„Stimmungsbarometer“ heißt eine Rubrik der hiesigen Lokalpresse, in der das Volk mal so richtig übers Leder ziehen kann. Und worüber sich alles aufgeregt werden kann … Etwas mehr Gelassenheit und Entschleunigung darf doch sehr oft angeraten werden.

Heute wurde sich zum Beispiel über die Schranke in der Sponholzer Straße erregt. Immerhin ist die mal bis zu 9 Minuten geschlossen. Inklusive sich auflösenden Stau kann eine Passage wohl mal bis zu 20 Minuten dauern, heißt es. Anderswo in der Provinz sind angeblich Schließzeiten von 30 Sekunden normal.

Schön, dass sich der Herr aus Wolkow über diesen Sachverhalt aufregt, schön auch, dass es die Presse abdruckt, aber wie wäre es mal mit Reflektion? Oder mit einer kleinen Anfrage, warum das so ist? Vielleicht sind ja Bahnübergänge im Rangierbereich eines Bahnhofes aus Sicherheitsgründen nicht mit automatischen Schranken ausrüstbar wie die provinziell verlaufenden freien Strecken? Vielleicht gibt es ja entsprechende (gesetzliche) Vorgaben, die an der Stelle einen Sicherheitsabstand zwischen Bahn- und Autoverkehr vorschreiben?

Das wäre doch sicher mal eine Nachfrage wert gewesen. Und vielleicht hätte man ja dabei auch erfahren, dass die Tage dieses Bahnüberganges sowieso gezählt sind, es also überhaupt keinen Grund gibt, sich sinnlos darüber aufzuregen. Aber vielleicht war der Herr auch etwas unentspannt. Wer es in 23 Jahren vor lauter Engagement nicht fertig bekommt, mal ein bisschen Urlaub zu machen, bedarf wirklich mal einer Entschleunigung, die mit mehr Sachlichkeit kritisieren und nicht nur an trivialen Sachen nörgeln lässt.

Um die Frage aus der Überschrift aufzugreifen: Ist es nicht herrlich?! Da hat man ein paar Tage frei und kann sein Bloggerspielzeug zusammenpacken (vorher aber alle Akkus aufladen!) und sich einen schönen Platz in der wunderschönen Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns suchen. Bei der Niederschrift dieser Zeilen sitze ich auch gerade genau dort – im Schatten eines alten Nadelbaums (Kiefer?).

Freiluftbloggen

Hier kann man es sich doch richtig gut gehen lassen. Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, Insekten vielerlei Art brummen um einen herum, nur gelegentlich hört man das Vorbeifahren eines landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugs oder die gequälten Pneus eines sportlich gewandeten Radfahrers. Doch schnell ist das vorbei und man ist wieder eins mit der Natur und versucht, die auf einen einprasselnden Sinneseindrücke in wohlfeile Worte zu kleiden, um den geneigten Leser Anteil nehmen zu lassen.

Da dies grundsätzlich schwierig ist, spätestens auch noch den Duft der unweit blühenden Kamille nachvollziehbar niederzuschreiben, sei einzig noch das Bild gezeigt, dass sich mir gerade bietet, wenn ich den Kopf vom Monitor erhebe und einfach nur gerade aus schaue.

Freiluftbloggen - Ausblick

Hier kann man es aushalten. Mal sehen, wie lange Akku und die Fähigkeit anhalten, so umschwärmt zu sein wie lange nicht. 😉 Oder eben die Getränkevorräte zur Neige gehen. Aber einen Blogartikel werde ich sicher noch fertig machen (beim Herdnerd mein heutiges Mittag). Die Naturbilder von dieser Stelle gibt es dann heute Abend. EDGE ist nicht wirklich zum Upload vieler Bilder geeignet. 😉

Was gehört eigentlich zu einem schönen Urlaubstag? Entspannung, Erholung, etwas Aufregung, genussvolle Momente, Meditation, schöne Gespräche, lecker Essen und Zeit. Dafür steht man auch schon mal gern etwas früher auf. 😉 So passierte es mir heute, auch wenn das Wetter eigentlich nicht dazu einlud, es als schönen Urlaubstag zu definieren. Grau, Regen, wenn auch nicht unbedingt zu kalt.

Wer mal schön entschleunigt Auto fahren möchte, mache sich relaxt auf den Weg in die Hauptstadt. Berlin über die B96 zu erreichen sorgt für Entspannung, beinahe Meditation und gemütliche Stimmung. Hat man die Landesgrenze zu Brandenburg hinter sich gelassen, bringt das Autoradio meist garantiert irgendeinen Sender mit der persönlichen Lieblingsauswahl der Musik. Dann die große Tempo-80-Zone, die bis zum  Autobahnring reicht. Das erholt. Vor allem, wenn man a) weiß, dass man Zeit hat und b) ausreichend Lkws unterwegs sind, die zur weiteren Verlangsamung der Fahrt führen.

Der Berliner Stadtverkehr ist dann doch schon etwas aufregender, vor allem, wenn man bemerkt, dass die Google Navigation nicht nur ständigen Funkempfang bevorzugt, sondern auch freie Sicht nach oben für die GPS-Satelliten. Die Tunnelführung der A100 und der A111 reizen zum navigatorischen Blindflug. Erstaunlich: Das erste Mal habe ich den Übergang zwischen den beiden Autobahnen fehlerfrei und ohne Probleme erwischt, auch wenn mir das erst hinterher auffiel. 😉

Kennt ihr die Situation: Die Oma greift dem Enkel mit einem kneifenden Griff in die Wange. Was passiert eigentlich, wenn man das zu oft macht. Oder zumindest öfter als üblich? Was passiert dann mit der Wange? Ich weiß es nicht. Was mit einer Ochsenwange passiert, wenn man sie aufs feinste schmort, mit handgeschabten Spätzle und einer aromatischen Rotweinsoße versieht und den Teller mit Scheiben violetter Möhren und Feigen ergänzt, durfte ich im Essen fassen erleben. Dabei war die Entscheidung für dieses Gericht nicht einfach, wird da doch noch viel mehr leckeres Angeboten. Auf der täglich aktualisierten Speisekarte (je nach Verfügbarkeit der immer frisch zubereiteten Zutaten) fand sich auch ein 4 Stunden gegarter, ergänzend gebratener und mit Teriyaki-Soße veredelter Schweinebauch, der an Linsengemüse eine Versuchung wert wäre. Leckere Suppen, salatige Vorspeisen und edle Desserts ergänzen die übersichtliche Karte.

Solltet ihr diesen Ausflug auch mal machen wollen: Tut das! Erwartet aber nicht das gleiche Essen, was ich eben beschrieben habe, es wird was anderes geben. Das wird aber auch lecker sein. Interessant für mich war übrigens eine kleine individuelle Verkostung, der ich beiwohnen durfte. Chefkoch Norbert experimentierte mit einem Fischgericht, das keinen Fisch enthielt. Verbrauchertäuschung stand dabei natürlich nicht auf dem Programm. Erstaunlich: Geschmack und Mundgefühl entsprachen einem wohlschmeckendem Bratfisch (ohne, dass ich die genaue Sorte benennen könnte, es müsste ein größerer Fisch gewesen sein), was sich auf dem Teller befand war aber so absolut grätenfrei, weil aus Nori-Algen (das Grüne, was bei Sushi gern mal drumrum ist), Tofu und Champignons nunmal keine Gräten erwachsen, auch nicht bei der Verwendung von Teriyaki-Soße. Hmm. Vielleicht sollte man da mal eine Folge EiTV draus machen, um den Nichtfischessern ihre Fischangst zu nehmen.

Neues Auto mit CD-Radio, Hörbuchfan mit kleiner Sammlung, Fan der hiesigen Landschaft – alles das bin und habe ich. Warum eigentlich nicht alles miteinander verbinden und sich ein paar schöne Urlaubstage damit machen?!

Ein kleiner Urlaub steht vor der Tür, das 21-CD-Set „Homer – Die Odyssee“ liegt auch bereit, gelesen vom genialen Dieter Mann. Was nun noch fehlt ist eine kleine Tabelle von Zielen in der Region, die ca. 20, 40 oder 60 Autominuten von Neubrandenburg entfernt sind, eben so lange, wie ein, zwei oder 3 Kapitel der Odyssee lang sind.

Wem da noch was einfällt, kann da gern noch Anregungen geben.

Sonnabend, der 7. Juni 2008, wird mal wieder ein Tag werden, in dem man die wunderschöne Umgebung Neubrandenburgs erkunden sollte. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Auto bieten sich die verschiedensten Ziele an. Lasst uns also für alle, die noch ein paar Anregungen brauchen, hier die Ideen für Ausflugsziele sammeln.

Ausflugsbeginn ist nach einem kräftigen Frühstück um 9 Uhr. Für die Rückkehr sollte frühstens der Nachmittag eingeplant werden. Wer also Tipps für Ausflugsziele hat, sollte das berücksichtigen.