Chronistenpflicht

Da ich mal davon angefangen habe, muss ich es wohl auch durchziehen. Auch wenn ich es nicht mehr ganz so stark zelebriere, sei doch der Chronistenpflicht genüge getan und die aktuelle Kaktusblüte dokumentiert.

Aufgenommen heute früh im hellblauen Widerschein eines morgendlichen Himmels.

Wer genauer hinsieht, sieht noch die Überreste der vorherigen Blüte am rechten Rand im unteren Viertel. Aber auch die nächste Blüte deutet sich bereits an: Der obere kleine, etwas hellere Knubbel am Kaktus.

Wenn ein Sonntag so beginnt …

…, dann kann es nur noch ein schöner Sonntag werden. Nicht völlig überraschend – zumindest aus gestriger Sicht – zeigt sich der Kaktus heute nach dem Öffnen des Rollos am Schlafzimmerfenster so:

Und wer genau hinguckt, der sieht oben am Kaktus kleine Knubbel, die früher oder später auch noch zu solch schönen Blüten heranreifen.

Offener Brief an das schöne Geschlecht

Liebe bezaubernde Mädels,

wie schmeichelt Euer Anblick das Auge des wohlwollenden Betrachters, wenn ihr unter der Woche Euch in einem schicken Outfit zeigt. Wie liebreizend seht ihr aus, vielleicht gerade 18 Jahre alt oder auch 20, wenn Ihr Freitags- oder Samstagsabends zur Disko, zu einer Partys, in ein Bar oder einfach nur irgendwo lang geht.

Aber wie Scheiße seht Ihr dann aus, wenn Ihr mitten in der Party total besoffen in nahe gelegene Rabatten kotzt und Rasenflächen bekübelt?!

Schade, dass Ihr Euch dabei nicht beobachten könnt.

 

Mit freundlichen Grüßen

gez.

(nach Diktat verreist)

 

Kuscheltier des Monats

Eine Scherzfrage lautete mal: Welches ist das beliebteste deutsche Haustier mit einem Bein? Das halbe Hähnchen. Schon Otto (Waalkes) in seinen jungen Jahren witzelte: Läuft einer mit einem halben Grillhähnchen unterm Arm zum Tierarzt und fragt: „Herr Doktor, ist da noch was zu retten?“. Nicht unerwähnt soll in dieser Aufzählung auch der Stimmungssänger Gottlieb Wendehals bleiben, der seiner Polonäse Blankenese mit einer Aktentasche vorauslief, aus der ein Gummihähnchen guckte, beizeiten hielt er es auch in der Hand.

Nun ist das Gummihähnchen auf der einen sowie das Grillhähnchen auf der anderen Seite nicht dafür geeignet, wirklich wohlige Gefühle bei der Berührung hervorzurufen. Da ist es immer wieder schon, wenn es in der deutschen Kreativszene, in enger Zusammenarbeit mit fleißigen chinesischen Händen, Leute gibt, für die dieser Konflikt eine Herausforderung ist und sie etwas erfinden können. Wobei „erfinden“ nicht wirklich der richtige Begriff ist. Nachgestalten klingt irgendwie passender.

So erschreckte ich mich unlängst über folgendes Angebot, dass ich irgendwo im Netz fand:

Wer bisher im Supermarkt seiner Wahl nur halbe eingeschweißte Grillhähnchen sah, wird sich hier über das ganze, doch auch sehr fleisch aussehende Exemplar wundern oder freuen. Der Anblick macht aber stutzig, so dass wir mal das ausgepackte Exemplar betrachten.

Spätestens jetzt wird klar, dass dieses Tier nicht zum Verzehr bestimmt ist sondern zum Streicheln der Seele. Dieses Grillhähnchen ist aus Plüsch und demzufolge zum Kuscheln ideal geeignet. Zu intensiv sollte man es aber auch nicht liebkosen, sind doch Keulen und Flügel ablösbar.

Klettverschluss sei Dank.

Neben diesem Plüschgrillhähnchen sind auch noch Plüscheiswaffeln, Plüsch-Petit-Fours, Plüschsandwich, Plüschpizza(!) und selbst ein ganzes Plüschgrillset verfügbar. Aber auch andere ganze Standard-Gerichte gibt es.

„Mit dem Essen spielt man nicht“ habe ich mal als Kind gelernt. Das Plüschessen ist natürlich kein Essen, aber muss es sowas wirklich geben?

Vom Stolz, ein Deutscher zu sein

Mal ganz davon abgesehen, dass ich Stolz für absolut lässlich halte, ganz aus Gründen des vielfachen Leiden, die dieses Gefühl schon ausgelöst hat. Das soll hier aber nicht Thema sein.

Es gibt aber so ein paar Produkte, auf denen steht, dass sie entweder „Made in Germany“ sind oder zumindest hier entwickelt wurden. Ein Beispiel ist hier zu sehen.

Den Firmennamen – er tut nichts zur Sache – habe ich mal unkenntlich gemacht. Die Produkte, die sich dahinter verbergen, sind wirklich nicht geeignet, stolz darauf zu sein, aus dem gleichen Land zu kommen. Aber sehr selbst hier und hier.

Modern. Sinnvoll. Gut.

Wenn das Wort „Mode“ nicht irgendwie auch negativ behaftet wäre, würde ich sagen, dass es in der (gehobenen) Gastronomie gerade Mode zu sein scheint, regional und auch saisonal zu kochen. Natürlich gibt es auch immer noch den Schnickschnack aus Fernost oder das Nullachtfünfzehn aus der anderen Richtung. Deutsche Köche besinnen sich aber zunehmend auf die Region, in der sie ihre Genusstempel haben, achten auf die Saison und präsentieren nicht zu Weihnachten Erdbeeren oder im Sommer Rosenkohl.

Man kann es mit den regionalen Genüssen aber auch zu weit treiben. Ein Beispiel dafür sah ich dieser Woche bei einer kleinen Tour mit dem Auto. Wohl wissend, dass ich auf dem Rückweg nochmal an diesem Ort vorbeikommen werde, legte ich nicht gleich beim Entdecken eine Vollbremsung hin. Der Heimweg sah mich dann doch das Fotografieren vergessen. Wie komme ich nun an das Bild? Na, irgendwann komme ich da nochmal vorbei. Hoffentlich hält sich das Motiv bis dahin.

Wobei ergänzend, aber unabhängig davon, ich in der vergangenen Woche noch mehr „schöne“ Sachen entdeckt habe. Die sind aber noch auf dem Postweg, aber der sollte Anfang der Woche absolviert sein. Freut Euch also schon mal auf lustige Beiträge in der kommenden Woche.

Zusammenhänge

Im „Jahrbuch2011/2012 – Landesmedienanstalten und privater Rundfunk in Deutschland“, Seite 222, findet sich die Aussage, dass in Mecklenburg-Vorpommern im Bundesvergleich am meisten Radio gehört wird. 80,1 % der Einwohner schalten täglich das Radiogerät an.

Durch die Agenturen ging dieser Woche die Meldung, dass Mecklenburg-Vorpommern das Land mit den meisten Schulabbrechern ist. 16% aller Schulbeender haben keinen Abschluss.

Die meisten der 10- bis 29-jährigen im Land hören Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern, das hat die letzte Mediaanalyse ergeben.

Das alles sei mal völlig zusammenhanglos hingeschrieben. 😉