Zeit ist relativ (aktualisiert/ergänzt)

Was versteht der geneigte Leser unter dem Begriff „kurzfristig“? Kann man kurzfristig genau definieren? Für einen Astronomen, der sich schwerpunktmäßig mit Kosmologie befasst, kann „kurzfristig“ sicherlich schon mal einen Zeitraum von ein paar Millionen Jahren umfassen. Aber bei denen sind ja auch alle chemischen Elemente jenseits Wasserstoff und Helium „Metalle“. Kein Spaß.

Neulich habe ich mal etwas in einem großen hiesigen Internetshop bestellt. Und wer sich jetzt wundert, die Kombination „großer Internetshop“ mit „hiesig“ erscheint vielleicht etwas widersinnig, dem sei versichert, dass es das wirklich gibt: Einen großen Internetshop (nicht nur, aber auch), der in unserer Stadt beheimatet ist. Die Bestellung ist auch eingegangen, eine E-Mail unterrichtete mich:

Nun ist „kurzfristig lieferbar“ eine eher vage Angabe. Werfen wir also einen Blick auf die Webseite:

Wir lernen: Kurzfristig heißt 3-5 Werktage. Oder brutto: eine Woche. Kann man das eigentlich einfordern, wenn das da steht?

Vielleicht sollte ich nochmal in die Bestätigungs-E-Mail gucken:

Und seither keine weitere Information. Servicewüste Deutschland.

Update 06.09.2011: Aus der Oststadt über Altentreptow in die Innenstadt. Manchmal muss man erst was schreiben, dann geht alles schnell. Wobei im konkreten Fall wohl doch beides nichts miteinander zu tun hat. Das Päckchen kam und ich habe jetzt meinen eigenen blauen Yeti. Irgendwann demnächst werde ich ihn Euch auch noch vorstellen. Fällt mir nur noch ein alter Witz zu ein: Treffen sich zwei Yetis, sagt der eine: „Ich habe neulich den Reinhold Messner gesehen.“ Meint der andere: „Ach, den gibts wirklich?!“

Es geht wieder los

Aber keine Angst, diesmal wird die Berichterstattung nicht ganz so umfangreich. Aber vielleicht geht sie, wenn schon nicht in die Länge und Tiefe, dann doch in die Breite. Mein pieksender Kaktus bildet da augenscheinlich mal wieder etwas aus:

Ja, ihr seht richtig: zwei Blütenansätze und zwei Ableger. Und das, wo er doch neulich erst 4 Ableger abgegeben und auch schon vor kurzem geblüht hatte.

Lichter am Ende des Tages

Man darf doch immer wieder erstaunt sein, was die Natur so für Lichtspiele hinbekommt und wie schwierig es für die Technik ist, diese, wenn schon nicht einzufangen, dann doch abzubilden. Der Versuch, gestartet am letzten Sonnabend, 27.08.:

Das Bild ist übrigens nicht gedreht oder so, der Lichtstrahl ging wirklich von unten nach oben.

Ich gebe zu, hier habe ich es mit der Farbauffrischung ein wenig übertrieben. 😉 Die Gesamtsituation stellte sich so dar:

Scherben bringen Geld – Ein Versuch

Nicht nur die Wege des Herrn, sondern auch die des Netzes – gemeint ist natürlich das Internet – sind sprichwörtlich unergründlich. Trotzdem gibt es immer wieder Ereignisse, die die Geisteskräfte des Nutzers, auch User genannt, herausfordern, um manche Informationswege und Zusammenhänge, wenn auch schon nicht zu beweisen, so doch aber irgendwie nachvollziehen zu können. Auf denn!

Es war einmal ein gar nicht so fernes Land, das im 13. Jahrhundert erstmalig erwähnt wurde. Da die Schreiberlinge damals doch recht versnobt waren, gaben sie dem Land einen lateinischen Namen: terra Stargardiensis. Das Land bzw. die Herrschaft Stargard, wie der gemeine, deutsch sprechende Pöbel es nannte, lag rund um eine gleichnamige Burg (siehe Bild), die heute einer kleinen Stadt unweit Neubrandenburgs ihren Namen leiht.

In diesem Land ging und geht immer mal wieder was kaputt, das fleißige Handwerker immer wieder versuchen zu reparieren. Aber bei aller Hochachtung vor ihrer Kunst und ihren Fähigkeiten: Ein gewisser Teil war unwiederherstellbar zerstört, vor allem viele Sachen aus Glas waren nur noch Bruch, der irgendwo gesammelt und deponiert werden musste. Vielleicht könnten spätere Generationen noch etwas mit dem ganzen Stargarder Bruch anfangen.

Schauen wir ins hier und heute. Das Internet ist ein weites Feld und der Versuch, darin oder damit Geschäfte zu machen, verbreitet sich überall. Eine Osnabrücker Firma hat es sich auf die Fahnen geschrieben, so viele halbwegs sinnvolle Domains wie möglich für sich zu registrieren, um diese dann mit Gewinn weiter zu verkaufen. Nun taugt aber eine einfach nur registrierte Domain wenig; wenn sie gefunden werden soll, muss etwas Inhalt dahinter. Das geht recht einfach mit einer Blogsoftware und einem Plugin, das automatisch News von Suchmaschinen integriert.

Man muss nur noch geschickt die Suchbegriffe zur Domain auswählen und schon läuft der Rest fast automatisch. Der Blick ins Impressum zeigt, dass zum Beispiel www.17033.de und www.17034.de (zwei der drei wichtigen Postleitzahlen von Neubrandenburg) auf diese Art vergeben sind. Aber auch für Firmen, die sich mit zerbrochenem Glas beschäftigen, hat die Firma Domains im Angebot. www.glasbruch24.de sei als ein Beispiel genannt.

Bringen wir beide Themen zusammen, so finden wir auf dieser Seite genau den Grund, warum die alten Stargarder den ganzen Glasbruch in der danach benannten Deponie, dem Stargarder Bruch, gesammelt haben. Damit er durch spätere Generationen und den zukünftigen Besitzer der Domain glasbruch24.de weggeräumt werden kann, wie wir einem Blogartikel dort entnehmen.

P.S.: Frank: Weißt Du noch, wann Du die Bilder gemacht hattest und wann die Veranstaltung war?

 

Wer wa(a)gt, gewinnt

Wer kennt das nicht: In den Obst- und Gemüseauslagen des Supermarktes oder Discounters  reihen sich leckere Früchte, die teilweise wundervolle Happsgröße haben. Da probiert man gern mal auch vor dem Bezahlen.

Um dieser Verluste Herr zu werden, werden in der nächsten Zeit Waagen in den Märkten installiert, wo beim Betreten und Verlassen die Kunden gewogen werden und ihren Gewichtszuwachs dazwischen mit einem Durchschnittswert der probierbaren Früchte bezahlen müssen.

Die erste Kundenwaage habe ich schon entdeckt. Ich fürchte aber, dass Größe und Anbringung eher unpraktisch zum Wiegen der Kunden ist.

Sonderbare Lebensform entdeckt

Der Wissenschaft sind eine Reihe von (Lebens-)Formen bekannt, deren begriffliche Bezeichnung nicht immer eindeutig ist. Auch lässt sich eine Logik manchmal nur schwer erkennen. Machen wir ein Beispiel. Dem Teefreund wird Mate zumindest dem Wort nach bekannt sein. Der grüne Tee wird in Südamerika gern getrunken.

Durch griechisch- oder lateinischstämmige Vorsätze erfolgt dann eine Unterteilung und Klassifizierung. So wissen wir, das Primate ganz einfache immergrüne Tees sind (pri von primitiv = einfach lateinisch) und Automate (fast) von selbst (auto = selbst griechisch) schmeckt.

Jetzt entdeckte ich eine neue Sorte, die, so unterstellte ich, eher zweitklassig in der Qualität ist: Bemate (Mate der Handelsklasse B). Bei der genauen Testung kam aber die Frage auf: Braucht zweitklassiger Tee aus Blättern eines Strauches/Baumes eine Krankenkasse? Vor allem eine Bayerische mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern? Aber seht selbst:

Sie haben Post, entspannen Sie sich

In unserer Reihe: „Lustige Paketaufkleber“ kommen wir heute zu einem Exemplar unter dem Motto: „Wellness und Spa“, allerdings wird es seinen Ansprüchen nicht gerecht. Das Etikettpapier, dessen Bestandteil der Aufkleber ist, ließ sich nur unter erhöhtem Aufwand durchtrennen, um an den Inhalt des Kartons zu kommen. Und ob der Inhalt wirklich die Funktionen und Ansprüche erfüllt, für die er angeschafft wurde, wird sich erst im Verlauf des späteren Abends erweisen.

Okay, das Paket habe ich aufbekommen, die Aufkleberränder sind zerrissen, der Deckel der Schachtel wurde dabei leicht eingebeult und dieses Pappbraun löst auch keine Freudenstürme mehr aus.

Da wird es eng mit der zertifizierten Frustrationsfreiheit für die Verpackung.

Sie haben Post, aber nicht gucken!

Päckchen zu bekommen ist ja immer wieder eine Freude. Das aufreißen der Verpackung, die Spannung, was wohl drin ist. Okay, letzteres müsste ich eigentlich wissen, da ich es selbst bestellt habe. Aber bei dem Versandhändler sind einige Bestellungen anhängig, so steht nicht genau fest, was es wohl sein mag.

Und ich werde es wohl auch nie erfahren, wenn ich mein bißchen Restenglisch zusammenkratze. Denn aufmachen darf ich das Päckchen augenscheinlich nicht. Oder sehe ich das falsch?