Es ist vollbracht

Und das nicht erst eben, sondern bereits letzte Woche Dienstag. Datieren wir es irgendwo am 17.12.2013, so zwischen 9 und 10 Uhr. Einige E-Mail-Wechsel, Telefonate in verschiedensten Richtungen und zwischenzeitliche Enttäuschungen lagen zwischen dem Tag der Auslösung, dem 25. September 2013, und der Herstellung eines sinnvollen Status letzten Dienstag. Und man lernt immer wieder dazu.

Angefangen hat alles mit der Erkenntnis, dass die Realität die Tendenz hat, die Satire einzuholen. Volker Pispers sagte einmal: Die Deutschen sind das einzige Volk, dass etwas in der Hand halten kann, es ansehen und dann sagen: „Das gibt es nicht.“ (jedenfalls so ähnlich). So in etwa las sich dann auch die Antwort auf meine erste Eingabe: Das. was Sie da gerade hören, gibt es nicht.

Eine weitere Erkenntnis, die sich im Laufe der Zeit Bahn brach, war diejenige, dass in Anlehnung an das Klischee „drei Juristen, vier Meinungen“ selbst halbwegs für den Laien eindeutige Gesetzestexte nicht wirklich eindeutig sind. Wir lernen: Wenn in einem Gesetz steht:

Der Betreiber einer analogen Kabelanlage ist verpflichtet, zeitgleich, vollständig und unverändert weiterzuverbreiten:
1. die für das Land Mecklenburg-Vorpommern gesetzlich bestimmten sowie die auf Grund einer Zulassung nach § 8 veranstalteten landesweiten Programme …

heißt das noch lange nicht, welche Regionalversionen eingespeist werden. Zu den gesetzlich bestimmten Programmen gehören eben auch die fünf Radioprogramme des NDR, Regionalisierungen werden aber nicht berücksichtigt. Komische Regelungen. Und wo liegt – mal wieder – die Grenze, ob man einen Kabelnetzbetreiber zwingen kann, die mit normalem Verstand einzig sinnvolle Lösung durchzusetzen: die wirtschaftlich sinnvolle Umsetzung. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn es wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, wird geltendes Recht weitestmöglich ausgelegt. Vornehm formuliert.

Bleibt das Ergebnis zu benennen: Seit 17.12. wird endlich die richtige Regionalversion von NDR2 ins Neubrandenburger Kabelnetz eingespeist.

Das Resümee: Ist schlecht zu ziehen. War es Unkenntnis oder Ignoranz, die dazu führte, das falsche Programm ins Kabelnetz einzuspeisen. Ein gutes Licht werfen beide Alternativen nicht.

Der Geschichte fünfter Teil und alle Wege offen

Natürlich ist das Problem nicht zum 01.12.2013 gelöst worden.

Aber warum „Natürlich …“?

Ich will doch nicht in Klischees baden.

Nur: Was kann ich dafür, wenn es immer wieder bedient wird?

Der 01.12. war immerhin ein Sonntag. Es stand aber auch ein „spätestens bis zum“ davor.

Aber früher? Nein …. (Klischeealarm!!!).

Die kurze Zusammenfassung: Seit dem Umzug der Neubrandenburger Kabelkopfstation am 25.09.2013 wird im analogen Radiobereich nicht mehr das vom Landesrundfunkgesetz vorgeschriebene Programm NDR 2 für Mecklenburg-Vorpommern, sondern, der Einfachheit des Empfangs für den Netzbetreiber wegen, das NDR2-Programm für Niedersachsen eingespeist.

Seither bin ich in E-Mail-Kontakt mit dem Kundenservicecenter. Nachdem die selbst gesetzte Frist (01.12.) und ein weiterer Tag verstrichen war, ohne das irgendetwas hörbares passierte, habe ich heute früh nochmals nachgefragt. Eine Antwort ist bisher nicht eingetroffen.

Was kann man nun noch tun? Ich fühle mich verarscht.

Der Geschichte vierter Teil und angekündigter Schluss – Irgendwas ist ja immer

Sind wir optimistisch, dann hat dieser Beitrag nur noch dokumentarischen Wert und dient der Beendigung der Geschichte. Wobei – „Irgendwas ist ja immer“ – so ganz 100%ig ist die Lösung nicht. Es sei an den Auslöser und die bisherige Kommunikation erinnert. Auf entsprechende Nachfrage habe ich die Informationen vom Netzbetreiber bekommen, dass es ein Ende hat mit der Beschallung aus Niedersachsen. Spätestens der 01.12.2013 soll dann im Neubrandenburger Kabelnetz auch das NDR2-Programm für Mecklenburg-Vorpommern bringen.

Das Ursache des Problems liegt darin, dass aktuell der Sender Helpterberg die Radiosender sendet, welche wir im Kabelnetz verbreiten. Durch die Entfernung und die örtlichen Gegebenheiten, kommt der Sender nicht sauber genug für unser Netz an. Aus diesem Grund nehmen wir die NDR Programme vom Satelliten. Derzeit werden aber per Satellit keine Regionalfenster mit gesendet, sondern nur die entsprechenden Hauptsender.

In dieser E-Mail sind zwar mehrere sachliche Fehler, aber manchmal ist ja schon schön, wenn trotz dieser das Ziel erreicht wird.

  • Natürlich kommen nicht alle Sender im Kabelnetz vom Sender Helpterberg. Dann müssten wir auch alle Kabelsender zum Beispiel mit dem Autoradio empfangen können. Allein die Belegungszahlen (Helpterberg 10 Radiosender, Kabelnetz 26 Radiosender) spricht dagegen.
  • Vom Helpterberg werden mindestens einer, vermutlich aber drei Sender übernommen. Warum gerade NDR2 nicht dabei ist, steht als Frage im Raum. Diese Sender unterscheiden sich logischerweise programminhaltlich und von der Frequenz, aber, wie die Fachliteratur ausweist, nicht von der Sendeleistung, sollten also in gleicher oder ähnlicher technischen Qualität ankommen. Bleibt also die Frage, warum NDR 1 Radio MV vom Helpterberg übernommen wird (oder vom Sender Röbel), nicht aber NDR2 (gibt’s ggf. auch auf dem Sender in/bei Röbel).
  • NDR 1 Radio MV mit den Regionalsendungen aus dem Haff-Müritz-Studio in Neubrandenburg gibt es weder auf Satellit noch als öffentlichen Livestream. Und selbst wenn: Eine Synchronität (s.u.) zwischen Kabel-Programm und Antennen-Programm wäre nicht herzustellen, es muss also das terrestrisch empfangbare Programm sein, was im Kabelnetz enthalten ist. Was wiederum heißt, dass ein entsprechender Empfang vom Helpterberg bzw. vom Sender Röbel möglich und realisiert ist, anderswo gibt es das Regionalprogramm mit der dynamischen RDS-Kennung NDR 1 NB (nur während der Regionalteile) nicht. Dass NDRkultur, NDRinfo und N-Joy über Satellit einfliegen, wäre schon eher denkbar.
  • In den NDR-Programmen via Satellit werden Regionalprogramme gesendet, aber eben nicht alle, sondern immer nur eins. Bei NDR2 ist es das Regionalprogramm von Niedersachsen, bei NDR 1 Radio MV ist (vermutlich) das Programm aus dem Mecklenburg-Studio Schwerin zu hören, analog übrigens zu den vom NDR angebotenen Livestreams im Internet.

Aber egal! Wichtig ist, dass in Kürze das Problem gelöst wird. Es ist schließlich nicht das erste Mal (mal ganz allgemein philosophiert), dass mit falschen Voraussetzungen und falschen Begründungen doch das richtige gemacht wird.

Zur Lösung des Problems steht neu.sw im engen Kontakt mit dem NDR. Spätestens zum 01.12. wird uns der NDR die Regionalfenster per Internetstream liefern, so dass auch wieder wie bisher gewohnt die Regionalversion empfangbar ist.

Ach nee … Perfektes Glück ist auch was anderes. Aber, irgendwas ist ja immer. Ok, ich gehe mal davon aus, dass der Netzbetreiber nicht auf die für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellten Streams zurückgreift. Geht ja auch nicht, da hier NDR 2 MV nicht verfügbar ist. Außerdem ist fraglich, ob mit dieser Lösung ein Nebenproblem, dass im Moment auftritt, auch mit gelöst wird. Das falsche Regionalprogramm ist ja nicht das einzige, was im Moment stört.

Wie hört ihr zu Hause Radio, wenn es als Nebenbeibeschallung läuft? Meist läuft doch die HiFi-Anlage im Wohnzimmer, die meist am Kabelnetz angeschlossen ist und ggf. in Küche und anderen Räumen kleinere Radios für die entsprechende Tonversorgung in den Bereichen, wo die Anlage aus dem Wohnzimmer nicht hin schallt. Bei NDR 1 Radio MV funktioniert das wunderbar, da das Programm, was wir im Küchenradio empfangen, auch für das Kabelnetz empfangen und eingespeist wird. Bei NDR2 war es bis 25.09.2013 auch so. Seither wird das Programm über Satellit empfangen, was physikalisch bedingt eine gewisse hörbare Verzögerung verursacht, die einen komischen Hall- oder Einmal-Echo-Effekt verursacht, wenn das Küchenradio vorspielt und die Anlage etwas hinter hinkt.

Der Livestream (allgemeinöffentlich) ist dem Antennenprogramm ebenso technisch bedingt etwas hinterher. Es gibt zwar mittlerweile Möglichkeiten, über das Internet Audioübertragungen zu realisieren, die beinahe verzögerungsfrei ist, die aber durchaus mit entsprechenden Investitionen verbunden sind. Es bleibt aber zu hoffen, dass darauf zurückgegriffen und das „beinahe“ aus dem Satz eben ein „unhörbar wenig“ wird. Ansonsten bleibt der Rummelplatzeffekt erhalten, was auch nicht schön ist. Spätestens der 1.12.2013 wird es zeigen.

Der Geschichte dritter Teil – Niedersächsische Betrachtungen

Das ist die Fortsetzung zu Teil 1 und Teil 2. Mit Stand vom morgendlichen Vormittag des heutigen Tages hat sich noch nichts getan. Nach wie vor wird das kabelgebundene Neubrandenburg (wie auch das ebenfalls mit angebundene Burg Stargard) mit der niedersächsischen Version des zweiten Radioprogramms des Norddeutschen Rundfunks beschallt. Es ist sicher nicht uninteressant, wie das Wetter in Hannover und Osnabrück ist, Ludwigslust oder Pasewalk wären für mich aber durchaus interessanter.

So griff ich zur Feder* und zum handgeschöpften Büttenpapier**, um meiner Unwirschheit ob der Beständigkeit des bemängelten Zustandes Ausdruck zu verleihen. (Sorry für den altdeutschen Schreibstil, aber das Thema ist ja auch schon so alt, das hätte längst erledigt werden können.) Immerhin sei bemerkt, nachdem meine erste Nachhfrage gar nicht und meine zweite per E-Mail nach sinnvoller Zeit beantwortet wurden, kam die dritte Antwort beinahe unverzüglich und per Telefon (Frage: In der Korrespondenz hatte ich keine Telefonnummer angegeben, wo hatten sie die her?).

Eine beflissentliche und nette Frauenstimme teilte mir mit, dass die Informationen jetzt(?) an die Techniker weitergegeben wurde und ich mich bzgl. einer Behebung der Fehlversorgung noch ein wenig gedulden müsse. Verständlich, ggf. muss noch Technik erworben werden, was u.U. durchaus ein wenig dauert. Vielleicht kann ich ja auch mal beim NDR oder der für Kabelnetzbetreiber zuständigen aufsichtsführenden Stelle konkret nachfragen. Es mag sein, dass dadurch der Vorgang beschleunigt wird. Gut informierte Quellen im Dunstkreis meinten, dass (laut Landesrundfunkgesetz § 50 (2) Pkt. 1 und (3) Pkt. 2) Kabelnetzbetreiber verpflichtet sind, die landestypischen Programme der öffentlich-rechtlichen Anbieter einzuspeisen.

 

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* Tastatur
** Computer

 

Das kann nur der Mensch

Welcher Kabarettist das mal irgendwann feststellte, weiß ich leider nicht mehr, aber der Mensch ist augenscheinlich das einzige Wesen, das etwas in der Hand halten kann und dazu sagt: „Das gibt es nicht.“ Die entschärfte Variante kennen wir aus zahlreichen Diskussionen, wenn einer etwas sagt und ein anderer erwidert: „Das kann man so nicht sagen.“, wo man es aber gerade so gesagt hat …

Unlängst schrieb ich über meine Kommunikation mit einer hiesigen Firma. Auszüge seien hier protokolliert. In meiner Ausgangs-Nachricht, aufgegeben über das Kontaktformular auf der Webseite der Firma und deswegen leider nicht dokumentiert, wies ich darauf hin, dass im hiesigen Kabelfernsehnetz nach einer Umbauarbeit beim Programm von NDR 2 die niedersächsische Version eingespeist wurde und nicht mehr die mecklenburg-vorpommersche, hatte ich doch die regionalisierten Veranstaltungshinweise und Wetterberichte für das norddeutsche Nachbarland mehrfach gehört.

Wie lautete die entsprechende Antwort des angeschriebenen Netzbetreibers nach den üblichen Höflichkeitsfloskeln dementsprechend?

Auf der Frequenz 99,65 befindet sich NDR2. Bei diesem Sender gibt es keine unterschiedlichen Programminhalte (MV o. ä.) Auf 90,8 ist NDR 1 Radio MV. Beide Frequenzen wurden getestet und werden korrekt belegt.

Soll heißen: Die niedersächsische Version, die ich gehört habe, gibt es also nicht … Halluzinationen? Einbildung? Man weiß es nicht.

Da ich ein wenig Zeit hatte, dachte ich mir, probiere ich es mal mit Fakten und antwortete ausführlich, natürlich auch mit den Höflichkeitsfloskeln vorneweg:

Ihrer Aussage, es gäbe keine Regionalversionen der beiden Radioprogramme, muss ich leider widersprechen. Es sind jeweils vier verschiedene Versionen. Bei NDR 2 unterscheiden sich diese im wesentlichen durch regionalisierte Wetterberichte im Frühprogramm, regionalisierte Veranstaltungstipps und die ebenfalls regionalisierten Hinweise auf das Ländermagazin im NDR Fernsehen („Nordmagazin“ in M-V). Die vier Regionen sind in diesem Fall die vier Bundesländer, für die das Programm produziert wird. NDR 1 Radio MV regionalisiert mehrfach über den Tag verteilt und bringt dann Informationen aus den vier Landesstudios in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg, die jeweils nur über die entsprechend zugeordneten Sender zu hören sind und nicht landesweit.
Eben, mitten in der Niederschrift dieser E-Mail, höre ich auf NDR 2 ein „Was ist los in Niedersachsen?“, das bis vor den Umzug der Kabelkopfstation noch „Was ist los in Mecklenburg-Vorpommern?“ hieß. Ich würde mal sagen, da haben die Fachleute der neu-medianet noch ein wenig Handlungsbedarf. Welche Regionalversion derzeit bei NDR 1 Radio MV eingespeist wird, kann ich Ihnen leider nicht sagen, da ich das Programm zu selten höre. Da würde ich ggf. um die entsprechende Überprüfung bitten, ich vermute, es ist die Schweriner Regionalversion.

Da mir bei ein wenig Überlegung noch ein Test einfiel, wie ich bei NDR 1 Radio MV feststellen konnte, ob die richtige Regionalversion eingespeist wird, ohne auf eine Regionalisierung warten zu müssen, prüfte ich das und konnte anschließend bzgl. dieses Programms Entwarnung geben.

Wahre Größe zeigt man, wenn man zu seinen Fehlern steht. Vermutlich findet man diesen Gedanken auch mit prominenter Quelle. Es kam eine E-Mail als Antwort.

Wir haben den Sachverhalt erneut geprüft und bedauern sehr, dass wir Ihre Anfrage nicht gleich korrekt beantwortet haben. Bedauerlicherweise mussten wir feststellen, dass das entsprechende Signal satellitenseitig nicht korrekt eingespeist wurde. Wir werden den Fehler schnellstmöglich beheben und bitten Sie diesbezüglich um etwas Geduld.

Natürlich. Der böse, böse Satellit. Hat er doch einfach einen Fehler gemacht. Wie kann er nur?!

Nur zur Sicherheit – man will sich ja auch selber absichern und bestätigen, dass man nicht Fehler in der eigenen Denkspirale hat – hatte ich die Technikabteilung des NDR ebenfalls angeschrieben und um Aufklärung bezüglich der Regionalisierung gebeten. Die Antwort liegt dankenswerterweise auch schon vor.

Für NDR 2 werden die vier Varianten NDR 2 NDS, NDR 2 SH, NDR 2 HH und NDR 2 MV ausgestrahlt. Die Variante NDR 2 NDS wird über Satellit verbreitet.

Heißt: Sich einfach das Signal von Satellit holen, ist auch nicht immer die beste Variante. Sie mag klangqualitativ vielleicht zu bevorzugen sein, aber ich unterstelle mal, dass man sowohl NDR 1 Radio MV als auch NDR 2 nicht wegen ihres perfekten Klanges hört, sondern wegen der enthaltenden Musik, Unterhaltung und der Informationen. So wird man das Signal doch wieder via normaler Antenne empfangen, wandeln und dann einspeisen müssen. Dass das geht, zeigt NDR 1 Radio MV. Dort wird es offensichtlich nach wie vor gemacht, so dass wir die Regionalisierung aus dem Haff-Müritz-Studio auch empfangen können.

Collateralschäden beim Umzug

Kollege Volksmund hat für fast alles einen Spruch parat, ob er passt oder nicht. „Dreimal umziehen ist wie einmal abbrennen“ heißt es unter anderem. Nun ist zwar nichts abgebrannt, aber manchmal fühlt man sich doch etwas verkohlt.

Wie den Medien und auch der Webseite des betroffenen Unternehmens zu entnehmen war, ist die Kabelkopfstation meines Kabelnetzbetreibers umgezogen. Das war vor mittlerweile etwa einer Woche. Zweimal schrieb ich die Firma mittlerweile über das Kontaktformular auf der Webseite an, ohne auch nur einer Eingangsbestätigung gewürdigt zu werden.

So ganz fehlerfrei scheint der Umzug nicht vonstatten gegangen zu sein, vor allem auch, wenn man auf die nach wie vor analog zu empfangenden Radioprogramme schaut. Meine Hifi-Anlage hängt daran, und so nutze ich das Angebot auch. Morgens läuft meist NDR 2, ein Programm, dass wider Erwarten eben nicht „für den ganzen Norden“ das gleiche Programm ausstrahlt. Jedes versorgte Bundesland hat seine eigene Regionalversion, die sich u.a. teilweise im Wetterbericht, in Veranstaltungshinweisen und in den Programmhinweisen auf das Nordmagazin unterscheiden.

400 km ist Oldenburg von Neubrandenburg entfernt, aber wie das Wetter dort ist und sein wird, dass darf ich mir nun Morgen für Morgen anhören, abends höre ich dann die Ankündigung der Themen bei „Hallo Niedersachsen“ statt die des Nordmagazins. Da muss sich doch dran drehen lassen!? Es wäre schon praktisch, wieder das hiesige Regionalprogramm von NDR 2 zu hören.

Zumal NDR 2 nicht das einzige Programm ist, dass sich regionalisiert. Auch NDR 1 Radio MV schaltet sich zeitweise in die Landesregionen auseinander. Ist da gerade das Haff-Müritz-Studio aus Neubrandenburg zu hören oder doch das Mecklenburg-Studio Schwerin? Weiß da jemand genaueres?

Aktualisierungsankündigung: Heute gab es Antwort vom Netzbetreiber („Es gibt keine Regionalisierung.“) Mehr dazu heute am späteren Abend. Vielleicht ist dann auch die Antwort des NDR schon da.

Aktualisierung als eigener Artikel: hier

3D-Foto

Fotografien haben schon ihre Eigenheiten, vor allem, wenn man sie mit dem realen Leben vergleicht. Sie sind zum einen nur eine „Stichprobe“ oder auch Momentaufnahme, zum anderen fehlt ihnen die Dimension der Tiefe. Große Fotokünstler bekommen zwar, wenn sie es wünschen, eine scheinbare dritte Achse mit ins Bild, als Amateurknipser hat man es dort aber bedeutend schwerer. Echte Tiefe ist es aber bei beiden nicht.

Aber so geht neben der 3. Dimension auch Information verloren. Nehmen wir zum Beispiel mal folgendes Bild:

Weg

Ein Weg führt zwischen ein paar Bäumen bzw. zwischen Gewächsen, die mal sowas werden wollen, hindurch zu einer kleinen, wenn auch recht stabilen Sitzgruppe. Im Hintergrund sind noch mehr Zäune zu sehen und auch noch mehr Bäume. Das wichtigste ist aber an diesem Bild der Weg mit dem Tisch und den Bänken am Ende.

Hätte das Bild die schon angesprochene dritte Dimension, würde der Betrachter erkennen, dass der Weg vom Standpunkt des Fotografen aus leicht abschüssig ist. Ginge man ihn in Blickrichtung entlang, ginge man abwärts, nicht viel, aber doch etwas. Gefühlt steht die Sitzgruppe am tiefsten begehbaren Punkt ihrer näheren und weiteren Umgebung. Man sitzt da ganz gemütlich und hat Einblick in ein paar um sie herum befindliche Gehege.

Schade, dass man den abfallenden Weg auf dem Foto nicht so gut erkennt. Vermutlich hätte der Fotograf dazu eine völlig andere Position haben müssen, so eher seitlich des Weges. Aber da waren überall Gehege mit Bären, also schlecht zum Fotografieren. Drehen wir den Blickwinkel aber mal 90° nach rechts, dann kommt das doch etwas komische dieses Ortes doch noch zum Vorschein. Er hat nämlich einen Namen:

Aussichtspunkt

Hurra, wir sind im Recall!

Flüchtiges Lesen, verbunden mit frei assoziierenden Gedanken, hat in den seltensten Fällen zu sinnvollen Informationen geführt. Meist sorgen die Ergebnisse eher für Heiterkeit. So auch im aktuellen Fall.

Der Hersteller meines Autos schickte ein Schreiben für ein Recall. Der schnelle Blick auf das Papier brachte die Stichworte „Bremsen“ „lange Wege“ und „Rückrufaktion“ ins Auge und ins Hirn. Eine Rückrufaktion wegen langer Bremswege? Sowas nennt sich zur Zeit nicht Defekt, sondern glatte Straße, oder wie sehe ich das?

Beim genauen Lesen zerstob die Pointe ins Nichts. Nicht das Auto hat lange Bremswege, sondern das Bremspedal einen „übermäßigen Pedalweg“. Na, dass ist weniger originell, aber da ich sowieso zur Durchsicht muss, wird dann alles doch wieder ein ganz normaler Vorgang. Manchmal schreibt das Leben eben die langweiligeren Geschichten.

Schon komisch

Früher, als noch Häuschen mit Herzchen in der Tür vorherrschten, hatte der Akt der Entleerung, speziell im Winter, meist sogar etwas hektisches. Aber mit der Entwicklung der Sanitärkeramik, einer entsprechend hölzern gearbeiteten Oberfläche, teils plasteüberzogen, und mit dem Einzug derselben in die beheizten Räumlichkeiten der Wohnhöhle hat sich hier einiges geändert. Der Akt des kontemplativen Besuchs der Porzellan-Abteilung dehnte sich zeitlich aus, was nach den körperlichen auch geistige Verrichtungen in der Ruhe der Abgeschiedenheit ermöglichte.

Nachdem anfangs „Totholzmedien“ die Begleitung darstellten, um ggf. nach der geistigen Aufnahme auch der Resteentsorgung zu dienen, haben sich  immer mehr mehr oder weniger kleine elektronische Geräte auf Grund ihres praktischeren Formats durchgesetzt. Das ist vor allem dann sinnvoll zu verwenden, ist die Wohnung WLAN-verseuchtversorgt. Die treten dann auch meist noch gehäuft auf, so dass entsprechende Anzeigen auf den Tabs oder Smartphones nicht ohne Interesse gelesen werden können.

wlanscan

Originell sind vor allem die selbstbenannten Netze wie Daddelkisten-WLAN oder Schlappi. Was ich nur irgendwie erstaunlich und bedenklich finde, ist, dass an meinem Ort beschaulicher Entleerung mein eigenes WLAN-Netz zeitweise nicht mal das am stärksten einstrahlende ist. Das wird wohl auch daran liegen, dass mein AP dafür am diagonal entgegengesetzt liegenden Ende der Wohnung liegt. Aber der andere strahlt schon ganz schön …