Webshop-System für lokalen Einzelhandel – Eine Idee

Das kann doch nicht so schwer sein, dem lokalen Einzelhandel ein Webshopsystem zusammenzuzimmern, dass den Besonderheiten dieses Handelsegmentes gerecht wird. Klassische Shop-Systeme fallen da schon mal wegen unnötiger Größe und Komplexheit aus. Immerhin geht es ja beim lokalen Einzelhandel nicht nur um reinen Produktverkauf. Deswegen ist ein klassischer Webshop der falsche Ansatz.

Sicher: Ein Modul des LEH*-Shops (* Lokaler EinzelHandel) kann durchaus ein klassischer Webshop sein. Aber wer will wirklich alle seine Produkte dort eingeben und ansprechend präsentieren? Da lohnen Aufwand und Umsatz nicht. Also gilt es, neue Wege zu denken und entsprechend vorhandene Lösungen schwungvoll miteinander zu vereinen. Es muss doch ein paar Programmierer geben, die folgendes zusammenzimmern können.

Der oder die Verkäufer/in/nen befindet sich mit einer Art Videokonferenzsystem beweglich im Laden (Smartphone mit WLAN), ggf. gibt es noch eine zweite Webcam im Laden (Totale, oder durch die Gegend wandernd). Kommt ein potenzieller Kunde auf die Webseite / in die App, landet er nach einer registrierung/Anmeldung erstmal in der „Schlange“, bekommt das Bild der zweiten Cam auf den Schirm und eine Anzeige, wieviele Kunden vor ihm in der „Schlange“ sind, sprich: sich vorher eingeklinkt haben. Die Anzeige kann man mit voraussichtlicher Wartezeit u.a. Angaben sicher ausbauen.

Der erste in der Schlange kommt auf das Smartphone eine(s/r) Verkäufer(s/in), sieht diese/n auf seinem Smaprtphone/Rechner und man kann sich unterhalten. Gibt es mehrere Verkäufer/innen, werden die Kunden aus der „Schlange“ entsprechend zugeteilt. Jetzt kann der/die Verkäufer/in mit dem Kunden durch den Laden wandern, ggf. zu Produkten beraten und diese gleich in einen realen Warenkorb legen. Ist der Einkauf fertig, sind oder werden Bezahlwege festgelegt und der Kunde bekommt die Info, ab wann er den Einkaufskorb an einer geeigneten Ausgabestelle gegen irgendeine geeignete Identifizierung (QR-Code auf dem Handy oder sowas) abholen kann.

Gerade bei kleineren Geschäften sollte das doch im Prinzip funktionieren. Schwierig wird’s bei Bekleidungs- oder anderen Geschäften, wo man auch etwas an- oder ausprobieren muss. Aber bei vielen standardisierten Produkten sollte das funktionieren, gerade auch bei denen, die einen gewissen Beratungsbedarf haben.

Und natürlich wird sowohl de(m/r) Verkäufer/in und dem/der Kund(i/e)n angezeigt, wie lang die „Schlange“ ist, damit sie wissen, ob sie sich Zeit lassen können oder doch lieber etwas sputen. Wie im wahren Leben also. Natürlich können die Wartenden sich nicht umschauen (außer, die 2. Webcam ist steuerbar), aber man könnte auch Produkte aus dem klassischen Webshop werbend einblenden, oder auch von benachbarten Läden, gleich mit der Info, wie lang dort die Schlangen gerade sind …

Und dann gibt es vielleicht bald doch das Webangebot www.innenstadt-nb.de/Shop

Tagesrückblick Sonntag, 03.03.2013

Heute war es mal wieder soweit. Neubrandenburg erlebte einen kulturellen Höhepunkt, der mehr Menschen auf die Beine brachte, als so manches politischere und vor allem auch wichtigere Thema in der Vergangenheit. Selbst Rettungswagen mit Blaulicht waren dabei, um Teilnehmer, die nicht bis zum Ende durchgehalten haben, zu verarzten.

Beobachter der Szenerie würden behaupten, was waren mehr Menschen unterwegs als beim durch die Naziaufmärsche initiierten Fest der Demokratie, beim Tag der Familiengesundheit auf dem Marktplatz oder beim letzten Flohmarkt. Allein das Vier-Tore-Fest hat wohl mehr Menschen in die Neubrandenburger City gezogen. Der Vergleich hinkt dann aber, weil letzteres ein eher lokales Ereignis ist, das heutige aber landesweit in diversen Innenstädten stattfand: Rostock, Greifswald, Schwerin und eben auch Neubrandenburg.

Vielleicht hat das erste sonnige Wochenende diesen Jahres den Veranstaltern in die Hände gespielt, dass so viele kamen. Der Marktplatz war fast überlaufen zu nennen, in der Fußgängerzone der Treptower Straße war mehr los als zu manchen Haupteinkaufszeiten. Und dabei war noch nicht mal Grünmarkt. Auf den ersten Blick war gar nicht zu sehen, wo der Auslöser des Ereignisses stattfand. Der mediennutzende und damit informierte Bürger wusste aber, was ihn besser als jedes gesellschaftlich notwendige Thema in die Innenstädte zog: Der heilige Konsum. Es war verkaufsoffener Sonntag.

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