Radio zum Hinhören

Das neue Jahr brachte auch einige kleinere Veränderungen in meinem Mediennutzungsverhalten. Das liegt weniger an mir selber als in Änderungen der Programme zum Jahreswechsel (bzw. im dann besseren Zusammenspiel der Programme). Während der Sonnabend nach wie vor eher dem Fernsehen (und der Vorbereitung der Radiosendung) gehört (wenn sich nichts anderes ergeben hat), gehört der Samstag mittlerweile dem Radio. Und bezogen meines Schlafverhaltens müsste ich mir sogar fast einen Wecker stellen, aber soweit geht die Macht der Medien über mich noch nicht.

Wer die Fernseh- und Radiotipps bei „Freitag nach eins“ verfolgt, vor allem diejenigen, die nur im Internet stehen, wird vielleicht eine Ahnung bekommen, dass ich mich schwerpunktmäßig für Medien, Kabarett und Essen interessiere. Mal sehr salopp ausgedrückt. Und so sieht dann mein momentaner Hörplan am Samstag auch aus:

Zugegeben, manchmal gleite ich auch schon früher zum Fernsehen ab, da dieses am Samstagnachmittag auch das eine oder andere interessante sendet. Aber so sieht ein interessanter, unterhaltsamer und informativer Samstagnachmittag bei mir aus. Und nebenher erledigt sich der Haushalt oder entstehen Blogbeiträge bei herdnerd.de 😉

Mit Gewinn nachgedacht

Hin und wieder verfolge ich gern mal die Wirtschaftsberichterstattung. Irgendwann muss ich mal ausführlicher darüber etwas schreiben. Meist entbehrt sie in ihrer Wichtigkeit nicht eines gewissen Humors.

So las ich neulich, dass ein Betrieb der Konsummittelproduktion (um es mal allgemein zu formulieren) 18,4 Milliarden Dollar Gewinn erzielen konnte. Gut gewirtschaftet, könnte man sagen. 76,8 Millionen Konsummittel wurden dafür verkauft. Das heißt, mit jedem der verkauften Konsummittel wurden dem Käufer 239,50 Dollar ohne materiellen Gegenwert aus der Brieftasche gezogen.

Und kommt mir jetzt nicht mit, dass ja die Entwicklung der Konsummittel auch bezahlt werden muss. Stimmt. Aber die ist schon bezahlt. Die Zahl oben gibt den Gewinn und nicht den Umsatz an. Von letztem sind alle Kosten abgezogen und die 18,4 Milliarden sind das, was übrig blieb und an die Besitzer ausgezahlt wird. Knapp ca. 220 Euro pro Einheit.

Facebook, du bist doof (oder blöd)

Eigentlich sollten die Facebookler doch froh sein. Da drängt man als Organisation in das soziale Netzwerk und dann stellen die sich quer. So plötzlich. Nach Jahren …

Seit einiger Zeit ist betreue ich beruflich eine Facebookseite. Da man (zumindest seinerzeit bei der Einrichtung) dafür auch einen Nutzeraccount benötigt, legte ich den für die gleiche Organisation an. Nutzen wollten wir ihn eigentlich nicht. Nur eben als Zugang zur Seite. Die Praxis ergab, dass wir ihn doch nutzen, aber den Schwerpunkt nach wie vor auf die Seite legten. Es war einfach praktischer, auch den Account (=Profil im Facebook-Deutsch) zu nutzen.

Und dann nun das: facebook

Ihr seid so schlau, ihr blöden Facebookler. Wie soll die vorhandene Facebook-Seite der Organisation gepflegt werden, wenn ihr den Zugang dazu sperrt? Oder kann man sich mittlerweile mit dem Facebook-Seiten-Namen auch anmelden? Vermutlich nicht. Natürlich könnte man die Seite auch von einem privaten Facebook-Profil aus pflegen. Aber das ist so nicht vorgesehen.

Es stellt sich also die Frage, wie da jetzt der offizielle Weg ist. Wie kann man eine Facebook-Seite pflegen, ohne über private Nutzer-Profile darauf Zugriff zu erlangen? Ihr von Facebook seid doch so schlau, sagt mal was dazu!

Philosophisches

Früher nannte man das wohl mal „Aphorismus“, und damit das nicht irgendwie bei Twitter untergeht, einmal Copy und Paste.

Kurzfristige Lösungsversuche, die scheitern vs. Lösungen, die 40+x Jahre dauern, aber wirklich helfen. Die Politik nimmt immer das erstere. Sie sehen eben nur von Stirn bis Brett.

Praktiziert mehr Schubkarrendenken! Da kann man die Vorurteile leichter mal umstellen.

Warum meinen so viele, dass, nur weil sie etwas in einer Zeitung oder im Netz publizieren, es damit auch wahr wird?

Stolz ist so ein falsches Gefühl, wenn man bedenkt, wieviel Scheiss schon wegen verletztem Stolz angestellt und ausgeheckt wurde.

Zu jeder Webseite gibt es mindestens eine, auf der genau das Gegenteil steht. (alte Internetweisheit) Und wahr sind beide. Oder keine.

Schon blöd, wenn man auf der Keramik sitzt, der erste Ausdruck fertig ist und man dann feststellt, dass das WLAN nicht geht …

Prognosen sind Meinungsäußerungen und keine Fakten. Soweit zu deren Wahrheitsgehalt.

Warum ich keinen eBook-Reader habe? Weil es niemanden was angeht, welche Stellen ich in welchem Buch wie oft lese/kommentiere.

Ob es bei den klassischen Aphorismen auch das Wort „Scheiss“ drin gibt?

Politisches Versagen auf ganzer Linie

Das aktuelle Verhalten der Politik im Südwesten Deutschlands soll nur der Aufhänger sein, aber das Problem ist ein Grundsätzliches. Stichwort: Elefantenrunde und das Hickhack um: „Wenn die kommen, komm ich nicht.“ und „Wenn die ihren Willen durchsetzen, komme ich auch nicht.“ Wobei das Problem ein ganz anderes ist.

Warum dissen etablierte Parteien die Neuhochkömmlinge? Weil sie keinen schlagkräftigen Argumente gegen sie haben und wenn doch, dann keine Protagonisten haben, die diese mit einem großen Anflug an Vernunft rüberbringen. Und selbst, wenn sie doch noch jemanden finden, der doch Argumente hat und sie auch noch gut präsentieren könnte, dann widersprechen sie dem Volkswillen, um es mal salopp zu formulieren.

Aber was sieht man? Durchgestylte Sprechblasen von Politikern, die in ihrer Wischiwaschigkeit eine wunderbare Projektionsfläche für populistische Äußerungen bieten. Dabei sollte es genau andersherum sein. Genau die populistischen Hohlphrasen sollten durch die demokratischen Kräfte als Projektionsfläche für Sachlichkeit und sinnvolle Argumentation genutzt werden. Und dabei sollte auf die Befindlichkeiten des Volkes durchaus mal eingegangen werden. Des ganzen Volkes.

Wenn eine Frau Dreyer sagt: „Es gibt für mich deshalb gar keinen Grund, mich in eine Elefantenrunde zu setzen, in der die AfD anwesend ist, …“ oder ein Herr Kretschmann: „Wir haben entschieden, dass wir der AfD da keine Bühne geben wollen, nur weil sie gerade mal in den Umfragen oben anliegt.“, dann ist das eine politische Unfähigkeitserklärung sondersgleichen. Und immerhin von zwei Ministerpräsidenten.

Wer sich nicht mit einem politischen Gegner auseinandersetzt und ihn dabei seziert und auseinander nimmt, so dass dem Betrachter seine Natur klar wird, wird vermutlich seine Gründe dafür haben. Haben die Herrschaften Angst, dass dabei ihre eigene Unfähigkeit ans Tageslicht kommt oder ihre eigene Verdorbenheit? Es muss doch möglich sein, selbst politischen Heißluftgebläsen argumentativ zu begegnen, wenn man selber keins ist. Auch heiße Luft bietet Angriffspunkte, weil die ja irgendwo herkommen muss.

Chroniken einer Bestellung

Manchmal liebe ich ja dieses Internetshopping und die daran hängende Logistik.

Mittwoch abend hatte ich eine Idee. Ich fand sie gut. Also ab ins Internet und bestellt. Es war was individuelles, wurde also extra für mich hergestellt. Ich hatte mehrere Versandoptionen: Express, Normal, Langsam und irgendwas viertes gab es auch noch. Daneben standen dann auch noch Daten, wann die Lieferung eintreffen könnte. Da mir kommender Mittwoch als ein sinnvolles Ziel erschien, nahm ich den normalen Versand, weil da der 20.01. als mögliches Eintreffdatum angezeigt wurde.

Nach dem Abschicken der Bestellung erreichte mich eine Bestellbestätigung noch am gleichen Abend. So weit, so normal. Also:

  • Mittwoch abend: Bestellung
  • Mittwoch abend (etwas später): Bestellbestätigung
  • Donnerstag, tagsüber: E-Mail eines Logistikunternehmens „Wir sind beauftragt, Ihnen ein Paket zu schicken, es ist aber noch nicht da.“ Absenderfirma unbekannt (und ungleich der Firma, wo ich was bestellt hatte).
  • Donnerstag, abends: E-Mail eines Logistikunternehmens: „So, jetzt ist das Paket da. Wir liefern voraussichtlich morgen.“
  • Donnerstag, abends (später): E-Mail von beauftragter Firma: „Wir haben mal Ihren Auftrag ausgeführt und geben die Bestellung in den Versand. Ankunft voraussichtlich kommenden Mittwoch.“
  • Freitag, früh (08:58 Uhr): E-Mail von beauftragter Firma: „Wir haben das Paket verschickt.“
  • Freitag vormittag (10:28 Uhr): E-Mail von Logistik-Unternehmen: „Ihr Paket wurde zugestellt.“

Toll, in anderthalb Stunden (von „verschickt“ bis „zugestellt“) einmal quer durch Deutschland. Das schafft mancher Pizzadienst innerhalb Neubrandenburgs nicht. 😉

Fuchs und Hase arbeiten zusammen – Na, gute Nacht!

Wenn ich von Peta lese oder höre, kommt mir regelmäßig der letzte Grünkernbratling hoch. Wenn man solche Schlagzeilen liest, ist das wohl nachvollziehbar: „Vegane Lebensmittel – Peta verhandelt mit Wiesenhof“. Das muss man sich mal mit Genuss auf der Zunge zergehen lassen. Vor allem, wenn man sich erinnert, das Peta-Aktivisten gern mal die Fleischerzeuger von Wiesenhof in Nacht-und-Nebel-Einsätzen ins Licht der Öffentlichkeit zerrten und unmögliche Haltungsbedingungen der Tiere völlig zu Recht anprangerten.

Nun stellt der Fleischkonzern (wie andere auch) auch vegetarische und vegane Produkte her. Etwa 5% seiner erzeugten Produkte fällt in den Bereich. Und Peta will da vor lauter Freude ein Label raufpappen. Hurra! Und will – warum auch immer – bei der Vermarktung der Produkte vor allem auch im Social-Media-Bereich helfen. Selbst diesbezügliche Pressemitteilungen aus dem Hause des Geflügelschlachters klingen wie in der Peta-Pressestelle formuliert. Bäh.

Und nun kommt’s: Veggie-Produkte, egal von welchem Hersteller (andere Wurstpressen sind ja auf den Trend auch schon aufgesprungen) sind immer hochverarbeitet und haben mit einer naturnahen oder regionalen Ernährung nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Belege sind hier die meist ellenlangen Zutatenlisten. Aber wie meint ein Peta-Manager dazu sinngemäß: Lieber soll sich der Mensch diese Sche.. ähm … *hüstel* … ähm … diesen Kram reinziehen als weiter auf tierische Produkte setzen. Tiefreundlich, aber Menschen verachtend? Es sollte sich mittlerweile auch in den Kreisen herumsprechen, das Vegetarismus oder Veganismus NICHTS mit Tierschutz zu tun hat.

(ausgelöst durch einen Artikel der taz).

Wo leben wir hier eigentlich?

Damit eine Gesellschaft vernünftig funktioniert, gibt sie sich Regeln, nach denen sie sich organisiert und mit denen das Miteinander der Gesellschaftsmitglieder in geordneten Bahnen verläuft. Und wenn sich alle dran halten, dann haben wir ein entspanntes, ruhiges und unter Umständen leicht langweiliges, aber sicheres Zusammenleben. Soweit die Theorie.

Heute sind die Gesellschaften meist in Staaten organisiert, die sich ein derartiges Regelwerk aus Gesetzen und Ordnungen geben. In Deutschland vereinigt sich viel im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), aber beispielsweise auch in der StVO (Straßenverkehrsordnung), diversen Haus- und Stadtordnungen und vielem anderen mehr. Verstöße gegen die Regeln werden geahndet, seien es die niederschwelligen Ordnungswidrigkeiten oder die härteren Gesetzesverstöße. Letztere werden, kriegt man den Verursacher, teils mehr, teils weniger nachvollziehbar im Strafmaß, regelmäßig geahndet.

Aber wie ist das mit Ordnungswidrigkeiten? Gibt es die überhaupt noch? Im Sinne: Werden die überhaupt noch verfolgt und bestraft? Okay, eine Ordnungswidrigkeit ist meist weniger gesellschaftsrelevant als eine Straftat, aber wo ist die Grenze? Wann wird das Begehen einer Ordnungswidrigkeit zu einer solchen Selbstverständlichkeit, dass auch Gesetzesverstöße als selbstverständlich hingenommen werden?

Irgendwer hat mal geschrieben: Wenn Regeln zu 100% befolgt werden, werden sie zur Zwangsjacke, rund 10% Verstöße sind völlig normal, aber irgendwann hebt sich eine Regel von allein auf, wenn sich immer mehr nicht dran halten. Einfaches Beispiel ist in diesem Zusammenhang die StVO. Bewegt man sich nach all ihren Regeln über die Straßen, wird man nicht nur zu einem Verkehrshindernis, sondern erkennt noch, wie wenig sich der durchschnittliche Autofahrer dran hält. Und dabei meine ich nicht nur die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Abbiegen ohne Blinken, Spurwechsel ohne Blinken, Spurwechsel bei durchgezogenen Linien, defekte Bremslichter und Scheinwerfer, Telefonieren und anderweitiges elektronisches Kommunizieren bei der Fahrt, sonstige Nebentätigkeiten, permanentes Linksfahren, Unfähigkeiten beim Reißverschlussverfahren, Fahren und Parken in Fußgängerzonen, das Einfahren in eine Kreuzung, obwohl da noch Autos stehen, usw. usf. Wer verhält sich schon immer regelkonform? Oder der §30(1) StVO: „…Unnützes Hin- und Herfahren ist innerhalb geschlossener Ortschaften verboten, wenn Andere dadurch belästigt werden.“ Damit wird ein Cruisen durch die Stadt eigentlich verboten.

Im Straßenverkehr, bei aller großen Zahl der Beteiligten, ist der Autofahrer doch irgendwie allein. Tritt mensch aber in einer Gruppe auf, werden gesellschaftliche Konventionen gleich dutzendweise missachtet. Ruhestörung, Abbrennen von Feuerwerken außerhalb der genehmigten Zeiten, primitives anarchisches Verhalten, Rückfälle ins gesellschaftliche Mittelalter. All das hat mit dem, was es ursprünglich mal sein sollte, nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Solche Veranstaltungen sind der gelebte Beweis für die Nichtexistenz von sowas wie „Schwarmintelligenz“.

Wie wäre es mal mit einer berühmten Krimifrage: „Was machten Sie am 13. Juli 2014 nach 21 Uhr?“ Ich könnte es beantworten: Ich habe vor dem Fernseher gesessen oder gelegen und habe mich köstlich amüsiert. Das TV-Gerät zeigte das Programm von Juwelo TV (Schmuckverkaufssender), wobei mich das eigentliche Anliegen des Senders herzlich wenig interessierte. Einzig die Art der Moderation war extrem unterhaltsam, weil den Machern des Programms durchaus bewusst war, dass ihnen in dem Moment kaum jemand zusah. Zeitgleich fand das Finale der Fußballweltmeisterschaft statt, was mich wiederum aber auch sowas von gar nicht interessierte. Mir geht auch das Gefühl des Fan-seins ab, so dass ich beispielsweise Äußerungen von echten Fans über „ihre“ Mannschaft und das Verbundensein nicht wirklich nachfühlen kann. Noch weniger verstehe ich das Verhalten von extremen Fäns, die Verwendung von Bengalos und anderen Feuerwerken im Stadion und anderswo, die Gewaltausbrüche beim Aufeinandertreffen von Fängruppen unterschiedlicher Vereine usw.

Geht unsere Gesellschaft langsam aber sicher den Bach runter? Bewegen wir uns in größeren Gruppen wieder auf dem Niveau von Orang-Utans im Balzkampf? Wo sind die Fans, die sich über Tore freuen, ggf. auch die der gegnerischen Mannschaft, wenn sie gut heraus gespielt waren, und bei einem Sieg fröhlich nach Hause gehen? Stattdessen werden nach abgesagten Geburtstagsfeiern Straßen drangsaliert und halbe Wohngebiete in den Ausnahmezustand versetzt und die Ordnungshüter lassen gewähren (wobei ich hoffe, dass die nachträgliche Aufarbeitung noch zu einigen Anzeigen und den daraus resultierenden Folgen führen). Das alles ist mit der Begründung „Fan“ nicht zu erklären und zu entschuldigen, aber das will sowieso niemand. Das ist keine „Fankultur“, das sieht eher wie Mob aus. Aber ich kann mich ja darauf rausreden, dass ich es nicht verstehe. Ich will es auch nicht verstehen, weil es eine Entwicklung zu Radikalisierung und zu mehr (machoistischer) Gewalt zeigt, zu viel fehlgeleiteter Energie, die anderweitig gesellschaftlich nicht abgefordert wird, und das alles in einer Größenordnung, dass ich Angst für die und vor der Zukunft bekomme.

UFO in Neubrandenburg gelandet

Sie sind gelandet. Ich habe es im heutigen Nebel sehr genau gesehen. Als ich durch eine Neubrandenburger Straße fuhr, sah man es am Straßenrand hinter den Bäumen.

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Sehr ihr das helle kalte Licht hinter den Straßenlaternen. Da steht ihr Raumschiff. Nur für sind E.T. und Co?

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Also passt auf. Sie sind unter uns! Ihr Raumschiff steht hier. Es ist gelandet. Seit wachsam!

Im Fonduefond ersoffen

Warum Kommentare in Blogs nicht veröffentlicht werden, kann unterschiedlichste Ursachen haben. Der Kommentator hat beim Captcha einen Fehler gemacht, hat die Pflichtfelder nicht richtig ausgefüllt, sein Kommentar kann aus diversen Gründen im Spam-Filter gelandet sein oder er hat im schlimmsten Fall dem Blog-Autoren einfach nicht gepasst. Einen verschütt gegangenen Kommentar hatte ich vor einiger Zeit schon mal, das klärte sich dann aber als technisches Problem. Wo der aktuelle Grund liegt, weiß ich nicht, deswegen sei er hier nachgetragen.

Unter dem Titel „Fünf Gründe, warum Fleischfondue mit Brühe einfach KEINEN SINN macht“ wird im Blog Schlaraffenwelt über Fondues philosophiert. Das geschah durchaus pointiert und leidenschaftlich, aber gerade solche Beiträge fordern ja Kommentare auch heraus. Zumal ich auch schon Fondues aus Brühe gemacht habe und so der vertretenen Meinung nicht so ganz zustimmen konnte.

Hier also mein im Original verlustig gegangener Kommentar:

Wenn man keine Ahnung h… ähm ..
Ach, naja, wollen wir mal nicht so hart sein. Die grundsätzlichen Aussagen, die oben gemacht wurden, sind ja nicht falsch. Vor allem die mit dem Röstaroma im Wasser. 😉 Wer natürlich bei einem Brühe-Fondue Röstaromen erwartet, gehört mit dem Baguette verprügelt.
Als Teilnehmer und Initiator von Brüh-Fondues ist einem natürlich klar, dass in der Brühe schon mal ordentlich Geschmack drin sein muss, um eine gute Basis zu bilden (nebenher wird die Brühe den Abend über immer besser und dient zusammen mit den reingefallenen und nicht wieder rausgeangelten Fleischstücken als Mitternachtssuppe). Die oben angesprochene Osmose funktioniert ja auch in die andere Richtung. Kommt nur immer drauf an, wo sich die konzentriertere Lösung befindet (und das sollte eben die Brühe sein und nicht das Fleisch).
Und solche Brüh-Fondues als „Gesundheits-“ oder „Diätessen“ abzuwerten, geht ja nun völlig am Thema vorbei. Ich schütte doch schließlich kein Wasser in den Fondue-Topf, sondern Fond, aber richtigen. So könnte ich mal unterstellen, dass die Öl- oder Käsefondue-Macher diese Sorten bevorzugen, weil sie billiger sind und trivialer.

Zugegeben, ich bin auf den leicht provokativen Ton im Artikel eingestiegen und habe es in vergleichbar ironisch probiert. Aber der Spam-Filter sah das wohl anders und beweist damit mal wieder, das Ironie im Internet nicht funktioniert. 😉