Schlagzeilen des Wochenendes

Bei der Vorbereitung der heutigen Sendung „Rundumgenuss“ auf NB-Radiotreff 88,0 (21:00 Uhr) kommen mir 3 Meldungen unter, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, die ich aber auch nicht völlig unkommentiert stehen lassen kann.

Zum einen hat am gestrigen Sonnabend Deutschlands (wenn nicht gar Europas) größte Drogenparty begonnen: Das Oktoberfest in München. Mehr braucht man dazu wohl nicht sagen.

Die anderen beiden Nachrichten haben eigentlich auch nichts miteinander zu tun, skurril werden sie in der Verknüpfung. Das einzig erfreuliche: Sie haben beide mit Neubrandenburg zu tun. Ebenfalls gestern, aber am Abend, gewinnt in unseren J.-S.-Forum Sebastian Sylvester den Weltmeistertitel der IBF, also im Boxen. Im Gegensatz zum Basketball ist Boxen ja eher ein körperbetontes „Spiel“, sprich: Es gibt ordentlich Kloppe. Dazu passt wie der Arsch auf den Eimer das am Donnerstag durchgeführte „16. Radrennen in Neubrandenburg im Rahmen des Projektes ‚Sport statt Gewalt'“. Ebenfalls kommentarlos.

Fremde Federn

Es war einmal ein Mieter dieser Stadt, der nebenbei auch noch Kunde der hiesigen Stadtwerke ist. Er war ein wenig technikaffin, so ging es ohne Strom im Hause gar nicht. Aber dazu gibt es ja regionalen, um nicht zu sagen, örtlichen Strom, damit man ihn auch verbrauche, idealerweise natürlich sinnvoll.

Dieser Mieter zog, nachdem er beinahe 15 Jahre seiner kleinen Einraumwohnung die Treue gehalten hatte, in eine größere, schönere Zweiraumwohnung, die auch noch näher am Kraftwerk lag. Mit der Zeit hatte sich der heimische Technikpark vergrößert und mit der neuen Wohnung stieg auch der Komfort: Geschirrspüler, Waschmaschine, Hifi-Anlage, usw. usw. Aber unser Mieter ging sorgsam mit allem um, so dass mit der Zeit und den Jahresabrechnungen der Stromverbrauch immer mehr und mehr sank.

Vom Abrechnungsjahr 2007 auf 2008 halbierte sich die Stromrechnung sogar. Das konnte aber nicht stimmen, unser Mieter wurde stutzig. Mit der Ende Januar 2009 erhaltenen Rechnung stieg er in den Keller zu seinem Stromzähler, um die Werte zu vergleichen. Alles stimmte. Es stimmte zu genau. Der Stand auf seinem Stromzähler war immer noch genauso hoch wie auf der Rechnung, dessen Ablesung aber vor mindestens einem Monat erfolgte. Sollte er seitdem keinen Strom verbraucht haben? Nein! Das abendliche Fernsehprogramm und der leuchtende Weihnachtsbaum zu den Festtagen sprachen dagegen.

Aber unser Mieter war nicht auf den Kopf gefallen. Ihm ging sozusagen eine Lampe auf, als er sich die Gesamtsituation durch den Kopf gehen ließ. Die Wohnung unter seiner war seit dem Sommer nicht vermietet. Letztendlich stellte sich heraus, dass bei der Rekonstruktion des Hauses und des Stromnetzes die Zähler verkehrt angeschlossen worden waren.  Nicht nur der Mieter, sondern auch die Vormieterin hatte die Stromrechnung des Mieters unten drunter, eines älteren Herrn, bezahlt und umgekehrt.

Als vorbildlicher Bürger rief unser Mieter bei den Stadtwerken an (eine riesige Nachforderung in den nächsten Jahren vermeiden wollend) und schilderte die Situation; eine Überprüfung bestätigte diese. Danach begann das Warten auf die Abrechnung. Die kam jetzt und muss nur noch seitens des Mieters überprüft werden.

Das Begleitschreiben zur Abrechnung ist allerdings eine kleine Frechheit. Ich zitiere: „Bei einer Prüfung der Kundenanlage in Ihrem Haus (es ist nicht mein Haus, ich wohne hier nur zur Miete, aber das nur nebenbei – D.) stellten wir fest, dass die Stromabrechnung für Ihre Wohnung anhand eines fehlerhaft zugeordneten Messgerätes erfolgte.“ Da möchte ich mit leichtem Schweizer Dialekt in Anlehnung an eine bekannte Kräuterbonbon-Werbung fragen: „Wer hat’s festgestellt?“

Was mich nur noch interessiert, ist die Frage, ob dem unter mir ausgezogenen Mieter bzw. mittlerweile seinen Erben die zuviel gezahlten Beträge gutgeschrieben werden. Gerecht wäre es ja.

Unlogisches im Verkehr

Warum ist der Straßenverkehr eigentlich manchmal so unlogisch. Und damit meine ich nicht, wieso es manchmal auf wunderschön ausgebauten und nicht mit Anwohnern belasteten Straßen eine mit 30 km/h begrenzte Geschwindigkeit gibt. Ich meine die inneren Widersprüche.

Beispiel: In der Fahrschule wird jedem Anfänger eingebleut, vorausschauend zu fahren. Manche übertreiben es dann zwar auch und ordnen sich auf dem Bethanienberg schon links ein, weil sie an der Filmeckkreuzung ins Vogelviertel abbiegen wollen (ich habe es mal probiert – vor den Bauarbeiten – , man konnte es machen). Im Widerspruch dazu steht das an Hindernissen strengstens empfohlene Reißverschlussprinzip. Da gilt es eben gerade nicht, schon kilometerweit vorher sich einzuordnen, sondern bis an die Vorkommnisstelle heranzufahren.

Eine zweite unlogische Sache sind reservierte Fahrspuren. Beispiel eins sind die Busspuren. Wehe, ein privater Pkw befindet sich auf dieser, so hat er mit empfindlichen Strafen zu rechnen. Wieviel Geld die Stadt am Ende der Busspur Demminer Straße/Schimmelweg eingenommen hat, wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben. Busspuren erkennt der Fahrzeugführer relativ einfach: Es steht in regelmäßigen Abständen auf der Straße in großen Lettern BUS. An anderer Stelle finden sich auch 3 große Lettern auf der Straße, die die Spur, folgen wir der Busspur logisch, als Verkehrsfläche nur für LKWs bezeichnet. Trotzdem sind auch Pkws hier geduldet.

Noch unlogischer wird das Ganze, wenn man die Frage: „Muss ein Bus die Busspur benutzen?“ mit „Nein.“ beantwortet.

Morgengrauen

Der morgendliche Blick in den Spiegel ist mittlerweile doch manchmal erschreckend. Es ist doch erstaunlich, wie ein Gesicht die Gefühlswelt ausdrücken kann.

Aber wie heißt es doch so schön: Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag über Entfaltungsmöglichkeiten.

Gurkenscheiben auf dem Antlitz sollen da ja helfen. Was man aus den Gurken besseres machen kann, dazu gegen Mittag hier mehr. Wer eine Salatgurke, ein paar Tomaten, etwas durchwachsenen Speck (o. ä.). eine Zwiebel und natürlich Gewürze und Kräuter zu Hause hat, kann dann mitkochen.

„1 Stein, 1 Kalk, 1 Bier“ …

… so hieß es früher(?) auf dem Bau. Aber die Zeiten entwickeln sich weiter. Heute gibt es die Aktion „1 Baum, 1 Blog„. Für jedes Blog, dass mitmacht, wird ein Baum gepflanzt. Da der Baum mehr Kohlendioxid verbraucht als ein Blog verursacht, wird somit das Blog CO2-neutral. Auch mal eine Idee.

Deswegen:

CO2-neutral - Einkaufen und Angebote bei kaufDA.de

Gibt es bei den umfallenden Reissäcken in China eigentlich Bären?

Das sind doch mal Fragen und Themen, mit denen sich die Menschen unbedingt befassen müssen. Die Weltwirtschaftskrise (ob nun herbeigeredet oder nicht), Politikverdrossenheit (Welcher Politiker macht eigentlich noch vernünftige Politik?), Umwelt- und Nahrungsmittelskandale fallen in eine große Unbedeutsamkeit.

Denn: Wenn er es machen könnte, er würde wie niemand geringeres als John F. Kennedy aufstehen und sagen: „Isch bin ein Berliner!“ Und damit meine ich nicht den erstbesten Pfannkuchen aus der Bäckerei des Vertrauens, sondern „Knut“. Wer ist eigentlich Knut?

Skat, Rommé, Doppelkopf, Poker, 17und4, …

Heraus mit den Kartenspielen! Es ist soweit, das Spielen erlebt eine Renaissance. Aber vor das Spiel hat der vielzitierte liebe Gott noch 2 Tätigkeiten gestellt, ohne die es unmöglich wäre. Damit meine ich nicht Bier öffnen und Knabbereien kaufen.

Karten müssen, bevor man mit ihnen spielt, ja erstmal gegeben werden. Aber das allein reicht ja auch noch nicht aus, davor gilt es, die Karten auch zu mischen! Eine Tätigkeit, die zur Zeit gaaaanz groß geschrieben wird in Neubrandenburg, findet doch hier gerade das „Mischen olümpick“ statt. Schweißtreibend, bei dem Wetter, wo schon nichtstun den menschlichen körper von außen befeuchtet. Richtig Tauzeit für Dicke. 😉