahlkampf raushält. Je weniger öffentliche Auftritte, umso besser.

Und nicht zuletzt hat auch Dr. Paul Krüger verloren. 7 Jahre Amtszeit gehen nicht spurlos an einem vorbei.

Wie wird die Stichwahl ausgehen? Eine gute Frage. Rein rechnerisch (die Stimmen der anderen Kandidaten auf die Kontrahenten aufgeteilt) sieht es wie ein 40%-zu-44%-Sieg für Karl-Heinz Schröder aus (die Summe sind keine 100%, da sich nicht alle Stimmen zuordnen ließen). Die geringe Wahlbeteiligung dürfte wohl auch noch einen Einfluss nehmen, die Frage ist nur, in welche Richtung. Am 01. Juni ab ca. 19 Uhr sind wir schlauer.

Noch 21 Tage

Jetzt sind es nur noch geschlagene 3 Wochen, bis in Neubrandenburg der erste Wahlgang zur Wahl des/der neuen Oberbürgermeister/in stattfindet. Mittlerweile hängen ja auch schon fast alle Kandidatinnen und Kanditaten an den Laternen aufgehangen. Bei zweien steht bemerkenswerterweise sogar eine Botschaft drauf. Sie ist zwar klein, aber es gibt sie. Und zumindest Fußgänger können sie lesen.

Keine Botschaft, aber zumindest vielfältig wechselnde Hintergrundfarben, hat ja auch ein Kandidat auf seinem ansonsten recht puristischen Wahlplakat. Kopf, Name, „Neubrandenburg wählt“, mehr ist ansonsten nicht drauf. Nur: Was sollen die wechselnden Farben bedeuten? Ändert er auch so oft seine Meinung? Oder wird da alles in allem ein Regenbogen draus? Oder will er damit nur eine möglichst breite Masse ansprechen?

Interessant sind ja auch die Vorabumfragen zum Thema. Neben anderen hat ja auch NB-Radiotreff 88,0 eine auf seiner Webseite, mit interessanten Zwischenständen.

Ich bin wirklich gespannt, was bei der Wahl herauskommt. Ich gehe auch hin. Aber ich weiß nach wie vor noch nicht, wen ich wählen soll …

Kandidaten im Check – Und ich weiß immer noch nicht, wen ich wählen soll.

Seit heute gibt es ein interessantes Internetprojekt bzgl. der OB-Wahl am 18.05./01.06.2008: www.checkmichab.de

Nun bin ich zwar schon ein paar Tage älter als 16, das hindert mich aber nicht, mich vor der Wahl, zu der ich ja nach wie vor gehen will, zu informieren. Allerdings hilft mir das Angebot bei meiner Wahlentscheidung auch nicht weiter und zeigt auf Grund der Antworten, der Nichtanworten oder der Nichtteilnahme der Kandidaten immer noch nur an, wen ich NICHT wählen kann.

Ich suche also immer noch beratende Hilfe.

… und da waren’s plötzlich acht.

Also alle mal acht geben, es gibt jetzt 8 Bewerberinnen und Bewerber für den Oberbürgermeisterposten in Neubrandenburg.

Zu besseren Übersicht die Frauen:
– Claudia Dietrich
– Giesela Ohlemacher
– Irina Parlow

Und die Männer:
– Michael Nötzel
– Hans-Joachim Schröder
– Anco Beisler
– Klaus Schier
– Amtsinhaber Paul Krüger

Gewählt wird ja am 18. Mai, die Chance, dass einer gleich die absolute Mehrheit erringt halte ich für unwahrscheinlich, so dass wir am 1. Juni nochmal wählen dürfen.

Apropos 1. Juni: Für den Tag wage ich den Versuch einer Vorhersage der Wahlbeteiligung. Unter 30 Prozent.

18. Mai / 01. Juni 2008

Die beiden Tage, jeweils Sonntage, stehen für die nächste anstehende Wahl: Die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg. Und ich bin mir noch nicht im klaren, wen ich wähle. Aber es ist ja auch noch ein bißchen hin.

Seit meinem 18. Lebensjahr bin ich zu jeder Wahl gegangen und habe meine Stimme abgeben. Ich habe mich vorher ein wenig über das informiert, was da zur Wahl stand, wobei ich aber nicht so weit gegangen bin, dass ich Wahlprogramme oder -reden angehört habe, aber ich habe auch Wahlwerbung ignoriert. So kam es dann, dass ich nicht immer das gewählt habe, hinter dem ich voll und ganz gestanden habe, sondern manchmal (bzw. meist) das kleinere Übel.

Bei der anstehenden Wahl weiß ich (noch) nicht, wen ich wählen soll. Selbst der gedankliche Ansatz mit dem kleineren Übel hilft das erste mal nicht weiter, da ich noch kein Übel gesehen habe, dass klein genug ist, damit ich es akzeptieren kann …

Aber noch ist etwas Zeit. Und gewählt wird erst am 18. Mai. Über wählbare Hinweise wäre ich mehr als dankbar.