Das Blütenwesen – Es entwickelt sich

Keine Angst: Es gibt nicht schon wieder ein Bild von meinem stachligen Kaktus und seinen Blüten. Es gibt schließlich noch mehr Pflanzen, die bei mir (erstaunlicherweise!) wachsen und Gedeihen. Bisher übersehen, aber nun doch entdeckt, sind ein paar Knospen unterschiedlichster Größe bei einem Kaktus, dessen Aufblühen mit einem Knalleffekt verbunden ist.

Diese unscheinbare Blüte platzt, wenn es ihr dann irgendwann genehm ist, mit einem hörbaren Knall auf. Selbst erlebt habe ich es zwar noch nicht, aber ich weiß es vom Hörensagen. Ich bin schon ganz gespannt, ob ich das mitbekomme und zum Zeitpunkt des Knalls im Hause bin. Die Chancen stehen übrigens nicht schlecht, da die Knospe nicht die einzige ist, die derzeit den Kaktus ziert.

Etwas versteckt lauert noch eine nicht so weit entwickelte Knospe auf ihr Erblühen, drei weitere, noch kleinere sind noch in der Hinterhand.

Gute Chancen also, den Knall mitzuerlegen.

P.S.: Die Knospen beim stacheligen Kaktus sind auch schon wieder ein Stück weiter. Auch das entwickelt sich. Gugge:

P.S.II: Sorry, ich musste es doch tun.

Hitzewallung

Bei den Temperaturen zur Zeit braucht man einen schönen Ventilator. Auf meiner kleinen heutigen Fotosafari habe ich einen gefunden:

Ventilator

Wndig war es dort auch ganz ordentlich, aber es sind trotzdem ein paar schöne Bilder geworden. Mein Einbeinstativ (neu) hat damit auch seinen ersten Einsatz gehabt. Weitere Bilder gibt es hier.

Was kommt denn da auf uns zu?

Wer jetzt großartige politische Äußerungen erwartet, tut dies zuviel. Es geht nur um eine Nichtigkeit, genauer gesagt: um zwei. Damit sich der geneigte Leser ein Bild davon machen kann, worum es eigentlich geht, habe ich auch mal ein aktuelles gemacht:

Dieser Kollege überrascht mich doch immer wieder. Seine Triebhaftigkeit war ja schon mal Thema hier, die entsprechenden Ableger sind nach wie vor, wenn auch nicht alle, zu sehen.

Wer genau auf den oben Teil des Bildes bzw. des Kaktus‘ schaut, findet die beiden kleinen Anlässe meiner fragenden Gedanken. Etwas weiter rangezoomt sieht das so aus:

Diese beiden kleinen Knubbel in der rechten Bildhälfte. Was mag nur aus ihnen werden? Doch nicht etwa zwei Blüten? Oder doch nur zwei Ableger?

Apropos Ableger. Wer Interesse an den stachligen Kugeln hat, kann sich ruhig melden. Neben den noch am Kaktus befindlichen gibt es schon eine ganze Reihe bereit bewurzelter und angewachsener Exemplare.

Sonntagmorgen

Es gibt Szenarien, die sind förmlich einem Klischeehandbuch entrissen worden. So etwas in der Art wie der heutige Morgen. Die Sonne strahlte mit den Frühaufstehern um die Wette. Der Himmel war so blau, als wäre heute erst Vatertag. Dazu zwitscherten in die morgendliche (9:30 Uhr) Stille die Vögelein, dass man am liebsten sein Frühstück auf den Balkon genossen hätte, um den gefiederten Sängern zu lauschen, statt sich von irgendwelchem Radiogedudel nerven zu lassen.

Aber so weit sind wir noch nicht. Die Sonnenstrahlen auf ihrem zerstreuenden Weg über das Küchenfenster und den Fußboden in der guten Stube hatten mich im Schlafzimmer weckend erreicht und ich duselte noch etwas vor mich hin. Durch ein offenes Fenster drang auch das liebliche Gezwitscher zu mir durch, dass ich trotz der gefühlten frühen Stunde schon als solches erkannte – also als Gezwitscher und auch als lieblich. Ein sehr rhythmischer, wenn auch mengenmäßig eher dünner Regenschauer strich über die eine Seite eines gerade nicht mehr blühenden Kirschbaumes, auch einen Apfelbaum sanft tangierend.

Dass es diese Bäume waren, habe ich natürlich nicht am Geräusch erkannt, wozu auch, wo es doch „Wetten, dass …“ nicht mehr gibt. Der Blick aus dem rollobefreiten Fenster in den sonntäglichen Morgen klärte mich über diese Details auf. Der Regenschauer entpuppte sich als vermutlich trinkwassergespeister Rasensprenger, der die Verneblung des kostbaren Nass‘ im Rahmen seiner Möglichkeiten schwenkend betrieb.

Nur, wozu? Viel Ahnung von Botanik und Gärtnerei habe ich nicht, trotz einzelner Erfolge auf dem Gebiet, die aber eher der Pflanze selbst zugerechnet werden müssen. Aber, wenn ich mal irgendwann etwas gelernt habe, dann, dass ein vormittägliches Wässern – speziell auch mit diesen sprühenden Wasserverteilern – praktisch niemandem nutzt, vor allem, wenn der Tag sonnig und warm zu werden verspricht. Das einsickernde Wasser, sollte es überhaupt so weit kommen, wird durch die Sonne sehr schnell dem Boden wieder entrissen, ohne dass es der Pflanze zu gute kam. Und die auf den Blättern verbliebenen Wassertropfen können mittels ihrer Linsenwirkung selbige punktuell verbrennen, wenn dann unser Zentralgestirn in der richtigen Position steht.

Vielleicht sollte ich mal den Haus- und Gartenbesitzern ein entsprechendes Fachbuch schenken. Hat da vielleicht jemand einen Tipp? Zu teuer sollte es vielleicht nicht sein, ich kenne die Leute ja nicht. Und falls sie das hier selber lesen: Abends wird gewässert, dann bringt es was.

Fotosafari unvorbereitet

Solche freien Tage bieten doch immer die Möglichkeit, ins Freie zu kommen. Die Suche nach einem lange nicht mehr besuchten Aussichtspunkt, sein sehr spätes Finden sowie seine Überfülltheit dank Herrentag brachte mich auf diversen Umwegen an den Landgraben. Nicht genau wissend, ob es nun noch Mecklenburg oder schon Vorpommern ist, habe ich trotzdem ein paar schöne Bilder gemacht.

Eins davon ist ein kleines Suchbild. Wo ist mein Auto?

Suchbild

Die weiteren Bilder gibt es in der Galerie. Leider hatte ich nur meinen kleinen (Fotoapparat) mit. Manchmal bin ich doch über die Bilder, die er macht, positiv erstaunt.

Frühling auf Usedom

Am Sonnabend war ich mal wieder auf unserer sonnenscheinreichsten Insel. Einfach mal etwas Frühling tanken und vielleicht ein paar schöne Bilder machen. Das erste ist, wie ich finde, voller Symbolkraft.

Aber nicht nur ich war unterwegs, wenn auch nicht allein, andere Geschöpfe nutzten auch die wärmenden Strahlen der Aprilsonne.

Sonne ist schön, da stört auch kein Fotograf.

Aber auch die Floristik zeigt deutlich Frühling an.

Bei nachfolgendem Anblick kommt mir ein Buchtitel in den Sinn: „Wege übers Land“. Nie gelesen.

Gegenlichtaufnahmen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Aber manchmal klappt es doch. Die Sonne steht direkt über dem Bild.

Etwas weiter links neben diesem Bildausschnitt fanden sich dann auch noch ein paar Rindviecher, die sich nicht wie die müßigen Wanderer an der Natur nur satt sehen konnten, sondern diese auch gleich zur Eigenmast verzehrten. Frei nach dem alten Bauernmotto: „Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe.“

Muße am Sonntag

Nachdem mein Sonntag heute etwas früher anfing als ursprünglich geplant, wenn auch beinahe aus freien Stücken, ist Muße, sich mal wieder etwas mit der eigenen Botanik zu befassen. Altbekannt für die Leser dieses Blogs ist das stachlige Exemplar eines Kaktusses, das auch schon wunderbar geblüht hat.

Mittlerweile scheint sich dieser Kaktus eher aufs Fortpflanzen zu spezialisieren. Den einen länglichen Ableger gibt es ja schon länger, nun aber kommen noch einige andere hinzu. Aber seht selbst.

Sage und schreibe 7 Ableger nennt er mittlerweile sein eigen. Ein Ende ist nicht abzusehen, sieht es doch an einigen Nadelbasen noch so aus, als könnte da noch was kommen.

Eine andere, hier noch nicht vorgekommene Pflanze, ist mein Gummibaum. Der wächst und gedeiht auch prächtig, wenn er auch immer mal wieder gestutzt wird. Ich weiß nicht, wie viele Nachkommen er bereits in die Welt gesetzt hat, aber es gibt in Neubrandenburg und Umgebung einige Wohnungen und Häuser, in denen sie untergekommen sind. Und ganz genau genommen ist er mittlerweile auch schon ein Nachkommen seiner selbst, denn wenn er eine bestimmte Höhe erreicht, wird er leider bei mir unhandlebar.

Die beiden oberen Blätter sowie das eingepackte Exemplar sind alle in den letzten Wochen entstanden. Damit verdeckt er langsam aber sicher das hinter ihm hängende Bild, was mal wieder ein Zeichen für einen baldigen Neuanfang ist.

Dem Puschelkaktus geht es auch gut. Er wächst und gedeiht.

Und wer mal einen Größenvergleich mit dem alten Bild macht, wird feststellen, dass er ganz schön gewachsen ist.

Inkonsequentitäten

Dieses hervorragende Osterwetter in diesem Jahr lässt Freiräume für das Schweifen lassen der Gedanken. Eigentlich brach in in unsere schöne Gegend auf, um vielleicht ein paar schöne Frühlingsbilder fotografisch zu erstellen, allein: Die Natur ist noch nicht soweit. So blieb mir beim Fahren ein Quentchen Gripskastenleistung übrig, um einige Gedanken zu ordnen, die mich in der letzten Zeit überfallen hatten.

Zum einen erreichten mich rückblickend einige Äußerungen zum Thema Vegetarismus, vor allem aus ökologischen Gründen, zum anderen tauchte in meinem Gesichtskreis die Slow-Food-Bewegung, wenn auch nur medial unterstützt, auf. Und natürlich schwebt mir Frank immer noch im Hinterkopf rum, mein Ernährungsberater, der zumindest meiner gravitativen Entwicklung Einhalt und Umkehr zur lockerer Leichtigkeit verordnet und faktisch untersetzt hatte.

Dabei stellte sich mir die Frage, ob es vegetarische Slow-Food-Anhänger gibt. Die Slow-Food-Bewegung – in Deutschland natürlich ein e.V., Ordnung muss sein – setzt sich für gute, saubere und faire Lebensmittel ein. In einem Flyer (PDF) gibt es nähere Infos. Die drei Grundprinzipien sind

  • wohlschmeckende Lebensmittel, die alle Sinne ansprechen und Teil der lokalen Kultur sind
  • Lebensmittel, die in Harmonie mit Natur und Umwelt erzeugt und ohne Zusatzstoffe verarbeitet sind
  • Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen und zu fairen Bedingungen für die Erzeuger.

Wer einen Moment darüber nachdenkt, wird schnell feststellen, dass hier einiges über den Bio-Begriff hinaus geht. Wichtig finde ich unter anderem den regionalen Bezug der Lebensmittel, was vor allem auch kurze Transportwege u.ä. einschließt.

Der Vegetarier an sich ist ja doch auch ein Mensch wie jeder andere, das bezieht sich vor allem auch auf seinen Nährstoffbedarf. Über mögliche Mangelernährung durch vegetarische Kost gibt es im Internet sicher die verschiedensten Abhandlungen, einige Vitamine sind, wenn man sich nicht auskennt, schlecht über pflanzliche Nahrungsmittel erschließbar, vor allem, wenn man, wie ich, in Orientierung an den Slow-Food-Grundprinzipien (künstliche) Nahrungsmittelergänzungen von vornherein ausschließt.

Unter diesem Gesichtspunkt braucht man sich aber gar nicht so sehr ins Detail verlieren; es reicht, sich auf die Grundnahrungsbestandteile zu konzentrieren: Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate. Diese braucht jeder Körper, ohne sie werden selbst Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe sinnlos. Während Fett und Kohlenhydrate vorwiegend der Energieerzeugung dienen und sich ggf. auch gegenseitig ersetzen können, wird es beim Eiweiß spannend, da es Grundbestandteil des Lebens ist und nicht durch die anderen beiden ersetzt werden kann.

Genau hier liegt jetzt der Knackpunkt zu den Slow-Food-Prinzipien, vor allem der regionalen Erzeugung von Lebensmitteln. Pflanzliche Eiweißträger sind in der hiesigen Kultur selten. Namhafte Quellen sind vor allem die Hülsenfrüchte, also Bohnen, Erbsen, Linsen. Gerade letztere sind, was ihre Eiweißbestandteile betrifft, für die menschliche Ernährung so wertvoll, dass, wie ich mal von kundiger Stelle gehört habe, man lieber ab und zu eine Dose Linseneintopf essen sollte, als ganz auf dieses Gemüse zu verzichten.

Das Allheilmittel Sojabohne fällt unter dem verschärften ökologischen Blickwinkel aus der Betrachtung raus. Zwar wird es mittlerweile auch in Deutschland angebaut, ich befürchte aber, dass damit eine umfassende Versorgung nicht möglich ist. Unser Klima spricht dagegen. Dafür werden dann gern mal in Brasilien Urwälder abgeholzt, um massiv (Gen-)Soja anzubauen. Umweltverschmutzungen durch den Transport usw. kommen hinzu. Ich weiß nicht, ob diese ökologischen Katastrophen akzeptierbar sind für Leute, die wegen des Tierschutzes auf etwas verzichten.

Ob dieser Verzicht Tierschutz bringt oder nicht andererseits das Leid verschärft, ist wohl noch nicht hinreichend untersucht. Ob nicht die Förderung artgerechter Aufzucht und Hege von Nutztieren mit allen Konsequenzen die bessere Alternative ist, ist sicher auch nicht belegt, liegt gedanklich aber nahe. Und ob die Umerziehung fleischfressender Haustiere zu Vegetariern/Veganern einfach nur Tierquälerei oder doch nur pervers ist, wird irgendwann die Natur entscheiden, die als einzige für sowas zuständig ist. Irgendwo habe ich mich darüber schon mal ausgelassen.

Vegetarismus ist nur in einer globalisierten Welt sinnvoll möglich, was ihren Sinn (genau wie den der Globalisierung)  anzweifeln lässt. Gerade, was eine wirklich gesunde und natürliche Ernährung betrifft, die regional verankert ist und sich an der Umgebung des Menschen orientiert, greift der Vegetarismus zu kurz und ist mit anderen wirklich sinnvollen Modellen wie zum Beispiel der Slow-Food-Bewegung oder einer nährstoffgerechten Ernährung schwer vereinbar. Ob das Leben als Vegetarier wirklich gegen die verabscheuungswürdige Massentierhaltung hilft, darf bezweifelt werden, fördert es nicht die wirklichen Alternativen. Außerdem ist der mitteleuropäische Vegetarier ein Ergebnis der Luxusgesellschaft; er sollte sich auch ständig vor Augen halten, dass er ohne den Fleischverzehr seiner Vorfahren noch immer auf dem Baum im Urwald sitzen würde.

P.S.: Gibt es eigentlich eine Vegetariergruppierung bei der grönländischen Landbevölkerung. Das würde mich mal interessieren.

Mimikry ist alles

Spätestens seit Harry Potter kennen wir Tarnumhänge, von Tarnkappen hat die informierte Mensch meistens schon mal gehört. Ganz neu und vermutlich eine Kreuzung aus Kätzin und Chameleon: Die Tarnkatze.

Noch verrät sie das weiße Brustfell, aber das kriegen die Forscher und Züchter auch noch hin. Und dann ist sie verschwunden …

Komisches Wetter

Wie heißt doch dieses komische Zeugs, was da gerade draußen rumgeistert und Menschen verändert? Ach ja: Frühling.

Selbst Verkäuferinnen geben sonnabends ungefragt servicedienliche Tipps bzw. handeln entsprechend. Ich bin ganz hin und weg.

Sowas wie dieses Frühling sollte es ruhig öfters geben. Ich könnte mich an Service gewöhnen.