Intermezzo RSS

Warum? Ich verstehe es nicht. Da bietet das Internet einen Dienst, ein Protokoll oder wie man das auch immer nennt, dass so richtig praktisch ist, nicht viele Kapazitäten frisst und leider ein recht unbekanntes Wesen lebt. Und nicht nur das? Es scheint auch langsam, zu meinem größten Bedauern, auszusterben.

RSS ist das Thema, Feeds, XML, wie man auch immer dazu sagt. Tante Wikipedia klärt über die Grundlagen auf. Der Sinn dahinter ist (aus meiner Sicht), dass man Webseiten bzw. ihre Änderungen „abonnieren“ kann, indem man den RSS-Feed der Seite in seinen Reader einbindet und man sieht auf einen Blick, wenn man das Programm öffnet, was sich auf den abonnierten so alles aktualisiert hat bzw. was neu hinzugekommen ist. Viele Blogs haben das, aber auch Nachrichtenseiten und andere Internetangebote. Dieser Blog hat das natürlich auch. Wobei ich gerade feststelle, dass das gar nicht so einfach ersichtlich ist. Da muss ich wohl mal was tun.

Als ich dieser Tage meinen Feedreader durchsah nach Feeds mit Fehlermeldungen, musste ich feststellen, dass es einige Webseiten gibt, die zwar nach wie vor existieren und auch immer mal wieder neue Beiträge posten, die aber offenbar ihren RSS-Feed deaktiviert haben? Ich verstehe das nicht, ehrlich gesagt. Denn eins muss ich mal sagen:

Kein Feed, kein Besuch von mir.

Newsletter sind übrigens kein Ersatz, zumindest aus meiner Sicht. Wenn ich mir tiefer Gedanken über das Thema mache, würde ich sagen, dass Feeds scheinbar mehr Kontrolle über den Content und die Nutzenden erlauben mag. Beim Feed weiß man nie, wieviele einem folgen. Beim Newsletter schon eher. Aber trotzdem, wenn eine Webseite keinen RSS-Feed anbietet, kann ich ihr nicht folgen, und ich werde sie nicht lesen.

Mein Leben mit G.P. und L. (ein Fortsetzungsroman), 4. Episode

Sie sind schon praktisch, diese kleinen Helferlein, die als „Apps“ auf dem Smartphone vorhanden sind, wenn man es das erste mal anschaltet. Meine eigenen Erfahrungen liegen da nur im Android-Universum, iOS-Nutzende mögen meine Gedanken darüber bitte selbst versuchen, in Analogien zu übersetzen. Ich bin sicher, die gibt es.

Da gibt es den vorinstallierten Kalender, die Notizzettel-App, die Cloud, die man zusammen mit der Mailadresse bekommt. Ist schon praktisch und bequem, damit kriegt man uns leicht. An manchen Sachen kommt man auch nicht wirklich vorbei, da sie zwingend für den Betrieb des Smartphones notwendig scheinen bzw. gemacht wurden. Die Anmeldedaten für das Betriebssystem, dass gleich eine Mailadresse zur Folge hat, und den Webspace in der Cloud, ggf. gleich noch mit einem einfachen Office, dass man auch vom Browser auf einem Rechner aus nutzen kann. Mailprogramm gibt’s natürlich auch dazu. Und wenn man das alles schon mal hat, dann kann man es auch nutzen. Ist ja so schön praktisch und bequem …

Ja, ich nutze noch ein paar Dienst von Google (die stehen ja hinter Android-Handys). Aber es wird immer weniger. Letztes Wochenende habe ich bspw. genutzt, um Google Notes komplett leerzuräumen und auch mein Google Drive, dass ich nur noch über die Weboberfläche bediene, ist weiter geschrumpft. Dokumente haben ihren Weg entweder in meine Nextcloud oder lokal auf den Rechner resp. auf mein heimisches NAS gefunden. Auch die Notizzettel sind in der Nextcloud gelandet, dafür gibt es eine Nextcloud- und eine Handy-App. Super. Mein privater Kalender liegt auch in der Nextcloud und freut sich über Zugriffe von meinem Linux-Thunderbird und meinen beiden Smartphones, dem Klo-Tablet, …

Ohje, er hat zwei Smartphones, höre ich möglicherweise Lesende jetzt denken. Ja, und ich stehe dazu. Das zweite ist erst seit kurzer Zeit bei mir und der nächste Schritt in die datenfreundliche Zukunft. Außerdem, und damit ist die vielzitierte Katze aus dem Sack, heißt das neue G.P. Das Kürzel kommt von Google Pixel. Und wenn jetzt einer denkt: Er palavert die ganze Zeit von Datenschutz und Digitaler Souveränität und Unabhängigkeit und kauft dann ein Google-Handy. Das klingt wie ein Widerspruch in sich und mir ist das durchaus bewusst. Kundige Mitlesende ahnen natürlich längst, wo der Weg hinführt: Es ist ein wenig ein Witz der (Technologie-)Geschichte, dass es ausgerechnet ein Google-Handy braucht, um mittels Betriebssystemaustauschs ein datensicheres Smartphone zu erhalten. Die Hardware ist die einzige, die bestimmte Eigenschaften aufweist, die das zum einen ermöglicht und zum anderen sicher macht. Man muss sich eben nur die Mühe machen, um das installierte „Android“-System rauszuschmeißen und dann „GrapheneOS“ drüber zu bügeln. Wobei, dass „rausschmeißen“ darf man, glaub ich, nicht wörtlich nehmen, es versteckt sich sicher noch irgendwo auf dem Gerät, aber es läuft eben nicht, sondern GrapheneOS. Mittels einer Anleitung und der entsprechenden Webseite habe ich das „Drüberbügeln“ hinbekommen und bin ganz stolz auf mich. Ich habe zwar noch ein paar Fragen, aber im Grunde läuft’s und auch ich nutze es auch schon aktiv. Schwerpunkt ist im Moment nur, die Apps eine nach der anderen vom alten Smartphone aufs neue zu transferieren. Oder auf sie zu verzichten.

Bei der App-Auswahl bin ich im Moment noch ziemlich konsequent und habe auf G.P. noch nie den Playstore benutzt. Ich habe vor, dabei auch zu bleiben. Der GrapheneOS App Store ist eher übersichtlich im Angebot, aber es gibt ja neben dem direkten Download von Apps auch noch F-Droid. Lustigerweise kann man F-Droid (als alternativen AppStore) vom Playstore installieren. Das habe ich auf dem alten Smartphone schon vor Jahren gemacht (und nutze ihn auch dort schon). Man bekommt die Installationsdatei aber auch direkt von der Webseite von F-Droid herunterladen und dann installieren. Funktioniert super. Die Nextclouds-Apps (Kalender, Notizen u.a.) gibt es da genauso wie einiges andere. Aber eben auch nicht alles. Was mich ein wenig verwunderte, war, dass es die Signal-App dort nicht gibt. Aber für die gibt es auch eine Webseite und etwas versteckt eine Installationsdatei zum Downloaden … 😉 Da mein Router zu Hause als eine VPN-Funktion WireGuard anbietet, suchte ich natürlich auch eine App, F-Droid hatte da leider auch wieder nix, aber auf der Webseite von WireGuard wurde ich wieder fündig. Also auch gelöst.

Apropos WireGuard im Router zu Hause. Beim Thema VPN muss man wohl ein wenig differenzieren, da die Kontexte, was darunter verstanden wird, doch unterschiedlich sein können. Grundsätzlich (ich versuch’s wieder mit eigenen Worten) stellt man mit VPN eine verschlüsselte Verbindung zwischen A und B her. Oft ist A der eigene Rechner und B irgendein Server eines Anbieters irgendwo auf der Welt, und man hat seinen Standort und so einiges weiteres verschleiert. Bei WireGuard, so wie ich es nutze, ist A mein Handy und B mein Router zu Hause. Da kann man sich natürlich fragen, was das soll, aber der Grund ist einfach. Zum einen könnte ich über den verschlüsselten Weg von meinem Handy auch von unterwegs auf mein heimisches NAS zugreifen, zum anderen löst es ein anderes Problem. Stichwort „öffentliches WLAN“. Wer das nutzt, sollte eigentlich immer auch VPN an Bord haben (und natürlich auch bei der Nutzung eingeschaltet). Man weiß schließlich nie, wer da ggf. den Datenverkehr mitschneidet. Da ist so eine Verschlüsselung übers öffentliche WLAN schon ganz praktisch.

Übrigens ist nicht alles eitel Sonnenschein. Zum einen regnet es gerade draußen, als ich diese Worte niederschreibe, zum anderen ist auch die Sonne längst untergegangen. Aber auch G.P. hat seine Fehler. Das lasse ich jetzt aber mal als Cliffhanger so stehen.

Mein Leben mit G.P. und L. (ein Fortsetzungsroman), 3. Episode

Linux begeistert mich immer noch. Allerdings spielt dabei vermutlich eine Rolle, dass ich kein Gamer bin. Mit dem großen Bereich der Nutzung von Rechentechnik bin ich außen vor, über Solitär, Majong und irgendein Bubble-abschießen auf dem Smartphone und/oder Tablet bin ich bisher nicht hinaus gekommen. Mehr ist nicht. Ab und an habe ich mal entsprechende Beiträge im TV über Games verfolgt (als es die noch gab), aber gepackt hatte es mich nicht. Wobei, ein Spiel, dass ich dort sah, hatte doch ein wenig mein Interesse … entzündet wäre zu groß für die Beschreibung. Angewärmt vielleicht. Meine damalige Rückfrage von kundigen Menschen in meiner Umgebung bestätigten meine Vermutung, dass mein PC (es gab wohl eine Version dafür) gerade so nicht ausreicht, um das Spiel flüssig zu spielen. Für’s Aufrüsten reichte mein Interesse dann aber auch wieder nicht, und: Welches Spiel es war, kann ich auch nicht mehr sage. Also Punkt. Strich drunter. Haken dran.

Seit einigen Jahren betreibe ich neben diesem Blog auch noch ein paar andere, nicht unbedingt als Blogs, aber auch auf Basis eines CMS, dass auch gut für Blogs ist. Das alles läuft auf einer eigenen „Instanz“ im Netz, soll heißen, ich habe mir ein „Webpack“ bei einem entsprechenden Anbieter gemietet, der die technische Basis für die Blogs zur Verfügung stellt. Das ist (aus meiner Sicht) kein eigener Server im Internet, aber ein Stückchen davon. Ich teile mir also mit einigen anderen, mir unbekannte Menschen, die Möglichkeiten dieses Servers, ohne selbst an das System zu kommen. Was vermutlich auch gut so ist, da kann ich wenigstens nichts kaputt machen. Aber, und das ist der wichtige Punkt in dieser Ausführung, in diesem Webpack kann man nicht nur Webseiten betreiben und veröffentlichen. Als Fan von RSS betreibe ich darauf einen Online-Feed-Reader, der mich mit allerlei Informationen versorgt und mein entsprechendes nutzendes Treiben sehr unterstützt. Einiges von dem, was ich so in meiner Freizeit treibe, ginge ohne das Instrument RSS + Reader nicht so wie gewohnt, wenn überhaupt. Oder nur sehr viel aufwendiger.

Aber – um endlich zum Kern zu kommen – das Webpack reicht auch aus, um eine „Nextcloud“ zu betreiben, mein eigenes kleines Wölkchen. Große Sprünge kann ich auf Grund des Webpacks als Basis nicht machen. Zum (kleinen) Office reicht es wohl nicht, da braucht man mehr Kapazitäten. In den letzten Wochen erstaunte es mich aber dann doch, was selbst auf der Basis so alles funktioniert. Dabei stellt sich die Frage, was man alles damit machen kann, denn eine Nextcloud ist mehr als nur für Dateiaustausch gut. Aber dafür eben auch. Bilder, die ich mit dem Smartphone mache, landen automatisch in der Cloud, die Datensicherung der Kontakte vom Handy auch. Dateien, die ich sowohl am Rechner als auch mobil brauche, liegen ebenfalls dort, und über gemeinsam genutzte Ordner mit der dienstlichen Nextcloud (ja, mein Arbeitgeber betreibt auch eine) kann ich mir größere Datenmengen einfach von zu Hause ins Büro schicken und umgekehrt.

Natürlich kann man für diese Aufgaben auch andere Clouds nutzen. In manchen Betriebssystemen sind welche quasi integriert, es gibt aber auch viele andere Anbieter und spätestens bei den beiden Hauptbetriebssystemen von Smartphones gehört auch immer sowas dazu. ABER: Das Vertrauen in die Datensicherung und Datenschutz bei den einschlägigen Anbietern ist in der letzten Zeit doch recht erschüttert. Viele von Ihnen wollen die Daten, die ihnen zur Aufbewahrung anvertraut werden, auswerten, lesen, zu Profilen formen und die gewonnenen Erkenntnisse im besten Fall nur verkaufen. ABER 2.0: Man kann den Abstand zu diesen Firmen vergrößern, den Datenfluss langsam aber stetig minimieren. Ihn ganz auf Null runter zu bringen ist bei gleichzeitiger Nutzung von Rechentechnik wohl unmöglich. Und wer möchte schon auf die Vorteile gerade auch mobiler Geräte verzichten?

Strategien für dieses Weg sind einschlägig verfügbar. Eine schöne Zusammenfassung auf dem Weg zur „Digitalen Unabhängigkeit“, wie das Ziel genannt wird, findet man bei der Initiative DI.DAY (oder auch DUT – Digitaler Unabhängigkeitstag). Jeden ersten Sonntag im Monat kann man als Anlass nehmen, sich von einem der Datensauger zu befreien. Mein Umstieg auf Linux gehört für mich genauso dazu wie die Verabschiedung von Threads, WhatsApp, Facebook, GoogleKalender (zu 95%), GoogleNotes (zu 95%), GoogleDrive (zu 95%) u.a. Für vieles gibt es ernstzunehmende Alternativen und teilweise zieht man dann auch seine Umgebung mit in die richtige Richtung … Manchmal muss man etwas suchen, bis man eine passende Lösung für konkrete Anwendungen findet (deswegen auch u.a. die 95%). Aber wenn man ein Ziel vor Augen hat und sich immer mal wieder (auch zwischen den 1. Sonntagen im Monat) damit befasst, kommt man Schritt für Schritt vorwärts.

Was die 95%er mit meiner Nextcloud zu tun haben, und wer eigentlich G.P. ist – eine der Fragen die auch noch nicht beantwortet wurden – könnt ihr dann in der nächsten Episode lesen. Oder in der übernächsten. 😉

Mein Leben mit G.P. und L. (ein Fortsetzungsroman), 2. Episode

Linux sollte es also werden. Nur welches? Es gibt da ja einige. Und gerade für Windows-Umsteiger werden einige Empfehlungen geboten. Linux Mint zum Beispiel, oder Linux Zorin. Mint kannte ich von Versuchen auf Arbeit und war nur so semi-begeistert. Das kann daran liegen, dass ich es „nur“ als Virtuelle Maschine betrieb. Zorin habe ich mal auf einem abgelegten Rechner ausprobiert und es war mir zu windows-nah. Office, OneDrive und die anderen mehr oder weniger Bekannten tauchten da wieder auf. Das wollte ich aber auch nicht. Immerhin hatte sich mittlerweile zur Wechselidee noch ein zweiter Gedanke dazugesellt: Digitale Unabhängigkeit. Da sah mir Zorin doch zu windowsähnlich aus. 😉 Was also tun? Man könnte ja mal eine KI befragen …

Das habe ich dann getan. Ich fragte nach der besten Linux Distribution. Die Antwort überraschte mich mit einem Namen, der mit bis zu dem Zeitpunkt noch nicht untergekommen war. Sollte es einen hidden champion geben? Zweitmeinung habe ich nicht eingeholt und das System mal auf einem abgelegten Rechner ausprobiert. Jetzt bin ich MX-Linux-Fan. Bevor ihr Euch aber auch gleich alle das System holt, sei angemerkt, dass ich doch nicht ein ganz reiner Fan bin. „Ein Fan ist jemand, der nur eine Sorte Pflaumen ist, auch wenn sie madig sind“, hat mal jemand gesagt. Und 2 Maden habe ich schon gefunden, eine ganz kleine und eine riesengroße.

Die kleine ist schnell beschrieben. Will man von einem geöffneten Fenster die Größe ändern und versucht, den Rand zu erfassen, ist der Bereich, wo man das tun kann, sehr schmal. Sehr, sehr schmal. Sollte ein Linuxkundiger wissen, ob und wie man das ändern kann (ohne Linuxwechsel), bitte kommentieren!!! Bisher fand ich noch nix. Als latentem Grobmotoriker erschwert einem das doch ein wenig die Freude an der Bedienung.

Die große Made hat sogar einen Namen und heißt Debian. Das folgende beschreib‘ ich mal mit meinen Worten, wie ich es verstanden habe. Neben Ubuntu u.a. ist Debian eine der weit verbreiteten Basisdistributionen von Linux. Zwischen den beiden gibt es neben vielen anderem einen entscheidenden Unterschied. Während man Ubuntu so nach und nach immer weiter aktualisieren kann, auch über große Updates hinweg, funktioniert das bei Debian nicht. Natürlich bekommt Debian auch Updates, und das System läuft super. Aber die großen Versionssprünge macht es nicht mit. Als ich einstieg, war MX 23.x aktuell, das x ist mittlerweile auch gestiegen. Aber es kam unlängst MX 25.x heraus, das basierende Debian hat einen großen Versionsprung gemacht, was aber „offiziell“ einer Neuinstallation gleich kommt. Es gibt zwar inoffizielle Wege, ich habe da mal eine Beschreibung überflogen, aber da kann man auch neu installieren. 😉

„Mein“ 23.x wird zwar noch einige Jahre gepflegt, bekommt Updates u.a., aber das 25.x sieht auch schick aus. Da möchte man schon gern hin. Aber ein einfaches Update gibt es (noch) nicht. Stellt sich die Frage, was tun? Es gibt Ideen, aber dazu müssen wir uns mal mit dem Umfeld befassen.

Das Umfeld

So ein Rechner steht nicht allein rum. Zumindest gibt es eine Anbindung ans Internet. Man hat Maus, Tastatur, Monitor und vielleicht noch etwas Peripherie. In die sollte man bei einem Systemwechsel, aber nicht nur deswegen, ein wenig investieren. Einen Gedanken, den ich eigentlich schon verfolge, seitdem ich PCs besitze, hat sich in diesem Zusammenhang bewährt und vom „im Rechner“ nach „am Rechner“ verlagert. Ich hatte immer mehrere Festplatten im Rechner. Nicht eine Platte mit mehreren Partitionen, sondern wirklich mehrere physische Platten, teilweise allerdings auch noch partitioniert in dann mehrere logische Laufwerke. Die Idee dahinter war, eine Festplatte für das Betriebssystem, eine für die Programme und eine für die Daten. Die Trennung von Betriebssystem und Programmen ließ sich unter Windows nicht immer durchsetzen, aber das war dann irgendwann auch in Ordnung. Bei einem Systemwechsel hätten die Programme sowieso neu installiert werden müssen. Systemupdates haben sie durchgehalten (der Übergang von Win10 auf Win11 hat’s gezeigt). Aber die mit den Programmen erzeugten und bearbeiteten Dateien lagen nie auf der gleichen Platte wie Windows und Programme, der Ordner „Eigene Dateien“ (als Windowsstandard für die Daten) blieb verwaist.

Nun ist ein Wechsel von Windows auf Linux größer als so ein normales Windowsupdate, auch, wenn sich der Windowsnamen dabei ändert. Was also tun mit den Daten, die sollten ja erhalten bleiben. Für mich die sinnvollste Lösung heißt NAS. Der Vorteil von entsprechenden Lösungen ist, dass damit die Daten von allen Geräten, die im heimischen Netzwerk sind, gelesen und ggf. auch bearbeitet werden können. Außerdem können NAS so eingerichtet werden, dass die Datensicherheit erhöht ist. Idealerweise nutzt man Geräte mit mind. 2 Festplatten, die sich gegenseitig absichern. Fällt die eine aus, sind die Daten noch auf der 2. Fällt im PC die Datenfestplatte aus, sind die Daten weg. Und ja: Ich weiß, es gibt mittlerweile auch schon in PCs entsprechende Systeme, die mehrere Festplatten zusammenfassen und die Daten damit sichern. Ich vermeide gerade das Stichwort RAID. Sei’s drum. Von meinem Windows PC wurden so nach und nach die Daten aufs NAS ausgelagert, bis er praktisch bis auf das Betriebssystem und das Mailprogramm leer war. Letzterem muss ich irgendwann mal ein eigenes Kapitel widmen.

Nun war mein Plan, Linux „neben“ Windows auf diesem Rechner zu installieren. Grundsätzlich geht das, man kann dann beim Starten über einen „Bootmanager“ entscheiden, welches der Systeme hoch fährt. Das wollte ich aber nicht. Man kann alternativ die Startfestplatte, also die Platte, wo beim Start des Rechners das Betriebssystem her kommt, im BIOS auswählen. Das ist zwar per se aufwendiger als der Bootmanager, aber wenn man nicht ständig hin und her switcht, ist es m.E. die endgültigere Lösung. Windows sollte also auf dem alten C: bleiben, Linux auf eine der anderen Festplatten. Habe ich auf Arbeit schon bei einigen Rechnern so gemacht, ich wusste also, wie es geht. Grundsätzlich. Allein: Mein Rechner weigerte sich. Aus mir nicht erkennbarem Grund ließen sich die anderen Festplatten nicht als Startfestplatten einstellen. Ging nicht. Watt nu???

Die Lösung hieß „Mini-PC“. Die gibts teilweise für relativ günstig, wenn man aber doch ein wenig auf „innere Werte“ achtet, springt der Preis auch mal gern nach oben. Günstiger als ein „richtiger“ PC sind sie aber meist doch. Und wenn man dann einen ohne Betriebssystem kauft, spart man auch noch. Auf dieses jungfräuliche Gerät habe ich dann MX-Linux gespielt, es in mein heimisches Netzwerk eingebunden und dann die Daten aus dem unter Windows genutzten Mailprogramm ins Linux-Universum via NAS portiert. Das funktionierte sehr gut, was im wesentlichen daran lag, dass ich auch schon unter Windows seit Ewigkeiten Thunderbird nutzte. So nach und nach suchte ich mir meine Programme für die tägliche Arbeit zusammen und nutze mittlerweile für das heimische Büro zu 99% den Mini-PC mit MX-Linux. Den großen alten Win10-PC halte ich momentan im wesentlichen über Windows Update aktuell, aber wirklich brauchen tue ich ihn nicht mehr. Der schon mal erwähnte Laptop mit Win11 wird eigentlich auch nur für eine, wenn auch nicht kleine Aufgabe genutzt: Wenn ich mit meiner Dienstsoftware lokal zu Hause arbeiten muss. Es gibt ein paar Aspekte, die remote nicht oder nur unschön und fehleranfällig funktionieren, dafür ist der dann da. Und die Dienstsoftware gibt’s eben nur unter Windows, und sie funktioniert auch nur per VPN, also mit Anbindung ans Dienstnetzwerk. Falls einer fragt. Aber 80% der Arbeiten, die ich damit mache, mache ich nicht auf dem Läppi, sondern remote auf einer VM am Dienstort. Und das vom Linux-Mini-PC aus. Funktioniert super.

Umfeld-Fazit: Es lohnt sich (unabhängig, ob man so einen Umstieg macht oder nicht) eigentlich immer, ein NAS im Haus zu haben. Die Daten sind sicherer und bspw. Mediendaten lassen sich dann auch vom Fernseher oder Tablet oder Smartphone im WLAN abspielen. Diese Geräte können ihre Datensicherung in Richtung NAS machen, aber da gibt es auch noch eine andere Lösung, die ich hier mal als NC bezeichnen möchte. Kundige Menschen werden wissen, was ich meine, die anderen müssen leider bis zu einer der nächsten Folgen ausharren.

Mein Leben mit G.P. und L. (ein Fortsetzungsroman), 1. Episode

Es war einmal in alter Zeit … naja, so lange war’s auch nicht her. Irgendwann Mitte 2025, um genau zu sein. Wobei, der eigentliche Stichtag war der 14. Oktober 2025. Sozusagen der Auslöser, der dann aber schon mit ein wenig Vorlauf wirkte. Große Ereignisse müssen gut vorbereitet sein. Und so ein Blogbeitrag auch. Mir schwirren gerade eine Menge Gedankenfetzen durch den Kopf, die ich hier in diese kleine Reihe gießen möchte, aber so halbwegs strukturiert und nachvollziehbar sollte es sein. Fangen wir also am Anfang an, irgendwann vor dem Stichtag.

Früher™

Aufgewachsen bin ich mit Windows, wobei, angefangen hat es – um es genau zu machen – eigentlich mit DOS. Ja, ich bin alt. Meine Diplomarbeit (um mal beim Urschleim anzufangen) mit dem Titel „Analog-Digital- und Digital-Analog-Wandler für den KC85/1“ (sinngemäß) schrieb ich 1989 auf einem 286er PC in Word 5.5. Die Konstellation lässt vermuten, dass es eine Arbeit für die Schublade geworden ist. Angefangen hatte ich aber schon 1988 und mit der Grenzöffnung kam eben auch so ein PC mit MS-DOS und Word 5.5 an den Ort, wo ich gerade mein erstes und einziges Mal eine doppelseitige Platine für diesen Wandler geätzt hatte. Leiterbahnen handgemalt! Ein wenig schade, dass es davon keine Fotos gab und das Gerät natürlich an der Uni blieb. In der Erinnerung ein Kunstwerk. 😉

Nach Abschluss, Praktikum und Referendariat wurde ich nach kurzer Arbeitslosigkeit Dozent in einer Umschulungsfirma und gab da einen Kurs, der die Teilnehmenden an den PC heranführte. Der Schnupperkurs lehrte u.a. DOS, ein Office-Paket namens Framework und eine Finanzbuchhaltungssoftware, deren Namen mit entfiel. Drei Monate. Von Windows war nur wenig zu sehen, eher so als Programm für eine grafische Oberfläche von DOS, die Programme brauchten es allesamt nicht. Anekdote am Rande: Als ich mich arbeitslos meldete, schickte mich das Arbeitsamt zu einem Bildungsträger, wo ich einen Computergrundkurs belegen sollte. Da kam dann aber der Dozentenjob dazwischen. Jahre später ging mir auf, dass ich dort eigentlich den kurz bekommen sollte, den ich dann selbst gab. Passiert. Da „meine“ Umschulungsfirma auch mit Rechentechnik handelte, kam bei mir privat auch der erste PC ins Haus. Das war dann wohl ein 386er mit Windows 3.11 und einem Faxmodem. 9600 Baud. Von Internet war noch nicht wirklich die Rede, das Kommunikationsmedium seinerzeit hieß „Mailbox“, die dann u.a. über das FIDONET (?) miteinander verbunden waren. Am 11.11.1994 verband sich mein Rechner das erste mal mit einer Mailbox, was nachfolgend die größte Telefonrechnung meines Lebens auslöste. 😉 Die Modems wurden schneller, irgendwann kamen ISDN und DSL, Pentium und Windows 95, 98SE, 7, XP und 10. Die nachfolgenden Jobs verbanden mich auch immer fester mit der Rechentechnik – heute geht nix mehr ohne. Unter den Kollegen bin ich Nerd vom Dienst, unter meinen Nerdfreunden  eigentlich der unnerdigste. Was man denn auch immer unter „Nerd“ versteht …

Heute

Mein (bisher) letzter PC ist zwar auch schon ein wenig in die Tage gekommen, läuft aber noch super. Er hat eigentlich nur einen Makel: Er ist nicht Windows-11-tauglich. Nun hab ich auf Arbeit unzählige (>12) Win10 auf Win11 geupdatet, upgedatet oder wie es auch immer heißt. Mein eigener wollte nicht. Da er aber noch so gut läuft, kam für mir ein Neukauf nicht in Frage, zumal ich einen Laptop mit Win11 parallel mein eigen nenne. So kam ich – auch für den privaten Bereich – mit Linux in Kontakt. Ein wenig experimentiert hatte ich früher schon, aber die Hardware, die ich dafür nutzte, weigerte sich – vermutlich teilweise durch falsche Bedienung oder Sperren, die erst überwunden werden mussten.

Da es jetzt aber ernst werden sollte, musste ein Plan oder sowas ähnliches her. Ein technisches Konzept. Eine Idee, wie man seinen Datenkram zu Hause zukunfts- und datensicher organisiert. Und das möglichst umfassend, ggf. mit Einbeziehung von Handys, Tablets und was sonst noch so alles rumschwirrte. Der 14.10.2025 kam näher, das Supportende von Windows 10. Der Stichtag drohte am Horizont. Die Geschichte zeigte, dass Microsoft ein Herz für Windows 10-Anhänger hatte (mal sehr wohlwollend formuliert), es gab irgendwann eine Gnadenfrist, eine Supportverlängerung, bei der ich gerade nicht weiß, wann die ausläuft. Der 14.10.2026 – ursprünglich angedacht – ist es wohl auch schon nicht mehr. Als die Info aber kam, war ich mit meinen Vorbereitungen für den Systemwechsel schon so weit, dass ein Zurück oder Verharren nicht mehr sinnvoll waren. Ich wechselte zu Linux und bin bis heute glücklich damit.

Womit dann das „L.“ in der Überschrift grundsätzlich aufgelöst ist. Details dazu und wer G.P. ist, erfahrt ihr in der nächsten Folge dieser losen Reihe.

Computerprobleme lösen

Wenn ich so zurückdenke, arbeite ich seit 1992 mit PCs. Ich war (und bin) dabei nicht der große Bastler und Zusammenbauer, ich bin Nutzer. Wobei ich mit etwas fachkundiger Unterstützung auch schon mal meinen heimischen PC selber zusammengebaut hat. Mir fehlt da aber ein bisschen die Erfahrung, das wirklich souverän zu bewerkstelligen. Ich habe auch schon ganze Server repariert (mit eimem Fachmann am Telefon dabei) und sogar den (Hardware-)Fehler gefunden (der es dann zwar nicht war, aber es führte zum Austausch der richtigen defekten Baugruppe und hinterher lief wieder alles). Ich nutze PCs, arbeite als an ihnen und mit ihnen als Hilfsmittel, und hoffe inständig, dass alles gut läuft. Dabei hatte ich übrigens auch Glück. Ich bin in den Windows-Rhythmus gekommen, der die guten Versionen beinhaltete … 98SE, XP, 7, 10. Angefangen hatte es mal mit Win 3.11, die Älteren werden sich erinnern. Wobei meine erste Rechnerberührung noch unter DOS 5.0 und Word 5.5 passierte. Kuriosum der Geschichte: Meine Diplomarbeit „Analog-Digital- und Digital-Analog-Wandler für den KC 85/1“ schrieb ich bereits mit Word 5.5, aber das ist eine andere Geschichte.

Meine Erfahrung bei der Arbeit mit PCs, was vor allem die Fehlerbehebung angeht, soll hiermit vielleicht noch etwas unerfahreren Nutzenden helfen. Die nachfolgenden Tipps beziehen sich schwerpunktmäßig auf die halbwegs aktuellen Consumer-Systeme (also Win 7, Win 10 und wahrscheinlich auch Win 11). Teils gelten sie auch für XP und frühere Modelle.

Fehler vorbeugen

Finger weg vom Windows-Verzeichnis! Ja, es ist der größte Ordner auf der Festplatte und irgendwas wird man da doch sicher löschen können … NEIN! Überlasst das Löschen in diesem Verzeichnis denjenigen, die sich wirklich damit auskennen. Und das ist im wesentlichen das Festplatten-Aufräum-Tool von Windows. Das heißt je nach Version etwas anders. Unter Win10 erreicht man es mittels Rechtsklick aufs Laufwerk C, Eigenschaften, Allgemein und dann die Schaltfläche „Bereinigen“. Bei Win11 ist es etwas versteckter, aber man findet die Funktion auch. Win7 hatte es an der gleichen Stelle wie Win10. Dieses Aufräumen kann man alle paar Monate mal machen (bei normaler Nutzung).

Und bei jeder Installation eines Programms, egal, ob aus dem Windows-Store oder auf klassischem Weg: Vorher immer überlegen: Brauche ich das Programm wirklich? Nichts schadet einem System mehr als das ständige Installieren und Deinstallieren von Programmen. Aus meiner Erfahrung heraus laufen die PCs am stabilsten und dauerhaftesten, auf denen so wenig wie möglich Programme installiert sind.

Was übrigens vorbeugend auch immer empfohlen werden kann, sind die regelmäßigen Windows-Updates. Lassen Sie sich hier nicht von den Schauermärchen, dass hinterher der Rechner nicht mehr funktioniert, nicht verunsichern. Wer ein sauberes, unverbogenes System auf dem Rechner hat, kann mit den Updates eigentlich nur gewinnen. Jedenfalls hatte ich bisher noch kein Problem mit den Updates, selbst ein Umstieg von Win10 auf Win11 auf einem Laptop klappte problemlos. Man muss übrigens auch nicht vor dem Rechner sitzen bleiben, wenn er offensichtlich Updates macht. Man kann da auch anderes tun. Ausschalten kann sich der PC nämlich von allein.

Fehlerbehebungsroutine No. 0

Tritt während der Arbeit mit einem Programm ein Fehler auf, das Programm reagiert nicht mehr oder ähnliches, gilt es, Ruhe zu bewahren! Finger weg von Maus und Tastatur und Abwarten! Gerade auf neueren Systemen kriegen sich die Programme manchmal wieder von allein gefangen. Trotz alledem ist ein regelmäßiges Abspeichern der Zwischenstände immer sinnvoll.

Fehlerbehebungsroutine No. 1

Wenn No. 0 nicht hilft: Programm neu starten. Wenn sich das Programm mit der Maus nicht beenden lässt, probiert mal Alt-x oder Alt-d-b. Das sollte helfen. Wenn Euch das Programm dann noch fragt, den aktuellen Zwischenstand zu speichern, könnt ihr das bestätigen (Enter, Leertaste), es empfiehlt sich aber, ggf. vor dem Speichern den Dateinamen zu ändern. Wenn eine Software sowieso schon auf halb acht hängt, könnte es sein, dass sie beim Speichern völlig abschmiert und die Datei, die gerade gespeichert wird, zerschossen wird. Durch die Neubenamung bleibt die vorhergehende Version unverletzt und es kann später mit dem Stand weitergearbeitet werden.
Ist das Programm beendet (oder lässt es sich nicht beenden), empfiehlt sich

Fehlerbehebungsroutine No. 2

PC neu starten. Sollte sich das Programm im vorherigen Schritt beendet haben, könnte man natürlich auch gleich versuchen, es wieder zu starten. Liegen die Ursachen aber nicht direkt im Programm, sondern tiefer, hilft ein PC-Neustart prophylaktisch.

Fehlerbehebungsroutine No. 2a

Der ganz weiche Neustart geht über das Startmenü. Dort findet sich neben dem Herunterfahren auch ein Neustarten. Verhält sich der PC hinterher wieder normal, sollte das reichen. Ansonsten:

Fehlerbehebungsroutine No. 2b

Man kann auch auf das Herunterfahren klicken. Dann geht der Rechner natürlich aus, was man ihm dann auch ein paar Minütchen gönnen sollte.

Fehlerbehebungsroutine No. 2c

Jetzt wird’s etwas tricky: Mit der Tastenkombination Windows+R erscheint ein kleines Fenster, in dessen Eingabezeile man cmd eingibt und entert. Dann geht ein schwarzes Fenster auf: die „Eingabeaufforderung“ (gibt’s auch per Mausklick irgendwo im Startmenü. Hier tippt man folgenden Befehl ein: shutdown /r /f
Bitte mit jeweils einem Leerzeichen vor / . Und wenn man danach Enter drückt, startet der Rechner auch neu. Er fährt dabei tiefer runter als beim normalen Neustart über das Startmenü und es werden mehr Hintergrundprozesse wirklich beendet. Wundert Euch also nicht, wenn dann das Hochfahren des Rechners vielleicht etwas länger dauert. Ersetzt man das r durch ein s, fährt der PC nur runter und startet nicht neu. Man kann ihn aber ganz normal wieder anschalten, wenn er auch mechanisch zur Ruhe gekommen ist.

Fehlerbehebungsroutine No. 3

Funktioniert das alles nicht, lässt sich der Rechner über Maus und Tastatur zu keinerlei Aktivität bewegen und haben wir geprüft, ob Maus und Tastatur immer noch richtig angeschlossen sind, dann wird zu härteren Maßnahmen gegriffen. Desktop-PCs haben manchmal noch eine Resettaste am Gerät. Bei Laptops wird es etwas tricky. Aber eins nach dem anderen.
Wer eine Reset-Taste findet, drückt einmal beherzt darauf (1-2 Sekunden). Wer keine hat, kann etwas ähnliches mit dem An-Schalter probieren. Einmal kurz, aber beherzt draufdrücken und beobachten, was passiert. Je nach Einstellungen fährt der Rechner oder Laptop dann runter bzw. geht in den Ruhemodus. Er könnte auch von selbst neu starten. Oder man startet ihn selbst, nachdem er sich ein paar Sekunden beruhigt hat.
Sollte man sehen, dass sich der Rechner nach der kurzen Betätigung der An-Taste in den Ruhemodus (Energiesparmodus o.ä.) verabschiedet, sollte man nach dem Neustart auf jeden Fall probieren, die Fehlerbehebungsroutine No. 2c durchzuführen („shutdown /r /f“).
Passiert beim Betätigen der An-Taste wider erwarten nichts, sollte ein längeres Drücken auf diese Taste den Rechner zwangsweise ausschalten. Das ist dann aber auch fast das härteste, was man machen kann. Noch härter ist nur noch Stromstecker ziehen im laufenden Betrieb oder den Akku und das Netzteil beim Laptop entfernen. Schäden sind dann nicht mehr auszuschließen.

Fachleute mögen mich bitte nicht lynchen, aber meine bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass man über diesen Weg 90% aller Probleme gelöst bekommt. Wobei immer geholfen hat, dass ich System und Programme einerseits sowie die Daten (Mediendateien, Officedateien etc.) andererseits immer auf getrennten Festplatten im Gerät gespeichert habe. Das bedingt natürlich zwei Festplatten im Gerät, was nicht so leicht zu finden ist, aber was ich seit meinem allerersten eigenen Rechner (386er, Win3.11, eine Platte 250 MB, eine 500 MB) 1993 immer als Prinzip durchgezogen habe. Externe Datensicherung u.ä. kam dann im Verlauf der Jahrzehnte dazu.

Webshop-System für lokalen Einzelhandel – Eine Idee

Das kann doch nicht so schwer sein, dem lokalen Einzelhandel ein Webshopsystem zusammenzuzimmern, dass den Besonderheiten dieses Handelsegmentes gerecht wird. Klassische Shop-Systeme fallen da schon mal wegen unnötiger Größe und Komplexheit aus. Immerhin geht es ja beim lokalen Einzelhandel nicht nur um reinen Produktverkauf. Deswegen ist ein klassischer Webshop der falsche Ansatz.

Sicher: Ein Modul des LEH*-Shops (* Lokaler EinzelHandel) kann durchaus ein klassischer Webshop sein. Aber wer will wirklich alle seine Produkte dort eingeben und ansprechend präsentieren? Da lohnen Aufwand und Umsatz nicht. Also gilt es, neue Wege zu denken und entsprechend vorhandene Lösungen schwungvoll miteinander zu vereinen. Es muss doch ein paar Programmierer geben, die folgendes zusammenzimmern können.

Der oder die Verkäufer/in/nen befindet sich mit einer Art Videokonferenzsystem beweglich im Laden (Smartphone mit WLAN), ggf. gibt es noch eine zweite Webcam im Laden (Totale, oder durch die Gegend wandernd). Kommt ein potenzieller Kunde auf die Webseite / in die App, landet er nach einer registrierung/Anmeldung erstmal in der „Schlange“, bekommt das Bild der zweiten Cam auf den Schirm und eine Anzeige, wieviele Kunden vor ihm in der „Schlange“ sind, sprich: sich vorher eingeklinkt haben. Die Anzeige kann man mit voraussichtlicher Wartezeit u.a. Angaben sicher ausbauen.

Der erste in der Schlange kommt auf das Smartphone eine(s/r) Verkäufer(s/in), sieht diese/n auf seinem Smaprtphone/Rechner und man kann sich unterhalten. Gibt es mehrere Verkäufer/innen, werden die Kunden aus der „Schlange“ entsprechend zugeteilt. Jetzt kann der/die Verkäufer/in mit dem Kunden durch den Laden wandern, ggf. zu Produkten beraten und diese gleich in einen realen Warenkorb legen. Ist der Einkauf fertig, sind oder werden Bezahlwege festgelegt und der Kunde bekommt die Info, ab wann er den Einkaufskorb an einer geeigneten Ausgabestelle gegen irgendeine geeignete Identifizierung (QR-Code auf dem Handy oder sowas) abholen kann.

Gerade bei kleineren Geschäften sollte das doch im Prinzip funktionieren. Schwierig wird’s bei Bekleidungs- oder anderen Geschäften, wo man auch etwas an- oder ausprobieren muss. Aber bei vielen standardisierten Produkten sollte das funktionieren, gerade auch bei denen, die einen gewissen Beratungsbedarf haben.

Und natürlich wird sowohl de(m/r) Verkäufer/in und dem/der Kund(i/e)n angezeigt, wie lang die „Schlange“ ist, damit sie wissen, ob sie sich Zeit lassen können oder doch lieber etwas sputen. Wie im wahren Leben also. Natürlich können die Wartenden sich nicht umschauen (außer, die 2. Webcam ist steuerbar), aber man könnte auch Produkte aus dem klassischen Webshop werbend einblenden, oder auch von benachbarten Läden, gleich mit der Info, wie lang dort die Schlangen gerade sind …

Und dann gibt es vielleicht bald doch das Webangebot www.innenstadt-nb.de/Shop

Smartphone hier, Smartphone da

Diese kleinen rechteckigen Gehirnexpander bekommen auch immer mehr Funktionen; oder sollte es besser Aufgaben heißen? Wobei „Gehirnexpander“ eigentlich der falsche Begriff ist. Der klassische Expander trainiert ja (und rasiert das Brusthaar), das Smartphone ist eher in die Gegenrichtung unterwegs. Und was man mittlerweile alles damit machen kann/soll!

Essen bestellen, Zugang zum Auto ermöglichen, Auto bestellen, Leihfahrrad freischalten, Routenplanung, Bankgeschäfte, Bankgeschäfte absichern, Buchhaltung, Versicherungen vergleichen, bezahlen, online einkaufen, chatten, fotografieren, Bilder teilen und veröffentlichen, soziale Netzwerke nutzen, unterhalten, diverse Preisvergleiche, Makler, Handwerker, Autoverkäufer oder -vermieter, Glücksspiel, Wetten, Börse, Kalender, Arbeits- und Lebensplanung, Einkaufshilfe, Haushaltshilfe, Kram verkaufen, telefonieren (soll auch noch gehen), mittels Messengern kommunizieren, Videokonferenzen, … usw. usf. Die Liste ließe sich sicher noch meterweise verlängern.

Es sind schon kleine Tausendsassas, diese elektronischen Wunderwerke. Wobei so verwunderlich ist das alles eigentlich nicht. Letztendlich ist das alles nur ein Ergebnis des Zusammenspiels zwischen einer programmierbaren Hardware und einem Netzwerk, das dahinter steht und in dem die Vielfalt eigentlich stattfindet. Das Smartphone ist letztendlich nur Bildschirm und Bedienelement, der Rest findet „im Netz“ statt. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Stellt sich nur die Frage: Mit wie vielen Smartphones sollte mensch eigentlich rumlaufen? Natürlich kann das alles auch nur auf einem Gerät stattfinden, aber sollte es das auch? Dass uns die kleinen Helferlein zu gläsernen Menschen machen (rein datentechnisch), scheint vielen bereits wieder aus dem Bewusstsein zu fallen bzw. wird erfolgreich verdrängt oder ignoriert. Das war mal eine Weile mehr Modethema, sollte es aber auch immer noch sein, denn: Besser geworden ist die Situation nicht. Und entsprechende Warnungen verhallen ungehört, weil ja auch alles so schön praktisch ist. Alles in einer Hand zu haben. Bzw. in einem Gerät. Der Vorteil der Hand ist da noch, dass die wenigstens angewachsen ist. Aber das Smartphone. Panikattacken bei Verlust oder einfach nur beim Wechsel auf ein neueres Gerät inklusive.

Vor einiger Zeit habe ich mal die dringende Empfehlung gelesen, dass bspw. die App für Bankgeschäfte und die App für die Absicherung mittels mTAN nicht auf dem selben Gerät laufen sollten. Also bräuchte jede/r Smartphonebankingappnutzer/in eigentlich schon mal zwei Smartphones. Wäre jedenfalls sicherer. Das Gerät für Messenger und Kommunikation in sozialen Netzwerken würde ich beispielsweise auch trennen von allen anderem, speziell auch Bankgeschäfte oder Shopping, wobei: letzteres beides auf dem gleichen Smartphone? Ich weiß nicht. Oder das Gerät auch als Türöffner beim Auto? Ich möchte das nicht. Mittelfristig steht bei mir der Neuerwerb eines solchen Vehikels an, und alle Modelle, die ohne Schlüssel auskommen, sind automatisch schon mal bei der Vorauswahl ausgeschieden.

Einfach alles über das Smartphone regeln ist zu einfach, um wirklich gut zu sein. Ich möchte nicht, dass das Gerät der Dreh- und Angelpunkt meines Lebens ist. Und ich möchte nicht, dass die Firmen, die alle Zugriff auf die Daten auf meinem Smartphone haben (ich weiß nicht, ob ich das mit „hunderte“ nicht ggf. untertreibe), wirklich alles von mir wissen sollen. Ein paar Lücken in den Datenprofilen dürfen ruhig sein. Immerhin habe und nutze ich auch ein Smartphone und bin nicht so blauäugig zu glauben, dass nicht schon diverse elektronische Profile von mir existieren (wie von jedem anderen Smartphonebesitzer auch). Ich bin mir auch relativ sicher, dass diese Profile nicht von allen Nutzer/inne/n gleichzeitig verfolgt werden können. Aber die Basisdaten sind vorhanden und wenn jemand in den Fokus rückt, dann ist die gezielte Auswertung auch kein Problem mehr. Und immer dran denken: Was man nicht mit Geld bezahlt, bezahlt man mit seinen Daten. Wobei die Umkehrung höchstwahrscheinlich nicht gilt. Auch bei Apps, die man bezahlt, ist man vor dem Datenabfluss nicht sicher.

Bankgeheimnis? Ha! Ausgehebelt. Privatsphäre? Was bitte? Unverletzlichkeit der der Wohnung? Ha ha! Danach frag‘ mal Siri oder Alexa! Telefongeheimnis? Hoffen wir mal.

Und Du glaubst, du hast es unter Kontrolle? Du hast die Ortung ab-, das Mikrofon stumm- und die Kamera blindgeschaltet? Hast Du Dich dabei mal beobachtet? Du bist die in die Systemeinstellungen Deines Smartphones gegangen und hast da auf eine Grafik getippt, die dann ein anderes Aussehen angenommen hat. Die Wirkung hast Du ausgelöst. Aber ob Du damit auch – wie bspw. beabsichtigt – die Ortungsfunktion deaktiviert hast, ist eher eine Sache des Vertrauens in den Hersteller von Smartphone oder dessen Betriebssystem. Aber, ob Du wirklich etwas bewirkt hast außer der Änderung der Grafik?

Sollte ich jetzt etwas phobisch rübergekommen sein, so ist das nachvollziehbar, aber nicht beabsichtigt. Zugegeben, vielleicht ist es auch alles gar nicht so. Die kostenlosen Apps kommen von anonymen Wohltätern und werden wegen deren Liebe an die Menschheit verschenkt. Die Erfahrung zeigt aber, dass das, was geht, meist auch genutzt wird. Moral hin oder her.

Über’s Programmieren

Freeware, Open Source, CC, u.a. – das sind wunderbare Sachen. Man bekommt Software für seinen Rechner, ohne dafür bezahlen zu müssen. Manchmal sind Kuckuckseier dabei, manchmal nur wiederkehrende Spendenaufrufe. Und man findet Software für Aufgaben, für die es im kommerziellen Markt offensichtlich nicht genug Kunden und demzufolge auch keine Lösungen gibt.

Als Programmierer steht man ja vor allerlei Problemen. Wobei ich gleich vorweg sagen will, dass ich keiner bin. Ein wenig HTML und PHP, dann hört’s aber auch schon auf. Und weil ich es nicht ständig mache, fehlen mir bei den Sprachen immer die „Vokabeln“ und ich muss erst in Dokumentationen rumwühlen, um den passenden Befehl zu finden. Nur die Grammatik hab ich noch ein wenig drauf. 😉 Aber ich möchte mich trotzdem mal über Programmierer und ihre Software auslassen. Die regen mich ab und zu nämlich mal auf, weil sie zu wenig an die Nutzer ihrer Software danken. Was für einen Programmierer selbstverständlich sein kann, ist für Otto Normalnutzer alles andere als normal. Und umgekehrt. Und das wirkt sich frustrierend aus. Zumindest auf der Nutzerseite, wie ich es gerade erst wieder erlebt habe.

Wenn man für Desktop-Rechner etwas programmiert, steht man vor mindestens einer Aufgabe. Oder genauer: mindestens drei. Und die heißen Windows, macOS und Linux. Wer möchte, kann noch ein paar Exoten mit dazuzählen. Aber zur Illustration soll es reichen. Möchte man also möglichst viele Nutzer erreichen, darf man für drei Betriebssystemplattformen (zuzüglich aller ihrer Versionen) programmieren. Und dabei sind die Handy-Betriebssysteme noch gar nicht mit dabei. 😉 Mehrere zur Auswahl stehende Programmierplattformen machen die Sache nicht einfacher.

Informatiker überspringen bitte beim Lesen diesen Absatz, jetzt wirds populärwissenschaftlich. 😉 Eine Programmierplattform, die es auf allerlei Betriebssystemen gibt, ist Java. Grob vereinfacht: Einmal programmiert und für die großen Betriebssysteme gleichzeitig verfügbar. Dafür muss nur auf dem jeweiligen Rechner auch Java installiert sein, Als Mittler sozusagen zwischen dem Programm und dem Betriebssystem. Die Idee finde ich schon mal nicht schlecht. Sicher hat sie auch Nachteile, aber dazu bin ich zu wenig Programmierer, um das einzuschätzen. Betriebssystemnahe Programme wird man über den Weg vermutlich nicht schreiben können (Virenschutz oder so), die müssen zu tief ins System rein, um zu wirken, und da stört die Java-Ebene dazwischen sicherlich. Aber Anwendungsprogramme gehen. Es gibt derer in Vielzahl und man kann sie nutzen. Ein großes ist beispielsweise das Office-Paket LibreOffice, dass ohne die Java-Unterlage nicht funktioniert. Aber auch kleinere Sachen greifen auf Java zurück.

Neben LibreOffice habe ich (mindestens) drei weitere Programme auf dem Rechner, die mit Java als Plattform arbeiten. Das funktioniert seit Jahren wunderbar, selbst einen Rechnerumzug haben die Programme mitgemacht. Meine Hardware ist noch relativ aktuell, ich bin bzw. war also ob des wunderbar laufenden Systems sehr glücklich.

Aber dann kam der Tag eines Updates. Es war kein Windowsupdate! Auch installierte Software guckt regelmäßig nach, ob es neue Versionen gibt und meldet das. So passiert am letzten Wochenende mit einem meiner Java-„Programme“. Also lade ich wie gewöhnlich die neue Version herunter und lasse sie installieren. Danach läuft sie aber nicht mehr. Dafür gibt es eine Fehlermeldung mit dem Hinweis, dass diese Software jetzt mindestens Java 11 (ja, auch hier gibt es Versionsnummern) voraussetzt. Gleichzeitig wurde durch das Fehlermeldungsfenster die entsprechende Download-Webseite java.com/de/download im dafür startenden Browser aufgerufen. Nur: Da gibt es Java 8, aber kein 11 oder mehr. Blöd. Entsprechende Kommentare im Nutzerforum der Software von den Programieren, auf den Fehler hingewiesen: Soll sich der Nutzer doch selber kümmern (mal grob zusammengefasst). Auch die Kritik, dass die Java-11-Voraussetzung doch wenigsten vorher hätte kommuniziert werden sollen, wurde weggebügelt mit dem Hinweis, dass das wohl schon ein halbes Jahr vorher im Forum gestanden hätte. Aber mal ehrlich: Wer verfolgt Nutzerforen für eine von einem genutzte Software, wenn alles wunderbar funktioniert???

Einfach nur eine Software nutzen geht also nicht, ich musste mir etwas Zeit nehmen, um das Problem zu lösen. Suchmaschinen helfen da, wenn man weiß, wonach man eigentlich sucht. Letztendlich hatte ich die Software, die ich ja unbedingt weiter nutzen wollte, irgendwann wieder am laufen. Ich hatte eine Java-11-Installationsdatei gefunden, sie installiert und alles war gut. Nach einigem hin und her, auf das ich hier aber nicht eingehen will. Die Software lief jedenfalls wieder. Etwas später startete ich, weil ich dann mit ihm arbeiten wollte, ein anderes Programm, das auch auf Java basiert. Nur: Nichts passierte. Das war Mist. Irgendwie fand es „sein“ Java nicht. De- und wieder neu installieren brachte nichts. Java 8 und 11 sauber installieren (geht das überhaupt gleichzeitig?) brachte auch keinen Erfolg. Also machte ich mich auch hier wieder auf die Suche nach einer Lösung. Was das wieder alles an Zeit fraß?! Auf der Webseite zum Programm gab es keine hilfreichen Tipps, eine Suchmaschine bot lösungserhoffende Hinweise an. Die Software wurde vom ursprünglichen Entwickler offensichtlich nicht mehr weiter gepflegt (Updates gabs meiner Erinnerung nach auch schon ewig keine mehr). Aber andere Programmierer hatten einen „Seitenarm“ der Programmversionen geschaffen und so gab es eine sehr viel neuere Version zum Downloaden. Windows-Installationsdatei? Fehlanzeige! Zip-Datei zum einfach in den Ordner kopieren? Fehlanzeige! ISCH RASTE AUS! Wann denken die Programmierer mal an Otto Normalnutzer?!

Das Zauberwort hier hieß übrigens GitHub. Das positive: Davon hatte ich schon mal gehört. Das negative: Bisher hatte ich nur davon gehört. Aber es gab wenigstens eine Anleitung, die ich verstand, obwohl sie in einer mir fremden Sprache geschrieben war. Ich installierte also noch irgendein „Hilfsprogramm“, mit dem ich dann die gesuchte Software auf windowsuntypische Art, aber zuverlässig auf den Rechner bekam (und wohl auch Updates bekommen würde). Nutzerfreundlich ist aber anders. Für den Nerd an sich (ich meine das gar nicht abwertend) mag das eine Lösung sein, aber für den, der einfach nur seinen Rechner nutzen will, nicht!

Was das alles wieder für Zeit gefressen hat! Mit einem einfachen, schnellen Update fing es an. Dann Fehlersuche und -behebung (mit kleineren Rückschlägen), dann Auftritt des neuen Fehlers, wieder Fehlersuche und -behebung, Wiedereinrichtung der Software, Rekonstruktion der Daten. Und dann noch die Niederschrift dieses Blogartikels! Als ob ich nichts besseres zu tun hätte. Deshalb, liebe hervorragende, großes leistende und meine Anerkennung habende Programmierer freier Software: Danke für Eure Arbeit! Aber bitte auch ein wenig an die Nutzer denken und alles so ein bisschen idiotensicherer bauen. Das wäre schön. Danke!

Nein, nein und nochmals nein!

Die E-Mail-App von Google weist seit einiger Zeit auf ein neues Feature hin, vermutlich eine Anwendung von KI.

Grundsätzlich würde ich Google schon mal absprechen, meine Prioritäten zu (er)kennen, was unter anderem daran liegt, dass ich sie selbst auch nicht kenne und mich daran halten kann. Hier geht’s also darum, dass Google mir Prioritäten unterstellt bzw. meint, dass ich sie haben sollte. Dass sie dazu vorher meine Persönlichkeit analysiert haben müssen, ist klar. Meinen Psychoanalytiker haben sie mangels Existenz sicher nicht konsultiert. Die Basis ist also mein protokolliertes Netznutzungsverhalten und der Mailverkehr über Gmail.

Dass meine Prioritäten auch noch tagesabschnittsformabhängig sind, kann der Algorithmus nicht berücksichtigen mangels Nichtkenntnis. Was soll also die Funktion, die nicht funktionieren kann? Zumal ich auf der Adresse kaum E-Mail-Verkehr habe. Google muss auch nicht alles über mich wissen. 😉